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Revitalisierung und Entwicklung des ehemaligen Klinik-Areals St. Hedwig in Illingen

Saarland
Illingen, Germany·Veröffentlicht 8. Juli 2026
BauleistungenImmobilienentwicklungÖffentliche VerwaltungStadtentwicklungImmobilienentwicklungOeffentliche VerwaltungBauprojektInvestorensucheSanierung
Auftragswert
~€5.0M
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
6. Aug. 2026
29 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Gemeinde Illingen sucht im Wege eines wettbewerblichen Dialogs einen Investor für die städtebauliche Neugestaltung des ca. 1,8 ha großen ehemaligen Klinik-Areals St. Hedwig. Ziel ist die Erarbeitung und Umsetzung eines nachhaltigen Gesamtentwicklungskonzepts, das den Bürgerwillen berücksichtigt. Das Projekt umfasst die Revitalisierung der Bestandsgebäude sowie die städtebauliche Neuordnung des Areals.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Mit dem Erwerb des ehemaligen Klinik-Areals St. Hedwig im Jahr 2024 hat die Gemeinde Illingen eine bewusste und zukunftsorientierte Entscheidung zur künftigen Gestaltung dieses für den Zentralort wesentlichen Geländes getroffen. Durch den Erwerb hat die Gemeinde aktiv die Verantwortung für die künftige Entwicklung des Areals übernommen. Die ehemalige Reha-Klinik St. Hedwig ist eng mit der Geschichte und dem Alltagsleben der Gemeinde Illingen verbunden. Über mehr als ein Jahrhundert wurden hier Menschen medizinisch versorgt, rehabilitiert und gepflegt. Viele Einwohnerinnen und Einwohner verbinden mit dem Gelände persönliche Erinnerungen – als Arbeitsort, als Ort der Genesung oder der Fürsorge für Angehörige. Im Rahmen eines bewusst breit angelegten und über mehrere Monate intensiv geführten Bürgerbeteiligungsprozesses hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Visionen zur künftigen Gestaltung des Areals einzubringen und damit die inhaltlichen Leitplanken für die Entwicklung mitzubestimmen. Die Gebäude der ehemaligen Reha-Klinik St. Hedwig wurden überwiegend in den 50er und 60er Jahren erbaut. Das ursprüngliche und erste Krankenhausgebäude stammt aus dem Jahre 1911. Es liegt kein Denkmalschutz vor. Das gesamte Areal diente über mehr als ein Jahrhundert als Krankenhaus bzw. Reha-Klinik. Das ehemalige Krankenhaus (derzeit ca. 15.000 m³ umbauter Raum) ist seit August 2023 leerstehend, lediglich ein kleiner Gebäudeteil wird derzeit noch als Rettungswache genutzt. Die Fläche liegt im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Zentralort Illingen 2030“. Die Gesamtfläche beträgt ca. 1,8 ha. Es handelt sich hierbei um das Klinikareal selbst sowie den gegenüberliegenden Parkplatz. Die Gemeinde Illingen ist Eigentümerin nahezu aller Grundstücke. Eine Fläche von ca. 600 m² befindet sich noch im Eigentum des ehemaligen Trägers; eine weitere Fläche von 42 m² (Teil der Einfahrt zur Rettungswache) gehört den Betreibern der Wache. Das Gebäude der Wache steht im Eigentum der Gemeinde und wird an den Betreiber vermietet. Das gesamte Quartier soll zukunftsorientiert und nachhaltig revitalisiert werden.

VergabeHero-Einschätzung

Die Gemeinde Illingen plant die Umgestaltung des ehemaligen Klinikgeländes St. Hedwig, das eine Fläche von etwa 1,8 Hektar umfasst. Gesucht wird ein Investor, der gemeinsam mit der Gemeinde ein zukunftsfähiges Konzept für das Areal entwickelt und umsetzt, wobei die Wünsche der Bürger aus einem vorangegangenen Beteiligungsprozess einfließen sollen. Da es sich um ein komplexes städtebauliches Projekt handelt, erfolgt die Vergabe über einen sogenannten wettbewerblichen Dialog – ein Verfahren, bei dem die Gemeinde mit den Bietern über die bestmögliche Lösung verhandelt. Das Areal liegt im Sanierungsgebiet 'Zentralort Illingen 2030' und umfasst neben den Klinikgebäuden auch einen Parkplatz.

Eignung

Zentrale Anforderungen

5 Punkte
  • Erklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
  • Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
  • Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz
  • Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Mindestlohngesetz
  • Nachweis über Nichtvorliegen von Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.

Eignungskriterien (Volltext)

Es gelten die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. Der Bieter hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bieter Vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren • gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder • gem. § 98c des Aufenthaltsgesetzes • gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder • gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist. Es können weitere Ausschlussgründe in den Vergabeunterlagen genannt sein. Unterlagen werden gem. § 16a VOB/A EU nachgefordert.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Neugestaltung des ehemaligen Klinik-Areals St. Hedwig, Gemeinde Illingen

Die Gemeinde Illingen verfolgt mit diesem europaweiten wettbewerblichen Dialog das Ziel, einen geeigneten Investor zu identifizieren, der in der Lage ist, gemeinsam mit der Gemeinde ein zukunftsfähiges, nachhaltiges und am Bürgerwillen orientiertes Entwicklungskonzept für das Areal zu erarbeiten und umzusetzen. Erforderlich ist die Erarbeitung und Umsetzung eines städtebaulich hochwertigen, sozial integrierten und wirtschaftlich tragfähigen Gesamtentwicklungskonzepts für das Areal. Folgende Nutzungsbausteine sind als Mindestanforderung zu berücksichtigen und unveränderlicher Bestandteil des Entwicklungskonzepts: • Wohnnutzung in modernen, für eine möglichst große Zahl der Bevölkerung zugänglichen Wohnformen, insbesondere inklusives und barrierefreies Wohnen. • Teilöffentliche oder öffentlich zugängliche Nutzungen (z.B. Begegnungsstätten, Dienstleistungsangebote der Daseinsvorsorge, Gesundheits- und Sozialangebote). Darüber hinaus können folgende Nutzungen nach Möglichkeit in das Gesamtkonzept integriert werden: • Gewerbe und Dienstleistung (kleinteilig, verträglich mit der Wohnnutzung und dem Ortscharakter). • Höherwertiges Wohnen mit gehobenem Ausstattungsstandard, soweit städtebaulich verträglich. • Moderne Beherbergungsformen (z.B. kleines Hotel, Serviced Apartments, Boarding House oder vergleichbare Konzepte).

CPV 45210000, 45211341, 66100000, 55130000
Bewertung

Zuschlagskriterien

2 Kriterien
  • quality

    Qualität

    50%
  • price

    Preis

    50%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 8. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 6. Aug. 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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