Rahmenvertrag für Webdesign-Konzeption und Webdesign-Realisierung
Was wird ausgeschrieben
Das Goethe-Institut schreibt Webdesign-Dienstleistungen in zwei Losen aus: Konzeption und Realisierung. Es werden Rahmenverträge mit einer Laufzeit von vier Jahren geschlossen, wobei für Los 1 ein Dienstleister und für Los 2 bis zu drei Dienstleister gesucht werden. Die Beauftragung umfasst Workshops, Prototyping sowie die technische und visuelle Umsetzung im bestehenden Corporate Design.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der Goethe-Institut e.V. plant die Beschaffung von Webdesigndienstleistungen. Es ist beabsichtigt jeweils einen Rahmenvertag für die Dauer von vier Jahren mit einem Dienstleister für Los 1 und bis zu drei Dienstleistern im Los 2 zu schließen. Eine detaillierte Beschreibung der geforderten Leistung ist der Anlage A "Leistungsbeschreibung" zu entnehmen.
Das Goethe-Institut sucht Unterstützung für die Gestaltung und technische Umsetzung seiner Webangebote. Die Ausschreibung ist in zwei Bereiche unterteilt: Los 1 konzentriert sich auf die konzeptionelle Arbeit, wie die Moderation von Workshops und die Entwicklung von Prototypen, während Los 2 die praktische Umsetzung und Optimierung von Webseiten nach den bestehenden Designvorgaben umfasst. Es werden Rahmenverträge mit einer Laufzeit von vier Jahren abgeschlossen, um eine langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen. Während für die Konzeption ein einzelner Partner gesucht wird, können für die Realisierung bis zu drei Dienstleister beauftragt werden.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Vorlage der Erklärungen und Unterlagen gemäß Ziffer 5.1.9 der Bekanntmachung
- Kenntnis des CMS Contens
- Einhaltung des Corporate Designs des Goethe-Instituts
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Bitte beachten Sie: Die durch das eForms-Formular vorgegebenen Begriffe zu den Ausschlussgründen sind nicht maßgeblich. Die Frage eines Ausschlusses von Angeboten richtet sich nach geltendem deutschen Vergaberecht. Bitte beachten Sie zu den vorzulegenden Erklärungen und Unterlagen Ziffer 5.1.9 dieser Bekanntmachung. Manche fehlende Bieterunterlagen können nach dem Ermessen der Vergabestelle nach Fristablauf nachgereicht werden.
Aufteilung in Lose
2 LoteLos 1: Webdesign-Konzeption Das Goethe-Institut kommt mit einer Problemstellung auf die Auftragnehmer*innen zu. Gemeinsam wird das beste Vorgehen und der Teilnehmerkreis besprochen - in vielen Fällen werden Kolleg*innen der Auslandsinstitute und/ oder anderer Fachbereiche in die Ideengenerierung involviert. Der*die Auftragnehmer*in moderiert die Workshops, bringt Ideen ein und visualisiert erste Aspekte. Die Entwicklung der Prototypen soll iterativ und nutzerzentriert erfolgen. Das frühe Einholen von Nutzerfeedback ist Teil des Prozesses. Ihre Aufgaben umfassen u.a. - Moderation von Workshop(-serien) remote oder vor Ort, z.B. Remote-Design Sprints - Unterstützung des Ideationprozesses, aktive Teilnahme an der Ideengenerierung - Formulierung von jobs-to-be-done, Nutzungsszenarien, User Journeys - Entwicklung von neuen Ideen und Konzepten zur Optimierung der Usability und User Experience sowie der Conversion-Rate - Prototyping (low-/medium-/high-fidelity) - Validierung von Ideen und Prototypen mit Nutzer*innen - Optional: Umsetzung von Webdesigns, die nicht im CMS "Contens" realisiert werden, z.B. für Apps und Partnerprojekte des Goethe-Instituts - Beratung und Wissenstransfer zum Thema nutzerzentrierte, agile Designkonzeption - Enge Zusammenarbeit mit Produkt Ownern, Stakeholdern und Nutzer*innen Das Ergebnis ist in der Regel ein getesteter Prototyp sowie eine kurze Dokumentation des Prozesses. Eine Beauftragung von Teilschritten ist ebenfalls möglich. Der Prototyp wird idealerweise als Export für das Tool des Auftraggebers bereitgestellt (derzeit Figma). In seltenen Fällen kann auch die Umsetzung des Designs unter Berücksichtigung der IT-Sicherheitsrichtlinie des Goethe-Instituts beauftragt werden. Der Auftraggeber stellt Ansprechpartner*innen mit fundierten Kenntnissen in UX, Webdesign, Barrierefreiheit sowie den Möglichkeiten und Limitationen des CMS bereit; die Fachbereiche und Auslandsinstitute bringen tiefes inhaltliches Wissen und häufig direkten Zugang zur Zielgruppe ein. Je nach Angebot können Nutzerinnen aus laufenden (Online-)Kursen, Newsletter-Abonnements oder Social-Media-Kanälen sowie ggf. Nicht-Nutzerinnen für Tests und Interviews rekrutiert werden. Für dieses Los soll eine Rahmenvereinbarung mit einem Dienstleister geschlossen werden. Der Höchstbedarf liegt bei 100 Personentagen pro Jahr. Es besteht keine Abnahmegarantie.
Los 2: Webdesign-Realisierung Die Auftragnehmer*innen kennen die Webangebote auf goethe.de, das CMS "Contens", das Corporate Design und die Standards des Goethe-Instituts. Das Goethe-Institut beauftragt Sie mit Design-Optimierungen an bestehenden Seiten, der Adaption für neue Angebote oder der Überführung eines Prototyps in ein CD-konformes, pixelgenaues und vollständiges Design. Sie nutzen in der Designentwicklung die Komponenten der Design Library und berücksichtigen Aspekte wie das Corporate Design, Barrierefreiheit, Performance, SEO/AIO sowie die technischen Möglichkeiten und Limitationen zur Umsetzung im CMS "Contens". Darüber hinaus unterstützen die Auftragnehmer*innen die kontinuierliche Vereinfachung und Optimierung der verwendeten Designkomponenten, den kollaborativen Aufbau und die Dokumentation unserer Komponenten-Library sowie die Weiterentwicklung des digitalen CD. Die Zusammenarbeit erfolgt in kurzen, sprintzyklischen Rhythmen und in enger Abstimmung mit den Product Ownern und dem CMS-Integrationsdienstleister. Die Implementierung des Designs im CMS ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung, ggf. werden Front-End-Code-Elemente von den Auftragnehmern bereitgestellt. In der Umsetzung stehen sie für Rückfragen, Adaptionen und Testing zur Verfügung. Ihre Aufgaben umfassen u.a. - Iterative Erstellung von Prototypen zu pixelgenauen, CD-konformen Designs - Ausdifferenzierung von Darstellungen in unterschiedlichen Breakingpoints und interaktiven Zuständen - Adaption und Weiterentwicklung von bestehenden "Contens"- und "Moodle"-Templates, -Outputtypes und -Funktionalitäten für ähnliche Projekttypen und neue Produktanforderungen - Kontinuierliche Vereinfachung, Standardisierung und Optimierung von Design-Komponenten, "Contens"-Templates, Interaktions- und Navigationskonzepten - Kollaborativer Aufbau und Pflege einer Design-Komponenten-Library, Erstellung von Vorlagen und Anleitungen für den Einsatz der Design-Komponenten - Unterstützung bei der Weiterentwicklung des digitalen CD - Beobachtung und Beurteilung von Designtrends, Einschätzung von neuen Designelementen, Frameworks und Funktionen unter Berücksichtigung der Integration und Skalierbarkeit in das CMS "Contens", das LMS "Moodle" und das Gesamtdesign goethe.de - Begleitung der Implementierung im CMS "Contens" und LMS "Moodle" (Rücksprachen mit CMS-/ Moodle-Integrationsdienstleistern, kurzfristige Umsetzung von Adaptionen, Testing von Designs) - Optional: Erstellung und Pflege von Front-End-Code-Elementen (CSS/JS) in enger Abstimmung mit dem CMS-Integrations-Dienstleister - Beratung und Wissenstransfer zum Thema Designstandards, Designsystem und Designkomponenten - Enge Zusammenarbeit mit Product Ownern, CMS-Integrationsdienstleistern und Stakeholdern Die Umsetzung erfolgt im verwendeten Tool des Goethe-Instituts (derzeit Figma) oder einem Tool mit vergleichbaren Funktionsumfang und Kompatibilität (z.B. Export in das Tool des Auftraggebers). Das Ergebnis eines Projektes ist eine - für die Umsetzung im CMS Contens oder LMS Moodle vorbereitete - pixelgenaue, bemaßte Datei, die alle notwendigen Zustände (z.B. Interaktionen, Breakingpoints) darstellt und jederzeit anpassbar/ erweiterbar ist. Verwendete Design-Assets (z.B. Icons) werden als SVG integriert. Für dieses Los soll eine Rahmenvereinbarung mit bis zu drei Dienstleistern geschlossen werden. Der Höchstbedarf liegt insgesamt bei ca. 150 Personentagen pro Jahr. Es besteht keine Abnahmegarantie. Für Einzelvergaben gilt folgende Regel: - Bis zu einem geschätzten Auftragsvolumen von 5.000 EUR netto vergibt der Auftraggeber anhand des Kaskadenprinzips an den Bewerber mit der höchsten Punktzahl in der Gesamtbewertung. - Bei einem geschätzten Auftragsvolumen über 5.000 EUR netto führt der Auftraggeber einen Mini-Wettbewerb durch. Die Dienstleister des Loses werden aufgefordert zur Problemstellung das Vorgehen/Methodik, den Zeitrahmen und erste Ideen zu skizzieren. Die Bewertungsmatrix ist in Anlage D ersichtlich.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price40%
Die Bewertung des Preises wird auf Grundlage der Angaben im Preisblatt (Anlage D, Teil 3 Preis) ein Gesamtangebotspreis gebildet. Reisekosten: Für einzelne Aufgaben kann eine Anwesenheit beim Auftraggeber vor Ort notwendig sein. In diesem Fall werden Reisezeit und Reisekosten gemäß den Bestimmungen des Bundesreisekostengesetzes (BRKG) und nur gegen Vorlage der Originalbelege erstattet. Sofern Reisekosten im Preisblatt mit "0" angegeben wurden, können sie nachträglich nicht geltend gemacht oder erstattet werden. Die Bewertungspunkte für den Gesamtangebotspreis ergeben sich - unter der Voraussetzung, dass der niedrigste Preis die volle Punktzahl (120 Punkte) erhält- aufgrund folgender Formel: Niedrigster Gesamtangebotspreis / zu bewertender Gesamtangebotspreis * maximale Punktzahl = Preispunkte
- quality60%
Die Leistungspunkte des Bieters ergeben sich aus den Antworten des Bieters in den Feldern des Fragenkatalogs gemäß Anlage D. Die im Fragenkatalog als Ausschlusskriterien gekennzeichneten Fragen sind jeweils mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten. Eine Beantwortung mit "Nein" führt zwingend zum Ausschluss des Bieters. Die von den Bietern gemachten Angaben zu den als Leistungskriterien gekennzeichneten Bewertungskriterien werden gemäß Anlage D "Wertungsmatrix Los 1/ Los 2" bewertet und gewichtet. Hierfür hat die Vergabestelle Zielerfüllungsgrade (Erwartungshorizonte) vorgegeben. Für die Beantwortung der Fragen in Teil 1 "Leistungskriterien" können maximal 85 Leistungspunkte erreicht werden. Für die Angaben in Teil 2 "Konzeptkriterien" können maximal 95 Bewertungspunkte erzielt werden. Erreicht ein Bieter insgesamt nicht mindestens 50 % der maximal erzielbaren Leistungs- und Bewertungspunkte (Mindestpunktzahl), führt dies zwingend zum Ausschluss des Bieters.
- price40%
Die Bewertung des Preises wird auf Grundlage der Angaben im Preisblatt (Anlage D, Teil 3 Preis) ein Gesamtangebotspreis gebildet. Reisekosten: Für einzelne Aufgaben kann eine Anwesenheit beim Auftraggeber vor Ort notwendig sein. In diesem Fall werden Reisezeit und Reisekosten gemäß den Bestimmungen des Bundesreisekostengesetzes (BRKG) und nur gegen Vorlage der Originalbelege erstattet. Sofern Reisekosten im Preisblatt mit "0" angegeben wurden, können sie nachträglich nicht geltend gemacht oder erstattet werden. Die Bewertungspunkte für den Gesamtangebotspreis ergeben sich - unter der Voraussetzung, dass der niedrigste Preis die volle Punktzahl (120 Punkte) erhält- aufgrund folgender Formel: Niedrigster Gesamtangebotspreis / zu bewertender Gesamtangebotspreis * maximale Punktzahl = Preispunkte
- quality60%
Die Leistungspunkte des Bieters ergeben sich aus den Antworten des Bieters in den Feldern des Fragenkatalogs gemäß Anlage D. Die im Fragenkatalog als Ausschlusskriterien gekennzeichneten Fragen sind jeweils mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten. Eine Beantwortung mit "Nein" führt zwingend zum Ausschluss des Bieters. Die von den Bietern gemachten Angaben zu den als Leistungskriterien gekennzeichneten Bewertungskriterien werden gemäß Anlage D "Wertungsmatrix Los 1/ Los 2" bewertet und gewichtet. Hierfür hat die Vergabestelle Zielerfüllungsgrade (Erwartungshorizonte) vorgegeben. Für die Beantwortung der Fragen in Teil 1 "Leistungskriterien" können maximal 85 Leistungspunkte erreicht werden. Für die Angaben in Teil 2 "Konzeptkriterien" können maximal 95 Bewertungspunkte erzielt werden. Erreicht ein Bieter insgesamt nicht mindestens 50 % der maximal erzielbaren Leistungs- und Bewertungspunkte (Mindestpunktzahl), führt dies zwingend zum Ausschluss des Bieters.
Zeitplan
- 12. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung