Generalplanerleistungen für die Grundsanierung des Stadionbades Hannover

Was wird ausgeschrieben
Die Landeshauptstadt Hannover schreibt die Generalplanerleistungen für die umfassende Grundsanierung des Stadionbades aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 für Hochbau, technische Ausrüstung, Tragwerksplanung und weitere Fachplanungen bei einem geschätzten Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro. Die Planung beginnt Anfang 2027, die Fertigstellung ist für Mitte 2032 geplant.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Stadionbad ist das größte Hallenbad der Stadt und Region Hannover (mit einem umbauten Raum von ca. 71.500 m³ sowie einer Wasserfläche von rund 1.400 m²) und zählt zu den wichtigsten und beliebtesten Hallenbädern der Landeshauptstadt Hannover (LHH). Zurzeit sind bauliche Schäden (u.a.: an der Glasfassade, an Betonbauteilen, Undichtigkeiten im Bereich der Beckenränder insbesondere des Nichtschwimmerbeckens) und haustechnische Mängel (aufgrund der abgängigen, veralteten Anlagen und maroden Leitungen) in einem Umfang aufgelaufen, die das Risiko eines unkontrollierten Ausfalls des Bades befürchten lassen. Der zum gegenwärtigen Zeitpunkt festgestellte bauliche Zustand des Gebäudes macht eine voll-umfängliche Sanierung (Grundsanierung) erforderlich. Im bestehenden Gebäude gibt es folgende Nutzungsflächen (insgesamt etwa 9.000 m²), wobei das Untergeschoss (Kriechkeller) mit seinen Technik- und Verkehrsflächen mit einem Netto-Flächenanteil von fast 3.000 m² bei der nachfolgenden Aufstellung nicht berücksichtigt wurde: Büro-/Aufenthaltsräume: ca. 400 m²; Umkleidebereiche: ca. 1.000 m²; Lagerflächen: ca. 500 m²; Sanitärräume/Dusche/Küche: ca. 500 m²; Technik / technische Funktionsflächen: ca. 600 m² (ohne Untergeschoss); Verkehrsflächen (VF): ca. 2.000 m² (ohne Untergeschoss); Schwimmhalle: ca. 3.500 m²; Sauna: ca. 350 m²; Cafeteria (Milchbar): ca. 200 m²; Es sollen die Planungsleistungen Hochbau, technische Ausrüstung (Elektroplanung, Sanitärplanung mit Badewassertechnik, Ingenieurbauwerk, Heizung, Lüftung und Maschinentechnik sowie Gebäudesysteme/IUK), Freianlagen, Tragwerksplanung und Brandschutzplanung zusammengefasst als Gesamtleistung (Generalplanerleistung Lph 1-9), beauftragt werden. Beauftragt werden zunächst die in den Leistungsbildern beschriebenen Leistungen der Leistungsphasen 1 und 2. Die stufenweise Beauftragung weiterer Leistungsphasen erfolgt vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Vorschriften. Leistungsphasen, die der Auftraggeber nicht mit Vertragsabschluss beauftragt, stehen unter aufschiebender Bedingung. Der Auftraggeber behält sich vor, die Beauftragung auf Teilleistungen einzelner Leistungsphasen oder auf einzelne Abschnitte der Baumaßnahme zu beschränken. Der Auftraggeber beabsichtigt bei Fortsetzung der Planung und Ausführung der Baumaßnahme weitere Leistungen – einzeln oder im Ganzen – abzurufen. Bei der Entscheidung über den Abruf der weiteren Leistungen wird der Auftraggeber berücksichtigen, dass dies in der Regel die politischen Beschlüsse und die Genehmigung der HU-Bau- / Bauunterlage voraussetzt. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung weiterer Leistungsphasen besteht nicht. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die Leistungen der weiteren Leistungsphasen zu erbringen, wenn der Auftraggeber sie ihm überträgt. Aus der stufenweisen Beauftragung kann der Auftragnehmer keine Erhöhung seines Honorars ableiten. Zusammen mit der Aufgabenbeschreibung wurde vom Fachbereich Gebäudemanagement gemeinsam mit den beteiligten Sachgebieten ein Kostenrahmen für diesen Planungsauftrag ermittelt, welcher die Umsetzung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird dabei auf rund 75.000.000 € brutto (KG 200-700) geschätzt. Der Schwerpunkt der Architekten- und Fachplanungsleistung liegt bei der Objektplanung Gebäude; die Anteile der einzelnen Leistungsbilder an der Gesamtplanung betragen etwa: Für diese Maßnahme wird folgender Projektablauf angestrebt: Durchführung eines VgV-Verfahrens: Juli – Dezember 2026 Beginn der Planung (LP 1): Januar 2027 Baubeginn: Mitte 2029 Fertigstellung: Mitte 2032
Die Landeshauptstadt Hannover plant die grundlegende Sanierung des Stadionbades, da das Gebäude erhebliche bauliche und haustechnische Mängel aufweist. Gesucht wird ein Generalplaner oder eine Bietergemeinschaft, die sämtliche Planungsleistungen von der ersten Entwurfsphase bis zur Objektbetreuung (Leistungsphasen 1 bis 9) übernimmt. Das Projekt ist komplex, da es neben der Architektur auch spezialisierte Bereiche wie Badewassertechnik, Brandschutz und technische Gebäudeausrüstung umfasst. Die Sanierung ist Teil eines größeren Investitionsvorhabens mit einem Gesamtvolumen von rund 75 Millionen Euro. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, beginnend mit den ersten Planungsphasen ab Januar 2027.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Nachweis der Eignung gemäß §§ 123, 124 GWB
- Einhaltung der Eignungskriterien gemäß §§ 42, 57 VgV
- Vorlage von drei vergleichbaren Referenzprojekten
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 des GWB sowie die §§ 42 Abs.1 und 57 VgV. Auf Nachforderung können Bietende fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogenen Unterlagen nachreichen, vervollständigen, korrigieren, bzw. fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachreichen. Es gelten je nach Verfahrensart die §§ 56 VgV bzw. § 16a EU VOB/A. Hinweise in den Vergabeunterlagen sind zu beachten.
Aufteilung in Lose
1 LotDas Stadionbad ist das größte Hallenschwimmbad der Stadt und Region Hannover (ca.1.400 m² Wasserflächen, ca. 9.000 m² Nutzungsflächen) und zählt zu den wichtigsten und beliebtesten Bädern der Landeshauptstadt. Es wurde von 1965 bis 1972 als eines der modernsten Schwimmbäder Deutschlands im westlichen Bereich des Sportparks erbaut. Das Gebäude mit seinen beiden sphärischen Betondächern mit Kupferblechdeckung ist aufgrund seines Erscheinungsbildes, seiner städtebaulichen Einbindung im Sportpark und seiner geschichtlichen Bedeutung für die Stadtgeschichte Hannovers als Einzelbaudenkmal eingetragen. Es wird sowohl als öffentliches Bad als auch als Wettkampfstätte für nationale und internationale Wettkämpfe genutzt. Zurzeit sind bauliche Schäden, u.a. Glasfassade, Betonschäden, Undichtigkeiten, veraltete Bädertechnik, aufgelaufen, die einen geregelten Badbetrieb zunehmend erschweren. Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit ist daher eine vollumfängliche Sanierung (Grundsanierung) in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde notwendig. Das Gebäude soll durch eine nachhaltige, dauerhafte und zukunftsfähige Sanierung in weiten Bereichen in den Rohbauzustand versetzt und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Zusätzlich sollen einzelne Bereiche des Bades durch Nutzungsänderungen den aktuellen und zukünftigen Bedarfen von Nutzenden und Vereinen gerecht werden. Hierzu zählen die Umnutzung des Saunabereichs, der Gastronomie sowie der sogenannten „Sommerumkleiden“. Zudem soll das Bad unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben und gemäß Stand der Technik sowie durch eine brandschutztechnische Aufwertung und Verbesserungen beim Arbeitsschutz zukunftsfähig und der Nutzung angemessen für weitere Jahrzehnte aufgestellt werden. Zur Umsetzung dieses Projektes sollen die Planungsleistungen Hochbau, technische Ausrüstung (Elektro, Sanitär, Badewassertechnik, Ingenieurbauwerk, Heizung, Lüftung und Maschinentechnik sowie Gebäudesysteme/IUK), Freianlagen, Tragwerksplanung und Brandschutzplanung zusammengefasst als Gesamtleistung (Generalplanerleistung - Lph 1-9), stufenweise (zunächst die Leistungen der Lph 1+2) beauftragt werden. Der Beginn der Planung soll Anfang des 1. Quartals 2027 erfolgen. Zielstellung ist eine Umsetzung bis Mitte 2032. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird auf rund 75.000.000 € brutto (KG 200-700) geschätzt. Der Anteil der Planungsleistungen gliedert sich wie folgt: Hochbau: ca. 60%; Tragwerksplanung: ca. 10%; Freianlagenplanung: ca.5%; KG 410, 470: ca.10%; KG 420, 430, 470, 480: ca.5%; KG 440: ca.5%; KG 450: ca.2,5%; Brandschutzgutachten: ca.2,5%; Weitere Informationen können der Aufgabenbeschreibung zum Teilnahmewettbewerb entnommen werden.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- quality
Wertung der Büroreferenzen: Punkte 0 bis 4; höchste Punktzahl 4 - ein Projekt je Referenz (Für die Referenzen 1 bis 3 sind max. drei verschiedene, realisierte Projekte, mit einem vergleichbaren Schwierigkeitsgrad wie die Aufgabenstellung, aus den letzten 10 Jahren (Fertigstellung (Beendigung LP 8) 01/2016 bis 06/2026) mit den im Teilnahmeantrag geforderten Angaben einzureichen. Es können auch Referenzprojekte eingereicht werden, die als verantwortliche Projektleitung bei einem früheren Arbeitgeber selbständig abgewickelt wurden, wenn dies die Büroinhaber bestätigen. Berufen sich unterschiedliche Bewerber auf dieselbe Referenz, erfolgt die Wertung zugunsten des planungsbeauftragten Büros.
Zeitplan
- 20. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 21. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung