Sanierung und Erweiterung Kindergarten St. Josef in Neudenau-Herbolzheim
Was wird ausgeschrieben
Die Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Maria Mosbach-Neckarelz beabsichtigt die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Josef in Neudenau-Herbolzheim. Die bestehende 3-gruppige Einrichtung soll um eine weitere Gruppe als Neubau in Holzbauweise erweitert werden. Gleichzeitig sind Sanierungsmaßnahmen am Bestandsbau erforderlich, insbesondere bezüglich Brandschutz, Sanitäranlagen und Wärmedämmung. Die Architektenleistungen umfassen die LPH 3-9 nach HOAI 2021.
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Der röm.-kath. Kindergarten St. Josef Herbolzheim ist derzeit eine 3-gruppige Einrichtung, die in einem gemischt genutzten Gebäude untergebracht ist. Das Gebäude wurde in den 1968 als 2-gruppiger Kindergarten mit Versammlungsräumen für Jugend- und Erwachsenengruppen errichtet und 1995 um eine weitere Gruppe (Kinderkrippe) erweitert. Das Gebäude befindet sich in einem insgesamt ertüchtigungswürdigem Zustand. Vor allem Anforderungen des Brandschutzes, sowie der insgesamt abgenutzte Zustand der Gruppenräume und Flurbereiche, Sanitäranlagen und fehlende Sozial- und Besprechungsräume machen eine Sanierung notwendig. In diesem Zuge soll die Einrichtung um eine Gruppe erweitert werden, die als sich selbst versorgender Neubau, jedoch baulich verbunden mit dem Bestandsbau, auf dem Grundstück des Kindergartens, südlich des Bestandsbaus errichtet werden soll. Der Bestandsbau selbst soll bezüglich der Raumzuordnung und -nutzung weitgehend unverändert bleiben. Die Dacheindeckung soll ebenfalls erhalten bleiben, Wärmedämmungsmaßnahmen sollen im unterseitig des Dachs erfolgen. Die Zwischengeschossdecke soll ebenfalls gedämmt werden. Bauträger ist die röm.-kath. Kirchengemeinde St. Maria Mosbach-Neckarelz. Die Stadt Neudenau als Träger der örtlichen Jugendhilfe ist relevanter Kostenträger. In diesem Zusammenhang wurden durch den Hauptkostenträger eine wesentliche Anforderung an den Neubau gestellt: dieser soll in Holzbauweise errichtet werden, sodass staatliche Fördermittel im Rahmen der Maßnahmenfinanzierung durch Bauträger und Kommune beantragt werden können. Weitere bauliche Anforderungen ergeben sich aus der Nutzungsform als Kita (ausreichende sanitäre Einrichtungen für Kinder und Erwachsene, Anforderungen der Barrierefreiheit, Anforderungen des Brandschutzes, geeignete Beschaffenheit von Böden und Wänden usw.). Terminliche Meilensteine: Beauftragung: umgehend nach Verfahrensende Stellung ELR-Antrag: bis spätestens 30.09.2026 (Grundlage abgeschlossene LPH 2) Stellung Antrag Ausgleichsstock: bis spätestens 31.01.2027 (Grundlage abgeschlossene LPH 3) Ausschreibungsbeginn nach Zugang Fömi-Bescheid: vorr. 08/2027 Leistungsende: bis ca. 09/2029
Die Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Maria Mosbach-Neckarelz vergibt die Architektenleistungen für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Josef in Neudenau-Herbolzheim. Das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1968 soll saniert werden (Brandschutz, Sanitäranlagen, Wärmedämmung), und um einen Neubau in Holzbauweise für eine vierte Gruppe erweitert werden. Die Stadt Neudenau ist als Träger der Jugendhilfe der Hauptkostenträger. Das Architektenhonorar umfasst die Leistungsphasen 3 bis 9 nach HOAI 2021 und wird in zwei Stufen vergeben: zunächst LPH 3-7, dann optional LPH 8+9. Bewerber müssen eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen und eine Architektenkammer-Mitgliedschaft oder vergleichbare Qualifikation vorweisen.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Berufshaftpflichtversicherung: 1 Mio. EUR Personenschäden, 1 Mio. EUR Sachschäden
- Mitgliedschaft in Archikerskammer oder vergleichbare Qualifikation (Dipl.-Ing./Master Architektur Hochbau)
- Eigenerklärungen zu GWB-Ausschlussgründen, MiLoG, Interessenskonflikten, Russlandsanktionen
- Erfahrung mit vergleichbaren Kita-/Schulbauprojekten (Referenzprojekte erforderlich)
- HOAI-konforme Planungsleistungen LPH 3-9
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
- Es gelten die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. - Der Bieter hat per Eigenerklärung anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123,124 GWB vorliegen. - Eigenerklärung zum Mindestlohn (MiLoG) - Eigenerklärung zur Vermeidung von Interessenskonflikten (§6 VgV) - Eigenerklärung zu Russlandsanktionen; 5. EU-Sanktionspaket (BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022) - Eigenerklärung über Berufshaftpflichtversicherung (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV): Gefordert wird eine Berufshaftpflichtversicherung mit 1.000.000 EUR Deckungssumme für Personenschäden und 1.000.000 EUR Deckungssumme für Sachschäden mit Nachweis der Maximierung der Ersatzleistungen auf mind. das Zweifache der Versicherungssumme pro Jahr. Für den Zeitraum der Bewerbungsphase ist eine Eigenerklärung des Bewerbers ausreichend, welche die geforderte Deckungssumme im Auftragsfall zusichert. Im Auftragsfall muss die entsprechende Haftpflichtpolice vorgelegt werden. - Eigenerklärung zur Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung (§ 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV): Bestätigung, dass mindestens ein Inhaber oder eine Führungskraft des Unternehmens Mitglied der Architektenkammer ist oder eine entsprechende Qualifikation besitzt. (Mindestbedingung Dipl.-Ing. / Master Fachrichtung Architektur Hochbau oder vergleichbares) - Eigenerklärung zur Unabhängigkeit von Ausführungs- und Lieferinteressen (§73 Abs. 3 VgV) ---
Aufteilung in Lose
1 LotGebäudeplanung gemäß § 34 HOAI 2021, LPH 3 - 9 Die Beauftragung der Leistungsphasen erfolgt stufenweise: - Stufe 1: LPH 3 - 7 - Stufe 2: LPH 8 + 9 Der Auftraggeber ist in seiner Entscheidung über eine Weiterbeauftragung frei; ein Anspruch auf Übertragung weiterer Leistungen besteht nicht.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality20%
Das vorgesehene Projektteam und die Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams sind darzustellen (Organigramm) wie auch die interne Organisationsstruktur. Erläuterung der Sicherstellung der Kontinuität und Effizienz der Leistungserbringung durch das Projektteam in allen Leistungsphasen (z. B. Vertretungsregelungen, langfristige Verfügbarkeiten, interner Wissenstransfer, technische Mittel, digitale und örtliche Präsenz, bisherige Zusammenarbeit des Projektteams).
- quality25%
Die Erfahrung und Qualifikation des vorgesehenen Projektteams sind vorzustellen. Für die vorgesehenen Projektleitenden sind anhand vergleichbarer Referenzprojekte (Objekttyp bzw. Bauaufgaben mit mindestens durchschnittlicher Komplexität / Leistungsphasen / Besondere Leistungen) die für das anstehende Projekt notwendige Qualifikation und Erfahrung darzustellen.
- quality25%
Es werden konkret projektspezifische Erläuterungen der Herangehensweise erwartet. Der Bieter soll sich insbesondere mit der Terminplanung und -einhaltung sowie Kostenplanung und -einhaltung auseinandersetzen.
- price30%
Die volle Punktzahl erhält das Angebot mit dem niedrigsten Gesamthonorar. Die weiteren Angebote werden zum niedrigsten Angebot ins Verhältnis gesetzt und mit der Maximalpunktzahl multipliziert: Der Zuschlagswert Honorar errechnet sich gemäß folgender Formel: Z.Honorar = 5*P.Bestangebot/P.Angebot
Zeitplan
- 21. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 18. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung