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Objektplanung und Fachplanung für den Ausbau einer Sammelkläranlage in Rosenberg

Abwasserzweckverband Kläranlage KirnautalRosenberg, GermanyVeröffentlicht 11. Mai 2026
Auftragswert
~€1.0M
Geschätzt · Konfidenz medium
Einreichungsfrist
10. Juni 2026
12 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Der Abwasserzweckverband Kläranlage Kirnautal vergibt Planungsleistungen für den zentralen Ausbau einer Sammelkläranlage in Rosenberg. Der Auftrag umfasst die Objektplanung für Ingenieurbauwerke und Gebäude sowie die Fachplanung für technische Ausrüstung nach HOAI 2021 (Leistungsphasen 1 bis 4 verbindlich, 5 bis 9 optional). Die Planung basiert auf einem Strukturgutachten zur Verknüpfung mehrerer kleinerer Kläranlagen. Der geschätzte Baukostenrahmen liegt bei rund 10 Millionen Euro.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die vier derzeit betriebenen kleineren Kläranlagen in Rosenberg, Altheim (Walldürn), Hohenstadt-Eubigheim sowie Schillingstadt (Ahorn) befinden sich in einem sehr unterschiedlichen, teilweise sanierungsbedürftigen Zustand. Vor dem Hintergrund der künftig anstehenden Erneuerung der Wasserrechte für einzelne Anlagen regten die zuständigen Landratsämter eine Prüfung der Möglichkeiten zur Zentralisierung der Abwasserbeseitigung an. Im Rahmen eines Strukturgutachtens wurden hierzu mehrere Varianten für eine Neuordnung der Abwasserentsorgung an den vier Standorten untersucht. Dabei erwies sich die Variante 3 mit Bachverlegung – der Anschluss der Kläranlagen Altheim, Hohenstadt- Eubigheim und Schillingstadt an die Kläranlage Rosenberg – sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch unter Berücksichtigung nicht monetärer Kriterien als Vorzugsvariante. Erforderliche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen (Auszug Teil 1 Strukturgutachten zur künftigen Abwasserbehandlung der Gemeinde Rosenberg (Baden) Seite 143): [1] Regenüberlaufbecken: Die Schmutzfrachtberechnung wird aktuell erstellt und zeigt einen Erweiterungsbedarf am RÜB [2] Zulaufbereich (inkl. Geröllfang): Der Zulaufbereich (Gerinne) inkl. Geröll-fang ist für die erhöhte Wassermenge bei Mischwasserzufluss (QM = 90,5 l/s) zu erweitern. [3] Rechen(gebäude): Der Rechen inkl. Gerinne und Notumgehung ist für die erhöhte Wassermenge bei Mischwasserzufluss (QM = 90,5 l/s) zu erweitern. [4] Sand- und Fettfang: Der bestehende Rundsandfang ist durch einen belüfteten Sand- und Fettfang zu ersetzen, der ebenfalls für den Mischwasserzufluss QM = 90,5 l/s zu bemessen ist. Der neue Sand- und Fettfang ist vor dem Rechengebäude zu platzieren. [5] Belebungsbecken: Für die Belastung von rd. 5.800 EWCSB ist ein Belebungsbeckenvolumen von rd. VBB = 2.650 m³ bei einem TS-Gehalt von TSBB = 3,4 g/l für eine simultan aerobe Schlammstabilisation erforderlich. Im Vergleich zum bestehenden Belebungsbeckenvolumen (VBB,IST = 380 m³) ist eine Erweiterung um rd. 2.300 m³ erforderlich. Das relativ hohe Fehl-volumen resultiert daher, dass die Kläranlag derzeit nur für eine simultan aerobe Teilstabilisation, mit aerober Nachstabilisation im belüfteten Schlammstapelbehälter, ausgelegt ist. Es wäre vorzuschlagen, das Belebungsbecken in 2 Bauabschnitten herzustellen und dabei das bestehende Kombibecken rückzubauen. Denkbar wären drei Belebungsbecken mit den Abmessungen (BxLxT) 11 m x 18 m x 4,5 m (Vges = 2.673 m³). Damit wäre eine dreistraßigkeit für Wartungsarbeiten und Revisionen gegeben. Im Zu- und und Ablauf der Belebungsbecken sind Verteilerbauwerke zu errichten. [6] Gebläsestation: Bei einer intermittierenden Denitrifikation, einer Einblas-tiefe von hD = 4,50 m berechnet sich die erforderliche Luftmenge zu rd. QL,N = 150 – 1.350 mN³/h. Die Gebläse sind entsprechend anzupassen. [7] Nachklärbecken: Drei rechteckige Nachklärbecken mit den Abmessungen (BxLxT) 4,5 m x 23 m x 4,0 m (Vges = 1.242 m³) sind zu errichten (in weiteren Planungen auch als Rundbecken denkbar). Damit wäre eine dreistraßigkeit für Wartungsarbeiten und Revisionen gegeben. Ein Rücklaufschlamm- und Überschussschlammpumpwerk ist dem Nachklärbecken anzugliedern. Die Rücklaufschlammpumpen sind mit einem Rückführverhältnis von RV = 1,0 (gemäß DWA-A 131, 2016) für ein maximalen Mischwasserzufluss von QM = 90,5 l/s auszulegen. Investitionskosten: Kläranlagen: Gesamtkosten ca. 10 Mio € brutto.

VergabeHero-Einschätzung

Die Gemeinde Rosenberg und umliegende Kommunen planen den Zusammenschluss mehrerer kleiner Kläranlagen zu einer zentralen Sammelkläranlage. Für diese Erweiterung werden reine Planungsleistungen ausgeschrieben, bei denen ein Ingenieurbüro die technischen und baulichen Entwürfe sowie die Statik und Haustechnik erstellt. Die Vergabe folgt der deutschen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), wobei die ersten vier Planungsphasen verbindlich sind und spätere Phasen optional hinzugebucht werden können. Der Auftraggeber erwartet ein Team mit qualifizierten Bau- oder Elektrotechnik-Ingenieuren und einer entsprechenden Berufshaftpflichtversicherung. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Abwasserzweckverband Kläranlage Kirnautal)

IngenieurdienstleistungenUmwelt- und WasserbauPlanungsleistungenÖffentliche VerwaltungWasser- und AbfallwirtschaftKommunale InfrastrukturWasserwirtschaftKlaertechnikIngenieurbauObjektplanungAbwasserentsorgungInfrastrukturplanung
Eignung

Zentrale Anforderungen

5 Punkte
  • Einhaltung gesetzlicher Ausschlussgründe nach §§ 123–126 GWB
  • Nachweis einer qualifizierten Führungskraft mit Ingenieurabschluss (Bau oder Elektrotechnik)
  • Berufshaftpflichtversicherung mit mind. 5 Mio. EUR Deckungssumme pro Schadenfall
  • Eigenerklärung zur Einhaltung des Mindestlohns und zur Vermeidung von Interessenkonflikten
  • Einhaltung der EU-Sanktionen gegen Russland

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.

Eignungskriterien (Volltext)

- Es gelten die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. - Der Bieter hat per Eigenerklärung anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. - Eigenerklärung über die Durchführung der freiberuflichen Leistungen unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen gemäß § 73 Abs. 3 VgV - Eigenerklärung zum Mindestlohn (MiLoG) - Eigenerklärung zur Vermeidung von Interessenskonflikten gemäß § 6 VgV - Eigenerklärung zu Russlandsanktionen - 5. EU-Sanktionspaket (BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022) - Eigenerklärung, dass mindestens ein Inhaber oder eine Führungskraft des Unternehmens zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ gemäß § 75 Abs. 2 VgV berechtigt ist (Mindestbedingung: Dipl.-Ing./Master Bauingenieur oder vergleichbares) - Eigenerklärung, dass mindestens ein Inhaber oder eine Führungskraft des Unternehmens zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ gemäß § 75 Abs. 2 VgV berechtigt ist (Mindestbedingung: Dipl.-Ing./Master Elektrotechnik oder vergleichbares). - Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV: - Eigenerklärung über den Bestand einer Berufshaftpflichtversicherung: Gefordert wird eine Berufshaftpflichtversicherung mit 5.000.000 EUR Deckungssumme für Personenschäden und 5.000.000 EUR Deckungssumme für Sachschäden mit Nachweis der Maximierung der Ersatzleistungen auf mind. das Zweifache der Versicherungssumme pro Jahr. Für den Zeitraum der Bewerbungsphase ist eine Eigenerklärung des Bewerbers ausreichend, welche die geforderte Deckungssumme im Auftragsfall zusichert. Im Auftragsfall muss die entsprechende Haftpflichtpolice vorgelegt werden. Nachforderung von Unterlagen gemäß aktueller gültiger Rechtsprechung.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Sammelkläranlage des Abwasserzweckverbands Kläranlage Kirnautal in Rosenberg - Objektplanung Ingenieurbauwerke / Fachplanung TA / Gebäudeplanung

- Objektplanung Ingenieurbauwerke gemäß § 43 HOAI 2021, LPH 1 - 4, optional LPH 5 - 9 - optional Besondere Leistung öBÜ gemäß Anlage 12.1 HOAI - Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI 2021, Anlagengruppen 1 + 2 + 3 + 4 + 7 (Maschinentechnik, Verfahrens – und Prozesstechnik), jeweils LPH 1 - 4, optional LPH 5 - 9 - Gebäudeplanung gemäß § 34 HOAI 2021, LPH 1 - 4, optional LPH 5 - 9 Die Beauftragung der Leistungsphasen erfolgt stufenweise: - Stufe 1: LPH 1 - 4 - Stufe 2: optional LPH 5 - 8 - Stufe 3: optional LPH 9

CPV 71300000, 71321000
Bewertung

Zuschlagskriterien

4 Kriterien
  • quality

    - Darzustellen ist neben einem Organigramm auch die die interne Organisationsstruktur des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals. - Das vorgesehene Projektteam und die Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams sind darzustellen (Organigramm) wie auch die interne Organisationsstruktur. - Erläuterung der Sicherstellung der Kontinuität und Effizienz der Leistungserbringung durch das Projektteam in allen Leistungsphasen (z. B. Vertretungsregelungen, langfristige Verfügbarkeiten, interner Wissenstranfer, technische Mittel, digitale und örtliche Präsenz, bisherige Zusammenarbeit des Projektteams).

    15%
  • quality

    - Die Erfahrung und Qualifikation des vorgesehenen Projektteams sind vorzustellen. - Für die vorgesehenen Projektleitenden sind anhand vergleichbarer Referenzprojekte (Objekttyp bzw. Bauaufgaben mit mindestens überdurchschnittlicher Komplexität / Leistungsphasen / Besondere Leistungen / Bauen für öff. AG) die für das anstehende Projekt notwendige Qualifikation und Erfahrung darzustellen. Hinweis zum Kriterium 2: - Der AG setzt aktive Rollen des Projektleiters und dessen Stellvertreters im Projekt voraus. Der AG setzt voraus, dass der Projektleiter und dessen Stellvertreter beim Bietergespräch persönlich anwesend sind. - Die im Organigramm benannten Teammitglieder werden geschuldete Leistungspflicht. Ein Austausch von Mitgliedern ist darf nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers vorgenommen werden, es sei denn, Grund für den Austausch ist die Auflösung des Arbeitsverhältnisses oder ein anderer wichtiger Grund, den der AN nicht zu vertreten hat. Alle Teammitglieder dürfen nur durch Mitarbeiter mit mindestens gleicher Qualifikation ersetzt werden, was der AN vor dem Austausch unaufgefordert nachzuweisen hat.

    20%
  • quality

    Erwartet werden Einschätzungen und Aussagen zu besonders anspruchsvollen Aspekten des Projekts sowie konkret projektspezifische Erläuterungen der Herangehensweise und evtl. Lösungsansätze. Der Bieter soll sich insbesondere mit der Terminplanung und -einhaltung sowie der Kostenplanung und - einhaltung v. a. in Bezug auf die lange Projektlaufzeit auseinandersetzen.

    30%
  • price

    Die volle Punktzahl erhält das Angebot mit dem niedrigsten Gesamthonorar. Die weiteren Angebote werden zum niedrigsten Angebot ins Verhältnis gesetzt und mit der Maximalpunktzahl multipliziert: Z.Honorar = 5*P.Bestangebot/P.Angebot

    35%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 11. Mai 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 10. Juni 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

1 Link