Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Architekturbüro Kaffenberger
Auftragswert
unbekannt
Zuschlag am
26. Juni 2026
Objektplanung für Sozial- und Betriebsgebäude auf dem Alten Friedhof Darmstadt

Was wird ausgeschrieben
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt schreibt die Objektplanung für die Erneuerung von Sozial- und Betriebsgebäuden auf dem Gelände des Alten Friedhofs aus. Das Projekt erfordert aufgrund des Ensembleschutzes und der angrenzenden denkmalgeschützten Bausubstanz eine sensible architektonische Planung. Es handelt sich um eine Dienstleistung im Bereich der Architekturplanung.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt auf dem bestehenden Gelände des Alten Friedhofs eine Erneuerung der Funktionsgebäude des Friedhofs.
Die Stadt Darmstadt plant die Modernisierung der Sozial- und Betriebsgebäude auf dem Alten Friedhof. Da der Friedhof als Ensemble unter Denkmalschutz steht und von historischen Mauern sowie einer denkmalgeschützten Kapelle umgeben ist, ist bei der Planung ein hohes Maß an architektonischer Sorgfalt erforderlich. Gesucht wird ein Planungsbüro, das die Objektplanung für diese Gebäude übernimmt. Die Vergabe erfolgt über ein Verhandlungsverfahren, bei dem neben dem Preis vor allem die Qualität des Planungskonzepts eine entscheidende Rolle spielt.
Aufteilung in Lose
1 LotProjektbeschreibung: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt auf dem bestehenden Gelände des Alten Friedhofs eine Erneuerung der Funktionsgebäude des Friedhofs. Der gesamte Friedhof steht unter Ensembleschutz. Die direkt an die zu beplanende Fläche angrenzende Trauerkapelle steht unter Einzeldenkmal, ist aber nicht unmittelbar Teil der Planungsaufgabe. Auch die umgebende historische Friedhofsmauer steht unter Einzeldenkmalschutz und ist sorgfältig in die Aufgabe einzubinden. Die Funktionsbereiche Leichenhalle, Fahrzeughalle, Personalunterkunft und Verwaltungsbereich sind aufgrund geänderter Anforderungen auf dem bestehenden Gelände umzustrukturieren. Das Eckgebäude ist im 2. Weltkrieg weitestgehend zerstört worden und wird heute nur noch eingeschossig genutzt. Hier ist, gemäß den Abstimmungen mit der Denkmalbehörde, aufgrund der Historie und der besonderen städtebaulichen Situation ein zweigeschossiges Gebäude denkbar. Die Trauerkapelle sollte nicht verbaut werden, so können die Kapelle und das Eckgebäude durch einen kompakt gebauten eingeschossigen Bereich verbunden werden. Die historische Wegeführung würde hierdurch wieder freigespielt werden. Die Betriebsgebäude des Alten Friedhofs in Darmstadt wurden zuletzt 1981 ergänzt bzw. saniert. Mittlerweile ist die Technische Gebäudeausstattung in einem erneuerungsbedürftigen Zustand. Da die zwingend notwendigen Eingriffe nicht ohne massive Eingriffe in die Gebäudesubstanz machbar ist, wurde entschieden, die Bestandsgebäude grundlegend zu sanieren bzw. zu erneuern. Dies ermöglicht nun auch Raumbeziehungen und Abläufe anzupassen und zu optimieren. Generell sind, hauptsächlich aufgrund verstärkter verwaltungstechnischer Arbeit, größere Flächen für den Betriebshof notwendig, die im Zuge dieses Entwurfs geschaffen werden sollen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde gemeinsam mit der unteren Denkmalbehörde mögliche Bebauungsvolumina untersucht. Das Ergebnis sieht vor, das Volumen der historischen Trauerhalle bis zur Nieder-Ramstädter-Straße weiterzuführen. Dies entspricht der historischen Bebauung der Vorkriegszeit und ermöglicht eine Verdichtung. Das Eckgebäude insbesondere der Keller, sind historisch, ihre Erhaltung ist wünschenswert. Die Baustruktur ist jedoch so stark verändert worden, dass bei sinnvollem Ersatz auch ein Rückbau denkbar wäre. --- Leistungsumfang: Vergeben werden Leistungen der Objektplanung Gebäude gem. §§ 33 ff. HOAI LPH 1-9 für zwei Objekte: Teil A Sanierung - Grundlegende Sanierung der Leichenhalle Teil B Neubau - Neubau der Fahrzeughalle, des Personalbereichs sowie der Verwaltung Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Leistungen der Tragwerksplanung sowie die Leistungen der Technischen Ausrüstung für HLS und ELT werden in separaten Vergabeverfahren vergeben werden. --- Projektzeitraum: Ein Projektstart ist direkt nach Beauftragung Mitte 2026 vorgesehen. Die prognostizierten Termine sind: Planungsbeginn 07/2026, Baubeginn 01/2029, Fertigstellung 07/2030 --- Projektkosten: Die Bauwerkskosten für die KG 300+400 sind auf ca. 2,3 Mio. Euro netto beziffert. Davon fallen 40% auf den Anteil Sanierung (Teil A) und 60% auf den Anteil Neubau (Teil B). --- Mitwirkung an der Machbarkeitsstudie: Ein Planungsbüro ist bereits mit Voruntersuchungen (Machbarkeitsstudie) befasst gewesen. Diesem steht es frei, sich bei diesem Verfahren zu bewerben. Die mit den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellten Information gleichen den Wissensvorsprung aus.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality30%
Faktoren 0-5; detaillierte Beschreibung siehe Erläuterung Angebotsphase in den Vergabeunterlagen
- quality50%
Faktoren 0-5; detaillierte Beschreibung siehe Erläuterung Angebotsphase in den Vergabeunterlagen
- price20%
Faktoren 0-5; Honorarangebot, detaillierte Beschreibung siehe Erläuterung Angebotsphase in den Vergabeunterlagen
Zeitplan
- 29. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 26. Juni 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Architekturbüro Kaffenberger