Planungsleistungen für eine Sickerwasserbehandlungsanlage auf der Deponie Hintere Dollert

Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Rastatt schreibt Planungsleistungen für eine neue Sickerwasserbehandlungsanlage auf der Deponie Hintere Dollert aus. Die bisherige Anlage zur Umkehrosmose ist aufgrund ihres Alters und fehlender Ersatzteile nicht mehr betriebsfähig. Der Auftrag umfasst einen Zeitraum von 900 Tagen.
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Vergabe der Planungsleistungen - Sickerwasserbehandlungsanlage - Deponie "Hintere Dollert"
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Rastatt sucht einen Dienstleister für die Planung einer neuen Sickerwasserbehandlungsanlage auf der ehemaligen Deponie Hintere Dollert. Da die bisherige Anlage zur Reinigung des Sickerwassers durch Umkehrosmose aufgrund ihres Alters und fehlender Ersatzteile nicht mehr genutzt werden kann, ist eine technische Neukonzeption erforderlich. Der Auftrag erstreckt sich über einen Zeitraum von 900 Tagen und umfasst die gesamte fachliche Planung. Die Vergabe erfolgt auf Basis einer Kombination aus fachlicher Qualität, Teamqualifikation und dem angebotenen Honorar.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Vollständige Einreichung aller geforderten Nachweise und Erklärungen
- Nachweis der fachlichen Eignung für Planungsleistungen im Bereich Wasser- oder Deponietechnik
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Bitte beachten: Um einen eventuellen Ausschluss des Angebotes zu vermeiden, legen Sie bitte die geforderten Nachweise und Erklärungen dem Angebot unbedingt vollständig bei.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Rastatt (AWB) betreibt die ehemalige Deponie Hintere Dollert. Das anfallende Sickerwasser der Deponie wird gefasst und in unterirdischen Becken zur Zwischenspeicherung geleitet. Bis 2023 wurde das Sickerwasser in einer Umkehrosmoseanlage innerhalb der bestehenden Anlagenhalle vorbehandelt. Das Konzentrat wurde rückgeführt. Aufgrund des Alters der Anlage in Verbindung mit den Schwierigkeiten der Ersatzteilbeschaffung konnte die Anlage nicht weiterbetrieben werden. Daher wurde als Interimslösung eine temporäre Umkehrosmoseanlage in Containerbauweise vor der Anlagenhalle errichtet, In der Anlagenhalle befinden sich noch Anlagenteile, die zum Betreiben der Containeranlage notwendig sind. Das Permeat wird indirekt eingeleitet. Das Konzentrat wird abgefahren und extern entsorgt. Zwischenzeitlich wurde die temporäre Oberflächenabdichtung der Deponie fertiggestellt und ungewollte Zuläufe von Sickerwasser wurden abgestellt, sodass eine Veränderung in Menge und Belastung des Sickerwassers stattgefunden hat. Für diesen neuen Zustand soll jetzt eine neue Anlage zur Sickerwasseraufbereitung geplant und gebaut werden. Aufgrund der hohen Belastung des Sickerwassers an Ammonium-Stickstoff (NH4-N) ist eine Biologische Reinigungsstufe notwendig. Diese soll mit Nitrifikations- und Denitrifikationsbehältern und anschließender Ultrafiltration erfolgen. Für die Aufreinigung hinsichtlich PFAS sollen Membrantechnologien (Umkehrosmose und Nanofiltration) zum Einsatz kommen. Die Biologische Stufe und die Membrantechnologie sollen in der vorhandenen Halle untergebracht werden. Diese ist entsprechend zu vergrößern bzw. zu erhöhen. Die Aktivkohlefilter (zurzeit geht man von 3 Filter à 20 m³ aus) sollen außerhalb der Halle in einen nicht mehr genutzten Sickerwasserbecken aufgestellt werden. Die neue Anlage wird auf eine mittlere Zulaufmenge von 25 m³/d mit einem möglichen Tagesmaxima von 70 m³/d ausgelegt. Die Gesamtkosten für die Realisierung der neuen Sickerwasseraufbereitung werden auf rund 2,5 Mio. € brutto geschätzt. Die für die Realisierung der Maßnahme erforderlichen Planungsleistungen zur Technischen Ausrüstung und der Objektplanung sind Bestandteil dieses Vergabeverfahren.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality34%
Team und Qualifikation
- cost36%
Fachlicher Wert
- price30%
Honorar
Zeitplan
- 19. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 21. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung