Röntgenbeugungsgerät mit Raman- und Massenspektrometrie-Kopplung
Was wird ausgeschrieben
Die Universität Duisburg-Essen beschafft ein hochspezialisiertes Röntgenbeugungssystem (GIXRD-RS) für einen Forschungsbau. Das Gerät ermöglicht durch die Kopplung mit Elektrochemie, Raman-Spektroskopie und Massenspektrometrie die Analyse katalytischer Reaktionen und elektrochemischer Prozesse unter realen Bedingungen. Es handelt sich um eine Einzelbeschaffung für wissenschaftliche Zwecke.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Für einen Forschungsbau wird ein mit Elektrochemie sowie Raman- und Massenspektrometrie gekoppeltes Röntgenbeugungssystem (GIXRD-RS) beschafft. Das System basiert auf einem Pulverdiffraktometer mit zwei Strahlungsquellen (Cu und Mo-Röntgenröhre), einem 2D-Detektor sowie vielseitigen In-situ-Zellen und kann im Transmissions- und Reflexionsmodus betrieben werden. Es dient der Untersuchung struktureller, insbesondere oberflächennaher Veränderungen fester Stoffe unter realen Prozessbedingungen. Durch die Kopplung mit komplementären Methoden wie Raman-Spektroskopie und Downstream-Analytik (z. B. GC, MS) wird ein Operando-System realisiert, das die Analyse katalytischer Reaktionen, elektrochemischer Prozesse sowie die Bestimmung von Reaktionskinetiken ermöglicht.
Die Universität Duisburg-Essen sucht ein hochmodernes Analysegerät für die Forschung, ein sogenanntes Röntgenbeugungssystem. Dieses Gerät ist besonders leistungsfähig, da es Röntgenstrahlen mit anderen Messmethoden wie der Raman-Spektroskopie und der Massenspektrometrie kombiniert. Damit können Wissenschaftler chemische Reaktionen und Materialveränderungen direkt während eines laufenden Prozesses beobachten, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Katalysatoren. Das System muss zudem flexibel einsetzbar sein, um sowohl in Reflexion als auch in Transmission zu messen.
Aufteilung in Lose
1 LotLieferleistung eines Röntgenbeugungssystem (GIXRD-RS) mit folgenden Mindestanforderungen: Es muss auf der Transmissionsseite ein 2D Detektor zur Verfügung stehen, der die zeitaufgelöste Detektion des gesamten Diffraktogramms über einen Winkelbereich von mindestens 45° erlaubt. Der Winkelausschnitt (z.B. 10 - 55 oder 20 - 65) muss dabei durch den Nutzer frei wählbar sein. Das XRD-System muss über ein integriertes und voll funktionsfähiges Ramanspektroskop verfügen, welches die gleichzeitige Analyse von Pulverproben mit XRD und Ramanspektroskopie ermöglicht. Das XRD-System muss über eine heizbare Reaktivzelle verfügen, die mit einer probengefüllten Quartzkapillare bestückt werden kann. Der Gesamtaufbau der Reaktivzelle muss die ortsgleiche Analytik der in der Kapillare befindlichen Pulverprobe mittels XRD und Ramanspektroskopie erlauben. Zusätzlich muss die Probe während der gleichzeitigen XRD-Ramananalytik dynamisch im Temperaturbereich von mindestens 25 Grad C - 350 Grad °C temperiert werden und mit reaktivem Gas und/oder -flüssigkeit überströmt werden können. Das reaktive Fluid muss zusätzlich am Ausgang der Kapillare, nach Durchströmen der Flüssigkeitsschicht entnommen werden können. Die Kopplung des Raman-Spektroskops und der Reaktivzelle muss an der für die Transmissionsgeometrie optimierten Messtation des Diffraktometers umgesetzt werden.
Zuschlagskriterien
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Preis
Zeitplan
- 10. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert