Planungsleistungen für die Erneuerung der Schlammentwässerung der Kläranlage Bad Rappenau Mühlbachtal
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Bad Rappenau vergibt Planungsleistungen für den Neubau einer zweistraßigen Schlammentwässerungsanlage auf dem Kläranlagengelände Mühlbachtal. Die Maßnahme ersetzt die seit rund 13 Jahren betriebene und technisch veraltete Zentrifugenanlage. Der Auftrag umfasst die vollständige Planung bis zur Ausführungsreife für den neuen Standort nördlich des bestehenden Betriebsgebäudes. Ein konkreter Zeitrahmen oder Auftragswert wurde in der Bekanntmachung nicht genannt.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Vergabe von Planungsleistungen für die Erneuerung der Schlammentwässerung der Kläranlage Bad Rappenau Mühlbachtal
Die Stadt Bad Rappenau sucht Planungsbüros, die eine neue Schlammentwässerungsanlage für ihre Kläranlage Mühlbachtal entwerfen. Bisherige Technik ist nach 13 Jahren Betrieb nicht mehr wirtschaftlich und soll durch einen kompletten Neubau auf einem neuen Platz innerhalb des Klärwerks ersetzt werden. Die Planer sollen den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zur baureifen Planung übernehmen. Der Auftrag liegt im ländlichen Raum Baden-Württembergs und wird als europaweite Ausschreibung ausgeschrieben. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Eigenbetrieb Stadtentwässerung Bad Rappenau)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis von Referenzprojekten für Kläranlagenplanung
- Fachplanungsbüro mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft
- Qualifizierte Fachkräfte für Tief- und Anlagenbau
- Nachweis einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung
- Eignungsnachweis nach VOL/A oder VOB/A
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der Maßnahme: Die Stadt Bad Rappenau - Eigenbetrieb Stadtentwässerung Bad Rappenau beabsichtigt die Erneuerung der Schlammentwässerung der Kläranlage Bad Rappenau Mühlbachtal durch den Neubau einer zweistraßigen Schlammentwässerungsanlage auf einem neuen Standort innerhalb des Kläranlagengeländes, nördlich des bestehenden Betriebsgebäudes. Hintergrund: Die bestehende Zentrifugenanlage im Klärwerk Mühlbach befindet sich seit rund 13 Jahren in Betrieb und ist technisch sowie wirtschaftlich verschlissen. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu kostspieligen Defekten, ohne dass ein dauerhaft stabiler Betrieb gewährleistet werden konnte. Die Maschine ist unterdimensioniert, wird häufig an ihrer Leistungsgrenze betrieben und erzeugt aufgrund von Undichtigkeiten keimbelastete Aerosole, die das Betriebspersonal gesundheitlich belasten. Auch die elektrotechnischen Anlagen sind unzureichend gegen die feuchte und aggressive Atmosphäre geschützt, was den Betrieb zusätzlich gefährdet. Zudem ist der bisherige Standort im 1. Obergeschoss des Betriebsgebäudes betrieblich ungünstig: Der vorhandene Kran bietet nicht die notwendige Hubhöhe für Wartungsarbeiten, das verwendete Teleskopförderband zum Containerfüllsystem ist stark störanfällig und verursacht hohe Folgekosten. Der für den Containerwechsel erforderliche LKW verursacht ebenfalls dauerhafte Mietkosten, erfordert speziell geschultes Personal und stößt in der beengten Schlammabwurfhalle auf erhebliche Rangierprobleme. Variantenuntersuchung: Im Jahr 2025 wurde daher das Büro Klinger & Partner GmbH mit einer umfassenden Variantenuntersuchung beauftragt. Diese ergab, dass lediglich die Variante 3.2 - der Neubau eines eigenständigen zweistraßigen Schlammentwässerungsgebäudes - alle technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Zielvorgaben erfüllt. Die Variante 3.2 stellt insbesondere folgendes sicher: - eine weitgehende Automatisierung zur Entlastung des Betriebspersonals, - die redundante zweistraßige Auslegung der Zentrifugen, - die Möglichkeit, die wöchentliche Schlammmenge innerhalb von 3 Arbeitstagen à 6 Stunden zu entwässern, - einen Schlammaustrag ohne LKW-Einsatz, - optimale Voraussetzungen für Wartung und Betrieb über einen Zeitraum von mindestens 30 bis 40 Jahren, - die parallele Nutzung der mobilen Interimsschlammentwässerungsanlage bis zur Inbetriebnahme sowie - die Option zur Installation einer Photovoltaikanlage auf dem neuen Gebäude. Die Gesamtkosten der Vorzugsvariante belaufen sich auf ca. EUR 2,115 Mio. brutto (vorläufige anrechenbare Herstellkosten in den KG 300 bis 400 nach DIN 276-1:2018-12). Die Umsetzung der Vorzugsvariante 3.2 umfasst folgende vier Gewerke: - Gewerk Nr. 1: Neubau Betriebsgebäude - Gewerk Nr. 2: Maschinentechnik - Gewerk Nr. 3: Elektro-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik-Technik - Gewerk Nr. 4: Tief-/Straßenbau Die Leistungen für die Gewerke Nr. 1 bis 4 haben auf den Planungsleistungen des Büros Klinger & Partner GmbH (Mittlerer Pfad 5, 70499 Stuttgart) aufzusetzen. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass es dem Büro Klinger & Partner GmbH unbenommen ist, sich an der gegenständlichen Ausschreibung zu beteiligen. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nun die Vergabe von Planungsleistungen im Leistungsbild Objektplanung, Abschnitt 3, Ingenieurbauwerke gemäß nach § 43 HOAI i.V.m. Anlage 12.1 zur HOAI (Gewerk Nr. 1) sowie Leistungsbild Fachplanung. Abschnitt 2, Technischen Ausrüstung nach § 55 HOAI i.V.m. Anlage 15.1 (Gewerk Nr. 2 und 3) sowie Leistungsbild Objektplanung, Abschnitt 4, Verkehrsanlagen gemäß § 47 HOAI i.V.m. Anlage 13.1 zur HOAI (Gewerk 4) für die Erneuerung der Schlammentwässerung der Kläranlage Bad Rappenau Mühlbachtal. Zeitgleich mit der Bauausführung in diesem Projekt wird mit dem Austausch des Trafos eine weitere Baumaßnahme auf dem Grundstück der Kläranlage Bad Rappenau Mühlbachtal stattfinden. Diese Maßnahme ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- cost40%
Weitere Details zur Ausgestaltung der Zuschlagskriterien sind dem Verfahrensleitfaden zu entnehmen.
- quality30%
Weitere Details zur Ausgestaltung der Zuschlagskriterien sind dem Verfahrensleitfaden zu entnehmen.
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Weitere Details zur Ausgestaltung der Zuschlagskriterien sind dem Verfahrensleitfaden zu entnehmen.
Zeitplan
- 11. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert