BIM-Management für die technische Sanierung des Terminals 2 am Flughafen Frankfurt
Was wird ausgeschrieben
Die Fraport AG schreibt BIM-Management-Leistungen für die umfassende technische Sanierung des Terminals 2 am Flughafen Frankfurt aus. Das Projekt zielt auf die energetische Optimierung sowie die Erfüllung aktueller bauordnungsrechtlicher und brandschutztechnischer Anforderungen ab. Die Vertragslaufzeit ist auf 2520 Tage angelegt.
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BIM-Management für die Sanierung des Terminals 2
Die Fraport AG plant eine grundlegende technische Sanierung des Terminals 2 am Frankfurter Flughafen, um den Betrieb langfristig zu sichern und moderne Sicherheits- sowie Energiestandards zu erfüllen. Hierfür wird ein BIM-Manager gesucht, der die digitale Bauwerksmodellierung (Building Information Modeling) koordiniert, um Planung, Bau und Betrieb effizient zu steuern. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von etwa sieben Jahren ausgelegt, was die hohe Komplexität und den langfristigen Charakter der Sanierung unterstreicht. Interessierte Unternehmen müssen ihre Eignung nachweisen und die strengen Regeln zum Geheimwettbewerb beachten, um eine faire Angebotsabgabe zu gewährleisten.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Einhaltung der Vorgaben zum Geheimwettbewerb bei Mehrfachbeteiligungen
- Vollständige Einreichung aller unternehmensbezogenen Unterlagen mit dem Teilnahmeantrag
- Nachweis der fachlichen Eignung für BIM-Management-Leistungen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
1. Nachfordern von Unterlagen: Die Vergabestelle behält sich vor, von ihrem Nachforderungsrecht gemäß § 51 SektVO Gebrauch zu machen. Macht die Vergabestelle von ihrem Nachforderungsrecht Gebrauch und werden die betreffenden Unterlagen nicht vollständig innerhalb der gesetzten Frist vorgelegt, werden betroffene Bewerber/ Bieter und Bewerber-/ Bietergemeinschaften von dem Vergabeverfahren ausgeschlossen. Ein nochmaliges Nachfordern erfolgt nicht. Vollständig eingereichte, unternehmensbezogene Unterlagen werden nicht nachgefordert, auch dann nicht, wenn sie inhaltlich fehlerhaft sind. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn diese die inhaltlichen Mindestanforderungen nicht einhalten. Bei Unterlagen, die noch nicht mit dem Teilnahmeantrag/ der Interessensbestätigung oder dem Angebot, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, gegebenenfalls auf separates Verlangen der Vergabestelle, vorzulegen sind, erfolgt keine Nachforderung. _______ 2. Doppelbeteiligung/ Verstoß gegen den Geheimwettbewerb: Sollte die Auswahl der Bewerber in der Angebotsphase zu einer Mehrfachbeteiligung von Bietern als Einzelbieter oder Mitglied einer/ mehrerer Bietergemeinschaft/en sowie von Unterauftragnehmern führen, wird die Auftraggeberin einzelfallbezogen entscheiden, ob ein Ausschluss der beteiligten Angebote wegen Verstöße gegen den Geheimwettbewerb geboten ist. Dabei sind folgende Grundsätze zu berücksichtigen: Eine mehrfache Beteiligung als Bieter und Mitglied einer Bietergemeinschaft ist in der Angebotsphase grundsätzlich unzulässig. Die mehrfache Beteiligung von Unternehmen als Bieter bzw. Mitglied einer Bietergemeinschaft und zugleich als Nachunternehmen ist dagegen grundsätzlich möglich. Eine Mehrfachbeteiligung ist erst dann unzulässig und führt zum Ausschluss aller beteiligten Angebote, wenn von einer Kenntnis des Angebots oder zumindest der Angebotsunterlagen des Mitbewerbers auszugehen ist. Ein solcher Verstoß gegen den Geheimwettbewerb wird immer dann angenommen, wenn den beteiligten Bietern keine nennenswerten Gestaltungsfreiräume bei der Kalkulation des jeweils eigenen Angebots verbleiben. Maßgebend dafür sind Art, Umfang und Begleitumstände der jeweils relevanten Nachunternehmertätigkeit. Hinsichtlich des Umfangs der Nachunternehmertätigkeit wird ein Anteil von weniger als 50 % in der Regel für vertretbar gehalten, soweit nicht weitere Umstände hinzutreten.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Fraport AG beabsichtigt das Terminal 2 (T2) in den kommenden Jahren grundlegend technisch zu sanieren. Das Terminal soll im Rahmen der technischen Sanierung in einem neuen Lebenszyklus gebracht werden. Ziel der Sanierung ist die Eliminierung aller Risiken des technischen Betriebs und die vollständige Erfüllung bauordnungsrechtlicher, brandschutztechnischer sowie arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen einschließlich einer energetischen Optimierung. Mit der Sanierung des T2 soll auch eine funktionale Optimierung der Terminalanlage vorgenommen werden. Der Schwerpunkt der Bauleistungen liegt in der technischen Gebäudeausrüstung. Zur Sanierung wurden u. a. folgende Gewerke identifiziert: Wasser, Abwasser, Wärme/Kälte, RLT/Entrauchung, Allgemein- und Sicherheitsstromversorgung, BMA und ELA, Fahranlagen, Sprinklerung und sonstige Feuerlöschanlagen, GA, sonstige Gewerke. Es ist vorgesehen ab dem Jahr 2027 mit der Ausführung von einzelnen Vorabmaßnahmen zu beginnen. Die Hauptmaßnahmen der Sanierungs- und Umbauarbeiten sollen voraussichtlich im Zeitraum von Anfang 2030 bis Ende 2033 durchgeführt werden. Für diesen Zeitraum soll das T2 temporär für den Passagierbetrieb operativ außer Nutzung genommen werden. Einzelne Teilleistungen sollen nachlaufend, bis 2034 erbracht werden. Im Sinne des Bauordnungsrechts verbleibt das T2 in Betrieb. Andere Funktionen bleiben auch während der Baumaßnahmen in Nutzung (z. B. die Station des Passagiertransportsystems (PTS) T2 als Umsteigestation, Gepäckhandlingsflächen und Anlagen der Gepäckförderanlage, Bereiche für die Flugzeugabfertigung mit Einsatzleitungen, Parkierungsanlagen T2). Die Planungsleistungen der Hauptmaßnahme bis zur Leistungsphase 4 HOAI sowie in den Leistungsphasen 6 bis 8 HOAI sollen durch vier (Teil-) Generalplaner, aufgeteilt nach Fachplanungsdisziplinen, erbracht werden. Die Planungsleistungen der Leistungsphase 5 HOAI inkl. Werk- und Montageplanung sowie die Bauausführung Leistungsphase 8 HOAI sollen auf Basis einer Funktionalausschreibung durch mehrere (Teil-) Generalunternehmer, strukturiert nach Bauabschnitten/Teilprojekten, ausgeführt werden. Die Planungsleistungen der Vorabmaßnahmen in den Leistungsphasen 1 bis 8 HOAI sollen von den (Teil-) Generalplanern erbracht werden. Die Planung wurde in Q1/2026 begonnen und befindet sich Anfang 2027 voraussichtlich im Abschluss der Leistungsphase 2 HOAI für die Hauptmaßnahmen bzw. in den Leistungsphasen 3-7 HOAI für die Vorabmaßnahmen. Das Projekt wird unter Einsatz der BIM-Methode durchgeführt. Die AG erwartet vom Einsatz der BIM-Methode eine höhere Qualität der Planung und eine umfassende Datengrundlage für den Gebäudebetrieb. Die BIM-Gesamtkoordination wird von der Teil-Generalplanung Objektplanung erbracht. Das Projekt wird als open-BIM Projekt über die IFC Schnittstelle koordiniert. Die AG hat ein digitales Modell des Bestands (KG300 DIN276) erstellt. Die Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) wurden definiert. In Zusammenarbeit mit den an der BIM-Methode Beteiligten wurde der BIM-Abwicklungsplan (BAP) erstellt. Das Common-Data-Environment (CDE) wurde weitgehend eingerichtet. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen zum BIM-Management mit unter anderem nachfolgenden Leistungsbereichen: • Überprüfung, Fortschreibung und Weiterentwicklung der Strukturen des BIM-Projekts, • Organisation und Steuerung der Managementprozesse und Dokumente zur BIM-Methode, • Qualitätssicherung der BIM-Projektabwicklung und der Einhaltung der BIM-Anforderungen, • Organisation und Weiterentwicklung des Common-Data-Environment. Das BIM-Projekt wurde bereits begonnen. Die zur gegenständlichen Leistung vorhandenen Ergebnisse sind zu übernehmen, zu plausibilisieren und ggf. anzupassen und zu vervollständigen. Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es gilt weiterhin Folgendes: Unternehmen, die selbst oder über verbundene Unternehmen, auch als Mitglied einer ARGE oder als Nachunternehmer, im Zeitraum der ausschreibungsgegenständlichen Leistungserbringung selbst Leistungen erbringen, die durch die hier im Auftragsfall erbrachte Leistung gesteuert würden (wie z.B. operativ tätige Projektsteuerungen, mit Planungsleistung Beauftragte), sind nicht zur Teilnahme am Verfahren berechtigt. Es ist in diesem Fall davon auszugehen, dass das Unternehmen Interessen hat, die mit der Ausführung des vorliegenden Auftrags in Widerspruch stehen und sie nachteilig beeinflussen können. Weitere Details sind in den informatorischen Vergabeunterlagen enthalten, die mit der Aufforderung zur Interessensbestätigung elektronisch unter der Adresse www.vergabe.rib.de zur Verfügung gestellt werden. Ausführungsdauer Leistungsbeginn: Start Q1/2027 Leistungsende: Abschluss Q4/2033 (plus Nachlauf/ Restleistungen).
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium. Alle Kriterien sind nur in den Vergabeunterlagen aufgeführt.
Zeitplan
- 11. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 16. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung