Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Weber und Partner GmbH
Auftragswert
unbekannt
Zuschlag am
6. Mai 2026
Fachplanung Technische Ausrüstung für RLT-Anlagen in Museum Ludwig und Philharmonie Köln

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Köln schreibt die Fachplanung für die Erneuerung der raumlufttechnischen Anlagen im Museum Ludwig und der Philharmonie aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 gemäß HOAI für die Anlagengruppen 1 bis 4 sowie 8. Die bestehenden Anlagen sind nach rund 40 Jahren Betrieb sanierungsbedürftig.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI, Leistungsphasen 1 bis 9 und Besondere Leistungen für die Anlagengruppen 1 bis 4 und 8 für die Erneuerung der raumlufttechnischen Anlagen im Museum Ludwig und der Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1 in 50667 Köln
Das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der Stadt Köln sucht einen Fachplaner für die technische Gebäudeausrüstung. Ziel ist die Erneuerung der in die Jahre gekommenen raumlufttechnischen Anlagen im Museum Ludwig und der Kölner Philharmonie. Der Auftrag umfasst das gesamte Spektrum der Planung und Bauüberwachung, von der ersten Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung nach Fertigstellung. Da die Anlagen seit fast 40 Jahren in Betrieb sind, ist eine umfassende Modernisierung notwendig, um den Betrieb sicherzustellen.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Ingenieurabschluss (Dr.-Ing., Dipl.-Ing. oder Master)
- Nachweis von Referenzen für Projektleitung und Objektüberwachung
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) des Museums Ludwig und der Philharmonie stammen aus der Zeit des Neubaus des Museums und der Philharmonie und sind mittlerweile dringend erneuerungsbedürftig. Sie sind seit bald 40 Jahren in Betrieb und haben damit ihren Lebenszyklus bereits wesentlich überschritten. Das Betriebsrisiko steigt trotz laufender Instandhaltungsmaßnahmen kontinuierlich. Der Gebäudekomplex verfügt über fünf große RLT-Zentralen. Drei große Zentralen (Zentralen 1, 2 und 4) liegen auf Ebene 40 ü. NN, unter dem Museumsbereich. Eine große Zentrale (Zentrale 3) und eine kleine Zentrale befinden sich auf Ebene 48 ü. NN, etwa auf Höhe des Erdgeschosses. Daneben gibt es die Entrauchung für den Konzertsaal auf der Ebene 54 ü. NN sowie verschiedene kleine Abluftgeräte für Aufzüge und so weiter sowie für die Küche des Restaurants. Insgesamt versorgen die im Rahmen dieser Aufgabenstellung zu bearbeitenden Zentralen circa 31 Einzelanlagen. Die fünfte große Zentrale (Zentrale 5) befindet sich auf Ebene 63 ü. NN im Dachgeschoss des Restaurierungsgebäudes und wird im Rahmen der derzeit dort laufenden Sanierung bereits erneuert. Ihre Erneuerung ist daher nicht Bestandteil dieses Auftrags. Die RLT-Anlagen sollen, wenn möglich, sukzessive im laufenden Betrieb der Häuser erneuert werden. Ob dies tatsächlich möglich ist, kann erst nach Erfüllung des Planungsauftrags beantwortet werden. Es soll untersucht werden, in welcher Priorisierung und unter welchen Voraussetzungen die Anlagen schrittweise erneuert werden können und welche Komponenten der haustechnischen Anlagen für einen zukünftigen Betrieb der Häuser im gleichen Zug ausgetauscht oder saniert werden müssen. Ebenfalls ist zu prüfen, welche Anlagen erst im Zusammenhang mit einer späteren Generalsanierung bei Schließung der Häuser erneuert werden können und welche Kompensationsmaßnahmen, Provisorien oder Teilmaßnahmen -wie der Austausch einzelner Komponenten- bis dahin zwecks Erhalt der Betriebsfähigkeit umsetzbar und vertretbar sind. Ein wesentlicher Bestandteil der hier zu vergebenden Planungsleistungen in der Lph 1 und 2 wird daher sein, die grundsätzliche Machbarkeit einer sukzessiven Erneuerung der Anlagen im laufenden Betrieb unter oben genannten Prämissen zu untersuchen. Diese Aufgabe soll im Rahmen von Besonderen Leistungen abgefragt und erbracht werden. Die Planung ist darauf auszurichten, dass mit Blick auf eine spätere Generalsanierung doppelte Planungen und Ausführungen weitgehend vermieden werden. Erfahrungsgemäß ist dies jedoch nicht vollständig möglich, auch weil mit dem Beginn einer umfassenden Generalsanierung bislang voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2034 zu rechnen ist. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Vergabe von Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung nach § 55 HOAI, siehe Bekanntmachung. Im Wesentlichen werden Planungsleistungen für die Anlagengruppe 3 zu erbringen sein, damit einhergehend auch der Anlagengruppen 4 und 8. Da ein Eingriff in die Bausubstanz im laufenden Betrieb nicht ohne Befassung mit weiterer vorhandener Technik vonstattengehen kann, ist auch davon auszugehen, dass die Anlagengruppen 1 und 2 mitbetrachtet werden müssen. Ein Brandschutzkonzept liegt derzeit nur für das Museum Ludwig vor. Für die Philharmonie gilt die Baugenehmigung aus der Errichtungszeit. Anlassbezogen werden brandschutztechnische Einzelthemen planerisch durch einen Brandschutzsachverständigen begleitet, der jeweils Stellungnahmen zur Beachtung im Gebäudebetrieb fertigt. Ein Schadstoffkataster liegt derzeit nicht vor. Es ist davon auszugehen, dass bauzeittypische Schadstoffe auch in diesem Gebäudekomplex verbaut wurden. Bekannt ist dies beispielsweise für die Brandschutzklappen, die zurzeit bereits sukzessive ausgetauscht werden. Als Teilmaßnahmen wurden zurückliegend die ersten vier sanierungsbedürftigsten Anlagen teilerneuert (siehe Vorlage 1846/2014). Die hier zu beauftragende Planung soll ebenfalls untersuchen, ob nun ergänzende Maßnahmen notwendig sind, um den Betrieb dieser Anlagen dauerhaft und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sicherzustellen. In welchen Bauabschnitten die Weiterplanung und Umsetzung der hier zu planenden Maßnahmen räumlich und zeitlich erfolgen können, ist nach Möglichkeit der Planungstiefe bis zum Abschluss der Vorplanung zu klären. Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen. Mit dem Abschluss des Vertrages werden die Leistungen der Leistungsphase 1 gemäß HOAI 2021 §55 entsprechend spezifiziertem Leistungsbild vergeben. Die weiteren Stufen sind: Stufe 2: Leistungsphase 2; Stufe 3: Leistungsphase 3; Stufe 4: Leistungsphase 4; Stufe 5: Leistungsphase 5; Stufe 6: Leistungsphase 6; Stufe 7: Leistungsphase 7; Stufe 8: Leistungsphase 8; Stufe 9: Leistungsphase 9, Die Beauftragung über die Stufe 1 hinausgehender weiterer Stufen - einzeln [gegebenenfalls in Teilen] oder im Ganzen - ist von der Fortsetzung der Planung und Ausführung der Maßnahmen auf Grundlage der in Stufe 1 erbrachten Leistungen abhängig und erfolgt schriftlich. Aus der stufenweisen Beauftragung beziehungsweise Nichtbeauftragung der weiteren Stufen ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere beziehungsweise zusätzliche Vergütung. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen besteht nicht. Wesentliche Voraussetzungen für die weitere Beauftragung ist der Weiterplanungsbeschluss durch den Rat der Stadt Köln. Der Honorarvertragsentwurf mit detailliertem Leistungsbild ist dieser Auftragsbekanntmachung beigefügt. Anlage 1 zu dieser Auftragsbekanntmachung mit Anhang beinhaltet die detaillierte Maßnahmen- und Aufgabenbeschreibung und ist zwingend zu beachten. Alle Anlagen sind zu beachten.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality70%
1. Persönliche Referenzen Projektleitung, Objektüberwachung, Team / Personaleinsatzkonzept 1.1 Projektleitung Mindestanforderung: - Ingenieur [Dr.-Ing., Dipl.-Ing. beziehungsweise Master oder gleichwertiger Abschluss] - größer/gleich 5 Jahre Berufserfahrung im Leistungsbild Technische Ausrüstung im Sinne HOAI 2021 §55, AGR 3 und 8 im Sinne HOAI 2021 §53 Qualifikation (Ausbildung, berufliche Erfahrung* /Werdegang und persönliche Referenzen in Bezug auf vergleichbare Projekte**) sowie zeitliche Verfügbarkeit (Einbindung in andere Projekte). *Erfahrung in der Funktion als Planer / Projektleiter; aufgabenspezifisch relevante Zusatzqualifikationen. **insbesondere öffentlicher Auftraggeber; Bauen im Bestand, Umbau-/Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere Kulturbauten / Gebäude mit überwiegend kultureller Nutzung / Versammlungsstätten; Erfahrung mit den zur Beauftragung vorgesehenen Anlagengruppen (insbesondere energetisch wirksame Luftführungssysteme und Wärmeverteilanlagen und entsprechende Gebäudeleittechnik) und Leistungsphasen; Bauabschnittsweise Durchführung; Realisierung bei laufendem Betrieb. 1.2 Objektüberwachung Mindestanforderung: - Ingenieur [Dr.-Ing., Dipl.-Ing. beziehungsweise Master oder gleichwertiger Abschluss] - größer/gleich 3 Jahre Baustellenpraxis Qualifikation (Ausbildung, berufliche Erfahrung* /Werdegang und persönliche Referenzen in Bezug auf vergleichbare Projekte** in der Funktion als Bauleiter) sowie zeitliche Verfügbarkeit (Einbindung in andere Projekte). *Erfahrung in der Funktion als Planer / Bauleiter; aufgabenspezifisch relevante Zusatzqualifikationen. **insbesondere öffentlicher Auftraggeber; Bauen im Bestand, Umbau-/Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere Kulturbauten / Gebäude mit überwiegend kultureller Nutzung / Versammlungsstätten; Erfahrung mit den zur Beauftragung vorgesehenen Anlagengruppen; Bauabschnittsweise Durchführung; Realisierung bei laufendem Betrieb. 1.3 Projektspezifisch angebotene Kapazitäten Darstellung aller weiteren Mitglieder des vorgesehenen Projektteams in der Planungs- und in der Ausführungsphase und Aussagen zu Ihren Qualifikationen/Kompetenzen und zur zeitlichen Verfügbarkeit, inklusive Aussagen zu Vertretungsregelungen für alle Beteiligten. 2. Projektspezifische Organisation / strukturelle Herangehensweise 2.1 Projektorganisation und Koordination Projektorganisation (Organisation der Arbeitsabläufe / Intervalle der geplanten örtlichen Präsenz Inder Planungs-/Realisierungsphase), Einbindung von fachtechnischem Spezialwissen, Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem AG und den weiteren Beteiligten sowie Gestaltung/Strukturierung des Besprechungs-/Berichtswesens 2.2 Spezifische Problemstellungen/ Projektanforderungen/ Projektrisiken und Bearbeitungsmethodik Einschätzung der spezifischen Problemstellungen/Projektanforderungen und Darstellung einer darauf abgestimmten Bearbeitungsmethodik unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden projektspezifischen Rahmenbedingungen/ Projektziele/ Projektrisiken in der Bearbeitung und Empfehlungen an den AG bezüglich möglicher Problemlösungen. 2.3 Kosten und Termine Vorgehensweise bei der Kosten- und Terminplanung, -steuerung und -optimierung inklusive projektspezifischer Prognose bezüglich Einhaltung der vorgegebenen Kosten /Termine. 3. Projektspezifische Bearbeitung / Herangehensweise an fachtechnische Lösungsansätze [mit Reflexion auf den zu vergebenden Auftrag] Darstellung der Herangehensweise an komplexe fachtechnische Aufgabenstellungen anhand von praktischen Beispielen. Die Darstellung soll anhand von realisierten Bauprojekten, die mit dem geplanten Vorhaben vergleichbar sind, erfolgen und kann durch Zeichnungen, Details, Skizzen, Diagramme, Tabellen und ähliches, die die Arbeitsweise veranschaulichen, ergänzend verdeutlicht werden. Eine weitergehende Ausarbeitung ist nicht verlangt und wird auch nicht der Bewertung zu Grunde gelegt. Es sollen Ansätze der Problemlösung und alternative Lösungsmöglichkeiten in folgenden Maßnahmebereichen vorgestellt werden: 3.1 Integrative Erneuerung beziehungsweise Erstinstallation von Anlagentechnik: Lösungsansätze für die integrative Erneuerung beziehungsweise Erstinstallation von Anlagentechnik zur Erreichung des aktuellen Stands der Technik beziehungsweise zur Erfüllung der spezifischen Anforderungen/Vorgaben des AG 3.2 Planung/ Überwachung der Umsetzung von Maßnahmen im Bestand Vorgehensweise bei der Planung/Überwachung der Umsetzung von Maßnahmen im Bestand - bevorzugt am Beispiel von Kulturbauten - unter laufendem Betrieb und in mehreren Bauabschnitten unter besonderer Berücksichtigung von Interimslösungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs und angepasstem Bauablauf 3.3 Qualitätssicherung und Nachtrags-/Änderungs-/Mängelmanagement Methodik/Maßnahmen/Instrumente zur Qualitätssicherung in Planung und Bauausführung bei vergleichbaren Bauaufgaben 4. Mündlicher Vortrag im Präsentations-/ Verhandlungsgespräch zur Projektspezifischen Bearbeitung durch die Mitglieder des Projektteams 4.1 mündlicher Vortrag im Präsentations-/ Verhandlungsgespräch
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Siehe Anlage 1 zur Auftragsbekanntmachung Anhang 1 Bewertungsmatrix 2. Stufe - Gewichtung in Prozent Honorarvertrag: Der ausgefüllte Vertrag ist vor den Verhandlungsgesprächen zum Submissionstermin über das Bietertool elektronisch hochzuladen.
Zeitplan
- 1. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 6. Mai 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Weber und Partner GmbH