Dienstleistungskonzession für Haftraumtelefonie und Haftraummultimedia im Justizvollzug Rheinland-Pfalz

Was wird ausgeschrieben
Das Ministerium der Justiz Rheinland-Pfalz schreibt eine Dienstleistungskonzession für den Betrieb eines Haftraummediensystems in neun Justizvollzugsanstalten aus. Das System soll die bestehende Flurtelefonie ersetzen und den Inhaftierten sicheren Zugang zu Telefonie- und Multimediadiensten in ihren Hafträumen ermöglichen. Die Vertragslaufzeit beträgt 1825 Tage, was fünf Jahren entspricht.
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Dienstleistungskonzession für den Betrieb eines Haftraummediensystems für den Justizvollzug in Rheinland-Pfalz
Das Justizministerium von Rheinland-Pfalz sucht einen Dienstleister, der in neun Justizvollzugsanstalten des Landes ein modernes Mediensystem für Hafträume installiert und betreibt. Ziel ist es, die bisherige Telefonie auf den Fluren durch ein System in den Zellen zu ersetzen, das den Gefangenen kontrollierten Zugang zu Telefonie und weiteren Medienangeboten ermöglicht. Der Auftrag ist als Dienstleistungskonzession angelegt, bei der der Betreiber die Infrastruktur bereitstellt und die Dienste verwaltet. Die Laufzeit des Projekts ist auf fünf Jahre ausgelegt, wobei die technische Sicherheit und die Einhaltung der Vollzugsanforderungen im Vordergrund stehen.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
- Darlegung von Selbstreinigungsmaßnahmen bei Vorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 125 GWB
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB und/oder Darlegung von Selbstreinigungsmaßnahmen im Sinne des § 125 GWB Nachforderung gemäß § 56 VgV (analog).
Aufteilung in Lose
1 LotDas Ministerium der Justiz Rheinland-Pfalz beabsichtigt, die Justizvollzugsanstalten des Landes (in Diez, Frankenthal, Koblenz, Ludwigshafen, Rohrbach, Schifferstadt, Trier, Wittlich und Zweibrücken) sukzessive mit einem Haftraummediensystem (Haftraumtelefonie und Haftraummultimedia) auszustatten, das die aktuell vorhandene Flurtelefonie ablösen und den inhaftierten Personen in ihren Hafträumen Zugang zu modernen und im Justizvollzug vertretbaren Diensten und Medien zur sicheren Nutzung ohne Gefährdung Dritter ermöglichen soll. Auftragsgegenstand ist die Erbringung von Kommunikationsdienstleistungen und die Bereitstellung von entsprechender Hardware/ Endgeräten im Bereich des Justizvollzuges zur Nutzung durch inhaftierte Personen. Die Lieferung und der anschließende Betrieb sollen auf der Grundlage einer Dienstleistungskonzession mit einer Laufzeit von 5 Jahren erfolgen. Während der Laufzeit der Dienstleistungskonzession soll eine landesweit einheitliche Lösung zur Bereitstellung und Nutzung zunächst von Telefonie und TV, später von Multimediadiensten in Hafträumen aufgebaut und betrieben werden. Die Lösung soll zeitgemäß, technologisch ausgereift und zuverlässig sein und den inhaftierten Personen die Nutzung zu marktüblichen Kostensätzen ermöglichen. Derzeit noch getrennte Dienste, wie die Nutzung von Fernsehgeräten und Spielekonsolen, sollen überführt werden. Der Endausbau im Rahmen dieses Vertrages kann nur in mehreren Phasen erreicht werden kann. Die verschiedenen Phasen bzw. der Ablauf des Rollouts erfolgt sukzessive und richtet sich nach der Leistungbeschreibung. Seitens des Landes wird der notwendige Zugang zu den Serverräumen der Haftanstalten sowie zu dezentralen Technikräumen gewährt. Für alle in der Leistungsbeschreibung genannten Anstalten wurde eine Systemdokumentation erstellt, die unter anderem die Themen SAT-Empfang, Kanalaufbereitung und eine Beschreibung der Ausgangverteilung in den Hafthäusern umfasst. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass diese Unterlagen nur den Bereitstellung der Bietern, im Zuge des Teilnahmewettbewerbs ausgewählt wurden, nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs mit der Aufforderung zur Abgabe der Angebote zur Verfügung gestellt werden. Im Übrigen siehe Vergabeunterlagen, insbesondere Leistungsbeschreibung. Der Bieter hat sich über alle Einzelheiten der Vergabeunterlagen und der vorgesehenen Leistungen unter Berücksichtigung aller Verhältnisse, die zur Erfüllung der geforderten Leistungen maßgebend sind, in eigener Verantwortung Klarheit zu verschaffen.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price40%
Preisliche Kriterien (40 %), davon - Kalkulatorischer Gesamtpreis (30 %) - Preise für Optionen (10 %)
- quality60%
Güte und Qualität des Lösungskonzepts (60 %), davon - Darstellung der Grundleistungen (50 %) - Darstellung der optionalen Leistungen (10 %)
Zeitplan
- 10. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 10. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung