Tiefbauarbeiten für bauvorgreifende archäologische Maßnahmen im SuedOstLink
Was wird ausgeschrieben
TenneT TSO GmbH vergibt Tiefbauarbeiten für bauvorgreifende archäologische Maßnahmen (VAM) im Rahmen des SuedOstLink-Projekts. Die Leistung umfasst maschinelle Erdarbeiten des Oberbodenabtrags und die fachgerechte Wiederverfüllung im Bereich von VAM-Flächen. Das Projekt betrifft die bayerischen Abschnitte C1 bis D3b der 525 kV-Gleichstrom-Erdkabelverbindung. Aufgrund unvorhersehbarer Umstände sind zusätzliche archäologische Arbeiten erforderlich, insbesondere durch unerwartete komplexe Brunnenbefunde.
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SuedOstLink ist ein Netzausbauprojekt, welches als Erdkabel-Verbindung von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT TSO GmbH und 50Hertz GmbH geplant und mit einer Spannungsebene von 525 KV (Gleichspannung) realisiert wird. Die Bundesregierung hat den Bedarf für SuedOstLink beschlossen und im Bundesbedarfsplangesetz als Vorhaben V5 und V5a festgeschrieben. Das Vorhaben V5 verläuft zwischen Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt und ISAR bei Landshut. Es wurde 2015 vom Bundestag beschlossen und in das Bundesbedarfsplangesetz mit einer Übertragungskapazität von 2 Gigawatt aufgenommen. Um den zusätzlichen Übertragungsbedarf von weiteren 2 Gigawatt zu decken, wird das Vorhaben V5a von Klein Rogahn bis ISAR bei Landshut realisiert. Mit Inkrafttreten der Novelle vom März 2021 wurde das Vorhaben 5a in das Bundesbedarfsplangesetz aufgenommen. Von Klein Rogahn bis zur Landesgrenze Thüringen-Bayern verantwortet der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz die Leitung. In Bayern plant und baut TenneT die Leitung von Münchenreuth, im Landkreis Hof, bis zum Netzverknüpfungspunkt ISAR im Landkreis Landshut. SuedOstLink wird in Bayern in die einzelnen Abschnitte C1 (Münchenreuth bis Marktredwitz), C2 (Marktredwitz bis Pfreimd), D1 (Pfreimd bis Nittenau), D2 (Nittenau bis Pfatter), D3a (Pfatter bis A92 bei ISAR) und D3b (Konverterbereich ISAR) unterteilt. Im Jahr 2020 wurde für die einzelnen Planungsabschnitte des SuedOstLink eine Fernerkundungsauswertung hinsichtlich archäologischer Belange durchgeführt. Darin wurden aus dem Projekt stammende Befliegungsdaten zusammen mit den vorhandenen Archiv-Daten (FIS des BLfD (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)) ausgewertet. Dabei haben sich Fernerkundungsanomalien ergeben, die aufgrund ihrer Lage im Bereich des geplanten Trassenverlaufs zusammen mit den Bodendenkmal- und Vermutungsflächen des BLfD eine größere Planungsrelevanz erhalten haben. Die Ergebnisse der Desktopanalysen fließen in die abwägende Trassenplanung und in die technische Entwurfsplanung sowie die Planfeststellungsunterlagen nach § 21 NABEG ein. In ausgewählten Fällen sind Feldbegehungen und geomagnetische Untersuchungen durchgeführt worden, um hier weitere Aussagen über die Luftbildanomalien zu erhalten. Nach Durchführung der Feldbegehungen und der geophysikalischen Prospektionen wurden zusammen mit dem BLfD Flächen festgelegt, welche im Rahmen von bauvorgreifenden archäologischen Maßnahmen (VAM) zu untersuchen sind. Sowohl vor Planfeststellungsbeschluss im Rahmen eines vorgezogenen Baus als auch nach Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses sind im Rahmen der Bauarbeiten baubegleitende archäologische Arbeiten vorgesehen. Die ausgeschriebene Leistung umfasst die maschinellen Erdarbeiten des Oberbodenabtrags und der fachgerechten Wiederverfüllung im Bereich von VAM Flächen.
TenneT TSO GmbH vergibt Tiefbauarbeiten für archäologische Voruntersuchungen im Zuge des SuedOstLink-Projekts. Dabei handelt es sich um ein großes Stromnetzausbauprojekt, bei dem eine 525 kV-Gleichstrom-Erdkabelverbindung von Bayern nach Sachsen-Anhalt verlegt wird. Die ausgeschriebenen Arbeiten umfassen maschinelle Erdarbeiten wie Oberbodenabtrag und Wiederverfüllung auf Flächen, die im Vorfeld archäologisch untersucht werden müssen. Grund für die Ausschreibung sind überraschende Funde komplexer Brunnenbefunde, die zusätzliche archäologische Freilegungen erfordern. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) ist in die Planungen eingebunden.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Erfahrung mit Tiefbauarbeiten im Bereich archäologischer Maßnahmen
- Fachkenntnisse im Oberbodenabtrag und Wiederverfüllung
- Fähigkeit zur Durchführung schichtweiser Freilegungen
- Erfahrung mit komplexen Brunnenbefunden oder ähnlichen archäologischen Funden
- Kenntnisse im Umgang mit Denkmalschutzauflagen
- Maschinelle Erdarbeiten mit geeigneter Ausrüstung
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Änderung des Auftrages erfolgt aufgrund unvorhersehbarer Umstände, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Ausschreibung nicht absehbar waren und die den Gesamtcharakter der Ausschreibung nicht verändern. Im Rahmen dieses Auftrages geht dies insbesondere durch die archäologischen Begleituntersuchungen hervor, da auf mehreren Teilflächen unerwartete und komplexe Brunnenbefunde aufgetreten sind. Die Mehrmengen entstehen durch • archäologisch notwendige, schichtweise Freilegungen, • konservatorisch begründete Freigabewartezeiten, • mehrfache Profil- und Planumsanlagen, • sicherheitstechnisch erforderliche Grubenerweiterungen sowie • unerwartete Bodenverhältnisse (Torfschichten, tiefreichende lösshaltige Bereiche). Eine Trennung der Aufgaben zwischen verschiedenen Auftragnehmer ist nicht möglich.
Zeitplan
- 22. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert