Planung der technischen Ausrüstung für eine neue Tunnelbetriebszentrale (TBZ)
Was wird ausgeschrieben
Der Freistaat Bayern plant die Errichtung einer neuen Tunnelbetriebszentrale (TBZ) zur Überwachung von Tunnelanlagen. Der Auftrag umfasst die Grundlagenermittlung und Vorplanung der technischen Ausrüstung, insbesondere für Leittechnik, IT-Infrastruktur und Einsatzleitsysteme. Die Beauftragung erfolgt stufenweise gemäß HOAI, wobei eine enge Abstimmung mit dem Staatlichen Hochbau erforderlich ist.
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Der Freistaat Bayern ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Überwachung von Tunneln ab einer Länge von 400m in einer ständig besetzten Stelle zu überwachen. Derzeit übernimmt diese Leistung die Autobahn GmbH des Bundes für den Freistaat Bayern gemäß RE ING Teil 3, für die Tunnel an Bundes und Staatsstraßen sowie weitere telematische Anlagen, bis die eigene Betriebsfähigkeit hergestellt wurde. Vor diesem Hintergrund soll eine neu zu errichtende Tunnelbetriebszentrale (TBZ) in Bayern diese Aufgaben zukünftig übernehmen. Der hier zu erbringende Leistungsumfang erstreckt sich in der ersten Phase auf die Grundlagenermittlung und die Vorplanung für die Technische Ausrüstung des Nutzers, die für die Überwachung der Tunnel notwendig ist. Je nach Baufortschritt werden stufenweise die weiteren Leistungsphasen, von der Entwurfsplanung bis hin zur späteren Bauüberwachung nach §53 ff. HOAI, beauftragt. Es ist im gesamten Projektverlauf eine enge Abstimmung mit dem Staatlichen Hochbau Bayern, der parallel die Planung und den Bau des Gebäudes und der Anlagengruppen 1 bis 4 nach §53 HOAI durchführt, erforderlich. Kosten und Terminplanung sind stets aufeinander abzustimmen. Zunächst ist eine umfassende Bestandserfassung der in die TBZ zu migrierenden Anlagen durchzuführen. Zusammen mit der Bedarfsplanung des Nutzers und den Anforderungen für eine Verfügbarkeitsklasse 3 gemäß DIN EN 50600, bilden diese Grundlagen das Fundament für die zu erbringenden Leistungen. Ausgestattet mit sechs Arbeitsplätzen und zwei Multifunktionswänden bildet der Operatorenraum das Kernstück des Gebäudes und somit der Tunnelüberwachung. Es ist mit dem AG das Tunnelüberwachungskonzept zu verfeinern, inklusive bestimmen und dimensionieren der einzusetzenden Leitstellen Technik. Für die Tunnelüberwachung muss eine übergeordnete Leittechnik (SCADA) zur Steuerung der Tunnel und Videosysteme, angelehnt an ein bestehendes Referenzprojekt, ausgearbeitet werden. Für die Notfallabwicklung von Ereignissen im Tunnel und für die Abwicklung der Störungsbeseitigung mit dem zuständigen Fachpersonal sowohl in der Tunnelzentrale als auch in den Tunnelanlagen selbst, sind ein Einsatzleitsystem und ein Ticketsystem vorzusehen Ebenso ist ein Tunnelsimulator mit Ereignissimulation zu integrieren. Weiterhin sind die für den Betrieb der TBZ benötigten Hard und Softwarekomponenten u.a. für die Administratorenarbeitsplätze, die Büroräume und die technischen Werkstätten zu ermitteln. Die Kommunikationsinfrastruktur ist in LAN und WAN Konzepten zur Anbindung der Tunnel und zum Betrieb der TBZ zu planen. Hierfür sind zwei Varianten auszuarbeiten. Auf Basis dieser Gegebenheiten sind die Medienanschlüsse wie Strom, Signaltechnik, Kühlung und Lüftung für die technische Ausrüstung zu dimensionieren und dem Staatlichen Hochbau für die Planungen ihrer Anlagengruppen zu übergeben.
Der Freistaat Bayern baut eine neue Tunnelbetriebszentrale, um die Überwachung von Tunneln ab 400 Metern Länge künftig selbst zu übernehmen. Gesucht wird ein Planungsbüro für die technische Ausrüstung, das unter anderem die Leittechnik (SCADA), IT-Systeme, Notfall-Management-Software und die Kommunikationsinfrastruktur konzipiert. Das Projekt ist komplex, da es eng mit dem Bau des Gebäudes abgestimmt werden muss und hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit der Technik stellt. Die Beauftragung erfolgt in mehreren Stufen, beginnend mit der Grundlagenermittlung und Vorplanung bis hin zur späteren Bauüberwachung.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Erklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
- Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
- Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz
- Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz
- Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Mindestlohngesetz
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. Der Bewerber hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bewerber Vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren • gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder • gem. § 98.c des Aufenthaltsgesetz oder • gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder • gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist. Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Anträge werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt Es können weitere Ausschlussgründe in den Vergabeunterlagen genannt sein. Unterlagen werden gem. § 56 VgV nachgefordert."
Aufteilung in Lose
1 LotDer Freistaat Bayern ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Überwachung von Tunneln ab einer Länge von 400m in einer ständig besetzten Stelle zu überwachen. Derzeit übernimmt diese Leistung die Autobahn GmbH des Bundes für den Freistaat Bayern gemäß RE ING Teil 3, für die Tunnel an Bundes und Staatsstraßen sowie weitere telematische Anlagen, bis die eigene Betriebsfähigkeit hergestellt wurde. Vor diesem Hintergrund soll eine neu zu errichtende Tunnelbetriebszentrale (TBZ) in Bayern diese Aufgaben zukünftig übernehmen. Der hier zu erbringende Leistungsumfang erstreckt sich in der ersten Phase auf die Grundlagenermittlung und die Vorplanung für die Technische Ausrüstung des Nutzers, die für die Überwachung der Tunnel notwendig ist. Je nach Baufortschritt werden stufenweise die weiteren Leistungsphasen, von der Entwurfsplanung bis hin zur späteren Bauüberwachung nach §53 ff. HOAI, beauftragt. Es ist im gesamten Projektverlauf eine enge Abstimmung mit dem Staatlichen Hochbau Bayern, der parallel die Planung und den Bau des Gebäudes und der Anlagengruppen 1 bis 4 nach §53 HOAI durchführt, erforderlich. Kosten und Terminplanung sind stets aufeinander abzustimmen. Zunächst ist eine umfassende Bestandserfassung der in die TBZ zu migrierenden Anlagen durchzuführen. Zusammen mit der Bedarfsplanung des Nutzers und den Anforderungen für eine Verfügbarkeitsklasse 3 gemäß DIN EN 50600, bilden diese Grundlagen das Fundament für die zu erbringenden Leistungen. Ausgestattet mit sechs Arbeitsplätzen und zwei Multifunktionswänden bildet der Operatorenraum das Kernstück des Gebäudes und somit der Tunnelüberwachung. Es ist mit dem AG das Tunnelüberwachungskonzept zu verfeinern, inklusive bestimmen und dimensionieren der einzusetzenden Leitstellen Technik. Für die Tunnelüberwachung muss eine übergeordnete Leittechnik (SCADA) zur Steuerung der Tunnel und Videosysteme, angelehnt an ein bestehendes Referenzprojekt, ausgearbeitet werden. Für die Notfallabwicklung von Ereignissen im Tunnel und für die Abwicklung der Störungsbeseitigung mit dem zuständigen Fachpersonal sowohl in der Tunnelzentrale als auch in den Tunnelanlagen selbst, sind ein Einsatzleitsystem und ein Ticketsystem vorzusehen Ebenso ist ein Tunnelsimulator mit Ereignissimulation zu integrieren. Weiterhin sind die für den Betrieb der TBZ benötigten Hard und Softwarekomponenten u.a. für die Administratorenarbeitsplätze, die Büroräume und die technischen Werkstätten zu ermitteln. Die Kommunikationsinfrastruktur ist in LAN und WAN Konzepten zur Anbindung der Tunnel und zum Betrieb der TBZ zu planen. Hierfür sind zwei Varianten auszuarbeiten. Auf Basis dieser Gegebenheiten sind die Medienanschlüsse wie Strom, Signaltechnik, Kühlung und Lüftung für die technische Ausrüstung zu dimensionieren und dem Staatlichen Hochbau für die Planungen ihrer Anlagengruppen zu übergeben.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality70%
Die Qualität ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Formblatt III.16.1) aufgeführt: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/1/tenderId/294699
- price30%
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Formblatt III.16.1) aufgeführt: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/1/tenderId/294699
Zeitplan
- 22. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 20. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung