Fachplanungsleistungen für die Systemtechnik der Passagiertransportsysteme im Terminal 2
Was wird ausgeschrieben
Die Fraport AG schreibt Fachplanungsleistungen für die technische Sanierung der Passagiertransportsysteme im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens aus. Ziel ist die technische Erneuerung zur Risikominimierung sowie die Erfüllung aktueller bauordnungsrechtlicher und energetischer Standards. Der Auftrag erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 2.820 Tagen.
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Fachplanungsleistungen zur Systemtechnik der Passagiertransportsysteme
Die Fraport AG plant eine umfassende technische Sanierung des Terminals 2 am Flughafen Frankfurt, um das Gebäude auf einen modernen Stand zu bringen und langfristig sicher zu betreiben. Im Rahmen dieses Projekts werden spezialisierte Fachplaner für die Systemtechnik der Passagiertransportsysteme gesucht, die für die Planung der technischen Erneuerung verantwortlich sind. Das Projekt umfasst neben der energetischen Optimierung auch die Einhaltung strenger Brandschutz- und Arbeitsschutzvorgaben. Die Laufzeit des Auftrags ist mit 2.820 Tagen, also etwa 7,7 Jahren, sehr langfristig angelegt, was auf ein komplexes und umfangreiches Sanierungsvorhaben hindeutet.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Einhaltung der Fristen bei Nachforderungen gemäß § 51 SektVO
- Vermeidung von Doppelbeteiligungen zur Wahrung des Geheimwettbewerbs
- Einhaltung der Vorgaben zu Nachunternehmeranteilen unter 50 %
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
1. Nachfordern von Unterlagen: Die Vergabestelle behält sich vor, von ihrem Nachforderungsrecht gemäß § 51 SektVO Gebrauch zu machen. Macht die Vergabestelle von ihrem Nachforderungsrecht Gebrauch und werden die betreffenden Unterlagen nicht vollständig innerhalb der gesetzten Frist vorgelegt, werden betroffene Bewerber/ Bieter und Bewerber-/ Bietergemeinschaften von dem Vergabeverfahren ausgeschlossen. Ein nochmaliges Nachfordern erfolgt nicht. Vollständig eingereichte, unternehmensbezogene Unterlagen werden nicht nachgefordert, auch dann nicht, wenn sie inhaltlich fehlerhaft sind. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn diese die inhaltlichen Mindestanforderungen nicht einhalten. Bei Unterlagen, die noch nicht mit dem Teilnahmeantrag/ der Interessensbestätigung oder dem Angebot, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, gegebenenfalls auf separates Verlangen der Vergabestelle, vorzulegen sind, erfolgt keine Nachforderung. _______ 2. Doppelbeteiligung/ Verstoß gegen den Geheimwettbewerb: Sollte die Auswahl der Bewerber in der Angebotsphase zu einer Mehrfachbeteiligung von Bietern als Einzelbieter oder Mitglied einer/ mehrerer Bietergemeinschaft/en sowie von Unterauftragnehmern führen, wird die Auftraggeberin einzelfallbezogen entscheiden, ob ein Ausschluss der beteiligten Angebote wegen Verstöße gegen den Geheimwettbewerb geboten ist. Dabei sind folgende Grundsätze zu berücksichtigen: Eine mehrfache Beteiligung als Bieter und Mitglied einer Bietergemeinschaft ist in der Angebotsphase grundsätzlich unzulässig. Die mehrfache Beteiligung von Unternehmen als Bieter bzw. Mitglied einer Bietergemeinschaft und zugleich als Nachunternehmen istdagegen grundsätzlich möglich. Eine Mehrfachbeteiligung ist erst dann unzulässig und führt zum Ausschluss aller beteiligten Angebote, wenn von einer Kenntnis des Angebots oder zumindest der Angebotsunterlagen des Mitbewerbers auszugehen ist. Ein solcher Verstoß gegen den Geheimwettbewerb wird immer dann angenommen, wenn den beteiligten Bietern keine nennenswerten Gestaltungsfreiräume bei der Kalkulation des jeweils eigenen Angebots verbleiben. Maßgebend dafür sind Art, Umfang und Begleitumstände der jeweils relevanten Nachunternehmertätigkeit. Hinsichtlich des Umfangs der Nachunternehmertätigkeit wird ein Anteil von weniger als 50 % in der Regel für vertretbar gehalten, soweit nicht weitere Umstände hinzutreten.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Fraport AG beabsichtigt das Terminal 2 (T2) in den kommenden Jahren grundlegend technisch zu sanieren. Das Terminal soll im Rahmen der techn. Sanierung in einem neuen Lebenszyklus gebracht werden. Ziel der Sanierung ist die Eliminierung aller Risiken des techn. Betriebs und die vollständige Erfüllung bauordnungsrechtl., brandschutztechn. sowie arbeitsschutzrechtl. Anforderungen einschließl. einer energetischen Optimierung auch in den folgenden Jahren nach der erneuten Nutzungsaufnahme. Mit der Sanierung des T2 soll auch eine funktionale Optimierung der Terminalanlage vorgenommen werden, um die Anlage in das Hub-System der Lufthansa Group und der Star Alliance integrieren zu können. Im Rahmen einer Voruntersuchung seitens IFM/ZIM wurden div. Maßnahmen mit dem Schwerpunkt für die Sanierung des T2 identifiziert, um die Betriebssicherheit und den baugenehmigungsrechtl. Betrieb einschließl. Brandschutz zu gewährleisten. Der Schwerpunkt der Bauleistungen liegt in der techn. Gebäudeausrüstung. Zur Sanierung wurden u. a. folgende Gewerke identifiziert: Wasser, Abwasser, Wärme/Kälte, RLT/Entrauchung, Allgemein- und Sicherheitsstromversorgung, BMA und ELA, Fahranlagen, Sprinklerung und sonst. Feuerlöschanlagen, GA, sonst. Gewerke. Es ist vorgesehen ab 2027 mit der Ausführung von einzelnen Vorabmaßnahmen zu beginnen. Die Hauptmaßnahmen der Sanierungs- und Umbauarbeiten sollen vsl. im Zeitraum von Anfang 2030 bis Ende 2033 durchgeführt werden. Für diesen Zeitraum soll das T2 temporär für den Passagierbetrieb operativ außer Nutzung genommen werden. Einzelne Teilleistungen sollen nachlaufend, bis 2034 erbracht werden. Im Sinne des Bauordnungsrechts verbleibt das T2 in Betrieb. Andere Funktionen bleiben auch während der Baumaßnahmen in Nutzung (z. B. die Station des Passagiertransportsystems (PTS) T2 als Umsteigestation, Gepäckhandlingsflächen und Anlagen der Gepäckförderanlage, Bereiche für die Flugzeugabfertigung mit Einsatzleitungen, Parkierungsanlagen T2). Gegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen der System- und Integrationsplanung sowie -Koordination im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Umbaus einer bestehenden PTS-Station auf zwei bestehende unabhängige, führerlose CBTC-geführte Transportsysteme unter Aufrechterhaltung des Betriebs. Die Leistungen umfassen insb. die Untersuchung und Bewertung der aus dem Stationsumbau resultierenden techn., funktionalen, betriebl. und sicherheitsrelevanten Auswirkungen. Die umzubauende Station verfügt über insgesamt 4 Fahrspuren sowie 5 Bahnsteige. Die Bahnsteige sind dabei unterschiedlichen Passagierstatus zugeordnet (Inland / Ausland). Im Zuge der geplanten Maßnahmen ist insb. eine neue Zuordnung der Bahnsteige vorgesehen, woraus sich entspr. Auswirkungen auf die PTS-Systeme ergeben (u.a. Haltepositionen; Türöffnungen der Fahrzeuge; Anzeige und Informationssysteme, Ausrufanlagen etc.). Bestandteil der Leistungen sind die erforderliche techn. Zuarbeit, die systemspez. Bewertung der Auswirkungen auf die bestehenden Transportsysteme sowie die Schnittstellenkoordination mit der Objektplanung und den hieraus resultierenden Anpassungsmaßnahmen. Weiterhin sind BOStrab- relevante Themen sowie mögliche lebenszyklusorientierte Nachweisprozesse zu bewerten und zu begleiten. Bestandteil der Leistungen sind zudem die Unterstützung bei Bauphasierungs-, Interims- und Software-Migrationskonzepten, die Erstellung funktionaler Ausschreibungsunterlagen für die betroffenen Systembetreiber, die Unterstützung bei Vergabe- und Angebotsprozessen sowie die Prüfung der durch die Systembetreiber erstellten Planungsunterlagen. Ergänzend sind baubegleitende techn. Überwachungs-, Koordinations- und Schnittstellenleistungen zu erbringen. Im Rahmen der Bedarfs- und Konzeptplanung wurden bereits erste Untersuchungen, Variantenbetrachtungen sowie systemspez. Voruntersuchungen durchgeführt. Hierzu zählen insb. Variantenuntersuchungen zur Bahnsteigzuordnung sowie erste Bauphasen- und Interimsbetrachtungen. Sowohl aus betrieblicher Sicht als auch hinsichtl. der baulichen Umsetzung wird derzeit eine Variante favorisiert, bei der vorübergehend die Fahrtrichtung bei einem der beiden PTS-Systeme geändert werden muss. Die Leistungen werden stufenweise beauftragt:[HW1.1][WJ1.2] Stufe 1: Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung sowie Sicherheits-, Betriebs- und Schnittstellenkoordination in Anlehnung an die LPH 1–3 nach HOAI. Hierzu zählen insb. die Identifizierung der Auswirkungen auf die bestehenden CBTC-/PTS-Systeme, die Planung der notwendigen Anpassungen, die Fortschreibung der Vorzugsvariante sowie die techn. Zuarbeit und Schnittstellenkoordination zur Objektplanung. Ziel der Stufe 1 ist die Erarbeitung einer abgestimmten Variante einschließlich Vor- und Entwurfsplanung als Grundlage der weiteren funktionalen Ausschreibung. Stufe 2: Erstellung der Ausschreibungsunterlagen zur Beauftragung des jeweiligen Systembetreibers der beiden PTS-Systeme einschließl. Definition der techn. und funktionalen Anforderungen, in Anlehnung an die LPH 6–7 nach HOAI. Die funktionale Ausschreibung erfolgt auf Basis der abgestimmten Entwurfsplanung. Die Ausführungs- und Genehmigungsplanung der systemspez. Anpassungen ist durch die beauftragten Systembetreiber zu erbringen. Stufe 3: Begleitung der durch die Systembetreiber zu erbringenden Planungen inkl. Prüfung und Qualitätssicherung der Planungsergebnisse. Überwachung und Qualitätssicherung der durch die Systembetreiber umzusetzenden Maßnahmen/ Ausführungen sowie baubegleitende techn. Schnittstellenkoordination in Anlehnung an die LPH 4, 5 und 8 nach HOAI. Weitere Details sind in den inform. Vergabeunterlagen enthalten, die mit der Aufforderung zur Interessensbestätigung elektronisch unter der Adresse www.vergabe.rib.de zur Verfügung gestellt werden. Ausführungsdauer Leistungsbeginn: Start Q1/2027 Leistungsende: Abschluss Q4/2034 (plus Nachlauf/ Restleistungen).
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium. Alle Kriterien sind nur in den Vergabeunterlagen aufgeführt.
Zeitplan
- 11. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung