Technische Gebäudeausrüstung (TGA) für das Kompetenzzentrum KETTE in St. Wendel
Was wird ausgeschrieben
Die Bundesrepublik Deutschland plant den Umbau der HIL-Werke in St. Wendel zum Kompetenzzentrum für Kettenfahrzeuge. Der Auftrag umfasst die technische Gebäudeausrüstung (TGA) für diverse neue Werks- und Betriebshallen sowie Verwaltungsgebäude. Die Projektabwicklung erfolgt über eine integrierte Projektabwicklung (IPA) mit einem Mehrparteienvertrag.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Bundesrepublik Deutschland beabsichtigt, am Standort St. Wendel die dort ansässigen "HIL Werke" (HIL GmbH) zum Kompetenzzentrum für Kettenfahrzeuge des Heeres (sog. "Kompetenzzentrum KETTE") umzustrukturieren. Im Kompetenzzentrum KETTE sollen zukünftig Kettenfahrzeuge der Bundeswehr gewartet und instandgesetzt werden. Hierzu werden am Standort St. Wendel neue Werks- und Betriebshallen und weitere Gebäude nebst nutzerspezifischen Anlagen - u.a. - Hauptwerkhalle für System- und Baugruppeninstandsetzung sowie Logistik und Servicebereiche (wie z. B. Warenannahme, Ersatzteillager) - Werkhalle für u.a. Turminstandsetzung - Multifunktionsgebäude für u.a. Eingangsbefundung, Ketteninstandsetzung und Ausgangsprüfung - Tankstelle - Systemwaschstraße - Schreinerei/Sattlerei - Motorenprüfstand - Halle für Unterstützungsbereiche - Verwaltungsgebäude (für administrative Arbeiten) - sowie die im Rahmen der gänzlichen Umstrukturierung des Werkareals erforderlichen Außenanlagen (inkl. zugehörige Tiefbauarbeiten und der technischen Infrastruktur) benötigt. Die Projektabwicklung erfolgt mittels der integrierten Projektabwicklung (IPA) unter Anwendung eines Mehrparteienvertrages (MPV).
Das Landesverwaltungsamt Saarland schreibt die technische Gebäudeausrüstung für den Neubau des Kompetenzzentrums KETTE in St. Wendel aus. Dabei geht es um die Ausstattung der neuen Werks- und Betriebshallen, wie etwa Hauptwerkhallen für die Instandsetzung von Kettenfahrzeugen, Motorenprüfstände und Verwaltungsgebäude. Die Vergabe erfolgt als integrierte Projektabwicklung, bei der Auftraggeber und Auftragnehmer in einem Mehrparteienvertrag eng zusammenarbeiten. Bewerber müssen neben fachlicher Eignung vor allem Konzepte für die Personaleinsatzplanung und die frühzeitige Einbindung in den Planungsprozess vorlegen. Das Projekt ist ein zentraler Baustein für die Instandhaltung der Kettenfahrzeuge der Bundeswehr.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Ausschluss von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB
- Ausschluss von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB
- Eignung nach VOB/A
- Vorlage eines projektbezogenen Personaleinsatzkonzepts
- Vorlage eines Konzepts zur frühzeitigen Einbindung in den Planungsprozess
- Namentliche Benennung von Schlüsselpersonal für SMT und PMT
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB vgl. § 123 Abs. 4 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 16a EU VOB/A.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der vorliegenden Ausschreibung sind Bau-, Liefer- und sonstige Leistungen (insbes. Planungsunterstützungsleistungen) für die technischen Anlagen, die für die Gebäude, die innerhalb des Projekts zu errichten sind, benötigt werden. Diese umfassen - die Bau- und Lieferleistungen für die in der DIN 276-1:2018-12 in Tabelle 1 beschriebenen Inhalte der dort genannten Kostengruppen (der hierzu zuzuordnenden Gewerke) - 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 420 Wärmeversorgungsanlagen - 430 Raumlufttechnische Anlagen - 440 Elektrische Anlagen - 450 Kommunikations-, sicherheits- und informationstechnische Anlagen - 460 Förderanlagen - 470 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen - 480 Gebäude- und Anlagenautomation - 490 Sonstige Maßnahmen für technische Anlagen - Leistungen zur Inbetriebnahme der technischen Anlagen einschl. Probebetrieb, - Leistungen während der Einregulierungsphase, - die Planungsunterstützungsleistungen, - die weiteren Planungsleistungen (z. B. Gutachter- und Sachverständigenleistungen im Rahmen der Abnahme und Inbetriebnahme der technischen Anlagen), - die Baumanagementleistungen, - Leistungen für das BIM-Modell, - allgemeine Projektmanagementleistungen sowie - Leistungen des Nutzer- und Übergabemanagements.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality15%
Bewertet werden ein vom Bieter einzureichendes - projektbezogenes Personaleinsatzkonzept und - Konzept zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess. Es sind demnach zwei Konzepte einzureichen. Beide Konzepte werden bewertet. Die Wertung erfolgt wie folgt: Für das projektbezogene Personaleinsatzkonzept hat der Bieter ein textliches Konzept zu erarbeiten und mit dem Erstangebot einzureichen, in welchem er die von ihm vorgesehene Aufbauorganisation in Form eines Organigramms für das Projekt darstellt. Darüber hinaus hat das Konzept die zur Erbringung der angebotenen Leistungen nach Auffassung des Bieters erforderlichen und von ihm vorgesehenen Personalkapazitäten darzustellen. Diese Personalkapazitäten sind zeitlich gegliedert (h/Monat) in Form eines Personengebirges abzubilden. Das Personengebirge hat die IPA-Phasen (Validierung, Planung- und Entwicklung, Realisierung) sowie die Funktionen/Rollen des jeweiligen Personals strukturiert abzubilden. Das vorgesehene Projektpersonal soll namentlich benannt und jeweils einer Funktion/Rolle innerhalb der einzelnen IPA-Phasen zugeordnet werden. Näheres ist dem Leitfaden zum Vergabeverfahren unter C.II.3.1. zu entnehmen. Im Rahmen des projektbezogenen Personaleinsatzkonzept wird bewertet, wie nachvollziehbar und schlüssig die im Konzept dargestellte Aufbauorganisation des Bieters für das Projekt ist. Entscheidend ist, ob die Struktur und der vorgesehene Personaleinsatz zur Größe und Komplexität des Projekts passt, eine effektive Projektabwicklung erwarten lässt und die Zusammenarbeit innerhalb des Projektteams unterstützt. Für das Konzept zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess hat der Bieter ein textliches Konzept zu erarbeiten und mit dem Erstangebot einzureichen, in welchem er darlegt, wie er sich unter Berücksichtigung der Projektziele (Einhaltung der Termine, Kosten und Qualitäten) einen effektiven, sinnvollen und zweckdienlichen Prozessablauf im Rahmen der Einbindung der mit den Bau- und Lieferleistungen beauftragten Parteien des MPV in den Planungsprozess vorstellt. Hierbei hat der Bieter insbesondere zu beschreiben, wie er sich seine Rolle und Aufgaben sowie die Rolle und Aufgaben der übrigen Parteien des MPV (einschl. des Bauherrn) im Rahmen dieses Prozesses zur Einbindung der Expertise der Bauunternehmer in den Planungsprozess vorstellt. Das Konzept hat zu beschreiben, welche Abläufe der Bieter im Rahmen einer für ihn sinnvollen und funktionierenden Einbindung der Bauunternehmer in den Planungsprozess für erforderlich hält, welche Maßnahmen seinerseits und von Seiten der anderen Parteien des MPV erforderlich sind, um eine sinnvolle und zweckdienliche Einbindung der Bauunternehmer in den Planungsprozess zu gewährleisten, und wie diese ausgeübt und gesteuert werden sollen. Näheres ist dem Leitfaden zum Vergabeverfahren unter C.II.3.2 zu entnehmen. Im Rahmen des Konzepts zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess wird bewertet, inwieweit die konzeptionelle Darstellung unter Berücksichtigung der Erzielung von Optimierungspotenzialen im Hinblick auf die Planung und darauf aufbauend deren bautechnische Realisierung, die Einhaltung der Termine, der Kosten und der Qualitäten nachvollziehbar sicherstellt. Im Übrigen wird auf die Ausführung im Leitfaden unter C.II.3. und auf die Wertungsmatrix "Angebot" hingewiesen.
- quality25%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot namentlich benannten Personen, die er in der Funktion - des Vertreters im Senior-Management-Team (SMT) - des Vertreters im Projekt-Management-Team (PMT), - des Fachprojektleiters elektrische Anlagen (PIT-Mitglied) und - des Kalkulators (PMT-Mitglied) als Projektpersonal anbietet. Es werden - für das SMT-Mitglied die einschlägige Berufserfahrung und die "Erfahrung mit kollaborativen Vertragsabwicklungsmodellen", - für das PMT-Mitglied die einschlägige Berufserfahrung, die "Erfahrung mit kollaborativen Vertragsabwicklungsmodellen", die "Erfahrung mit der frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess" und die "Erfahrung mit Lean-Design / Lean-Construction" und - für die beiden PIT-Mitglieder (Funktion Fachprojektleiter elektrische Anlagen und Funktion Kalkulator) jeweils die einschlägige Berufserfahrung, die "Erfahrung mit der frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess", die "Erfahrung mit Lean-Design / Lean-Construction" und die "Erfahrung mit BIM" bewertet. Die Wertung erfolgt zunächst für jede angebotene Person. Einzelheiten sind den Ausführungen in C.IV.2. des Leitfadens zu entnehmen. Zudem wird auf die Wertungsmatrix "Angebot" verwiesen.
- quality40%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot namentlich benannten Personen, die er in der Funktion - des Vertreters im Senior-Management-Team (SMT) - des Vertreters im Projekt-Management-Team (PMT), - des Fachprojektleiters elektrische Anlagen (PIT-Mitglied) und - des Kalkulators (PMT-Mitglied) als Projektpersonal anbietet. Für jede dieser Personen werden - die Kommunikationsfähigkeit (Gewichtung 10 %), - die Teamfähigkeit, (Gewichtung 25 %) - die Konfliktlösungsfähigkeit (Gewichtung 15 %), - die Organisations- und Führungsfähigkeit (Gewichtung 15 %), - die Reflexionsfähigkeit (Lernfähigkeit - Gewichtung 15 %) und - das IPA-Systemverständnis (Gewichtung 20 %); bewertet. Näheres ist den Ausführungen unter C.IV.3. des Leitfadens zu entnehmen. Zudem wird auf die Wertungsmatrix "Angebot" verwiesen.
- price20%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot angebotenen - Personalverrechnungssätze, - Gewinnsatz (Gewinnzuschlag) - Zuschlag für Allgemeine Geschäftskosten (AGK-Zuschlag und - Tagespauschale für Reise- und Unterbringungskosten. Die zu wertenden Personalverrechnungssätze sind für folgende Funktionen anzubieten: - Vertreter/Stellvertreter PMT - (Ober-) Bauleiter - Fachprojektleiter/Fachbauleiter - Obermonteur - Kalkulator - Terminplaner - Einkäufer - Projektkaufmann - BIM-Koordinator - Technischer Zeichner Die Wertung erfolgt anhand eines Beispielmonats, dem folgende Ansätze (für die Personalverrechnungssätze in Stunden und für die Tagespauschale für Reise und Unterbringungskosten in Tagen) zugrunde liegen: Vertreter/Stellvertreter PMT: 140,00 Stunden (Ober-) Bauleiter: 280,00 Stunden Fachprojektleiter/Fachbauleiter: 840,00 Stunden Obermonteur: 1.680,00 Stunden Kalkulator: 280,00 Stunden Terminplaner: 140,00 Stunden Einkäufer: 140,00 Stunden Projektkaufmann: 140,00 Stunden BIM-Koordinator: 140,00 Stunden Technischer Zeichner: 560,00 Stunden Tagespauschale für Reise- und Unterbringungskosten: 300 Tage Im Übrigen wird auf den Leitfaden unter C.IV.4., sowie die Wertungsmatrix "Angebot" verwiesen.
Zeitplan
- 27. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 16. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung