Umbau und Sanierung einer Grundschule zur Ganztagsschule in Bremen - Objektplanung
Die Freie Hansestadt Bremen vergibt die Objektplanung für den Umbau und die Sanierung der Grundschule Melanchthonstraße zur Ganztagsschule. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 der Objektplanung gemäß § 34 HOAI, wobei die Phasen 4 bis 9 optional und stufenweise beauftragt werden. Das Projekt ist als Pilotprojekt mit Modellcharakter angelegt und soll bis zum Schuljahr 2026/2027 abgeschlossen sein. Die Dauer ist mit 1440 Tagen (ca. 4 Jahre) veranschlagt.
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Die Grundschule an der Melanchthonstraße in Bremen wird im Zuge des ab dem Schuljahr 2026/2027 geltenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung zu einer zukunftsfähigen Ganztagsgrundschule weiterentwickelt. Ziel des Projekts ist es, den bestehenden Schulstandort sowohl funktional als auch räumlich an die erweiterten Anforderungen von zukunftsfähiger Bildung, Bewegung und Erholung anzupassen und einen zeitgemäßen Lern- und Lebensort zu schaffen. Grundlage der Planung bildet das im Rahmen des Pilotprojekts "Ganztag und Raum" der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zusammen mit Schule, Verwaltung und Schulaufsicht entwickelte pädagogisch-räumliche Konzept. Dieses verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem schulisches Lernen, Betreuung und außerunterrichtliche Aktivitäten räumlich und funktional eng miteinander verzahnt werden. Das Projekt hat Modellcharakter und wird als Pilotprojekt umgesetzt und durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützend begleitet. Ein wesentliches Element der Planung ist die Entwicklung sogenannter Clusterstrukturen. Diese bestehen aus flexibel nutzbaren Lern-, Differenzierungs- und Aufenthaltsbereichen, die eine zeitgemäße Pädagogik unterstützen und unterschiedliche Lernformen ermöglichen. Die bereits erarbeiteten Konzepte und Planungen für das Schul- und das bisherige Hortgebäude sind verbindlich und bilden die Grundlage für die weitere Umsetzung. Ergänzend zu den schulischen Nutzungen ist die Einrichtung einer Mensa und des Cafés Melanchthon im Erdgeschoss des bisherigen Hortgebäudes vorgesehen. Das im Pilotprojekt erarbeitete Farb- und Möblierungskonzept für die Mensa ist ebenfalls verbindlich für die weitere Planung. Die Planung für den Ausgabebereich ist jedoch zu überprüfen und ggf. anzupassen. Und der Küchenbereich ist noch auf Basis des Raumprogramms zu planen. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Maßnahme ist ein verändertes Brandschutzkonzept und die Herstellung der Barrierefreiheit. Hierzu gehört der Einbau eines Aufzugs. Darüber hinaus umfasst das Projekt auch den Ersatzneubau des Erschließungs- und Umkleidetrakts der Turnhalle sowie eine Sanierung der verbleibenden Turnhallen-Teile. Das vorhandene Vorkonzept für den neuen Erschließungs- und Umkleidetrakt ist unter Berücksichtigung von Raumprogramm und Brandschutzanforderungen zu überarbeiten. Besondere Herausforderung: Eine zentrale Herausforderung stellt das Bauen im Bestand im laufenden Schulbetrieb dar. Der Gebäudekomplex soll schrittweise umgebaut und angepasst werden. Um den Schulbetrieb möglichst störungsarm aufrechtzuerhalten, erfolgt die bauliche Umsetzung in voraussichtlich sechs aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Diese phasenweise Realisierung erfordert eine präzise Planung der Bauabläufe, eine enge Abstimmung aller Beteiligten sowie besondere Rücksichtnahme auf die schulischen Abläufe. Eine weitere wesentliche Rolle spielt die Innenarchitektur. Für Möblierung sowie Farb- und Materialkonzepte liegen bereits Konzepte vor, die als Grundlage dienen. Diese sind im weiteren Planungsprozess gezielt zu präzisieren (Einbaumöbel). Die innenräumliche Gestaltung ist von zentraler Bedeutung, da sie maßgeblich die Nutzungsmöglichkeiten, die Aufenthaltsqualität sowie die Lernatmosphäre beeinflusst. Insgesamt verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Planungsansatz, bei dem pädagogische, funktionale, bauliche und gestalterische Aspekte eng miteinander verknüpft werden. Durch gezielte Umbaumaßnahmen, die Optimierung bestehender Flächen insbesondere von Fluren und Nebenbereichen, sowie durch die Schaffung neuer Raumqualitäten wird der Schulstandort nachhaltig gestärkt und zukunftsfähig weiterentwickelt.
- Leistungsphasen 1-9 der Objektplanung gemäß § 34 HOAI
- Eignung nach VgV (Vergabeverordnung)
- Erfahrung mit Schulbauprojekten im Bestand
- Fähigkeit zur stufenweisen und optionalen Beauftragung
- Kompetenz in Brandschutzkonzepten und Barrierefreiheit
- Erfahrung mit Pilotprojekten im Bildungsbereich
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen — verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Gemäß § 56 (2) VgV kann die Vergabestelle fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachfordern. Weiterhin behält sich die Vergabestelle vor, keine Unterlagen nachzufordern. Nachforderungen in der Bewerbungs- und Angebotsphase, die nicht fristgerecht eingehen, führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus: - Leistungsphasen 1 bis 3 der Objektplanung gem. § 34 HOAI; - Leistungsphasen 4 bis 9 der Objektplanung gem. § 34 HOAI als stufenweise und optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG. Besondere Leistungen: -in LPH 1: Bestandsaufnahme; -in LPH 2: Mehraufwand für die Erstellung der Kostenschätzung bis in die 3.Ebene nach DIN 276-1 : 2018-12 mit Aufstellen von Mengengerüsten und Abgabe der Einheitspreise; -Optional in LPH 9: Verfolgung der Mangelbeseitigung zum Nachweis auf Anforderung. Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.
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Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Bauleitung) + Innenausstattung; Projekterfahrung des Projektteams insbesondere der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Bauleitung) in Bezug auf vergleichbare Projekte; Personaleinsatzplanung unter Berücksichtigung der Einbindung der operativen sowie stellvertretenden Projektleitung wie auch der Bauleitung in andere parallel laufende Projekte.
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Auseinandersetzung mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen; Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und der zu bewertenden Potentiale/ Risiken; Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität; Umgang mit Bauablaufstörungen; Maßnahmen zur Einhaltung der Termine und Kosten; Umgang mit Nachtragsmanagement in Bezug auf a) Frühzeitiges Erkennen notwendiger Nachträge und b) Verhindern von Nachträgen.
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Vorgesehene Besprechungskultur innerhalb des Projekts; Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber und den weiteren Beteiligten während der Leistungsdurchführung; Präsenz auf der Baustelle; Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung gestellten Rahmenterminplan inkl. Prüfen auf Plausibilität des vorgegebenen Zeitrahmens von Planungsbeginn bis zur Fertigstellung.
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Honorarangebot: Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt. Abstufungen erfolgen bis auf zwei Nachkommastellen.
- 8. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 8. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung