Stark- und Schwachstrominstallationen für Labor- und Verwaltungsgebäude
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Karlsruhe schreibt die Stark- und Schwachstrominstallationen für den Neubau eines Labor- und Verwaltungsgebäudes auf dem Klärwerksgelände aus. Die Leistungen umfassen eine Photovoltaikanlage (ca. 130 kWp), eine SF6-freie Mittelspannungsschaltanlage, einen Gießharztransformator (800 kVA), zwei Niederspannungshauptverteilungen, Kabelverlegungen (ca. 1.400 m Kabelwege, 2.500 m Hauptkabel, 50.000 m Installationskabel), eine Brandmeldeanlage mit ca. 290 Meldern sowie eine Zutrittskontrollanlage mit ca. 180 Lesern. Das dreigeschossige Gebäude (ca. 56 x 25 m) unterliegt Kritis-Sicherheitsanforderungen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Stadt Karlsruhe vertreten durch das Tiefbauamt Karlsruhe erstellt den Neubau eines Labor- und Verwaltungsgebäudes. Der Neubau wird auf dem Betriebsgelände des Klärwerks Karlsruhe errichtet und führt zukünftig die bislang auf der Liegenschaft getrennten Labor- und Betriebsgebäude unter einem Dach zusammen. Für das Objekt ist ein Baufeld entlang der bestehenden Hauptzufahrt zum Klärwerk und anschließend an die Straße -An der Wässerung- zentral auf der Westseite des Klärwerkgeländes vorgesehen. In Ensemble mit dem zweigeschossigen Torgebäude entsteht eine Torsituation, welche der Funktion einer Hauptzufahrt und einer Kontrollstelle in besonderem Maß gerecht wird. Über bzw. um das Baufeld verlaufen erdverlegt Ver- und Entsorgungsleitungen, die im Zuge von vorbereitenden Infrastrukturmaßnahmen neu geordnet und umverlegt werden. Nördlich, gegenüber der Zufahrtsstraße werden zentrale Parkplätze für die Mitarbeiter-/innen, einige mit E-Ladestationen, neu geschaffen werden. Das Labor- und Verwaltungsgebäude ist als dreibündiger Gebäuderiegel mit einer im Westen quer angeschlossenen Haupterschließungsachse und Verwaltungsspange konzipiert. Die Längsseiten des Gebäudes mit den Hauptarbeitsbereichen orientieren sich nach Norden und Süden. Die Nutzungen werden auf insgesamt 3 Vollgeschossen sowie einem zur Ostseite eingerückten Technikaufbau aufgeteilt. Die Außenabmessungen betragen ca. 56,00 x 25,00 m. Das Gebäude liegt innerhalb der Einfriedung der Gesamtliegenschaft mit einem Gitterelementzaun und unterliegt Sicherheitsanforderungen gemäß Kritis-Anforderungen. Aufgrund von Hochwassergefährdungen und hoch anstehenden Grundwasserständen wird das Gebäude erhöht auf dem bestehenden Gelände aufgestellt und auf eine Unterkellerung verzichtet. Es sind folgende Nutzungen vorgesehen: Im Erdgeschoss befindet sich der öffentlichen Zugang zum Gebäude mit den vertikalen Erschließungen per Treppe und Aufzug mit Pfortenraum. Daran schließt die Nutzungseinheit Labor mit Büros, Serviceräumen und Laboratorien der Schutzstufe S2 an. Im 1. Obergeschoss ist neben der Verwaltung mit Büros und Besprechungsräumen, Umkleiden für die Klärwerksbediensteten die Leitwarte des Klärwerks angesiedelt. Im 2. Obergeschoss sind weitere Verwaltungsnutzungen mit Büros, Besprechungsräumen, Schulungsräumen und einem Kantinenbereich vorgesehen. Die komplette Haustechnik wird in der Technikzentrale im 3. OG untergebracht. Die Dachflächen werden extensiv begrünt und bieten Aufstellflächen für eine PV-Anlage.
Die Stadt Karlsruhe baut auf dem Gelände des Klärwerks ein neues Labor- und Verwaltungsgebäude und vergibt dafür die Elektroinstallationen. Das dreigeschossige Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 1.400 Quadratmetern beherbergt Labore der Schutzstufe S2, Verwaltungsräume, eine Leitwarte und eine Kantine. Die ausgeschriebenen Elektroarbeiten umfassen eine Photovoltaikanlage, Trafo- und Schaltanlagen, umfangreiche Kabelverlegungen sowie Brandmelde- und Zutrittskontrollsysteme. Da das Gebäude zur kritischen Infrastruktur (Kritis) gehört, gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen. Bieter müssen Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen nach VOB/A und zu Russland-Sanktionen vorlegen.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach § 6e EU VOB/A
- Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen nach EU-VO Nr. 833/2014
- Referenzen für Stark- und Schwachstrominstallationen im Hochbau
- Erfahrung mit Anlagen gemäß Kritis-Anforderungen
- Fähigkeit zur Installation von Brandmeldeanlagen
- Fähigkeit zur Installation von Zutrittskontrollanlagen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Mit dem Angebot sind vom Bieter (im Falle von Bietergemeinschaften von jedem Mitglied) vorzulegen: 1) Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 6e EU VOB/A. 2) Eigenerklärung nach Art. 5 k) Abs. 1 EU-VO Nr. 833/2014 i. d. F. v. Art. 1 Ziff. 23 EU-VO 2022/576. Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit dem Angebot gefordert war, können nachgefordert werden. (§ 16a EU VOB/A)
Aufteilung in Lose
1 LotNeubau Labor- und Verwaltungsgebäude für das Klärwerk Karlsruhe, Ausschreibung der Stark- und Schwachstrominstallationen Folgende Leistungen sind vorgesehen: Photovoltaikanlage ca. 130kWp, 1x SF6-freie Mittelspannungsschaltanlage, 1x Gießharztansformator 800kVA, 2x Niederspannungshauptverteilungen, ca. 1.400m Kabelwege, ca. 2.500m Hauptkabel, ca. 50.000m Installationskabel Vollflächige Brandmeldeanlage mit ca. 290 automtischen Melder, Zutrittskontrollanlage mit ca. 180 On- und Offline Lesern Passives Netzwerk mit ca. 36.000m Datenkabel Innen- und Außenbeleuchtung Zentrale Sicherheitsbeleuchungsanlage mit ca. 70 Rettungszeichenleuchten und ca. 250 Sicherheitsleuchten
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price1%
Preis
Zeitplan
- 30. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung