System zur GPS-basierten Asset-Verfolgung und Telemetrie-Erfassung
Was wird ausgeschrieben
Der Flughafen Köln/Bonn sucht eine skalierbare Lösung zur digitalen Erfassung von Positions- und Betriebsdaten für mobile und stationäre Betriebsmittel. Das Projekt ist in drei Lose unterteilt: eine zentrale Software-Plattform, Hardware zur Positionsbestimmung sowie Telemetrie-Einheiten zur Erfassung von Fahrzeugdaten. Die Vertragslaufzeit für die Bereitstellung und den Betrieb beträgt 1.825 Tage.
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Am Flughafen Köln/Bonn (FKB) wird eine Vielzahl mobiler und stationärer Betriebsmittel (z. B. Fahrzeuge, Ground Support Equipment, Spezialgeräte und sonstige Assets) von unterschiedlichen Organisationseinheiten und Dienstleistern eingesetzt. Der aktuelle Informationsstand zu Position, Zustand und Nutzung dieser Assets ist heute nur teilweise, systemabhängig oder gar nicht digital verfügbar. Dies führt zu eingeschränkter Transparenz über Verfügbarkeiten, Suchaufwänden, ineffizienten Prozessen sowie zu begrenzten Möglichkeiten für eine datenbasierte Optimierung von Betriebs- und Wartungsabläufen. Ziel des Projektes ist daher der Aufbau einer skalierbaren und zukunftsfähigen Lösung zur Erfassung und Bereitstellung von Positions- und Betriebsdaten auf Objektebene. Die Daten sollen systemübergreifend in standardisierter Form zur Verfügung gestellt werden, sodass unterschiedliche Fachbereiche sowie angebundene IT-Systeme diese für ihre jeweiligen Anwendungsfälle nutzen können. Die Bereitstellung erfolgt über eine zentrale Dateninfrastruktur und folgt einem technologieoffenen Ansatz, um unterschiedliche Lokalisierungs- und Sensortechnologien integrieren und zukünftige Anforderungen berücksichtigen zu können.
Der Flughafen Köln/Bonn möchte seine Betriebsabläufe digitalisieren, indem er Fahrzeuge und Spezialgeräte wie Bodenabfertigungsgeräte (Ground Support Equipment) besser nachverfolgbar macht. Aktuell fehlen dem Flughafen oft genaue Daten über den Standort oder den Zustand dieser Geräte, was zu ineffizienten Prozessen führt. Die Ausschreibung umfasst drei Bereiche: eine Software-Plattform zur Datenverwaltung, GPS-Tracker für die Standortbestimmung sowie Sensoren zur Übertragung technischer Daten wie Betriebsstunden oder Füllstände. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgelegt und zielt auf eine technologieoffene Lösung ab, die verschiedene Sensoren und IT-Systeme miteinander vernetzen kann.
Aufteilung in Lose
3 LoteLos 1 umfasst die Bereitstellung und den Betrieb einer offenen, skalierbaren Plattform zur Integration, Verarbeitung und Bereitstellung von Positions- und Betriebsdaten auf Objektebene. Gegenstand von Los 1 ist insbesondere: die Anbindung und Verwaltung unterschiedlicher Geräte- und Datenquellen über standardisierte Schnittstellen, die Konsolidierung der eingehenden Daten in einem einheitlichen Objektmodell, die regelbasierte Erzeugung von Ereignissen (z. B. Geofence betreten/verlassen, Schwellwertverletzungen, Zustandsänderungen), die Bereitstellung der Daten und Ereignisse über definierte Schnittstellen an die zentrale Dateninfrastruktur sowie an nachgelagerte Systeme, die Bereitstellung eines webbasierten Frontends zur Administration, Konfiguration und Visualisierung (inkl. Kartendarstellung), Benutzer- und Rechteverwaltung sowie Betriebs- und Sicherheitsfunktionen. Die Plattform muss hersteller- und technologieagnostisch ausgelegt sein und die Integration unterschiedlicher Lokalisierungs- und Sensortechnologien ermöglichen.
Los 2 umfasst die Lieferung von Geräten zur Ermittlung der Position mobiler Assets in Innen- und Außenbereichen sowie das hierfür erforderliche Zubehör. Gegenstand von Los 2 ist insbesondere: die Bereitstellung von Trackern für unterschiedliche Einsatzszenarien (z. B. Indoor bzw. Indoor/Outdoor), die Erfassung und Übertragung von Positionsdaten unter Berücksichtigung der definierten Genauigkeits- und Meldeanforderungen, energieeffiziente Geräte mit geeigneter Batterielaufzeit für den vorgesehenen Einsatz, mechanisch und klimatisch robuste Ausführung für den Einsatz im Vorfeld- und Betriebsumfeld eines Flughafens, Befestigungs- und Montagematerial sowie Angaben zum Installationsaufwand, optional erforderliche zusätzliche Infrastruktur zur Sicherstellung der geforderten Funktionalität in Bereichen ohne ausreichende Netzabdeckung. Die Geräte müssen sich in die Plattform gemäß Los 1 integrieren lassen.
Los 3 umfasst die Bereitstellung von Telemetrieeinheiten zur Erfassung und Übertragung von Betriebs- und Zustandsdaten von Assets, insbesondere von Fahrzeugen und Spezialgeräten. Gegenstand von Los 3 ist insbesondere: die Anbindung an vorhandene Fahrzeugschnittstellen bzw. Sensorsysteme (z. B. CAN-Bus oder vergleichbare Quellen), die Erfassung definierter Betriebsparameter (z. B. Betriebsstunden, Zustände, Füllstände oder gerätespezifische Signale), die Übertragung der Daten zur Weiterverarbeitung in der Plattform, eine robuste und für den mobilen Einsatz geeignete Bauform, Die Telemetrieeinheiten liefern primär Betriebsdaten; eine eigene Positionsbestimmung ist nicht zwingend erforderlich. Die Geräte müssen sich in die Plattform gemäß Los 1 integrieren lassen.
Zeitplan
- 15. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 13. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung