Zentrales PACS zur Archivierung und zum Austausch medizinischer Bilddaten
Was wird ausgeschrieben
Die Barmherzige Brüder Trier gGmbH schreibt die Einführung eines zentralen, standortübergreifenden PACS (Picture Archiving and Communication System) aus. Ziel ist die Konsolidierung der bisherigen lokalen Insellösungen in eine einheitliche Plattform für die gesamte BBT-Gruppe. Der Vertrag hat eine Laufzeit von etwa 1800 Tagen.
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Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Einführung eines zentralen, standortübergreifend nutzbaren PACS als zukünftige einheitliche Plattform zur Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung medizinischer Bilddaten. Das zentrale PACS soll so ausgelegt sein, dass perspektivisch alle Einrichtungen der BBT-Gruppe darauf zugreifen können und eine konsolidierte, gemeinsame Bilddatenbasis entsteht. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die bisher lokal betriebenen PACS-Systeme an den einzelnen Standorten schrittweise abzulösen und vollständig außer Betrieb zu neh-men.
Die Barmherzige Brüder Trier gGmbH sucht eine neue Softwarelösung, um medizinische Bilddaten wie Röntgen- oder MRT-Aufnahmen zentral zu speichern und standortübergreifend verfügbar zu machen. Aktuell nutzen die verschiedenen Krankenhäuser der Gruppe noch unterschiedliche, lokale Systeme, die nun durch eine einheitliche Plattform ersetzt werden sollen. Dies soll den Verwaltungsaufwand senken und den Datenaustausch zwischen den Kliniken vereinfachen. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von rund fünf Jahren ausgelegt.
Aufteilung in Lose
1 LotAktuell betreibt die BBT-Gruppe an mehreren Standorten unterschiedliche Krankenhausinformati-onssysteme KIS, Radiologieinformationssysteme RIS sowie PACS-Lösungen, die jeweils lokal in den einzelnen Häusern installiert und betrieben werden. Diese historisch gewachsene Systemlandschaft ist durch standortbezogene Insellösungen, unterschiedliche technische Betriebsmodelle sowie einen erhöhten Aufwand für Administration, Schnittstellenbetrieb und Weiterentwicklung gekennzeichnet. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Einführung eines zentralen, standortübergreifend nutzbaren PACS als zukünftige einheitliche Plattform zur Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung medizinischer Bilddaten. Das zentrale PACS soll so ausgelegt sein, dass perspektivisch alle Einrichtungen der BBT-Gruppe darauf zugreifen können und eine konsolidierte, gemeinsame Bildda-tenbasis entsteht. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die bisher lokal betriebenen PACS-Systeme an den einzelnen Standorten schrittweise abzulösen und vollständig außer Betrieb zu nehmen. Das zentrale PACS ist hochverfügbar auszulegen und soll on premise in den Rechenzentren der BBT-Gruppe installiert und betrieben werden. Es muss den Anforderungen an Verfügbarkeit, Stabilität und Betriebssicherheit eines standortübergreifend genutzten Systems im medizinischen Umfeld gerecht werden und einen unterbrechungsfreien Betrieb auch im klinischen Routinebetrieb sicherstellen. Zusätzlich ist die Cloudstrategie des Herstellers darzustellen, einschließlich der vorgesehenen Weiterentwicklung des PACS in Richtung Cloud- und Hybrid-Betriebsmodelle. Die bestehenden KIS- und RIS-Systeme der einzelnen Häuser sind nicht Bestandteil dieses Vergabeverfahrens und sollen zunächst in ihrer jeweiligen Ausprägung und Struktur unverändert bestehen bleiben. Das zentrale PACS muss daher in der Lage sein, in einer heterogenen Systemlandschaft zu-verlässig zu funktionieren und die standortübergreifende Anbindung mehrerer unterschiedlicher RIS-Systeme zu unterstützen. Die angeschlossenen Einrichtungen der BBT-Gruppe sollen im zukünftigen zentralen PACS jeweils als eigene Mandanten abgebildet werden. Dabei ist sicherzustellen, dass eine rechtssichere, daten-schutzkonforme und nachvollziehbare Nutzung sowohl innerhalb der einzelnen Häuser als auch hausübergreifend möglich ist. Das zentrale PACS muss hierzu eine mandantenfähige Struktur bereit-stellen, die einerseits die organisatorische und datenschutzrechtliche Trennung der Standorte ge-währleistet und andererseits dort, wo fachlich und organisatorisch erforderlich, eine kontrollierte, protokollierte und regelbasierte standortübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. In das zentrale PACS sind neben den Krankenhausstandorten auch die Medizinischen Versorgungszentren MVZ der BBT-Gruppe einzubinden. Darüber hinaus soll das System die Bereitstellung medizinischer Bilder und zugehöriger Ergebnisse für berechtigte Nutzer über ein webbasiertes Portal unter-stützen. Zusätzlich ist eine patientenbezogene Bereitstellung mittels QR-Code vorzusehen. Ferner soll das zentrale PACS die Einbindung weiterer lokaler Leistungserbringer wie Hausärztinnen und Hausärzte oder andere externe Kooperationspartner ermöglichen, sofern dies fachlich, organisatorisch und rechtlich vorgesehen ist. Darüber hinaus sollen auch bestehende und zukünftige Teleradiologienetzwerke angebunden werden können. Bestehende PACS-Verbindungen zu bereits angebundenen Kooperationspartnern sind im Rahmen der Einführung des zentralen PACS zu übernehmen und in die neue Systemarchitektur zu integrieren.
Zeitplan
- 2. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung