TED·301694-2026

Tragwerksplanung für die Erweiterung des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums

Stadt Bamberg / Zentrale Beschaffungs- und VergabestelleBamberg, GermanyVeröffentlicht 4. Mai 2026
Auftragswert
~€650k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Ausschreibung umfasst die vollständige Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI) für die Erweiterung des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums in Bamberg. Das Projekt betrifft ein rund 2,4 Hektar großes Schulgelände, das aktuell etwa 900 Schülerinnen und Schüler beherbergt. Der Auftrag wird als einzelnes Los vergeben, wobei die Bewertung zu 40 % auf dem Preis und zu 60 % auf der Qualität des Planungskonzepts sowie der Reaktionszeiten basiert. Ein konkreter Zeitrahmen oder Auftragswert wird in der Bekanntmachung nicht genannt.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Gegenstand dieser Vergabe sind die Leistungen der Tragwerksplanung gemäß §§ 49 ff i.V.m. Anlage 14.1 HOAI, LPH 1-9.

VergabeHero-Einschätzung

Die Stadt Bamberg sucht einen Ingenieur für die statische und konstruktive Planung der Erweiterung eines bestehenden Schulgebäudes. Konkret geht es um die Tragwerksplanung für das E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium, das aktuell etwa 900 Schüler auf rund 2,4 Hektar Fläche beherbergt. Der Auftrag umfasst alle Planungsphasen von der ersten Idee bis zur Bauüberwachung nach der deutschen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Die Auswahl der Bieter erfolgt zu 40 Prozent nach Preis und zu 60 Prozent nach der Qualität des vorgestellten Planungskonzepts sowie der Reaktionszeiten. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Zweckverband Gymnasien Stadt und Landkreis Bamberg)

IngenieurdienstleistungenBauplanungBildungseinrichtungenÖffentliche VerwaltungBildungswesenKommunalverwaltungTragwerksplanungSchulbauHoai Lph 1 Bis 9BauplanungOeffentliche BildungIngenieurdienstleistungen
Eignung

Zentrale Anforderungen

6 Punkte
  • Eignung als Ingenieur für Tragwerksplanung
  • Kenntnis der HOAI (Leistungsphasen 1 bis 9)
  • Erfahrung im Schul- oder Bildungsbau
  • Nachweis vergleichbarer öffentlicher Projekte
  • Fähigkeit zur Erstellung von Reaktionszeitenkonzepten
  • Mitgliedschaft in einer Ingenieurkammer

Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Erweiterung E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium - Tragwerksplanung

Der Zweckverband Gymnasien Stadt und Landkreis Bamberg plant die Erweiterung des E.T.A Hoffmann-Gymnasiums in Bamberg. Das E.T.A. Hoffmann-Gymnasium ist ein staatliches Gymnasium mit musischer Ausrichtung. Derzeit werden hier rund 900 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Das E.T.A. Hoffmann-Gymnasium ist Mitglied im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen, Inklusionsschule und nimmt an der Pilotphase "Mittelstufe Plus" teil. Das ca. 2,4 Hektar große Areal des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums befindet sich am Rande des UNESCO Weltkulturerbes und liegt oberhalb der Regnitz auf dem Stephansberg in exponierter Stufenlage. Einzigartig ist diese Lage auf einem der sieben Hügel Bamberg, weithin über die Stadt sichtbar. Der über die Jahre gewachsene Schulstandort setzt sich aus Gebäudeteilen unterschiedlicher Bauzeiten (19. - 21. Jhdt.) zusammen. Das inzwischen denkmalgeschützte Gebäudeensemble aus dem Königlichen Schullehrer Seminar 1871-1872, der zeitgleich entstandenen ehemaligen Turnhalle heute Kapelle St. Nikolaus, der oberen Turnhalle [heute Werkräume], sowie der villenartigen Seminarübungsschule wurde ab 1970 um den Fachklassentrakt mit Einfachsporthalle und ab 1980 durch die obere Turnhalle samt Nebenräumen erweitert. Aufgrund der Raumnot wurde 2007-2008 bereits eine Containeranlage mit 4 Klassenräumen als Interimslösung errichtet. 2016-2017 wurde die Mittagsbetreuung mit Klassenräumen und Bibliothek errichtet. Weitere Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung und zum baulichen Brandschutz erfolgten in den Jahren 2019-2020. In Abstimmung mit der Schulleitung soll zur Kompensation der aktuell an anderen Standorten untergebrachten Klassen sowie die zur kurzfristigen Deckung der vermehrten Schülerzahl durch die Abiturjahrgänge des G9 ab dem Schuljahr 2024/25 auf die Errichtung eines freistehenden Schulgebäudes mit 16 Klassen in nachhaltiger, wertiger Bauweise im oberen Bereich des Schulgrundstückes zurückgegriffen werden. Ferner wurde im Zuge der Umsetzung der Erstmaßnahmen baulicher Brandschutz/Barrierefreiheit 2019-2020 festgestellt, dass die sog. "Untere Turnhalle" den aktuellen Anforderungen an Sporthallen im gymnasialen Bereich (Normgröße) und an die technische Ausstattung nicht mehr erfüllt. Eine Sanierung ist aufgrund fehlender Förderfähigkeit nicht wirtschaftlich umzusetzen. Daher wurde beschlossen, die Sporthalle rückzubauen und ebenfalls neu zu errichten. Der bestehende Fachraumtrakt ist zu erhalten. Ebenso ist die "obere Turnhalle" stark sanierungsbedürftig und soll ebenfalls abgebrochen werden. Als Ersatz für die beiden abzubrechenden Turnhallen soll eine neue 2-fach Sporthalle errichtet werden. Es wird davon ausgegangen, dass ein Abbruch beider Turnhallen und der Neubau einer 2-fach Sporthalle wirtschaftlicher ist, als eine Generalsanierung der "Oberen Turnhalle" bei gleichzeitigem Abriss und Neubau der "Unteren Turnhalle" (im Folgende nur "Variante Teilsanierung"). Der Abriss beider Turnhallen inkl. Neubau einer 2-fach Sporthalle wird vorab vom von dem mit der Objektplanung für Gebäude beauftragten Architekten auf Wirtschaftlichkeit und somit Förderfähigkeit geprüft. In der Untersuchung wird der geplante Neubau der 2-fach Sporthalle der Variante Teilsanierung gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung werden mit Abschluss der Planungsleistungen des mit der Objektplanung für Gebäude beauftragten Architekten für die LPH 1 (Grundlagenermittlung) und die LPH 2 (Vorplanung) den Entscheidungsgremien des Vorhabenträgers in einem Abschlussbericht inkl. einer Handlungsempfehlung vorgelegt. Sollte sich wider Erwarten die Variante Teilsanierung auch unter dem Gesichtspunkt der Fördermittelfähigkeit als wirtschaftlicher herausstellen, behält sich der Vorhabenträger nach den Regelungen des Ingenieur-/ bzw. Architektenvertrages vor, die entsprechenden Planungsleistungen für den des Abrisses der beiden Turnhallen inkl. Neubau einer 2-fach Sporthalle aufzugeben und den Projekt-/Planungsumfang für die noch ausstehenden bereits beauftragten Planungsleistungen und bei der Beauftragung weiterer Stufen entsprechend zu reduzieren. Neben einem zukunftsfähigen und flexiblen städtebaulichen Gesamtkonzept und der Gebäudetypologie sind die Maßstäblichkeit, der Umgang mit der Topographie sowie der Auftritt der Schule zum Stadtraum essentiell. Aus funktionaler Sicht müssen die pädagogischen und organisatorischen Anforderungen bei der baulichen Umsetzung des pädagogischen Konzepts Berücksichtigung finden. Neben dem städtebaulichen Entwurf und der Ausbildung der Gebäude liegt das Augenmerk auch auf der Gestaltung der vorhandenen Außenanlagen, deren Nutzung als Freifläche, Aufenthaltsbereich, sowie als Sportanlage betrachtet werden muss. Die verkehrstechnische Erschließung mit An/Einbindung, Busanfahrt, Elternandienung und Parkplätzen muss unbedingt mit in weitere Überlegungen einfließen. Für den evtl. späteren Abbruch und Neubau des Fachklassentraktes sind mögliche Flächen zu integrieren und vorzuhalten. Ggfls. lässt das neue Schulgebäude eine Erweiterung diesbezüglich zu. Ziel ist es für diesen Standort ein qualitätsvolles, wirtschaftliches und nachhaltiges Gebäudeensemble zu entwickeln, das auf die städtebaulichen und funktionalen Anforderungen sensibel und angemessen antwortet und mit den besonderen Ansätzen der Schulpädagogik korrespondiert.

CPV 71300000
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • quality

    Reaktionszeitenkonzept

    30%
  • quality

    Konzept zur Herangehensweise an die Planung

    30%
  • price

    Preiskriterium

    40%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 4. Mai 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert