Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: AGSUS GmbH
Auftragswert
€911k
Zuschlag am
31. Juli 2026
Sicherheitsdienstleistungen für die Anschlussunterbringung Schornbacher Weg in Schorndorf

Was wird ausgeschrieben
Die Stadtverwaltung Schorndorf schreibt Sicherheitsdienstleistungen für eine Anschlussunterbringung für Geflüchtete am Standort Schornbacher Weg aus. Der Auftrag umfasst die Präsenz vor Ort, die Durchsetzung der Hausordnung sowie den Schutz von Bewohnern und Mitarbeitenden. Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung zur Sicherstellung von Ordnung und Brandschutz.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Gegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen in der Anschlussunterbringung für Geflüchtete am Standort Schornbacher Weg 66-68, 73614 Schorndorf.
Die Stadtverwaltung Schorndorf sucht einen Sicherheitsdienstleister für eine Unterkunft für Geflüchtete in der Schornbacher Straße. Die beauftragte Firma stellt Personal bereit, das vor Ort für Sicherheit sorgt, die Hausordnung durchsetzt und Brandschutzvorgaben überwacht. Der Auftrag ist als Rahmenvereinbarung gestaltet, um den laufenden Betrieb der Einrichtung über einen längeren Zeitraum abzusichern. Bieter müssen neben dem Preis auch Konzepte zur Personalauswahl und zum Einsatzablauf, inklusive Deeskalationsstrategien, vorlegen.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Sicherheitsdienstleister stellt geeignetes Personal zur Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung in der Unterkunft. Hauptaufgaben sind die Präsenz vor Ort, die Sicherstellung der Hausordnung, der Schutz der Bewohner und Mitarbeitenden sowie die Einhaltung von Brandschutz- und Sicherheitsvorgaben.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price40%
Die Bewertung im Kriterium "Preis" erfolgt anhand des Angebotspreises, welcher sich aus der in der Kostenzusammenstellung (siehe Preisblatt) angegebenen Gesamtsumme für die Erbringung sämtlicher vertragsgegenständlicher Leistungen ergibt. Im Rahmen der preislichen Bewertung erhält der Bieter mit dem günstigsten Angebotspreis die höchste Punktzahl. Die Preise der übrigen Angebote werden im Verhältnis zu der Punktzahl des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet. Es erfolgt eine kaufmännische Rundung auf zwei Dezimalstellen.
- quality20%
Die Bieter müssen als separate Anlage ein Personalkonzept einreichen. Das eingereichte Kon-zept soll vier DINA-4 Seiten nicht übersteigen. Bewertet werden die Qualifikationen der Mitarbeiter/innen, insbesondere - Sprachkenntnisse (gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, mindestens Niveau B1, besser B2, Grundkenntnisse der englischen Sprache, weitere relevante Sprachkenntnisse sind ausdrücklich von Vorteil (z. B. Arabisch, Kurdisch, Farsi, Ukrainisch, Russisch oder Türkisch). - Persönliche Kompetenzen wie kultursensibles Verhalten und wertschätzender Umgang mit Bewohnern, Deeskalationsfähigkeit und sicheres Auftreten in Konfliktsituationen, hohe Belastbarkeit, insbesondere in stressigen Situationen, Teamfähigkeit und Kooperation mit Hausmeisterdienst, Sozialarbeit und Verwaltung, Fähigkeit zur situationsgerechten, ruhigen und klaren Kommunikation, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Sorgfalt. - Identifikation (klar erkennbare einheitliche Dienstkleidung, Dienstausweis, Einhaltung der Vorgaben des Bewachungsgewerbes inkl. Datenschutz, Umgang mit Bewohnern, Dokumentation)
- quality20%
Die Bieter müssen als separate Anlage ein Einsatzkonzept einreichen. Das eingereichte Konzept soll vier DINA-4 Seiten nicht übersteigen. Bewertet werden die eingereichten Konzepte zu - Deeskalations- und Konfliktmanagementkonzept (beschreibt strukturierte Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Entschärfung von Konfliktsituationen. Ziel ist es, Eskalationen durch präventives Handeln, kommunikative Kompetenz und situationsgerechtes Vorgehen zu vermeiden. Das eingesetzte Personal ist entsprechend geschult und handelt nach klar definierten Handlungsleitlinien). - Notfallkonzept, Alarmierungs- und Evakuierungsabläufe, Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten und Polizei (regelt verbindliche Abläufe bei akuten Gefahrenlagen, medizinischen Notfällen, Bränden oder sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen. Es umfasst klare Alarmierungswege, strukturierte Evakuierungsabläufe sowie fest-gelegte Zuständigkeiten. Die Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei ist eindeutig geregelt und in die Abläufe integriert, um eine schnelle und koordinierte Einsatzabwicklung sicherzustellen). - Dokumentations- und Meldekonzept inkl. OWKS-Nutzung (stellt eine lückenlose, nachvollziehbare und fristgerechte Erfassung aller relevanten Vorgänge sicher. Die Meldungen erfolgen strukturiert und gemäß den vertraglichen sowie behördlichen Vorgaben, einschließlich der Nutzung des OWKS. Die Dokumentation dient der Transparenz, Qualitätssicherung und rechtssicheren Nachvollziehbarkeit). - Schulungs- und Unterweisungskonzepte für das eingesetzte Personal (gewährleistet, dass sämtliches eingesetztes Personal regelmäßig fachlich und organisatorisch qualifiziert wird. Es umfasst Grundschulungen, wiederkehrende Unterweisungen so-wie anlassbezogene Fortbildungen, insbesondere zu Deeskalation, rechtlichen Grundlagen, Arbeitsschutz, Notfallmanagement und objektspezifischen Anforderungen. Die Teilnahme wird dokumentiert und regelmäßig überprüft). - Regionale Einsatzstruktur, kurzfristiger Personaleinsatz bei Ausfällen, flexible Anpassung von Einsatzzeiten (ermöglicht eine schnelle und bedarfsgerechte Bereitstellung von Personal. Kurzfristige Ausfälle werden durch flexible Ersatzbesetzungen abgedeckt. Die Einsatzzeiten werden flexibel an die Anforderungen vor Ort angepasst, sodass auch kurzfristige Änderungen oder Spitzenbelastungen zuverlässig abgedeckt werden). - Konzept zur kultursensiblen Kommunikation/ Umgang mit Geflüchteten (stellt sicher, dass das Personal in der Kommunikation und im Umgang mit Geflüchteten kulturelle Unterschiede, individuelle Bedürfnisse und mögliche Traumata berücksichtigt. Ziel ist ein respektvoller und wertschätzender Umgang, der Konflikte vermeidet und Integration unterstützt. Schulungen und praxisnahe Unterweisungen gewährleisten die Umsetzung der Grundsätze in allen Alltagssituationen).
- quality20%
Die Bieter müssen als separate Anlage ein Einsatzkonzept einreichen. Das eingereichte Konzept soll vier DINA-4 Seiten nicht übersteigen. Bewertet werden die eingereichten Konzepte zu: - Transparente Informationswege (Es werden klare, nachvollziehbare und dokumen-tierte Informationswege sichergestellt. Zuständigkeiten, Ansprechpartner und Kom-munikationskanäle sind eindeutig definiert, sodass relevante Informationen zeitnah, vollständig und adressatengerecht weitergegeben werden. Änderungen, Vorkomm-nisse und wichtige Entscheidungen werden transparent kommuniziert). - Reaktionszeiten (Für unterschiedliche Ereignisse sind verbindliche Reaktionszeiten festgelegt. Diese gewährleisten ein schnelles, situationsgerechtes Handeln bei Stö-rungen, Notfällen oder besonderen Vorkommnissen. Die Einhaltung der Reaktions-zeiten wird regelmäßig überprüft und dokumentiert). - Technische Ausstattung (Die eingesetzte technische Ausstattung entspricht dem aktuellen Stand der Technik und ist für den jeweiligen Einsatzbereich geeignet. Sie unterstützt eine effektive Aufgabenerfüllung, sichere Kommunikation sowie eine lücken-lose Dokumentation. Wartung, Funktionsprüfungen und regelmäßige Aktualisierungen sind sichergestellt). - Berichtswesen (Ein strukturiertes und regelmäßiges Berichtswesen stellt die transparente Dokumentation aller relevanten Vorgänge sicher. Berichte werden vollständig, nachvollziehbar und fristgerecht erstellt und den zuständigen Stellen zur Verfügung gestellt. Besondere Vorkommnisse werden gesondert und unverzüglich gemeldet) - Interne Kontrollen (Durch regelmäßige interne Kontrollen wird die Einhaltung aller vertraglichen, gesetzlichen und qualitativen Vorgaben überwacht. Abweichungen werden systematisch erfasst, ausgewertet und durch geeignete Maßnahmen behoben. Die Ergebnisse der Kontrollen werden dokumentiert). - Beschwerdemanagement (Ein transparentes Beschwerdemanagement ermöglicht eine schnelle und sachgerechte Bearbeitung von Rückmeldungen. Beschwerden werden systematisch erfasst, zeitnah geprüft und beantwortet. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in kontinuierliche Verbesserungsprozesse ein). - Leistungsnachweise (Die erbrachten Leistungen werden durch geeignete Nachweise dokumentiert. Diese ermöglichen eine transparente Kontrolle der Vertragserfüllung und dienen als Grundlage für Abrechnung, Qualitätssicherung und Auswertung). - Sanktionen und Verbesserungsmaßnahmen (Bei festgestellten Mängeln werden ab-gestufte Sanktionen angewendet. Gleichzeitig werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen festgelegt, umgesetzt und nachverfolgt, um eine nachhaltige Qualitätssteigerung sicherzustellen).
Zeitplan
- 3. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 31. Juli 2026Zuschlag erteiltZuschlag an AGSUS GmbH · €911k