Umbauplanung Kläranlage Haiderbach – Planungsleistungen für Abwasserreinigungsanlage
Was wird ausgeschrieben
Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach vergibt Planungsleistungen für den Umbau der Kläranlage Haiderbach (3.000 EW). Gegenstand sind Ingenieurleistungen nach § 43 HOAI (Leistungsphasen 1–9) sowie die Fachplanung Technische Ausrüstung nach § 55 HOAI (Leistungsphasen 1–9), einschließlich besonderer Leistungen. Die Anlage soll mit einem Vorklärbecken ausgestattet und zukünftig als nährstoffeliminierende Abwasserreinigungsanlage betrieben werden. Zusätzlich ist der Anschluss der Teichkläranlage Kausen der VG Dierdorf geplant.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Verbandsgemeinde Ransbach Baumbach betreibt zur Reinigung des anfallenden Abwassers aus den jeweiligen Einzugsgebieten neben der Hauptkläranlage Hundsdorf (Ausbaugröße 17.250 EW) u. a. die mechanisch-biologische Kläranlage Haiderbach (Ausbaugröße 3.000 EW) sowie die beiden Teichkläranlagen Sessenbach (Ausbaugröße 900 EW) und Wirscheid (Ausbaugröße 400 EW). Es ist vorgesehen, die Kläranlage Hundsdorf zukünftig als zentrale Anlage zur Behandlung des Klärschlamms aller von der VG betriebenen Kläranlagen zu betreiben. Die hierfür erforderlichen Ausbaumaßnahmen (u. A. Umstellung der Verfahrensführung auf Schlammfaulung) befinden sich derzeit bereits in der Planung. Die Planung der weiteren Zentralisierungsmaßnahmen (Umbauarbeiten auf der KA Haiderbach; Anschluss der Teichkläranlagen Wirscheid und Sessenbach an die KA Hundsdorf) werden in getrennten Fachlosen ausgeschrieben. Gegenstand dieses Loses sind die Umbaumaßnahmen auf der KA Haiderbach. Die Kläranlage Haiderbach wurde 1998 als mechanisch-biologische Kläranlage für eine Ausbaugröße von 3.000 EW in Betrieb genommen. Die Anlage ist aufgrund gestiegener Zulauffrachten im Hinblick auf das damalige Abwasserreinigungsziel mit simultaner Schlammstabilisierung überlastet. Zukünftig ist zudem noch ein Anschluss der Teichkläranlage Kausen der VG Dierdorf an die Kläranlage geplant. Um dies zu realisieren, soll die Anlage gemäß einer Studie aus dem Jahr 2025 nach der dort als Vorzugsalternative 3 identifizierten Lösung mit einem Vorklärbecken ausgestattet und zukünftig nur als nährstoffeliminierende Abwasserreinigungsanlage betrieben werden.
Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach sucht ein Planungsbüro für den Umbau ihrer Kläranlage Haiderbach im Westerwaldkreis. Die 1998 gebaute Anlage für 3.000 Einwohnerwerte ist überlastet und soll künftig nur noch als nährstoffeliminierende Abwasserreinigungsanlage mit Vorklärbecken betrieben werden – auch ein Anschluss der benachbarten Teichkläranlage Kausen ist vorgesehen. Vergeben werden Ingenieurleistungen nach HOAI (Bauplanung und technische Ausrüstung, alle Leistungsphasen), wobei der Auftragnehmer auch besondere Leistungen erbringen soll. Die Vergabe erfolgt anhand mehrerer Qualitätskriterien (u. a. wirtschaftliche Lösungsvarianten, Betriebssicherheit, örtliche Präsenz) sowie des Preises (30 % Gewichtung).
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen nach §§ 123-126 GWB
- Nachweis der Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen
- Keine Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen gemäß § 73 Abs. 3 VgV
- Eigenerklärung zur Nichtzugehörigkeit zu russischen Personen/Unternehmen (EU-Verordnung 833/2014)
- Planungsleistungen nach § 43 HOAI (Ingenieurbauwerke, LP 1-9)
- Fachplanung Technische Ausrüstung nach § 55 HOAI (LP 1-9)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die Ausschlussgründe nach §§ 123-126 GWB, §§ 19, 21 MiLoG -- Zum Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen sind folgende Angaben mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen: -- 1.) Eigenerklärung des Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB begründet sind. --- 2.) Eigenerklärung des Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB und nach §§ 19, 21 MiLoG begründet sind. --- 3.) Eigenerklärung des Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. --- 4.) Eigenerklärung des Bieters, dass keine Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen bestehen (gemäß § 73 Abs. 3 VgV). Gehört der Bieter einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Angebot zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. --- 5.) Eigenerklärung des Bieters gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Nichtzugehörigkeit zu den genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen. --- Auf Verlangen der Vergabestelle sind durch den Bieter zum Beleg seiner Eigenerklärungen entsprechende Eignungsnachweise vorzulegen, wie Bescheinigung des Finanzamtes, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkassen/der Berufsgenossenschaft. Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben. Die Nachforderung von Unterlagen erfolgt nach den Regelungen des § 56 VgV.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung von Planungsleistungen für Ingenieurbauwerke (§ 43 HOAI, Leistungsphasen 1-9) und die Fachplanung Technische Ausrüstung (§ 55 HOAI, Leistungsphasen 1-9). Neben den Grundleistungen nach HOAI ist die Vergabe Besonderer Leistungen ebenfalls Gegenstand dieses Vergabeverfahrens. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem den Vergabeunterlagen beigefügten Ingenieurvertrag. Die Besonderen Leistungen sind in der Anlage 2 des Ingenieurvertrags beschrieben und aufgelistet. Der Auftraggeber hat eine stufenweise Vergabe dieser Leistungen vorgesehen: In der Leistungsstufe 1 sollen die Leistungsphasen 1 bis 4 für die jeweiligen Objekt- und Fachplanungen sowie die in diesen Phasen erforderlichen Besonderen Leistungen beauftragt werden. In der Leistungsstufe 2 sollen die Leistungsphasen 5 bis 9 für die jeweiligen Objekt- und Fachplanungen sowie die in diesen Phasen erforderlichen Besonderen Leistungen beauftragt werden. Die Beauftragung der Leistungsstufe 2 steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Auftraggeber diese schriftlich oder in Textform im Wege der Auftragserweiterung abruft. Auf die Beauftragung der über die Leistungsstufe 1 hinausgehenden Leistungen/Stufen besteht insofern kein Rechtsanspruch. Für die Bearbeitung weiterer Leistungsphasen/Leistungsstufen werden mit deren Beauftragung entsprechende Bearbeitungszeiten vereinbart.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality20%
Methoden zur Findung einer wirtschaftlichen und technisch nachhaltigen Lösungsvariante auch im Hinblick auf den künftigen Betrieb der Kläranlage (Betrachtung der Machbarkeitsstudie!) - Weitere Details siehe Vergabeunterlagen
- quality15%
Methoden zur Sicherstellung der Betriebssicherheit in der Umbauphase und in der künftigen Betriebsphase - Weitere Details siehe Vergabeunterlagen
- quality10%
Qualitätsmanagement im Rahmen der Leistungserbringung und geplante Methoden zur Einhaltung von Baukosten und Bauzeit
- quality5%
- Weitere Details siehe Vergabeunterlagen
- quality20%
Örtliche Präsenz und Organisation der Leistungserbringung in der Phase der baulichen Projektrealisierung - Weitere Details siehe Vergabeunterlagen
- price30%
- Weitere Details siehe Vergabeunterlagen
Zeitplan
- 22. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 20. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung