Neubau Großküche mit Kantine - Objektplanung Gebäude (LPH 5-9 HOAI)
Was wird ausgeschrieben
Der Bezirk Oberfranken vergibt die Architektenleistungen für den Neubau einer Großküche mit Kantine alsObjektplanung Gebäude gemäß HOAI Leistungsphasen 5-9. Die anrechenbaren Kosten betragen ca. 9,7 Mio. EUR (netto), die Gesamtkosten der Baumaßnahme sind auf 18,7 Mio. EUR brutto (Kostengruppen 200-700 DIN 276) begrenzt. Die Beauftragung erfolgt in drei Stufen (LPH 5-7, LPH 8, LPH 9).
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Objektplanung Gebäude (LPH 5-9 HOAI)
Der Bezirk Oberfranken vergibt im Auftrag der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) die Architektenleistungen für den Neubau einer Großküche mit Kantine. Das Projekt ist in drei Stufen aufgeteilt: Zuerst werden die Leistungsphasen 5-7 (Entwurfsplanung bis Genehmigungsplanung), dann LPH 8 (Ausführungsplanung) und schließlich LPH 9 (Objektüberwachung) beauftragt. Die anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung liegen bei rund 9,7 Millionen Euro, die Gesamtkosten für den Bau dürfen 18,7 Millionen Euro brutto nicht überschreiten. Bewerber müssen Eignungsnachweise gemäß §§ 123 und 124 GWB vorlegen und ihre Referenzen bereits mit dem Angebot einreichen — eine Nachforderung ist ausgeschlossen. Die Zuschlagswertung erfolgt zu 70 % nach Qualität und zu 30 % nach dem angebotenen Honorar.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Eignungsnachweise gemäß §§ 123 und 124 GWB
- Referenzen für vergleichbare öffentliche Bauprojekte
- Nachweis der sofortigen Verfügbarkeit und Arbeitsbeginnmöglichkeit
- Personaleinsatzplanung mit Projektleitung
- Qualifikationsnachweis für alle Planungsbereiche
- Keine Nachforderung von Referenzen möglich — vollständige Unterlagen bei Angebotsabgabe erforderlich
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
siehe §§ 123 und 124 GWB Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen. Eine Nachforderung materiell bzw. inhaltlich falsch eingereichter Referenzprojekte ist nicht möglich! Grund: Die Nachforderungsmöglichkeiten des § 56 Abs. 2 Alt. 1 VgV darf nicht dazu führen, dass sich einzelne Unternehmen im Nachhinein, nach Ablauf der Abgabefrist, gegenüber ihren Konkurrenten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.
Aufteilung in Lose
1 LotArchitektenleistungen Objektplanung Gebäude Leistungsphasen 5-9 HOAI Honorarzone III Anrechenbare Kosten: ca. 9,7 Mio. EUR (netto) Stufenweise Beauftragung: Stufe 1 = LPH 5-7 HOAI Stufe 2 = LPH 8 HOAI Stufe 3 = LPH 9 HOAI Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme dürfen den folgenden Betrag (in EUR brutto) nicht überschreiten: 18,7 Mio. EUR. Dieser Betrag setzt sich aus Kosten der Kostengruppen 200 - 700 nach DIN 276 zusammen. Der Küchenneubau ist in zentraler Lage geplant, als Standortstärkung des Zentrums des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Der Übersichtslageplan verdeutlicht die Lage der Küche in Bezug auf die weiteren Neubauten auf dem Gelände. Im Norden der Neu- bzw. Anbau der Forensik 5, im Nordwesten der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie und im Süden, der Neubau der Heilpädagogischen Station. Es ist eine kompakte Gebäudeform auf der Basis einer gut funktionierenden, zweckmäßigen Großküche für einen wachsenden Krankenhausbetrieb, die gleichzeitig dem Anspruch eines zeitgemäßen, attraktiven Ortes fürs Essen, Treffen, Veranstaltungen gerecht wird. Der Baukörper in Hanglage hat einen Bruttorauminhalt von knapp 16.000 m³, die Bruttogeschossflächen der beiden Ebenen addiert betragen ca. 3.000 m². Die Großküche mit optimierten, wirtschaftlichen Produktionsabläufen bildet die Basis des Erdgeschossgrundrisses. Sie nimmt mit den dazugehörigen Nebenräumen nahezu die gesamte Erdgeschossfläche ein. Die Andienung erfolgt über einen seitlichen Betriebshof, der mit der Anlieferungszone auf einen optimalen Warenfluss abgestimmt ist. Die Küchenplanung stellt auf die Versorgung von bis zu 900 Patienten täglich sowie auf die Versorgung von 300 Gästen (Mitarbeiter und Besucher) täglich ab. Zudem ist ein Veranstaltungscatering von ca. 8.500 Gästen jährlich möglich. Das Obergeschoss, über den Haupteingang auf Zwischenebene erreichbar, wird vom zweiseitig verglasten Speisesaal dominiert. Um den Zugangsbereich sind Foyer mit Garderobe und sanitäre Anlagen angeordnet. Vom Speisesaal gelangt man auf eine Terrasse, die als Raumergänzung gedacht ist. Speisesaal und überdachte Terrasse sind für eine Bestuhlung an Tischen für bis zu 200 Personen vorgesehen. Durch eine lose Möblierung kann der Speisesaal - auch kurzfristig - für Veranstaltungen mitgenutzt werden. Mit dem Küchenneubau entsteht ein weiterer wichtiger Baustein hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung des gesamten Standorts. Er ist in die Planungen zu einer Transformation des gesamten Standortes zur wirtschaftlichen und CO2- neutralen Energieversorgung eingebettet. Die Dachfläche wurde von Aufbauten der Haustechnik soweit möglich freigehalten und wird mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung bestückt. Als nächster Planungsschritt folgt die Ausarbeitung der Genehmigungsplanung als Basis für die Einreichung des Antrags auf Baugenehmigung beim Bauordnungsamt der Stadt Bayreuth, im Frühjahr dieses Jahres, mit der Zielsetzung die Baugenehmigung bis zum Herbst 2026 zu erhalten. Standort und Bauvorhaben wurden mit den Vertretern der Stadt Bayreuth zu einem frühen Planungszeitpunkt vorbesprochen. Parallel dazu folgt die Ausschreibung bzw. öffentliche Auftragsvergabe der weiteren Gebäudeplanung und Fachplanungen ab Leistungsphase 5. Bis einschließlich Leistungsphase 4 wurde die Gebäudeplanung von der Stabsstelle Bauen des Bezirks Oberfranken durchgeführt. Eine weiterführende interne Planungsleistung ist aufgrund der vielfältigen Aufgaben der Stabsstelle Bauen nicht möglich. Unter Berücksichtigung der Einarbeitung der dann beauftragten Gebäudeplaner wird ab Herbst 2026 mit dem Beginn der Ausführungsplanung durch die Gebäudeplaner und die Fachplaner gerechnet. Der Start der Baufeldfreimachung mit den Rodungsarbeiten ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Die weitere Baufeldfreimachung und die Durchführung des Spezialtiefbaus (Bohrpfahlwände) ist ab Frühjahr 2027 geplant, in Abhängigkeit der gegenüberliegenden Baustelle Neubau Kinder- und Jugendpsychiatrie - dort müssen die Rohbauarbeiten abgeschlossen und ein Teil der Baustelleneinrichtungsfläche für den Neubau der Großküche zur Verfügung gestellt werden. Der geplante Beginn der Rohbauarbeiten ist im Sommer 2027. Die Fertigstellung des Gebäudes ist bis Frühjahr 2029 geplant und danach folgt die Inbetriebnahme und der Küchen-Umzug bis zum Herbst 2029. Der Abschluss der Baumaßnahme ist somit bis Jahresende 2029 geplant.
Zuschlagskriterien
10 Kriterien- cost30%
Honorar für Grundleistungen aus dem Leistungsbild
- cost5%
Honorar für Besondere Leistungen und Stundensätze
- quality5%
Methoden zur Qualitätssicherung der Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung
- quality5%
Methoden zur Kostensicherheit
- quality10%
Aufgabenstellung und Projektanforderungen
- quality10%
Zusammensetzung, Organisation, Vertretungsregelung, Projektleitung, Besetzung der einzelnen Planungsbereiche
- quality10%
Verfügbarkeit, sofortiger Arbeitsbeginn, Personaleinsatzplan
- quality5%
Terminplan zur vorgesehenen Projektabwicklung
- quality15%
Organisation der Bauleitung / Präsenz vor Ort / Erreichbarkeit für den Bauherrn
- quality5%
Methoden zur Terminsicherheit
Zeitplan
- 21. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 21. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung