Trägerschaft für das Haus der Sprachmittlung in Rheinland-Pfalz
Was wird ausgeschrieben
Das Land Rheinland-Pfalz sucht einen Träger für das 'Haus der Sprachmittlung', um die Professionalisierung und den Ausbau von Sprachmittlungsangeboten im sozialen Raum voranzutreiben. Ziel ist es, zugewanderten Menschen mit geringen Deutschkenntnissen landesweit einen barrierefreien Zugang zu qualifizierter Sprachunterstützung zu ermöglichen. Die Ausschreibung erfolgt durch die Zentrale Beschaffungsstelle des Landes.
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Vergabe einer Dienstleistung an einen Bieter zur Trägerschaft des Hauses der Sprachmittlung.
Das Integrationsministerium von Rheinland-Pfalz möchte die Sprachmittlung für zugewanderte Menschen im sozialen Raum verbessern und ausbauen. Dafür wird ein externer Träger gesucht, der das sogenannte 'Haus der Sprachmittlung' betreibt und die qualitativen sowie quantitativen Angebote landesweit koordiniert. Das Ziel ist es, dass Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse unabhängig von ihrem Wohnort professionelle Unterstützung bei der Kommunikation erhalten. Die Ausschreibung richtet sich an Organisationen, die Erfahrung in der sozialen Arbeit oder im Bereich der Sprachdienstleistungen mitbringen.
Aufteilung in Lose
1 LotSeit dem Jahr 2022 widmet sich das Integrationsministerium verstärkt der Professionalisierung der Sprachmittlung im sozialen Raum in Rheinland-Pfalz. Dies umfasst sowohl die qualitative Weiterentwicklung der Sprachmittlungsangebote im Land als auch deren quantitativen Ausbau. Denn es ist das erklärte Ziel des MFFKI, dass zugewanderte Menschen mit keinen oder nur wenigen Deutschkenntnissen unabhängig von ihrem Wohnort bei Bedarf die Möglichkeit haben sollten, auf die Unterstützung durch qualifizierte Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zuzugreifen. Dabei kann das Dolmetschen sowohl in Präsenz als auch via Telefon oder Video stattfinden. Einsatzgebiete der Sprachmittlung im sozialen Raum sind beispielsweise Gespräche mit Behörden, Elterngespräche in Bildungseinrichtungen wie Kitas oder Schulen, Beratungsgespräche, Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitswesens. Das Haus der Sprachmittlung (HdS) ist eine Fachstelle in externer Trägerschaft, die das zu-ständige Fachreferat im Integrationsministerium in diesem Prozess des Ausbaus der Sprachmittlung beratend unterstützt und sich eng mit diesem abstimmt. Gleichzeitig ist das HdS Ansprechpartner für Vermittlungsstellen, Sprachmittelnde und potenzielle Auftraggeber von Sprachmittlereinsätzen in allen Fragen zum Thema Sprachmittlung. Potenzielle und tat-sächliche Auftraggeber von Sprachmittlungseinsätzen für die Leistungen des HdS sind in der Regel Einrichtungen, die die Kommunal- und Landesverwaltungen vorhalten, aber auch private Arztpraxen oder Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände. In Zukunft soll das Team des Hauses der Sprachmittlung die bereits geleistete Arbeit - nach außen durch die weitere Nutzung des bestehenden Corporate Designs erkennbar - fortsetzen, wobei sich der Fokus von der konzeptionellen auf die praxisorientierte Arbeit verschiebt. So soll das HdS - insbesondere neue Vermittlungsstellen gerade in ihrer Gründungsphase beraten, - die Entwicklung des noch neuen Arbeitsfeldes der Nutzung von KI-Tools in der Sprachmittlung beobachten. Die Entwicklungen sollen dann in der Praxis angewendet werden sobald dies opportun erscheint, - die in der ersten Vertragslaufzeit entwickelte Qualifizierungsarchitektur nach Ablauf des ESF+-Qualifizierungsprogramm ab 2028 in die Praxis einführen, - innerhalb der Grundlaufzeit dieses Vertrages die AfA aktiv dabei unterstützen, qualifizierte Sprachmittlungsangebote und -strukturen aus- und aufzubauen; die Landesregierung strebt für die Zukunft ein möglichst konsistentes und qualitativ hochwertiges Angebot der Sprachmittlung in den AfA des Landes an. - die zuständigen Fachreferate des Ministeriums beratend unterstützen und - sich der Informationsarbeit über Sprachmittlung sowie der Vernetzung der Akteure der Community widmen. Das Handlungsfeld der Begleitung und Unterstützung der Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende stellt einen Themenschwerpunkt dar und soll rund 60 % der Leistung binden.
Zeitplan
- 12. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 28. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung