Sanierung und Aufstockung Studierendenwohnanlage StudiWood Trier - Teil-Generalunternehmer Innenausbau

Was wird ausgeschrieben
Das Studierendenwerk Trier schreibt als Teil-Generalunternehmerleistung den Innenausbau für die Sanierung und Aufstockung der Wohnanlage Tarforst I-III aus. Das Projekt umfasst die Modernisierung von 194 Wohnplätzen in Holzbauweise unter hohen Nachhaltigkeitsstandards. Die Ausführungsdauer beträgt 390 Tage.
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Das Projekt "StudiWood Trier" umfasst die serielle Sanierung, den Umbau, die Erweiterung und Aufstockung der bestehenden Studierendenwohnanlage Tarforst I-III aus den 1980er Jahren in unmittelbarer Nähe der Universität Trier. Die drei viergeschossigen Gebäude mit Flachdach und markantem S-förmigem Grundriss im Splitlevelsystem sind baulich und energetisch sanierungsbedürftig und entsprechen in ihrer heutigen Struktur und Ausstattung nicht mehr den Anforderungen an zeitgemäßes studentisches Wohnen. Ziel des Projektes ist die Schaffung von modernen, nachhaltigen und energieeffizienten Wohnplätzen für Studierende unter weitgehender Erhaltung der Bestandsstruktur. Geplant ist die serielle Sanierung der Gebäudehülle durch den Einsatz vorgefertigter, großformatiger Holztafelelemente mit integrierten Fassaden und Fenstern. Ergänzend werden die Gebäude Haus 2 und Haus 3 in Holzbauweise erweitert. Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, wird auf den Häusern 2 und 3 sowie dem Nordteil Haus 1 jeweils eine eingeschossige vollgeschossige Aufstockung in Holzbauweise realisiert. Die bestehenden Wohnformen werden zu zeitgemäßen Einzelapartments und Wohngemeinschaften umgebaut; die künftigen Wohnplätze werden entsprechend neu organisiert und erschlossen. Jede Wohneinheit erhält ein neues Bad, wo möglich als Fertignasszelle. Je Gebäudeabschnitt ist der Anbau eines Aufzugschachts in Massivholzbauweise vorgesehen. Die bestehende Energieversorgung wird vollständig erneuert; angestrebt wird der Energiestandard Effizienzhaus 55 für Bestand und Aufstockung. Nach Fertigstellung werden 194 moderne, überwiegend barrierefreie und komfortable Wohnplätze zur Verfügung stehen. Seitens des Bauherrn wird großer Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gelegt. Dies zeigt sich insbesondere in der Verwendung nachwachsender und regionaler Baustoffe, u.a. der Verwendung von Kalamitätsholz (Schädlingsholz) aus heimischen Beständen sowie der Verwendung zertifizierter Hölzer mit Herkunftsnachweis über das System "Holz von Hier" oder gleichwertig. Für die Fassadenbekleidung kommt Kalamitätsholz in Eiche zur Ausführung. Durch diese Maßnahmen soll nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb, sondern auch der ökologische Fußabdruck der Bauausführung erheblich reduziert werden. Für das Projekt werden Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Förderprogramm "Junges Wohnen" der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (Kredit 556, 557) in Anspruch genommen, sowie Fördermittel des Bundes aus dem Förderprogramm "Wohngebäude energieeffizient sanieren" der KfW für das Effizienzhaus 55 EE inkl. Tilgungszuschüssen für eine serielle Sanierung. Ein weiterer Förderbaustein subventioniert die Nutzung des Kalamitäts-Eichenholzes.
Das Studierendenwerk Trier modernisiert die Studierendenwohnanlage Tarforst I-III, um zeitgemäßen Wohnraum für Studierende zu schaffen. Dabei werden die Gebäude energetisch saniert, erweitert und aufgestockt, wobei ein besonderer Fokus auf nachhaltigen Holzbaustoffen liegt. Diese Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, die als Teil-Generalunternehmer den gesamten Innenausbau übernehmen. Das Projekt ist in verschiedene Gewerke unterteilt, wobei hier speziell das Paket für den Innenausbau vergeben wird, um eine koordinierte Umsetzung der Sanierung zu gewährleisten.
Zentrale Anforderungen
1 Punkte- Eignungsnachweis gemäß § 16a (EU) VOB/A
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
gemäß § 16a (EU) VOB/A
Aufteilung in Lose
1 LotDie Vergabe erfolgt in Form einer funktionalen Ausschreibung mit Teil-Generalunternehmerleistungen (Teil-GU). Ziel ist die Bündelung der Ausführungsgewerke in klar definierten Vergabepaketen, die eine wirtschaftliche, förderkonforme und koordinationssichere Umsetzung des Projekts ermöglichen. Dabei wird zwischen den beiden Hauptpaketen "Teil-GU Gebäudehülle und Rohbau" und "Teil-GU Innenausbau" unterschieden, ergänzt um ausgewählte Einzelvergaben (z. B. Rückbau, Schadstoffsanierung, Wärmeversorgung, Außenanlagen, Trafo). Das Vorhaben wird im Rahmen der Wohnraumförderung des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt. Die Fördermittel beziehen sich auf die Schaffung und Modernisierung von studentischem Wohnraum im Programm "Junges Wohnen" und setzen eine wirtschaftlich nachvollziehbare und transparente Vergabestruktur voraus. Des Weiteren ist die Inanspruchnahme von KfW-Darlehen mit Tilgungszuschüssen geplant, welche an besondere Beschaffenheiten des Bauwerks und der Bauweise geknüpft sind (Energiestandard, Serielle Sanierung). Weitere Zuschüsse, u.a. für hier beschriebene Bauausführungen, wurden in Aussicht gestellt. Das Vergabepaket Teil-GU Innenausbau umfasst den vollständigen Ausbau der Gebäude ab einem durch den Teil-GU Gebäudehülle und Rohbau hergestellten, geschlossenen und funktionsfähigen Bauzustand. Hierzu gehören insbesondere die für den Innenausbau erforderlichen Baustelleneinrichtungs- und Baulogistikleistungen sowie die Rohbauvorbereitung und Bauteilanpassungen. Weiterhin umfasst der Leistungsumfang sämtliche Ausbaugewerke, insbesondere Trockenbauarbeiten, den Einbau von Innentüren mit unterschiedlichen Anforderungen, Abdichtungs- und Fliesenarbeiten, Estrich-, Parkett- und Bodenbelagsarbeiten sowie Putz- und Malerarbeiten. Ergänzend hierzu sind die Leistungen zur Herstellung der Innenausstattung einschließlich innenliegender Metallbauarbeiten, Tischlerarbeiten, der Herstellung fester Einbaumöblierungen in den Wohnungen sowie Lieferung loser Möbel, die Errichtung von Schließ- und Briefkastenanlagen, die Beschilderung sowie die Durchführung der Bauendreinigung Bestandteil des Auftrags. Ein wesentlicher Bestandteil des Vergabepakets ist darüber hinaus die vollständige technische Gebäudeausrüstung im Innenbereich. Dies umfasst die Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie die Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen einschließlich aller Leitungsnetze, Komponenten und Anschlüsse sowie die erforderlichen Isolierungs- und Brandschutzmaßnahmen. Bestandteil ist auch der Anschluss der bauseitigen, durch den Teil-GU Gebäudehülle und Rohbau bereitgestellten Fertignasszellen. Ebenfalls enthalten ist die Lieferung und Montage der Aufzugsanlagen als betriebsfertige Systeme. Bestandteil des Leistungsumfangs sind zudem sämtliche Nachweise, Prüfungen und Dokumentationen sowie die Erstellung der Ausführungs-, Werk- und Montageplanung für die eigenen Bauleistungen. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage erfolgt im Zusammenwirken mit dem Teil-GU Gebäudehülle und Rohbau. Der Teil-GU Innenausbau hat seine Leistungen dabei so zu planen, zu koordinieren und auszuführen, dass im Zusammenwirken aller Gewerke und Vergabeeinheiten ein technisch abgestimmter, funktionsfähiger und betriebsfertiger Gesamtzustand des Gebäudes erreicht wird. Beide Teil-GU-Leistungspakete sind funktionsorientiert beschrieben und enthalten die erforderlichen Schnittstellenabstimmungen.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price100%
Der Angebotspreis ist alleiniges Zuschlagskriterium
Zeitplan
- 16. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 24. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung