Rahmenvertrag für Speditions- und Messelogistikdienstleistungen

Was wird ausgeschrieben
Die Messe Essen GmbH schreibt einen Rahmenvertrag für umfassende Logistikdienstleistungen aus. Der Auftrag umfasst Messelogistik, Lager- und Leergutmanagement, Stapler- und Kranleistungen sowie ein IT-gestütztes Time-Slot-System. Die Leistungen sind für den gesamten Veranstaltungsbetrieb inklusive Auf- und Abbauphasen vorgesehen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Messe Essen GmbH schreibt den Abschluss eines Rahmenvertrages über die Erbringung von Speditions- und Messelogistikdienstleistungen für den Veranstaltungsbetrieb auf dem Gelände der Messe Essen aus. Gegenstand des Auftrags sind insbesondere Leistungen der Messelogistik einschließlich Check-In- und Zuflussmanagement, Lager- und Leergutlogistik, Stapler- und Kranleistungen, Zollabfertigung sowie die Bereitstellung und Vermietung logistischer Betriebsmittel. Bestandteil des Auftrags ist außerdem die Bereitstellung eines IT-gestützten Systems zur Durchführung des Check-In- und Time-Slot-Managements. Die Leistungen sind für den Regelbetrieb sowie den Auf-, Abbau- und Veranstaltungsbetrieb der Messe Essen zu erbringen.
Die Messe Essen sucht einen Dienstleister für die gesamte Logistik auf ihrem Messegelände. Dazu gehören klassische Aufgaben wie das Bewegen von Messeständen mit Staplern und Kränen, die Lagerung von Leergut sowie die Zollabwicklung. Zusätzlich muss der Auftragnehmer ein digitales System bereitstellen, mit dem die Anlieferungen der Aussteller zeitlich koordiniert werden, um Staus auf dem Gelände zu vermeiden. Der Vertrag deckt den laufenden Betrieb sowie die Auf- und Abbauzeiten bei Veranstaltungen ab.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der Beschaffung ist die Erbringung von Speditions- und Messelogistikdienstleistungen für Veranstaltungen der Messe Essen. Die Leistungen sind bedarfsgerecht für unterschiedliche Veranstaltungsgrößen sowie gegebenenfalls parallel stattfindende Veranstaltungen bereitzustellen. Der Leistungsumfang umfasst insbesondere: Organisation und Koordination der Messelogistik einschließlich administrativer Leistungen und Leitstandfunktion, Durchführung des Check-In- und Zuflussmanagements einschließlich der Bewirtschaftung einer externen Check-In-Fläche bei Bedarf, Bereitstellung und Betrieb eines IT-Systems für Check-In-, Yard- und Time-Slot-Management, Durchführung maschinengeführter Transportleistungen, insbesondere Stapler-, Kran- und Hebebühnenleistungen, Lagerung sowie Handling von Voll-, Leer- und Stückgut einschließlich Zwischenlagerung und innerbetrieblicher Transporte, Bereitstellung und Vermietung von logistischem Equipment, insbesondere Gabelstaplern, Hebebühnen, Kränen und Containern, Durchführung von Zollabfertigungsleistungen, Durchführung der erforderlichen Unterweisungen sowie Erstellung und Pflege von Arbeits- und Dienstanweisungen, Unterstützung digitaler Prozesse, insbesondere bei der Online-Bestellung von Logistikdienstleistungen, Zeitfensterbuchungen und Check-In-Prozessen. Die Leistungen sind für den Messe- und Kongressbetrieb der Messe Essen zu erbringen. Nach der derzeitigen Planung umfasst dies jährlich voraussichtlich rund 19 Messen sowie 10 Kongressveranstaltungen. Die Angaben dienen ausschließlich der Orientierung; Art, Anzahl, Umfang und zeitliche Lage der Veranstaltungen können sich während der Vertragslaufzeit ändern. Ein Anspruch auf Abruf bestimmter Leistungsmengen besteht nicht. Die Leistungen sind entsprechend dem tatsächlichen Bedarf sowie den jeweiligen Betriebsphasen zu erbringen. Die Leistungsbeschreibung sieht ferner die Möglichkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Digitalisierung der Logistikprozesse während der Vertragslaufzeit vor.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality70%
Gewertet wird der Gesamtpreis (netto) der angebotenen Leistung gemäß Preisblatt - Anlage 3 zur Leistungsbeschreibung. Das in den Vergabeunterlagen enthaltene Preisblatt ist vollständig auszufüllen und mit dem Angebot einzureichen. Bei der Punktvergabe gilt wie folgt: Darin sind alle zu erbringenden Leistungen sowie ein prognostizierter Jahresumsatz aufgeführt. Der Bieter gibt - die prozentuale Rückvergütung auf den prognostizierten Jahresumsatz sowie - den Angebotspreis für das Time-Slot-Management-System an. Für die Preisbewertung wird die Rückvergütungssumme um die Kosten des Time-Slot-Management-Systems vermindert. Der daraus resultierende Wert bildet die Grundlage der Preiswertung. Das Angebot mit dem höchsten Wert (Rückvergütungssumme abzüglich Kosten des Time-Slot-Management-Systems) erhält 1000 Punkte. Die Punktebewertung der übrigen Angebote erfolgt linear nach folgender Formel: Punkte = (Wert des Angebots / höchster Wert) × 1000 Das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen gerundet und zu 70 % gewichtet.
- quality15%
Der Bieter erstellt auf maximal 40 Din A4 Seiten (Schriftart Arial, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) im PDF-Format eine detaillierte Beschreibung seiner geplanten Vorgehensweise in Ansehung an die Aufgabenstellung entlang der auftragsgegenständlichen Themenschwerpunkte operative Logistik, Ressourcen- und Equipmentkonzeptionierung, Service und Kunden sowie digitale Steuerung. Der Angebotsbestandteil ist als umfassendes, auftragsbezogenes Konzept zur Durchführung der Messelogistik zu verstehen. Es soll dabei deutlich werden, dass und wie sich der Bieter mit den Besonderheiten des Projekts auseinandergesetzt hat. Der Bieter soll sein methodisches Vorgehen und die Herangehensweise nachvollziehbar erläutern und dabei auch auf aus dem Projekt resultierende besondere Herausforderungen eingehen. Bezüglich der thematischen Schwerpunkte gilt: Operatives Logistikkonzept: Darstellung der Organisation und Steuerung sämtlicher logistischer Prozesse im Rahmen von Veranstaltungen. Dies umfasst insbesondere Anliefer- und Abholprozesse, Steuerung der Auf- und Abbauphasen, Leergutannahme, -lagerung und -rückführung sowie die Koordination von Verkehrs- und Bewegungsströmen auf dem Messegelände. Ressourcen- und Equipmentkonzept: Darstellung der bedarfsgerechten Planung, Vorhaltung und Disposition von Personal sowie technischem Equipment (z. B. Flurförderzeuge, Krane, Hebebühnen). Es ist darzulegen, wie Verfügbarkeiten sichergestellt werden und wie bei Ausfällen oder kurzfristigem Mehrbedarf reagiert wird. Service- und Kundenkonzept: Beschreibung der Abwicklung aller Leistungen gegenüber Ausstellern und sonstigen Kunden, einschließlich Angebotserstellung, Auftragsabwicklung, Reaktionszeiten sowie Betreuung vor Ort durch qualifiziertes Personal. Ebenso darzustellen sind Maßnahmen zum Umgang mit Beschwerden und zur Sicherstellung einer hohen Servicequalität. Digitales Steuerungskonzept: Darstellung eingesetzter Systeme zur Planung, Steuerung und Abwicklung logistischer Prozesse (z. B. Zeitfenstermanagement, Buchungssysteme, Check-in-Lösungen). Es ist zu erläutern, wie bestehende und zukünftige Digitalisierungsanforderungen unterstützt werden. Für die Bewertung der konzeptionellen Darstellungen gilt wie folgt: Das eingereichte Konzept wird nach den vier oben beschriebenen Themenschwerpunkten bewertet. Die Bewertung folgt auf einer Bewertungsskala von 50 Punkten (beste Bewertung) bis 10 Punkten (schlechteste Bewertung) bewertet. Die für jede Kategorie vergebenen Punkte werden mit dem dazugehörigen Wertungsfaktor multipliziert. Die Einzelwerte werden anschließend addiert und ergeben den Gesamtnutzwert des Konzeptes, sodass maximal 1000 Punkte erreicht werden können. Die Bewertung erfolgt über die Vergabestelle und den zuständigen Fachbereich (zusammen sog. "Juroren") getrennt. Die Punkte der Juroren werden addiert und durch die Anzahl der Juroren geteilt. Das Ergebnis wird auf 2 Nachkommastellen gerundet und zu 15 % gewichtet
- quality15%
Der Bieter präsentiert und erläutert in einem Präsentationstermin mündlich die schriftlichen Bestandteile des Angebots, mithin seine konzeptionellen Ausführungen und interagiert zudem mit den Vertretern des Auftraggebers. Die Präsentation dient der Erläuterung und Vertiefung der im schriftlichen Angebot dargestellten Angebotsbestandteile. Neue oder von den schriftlichen Angebotsunterlagen abweichende Angebotsbestandteile werden bei der Wertung nicht berücksichtigt. Es ist allerdings zulässig, dass der Bieter in diesem genannten Rahmen seine mündlichen Erläuterungen durch Präsentationsunterlagen begleitet. Es wird erwartet, dass die vom Bieter vorgesehenen projektverantwortlichen Personen (einschließlich Objektleiter) am Termin teilnehmen und sich vorstellen. Im Rahmen der Präsentation wird bewertet: - Fachliches Verständnis der Anforderungen der Messelogistik sowie Erläuterung der Vorgehensweise und der damit verbundenen Zielsetzungen - Praxistauglichkeit der im schriftlichen Angebot dargestellten Abläufe und Lösungsansätze - Nachvollziehbarkeit der personalbezogenen Ausführungen im Hinblick auf das für die operative Durchführung vorgesehene Team insbesondere des Objektleiters sowie die nachvollziehbare Darstellung der Rollen und Verantwortlichkeiten - Bewertet wird zudem die Qualität der Interaktion auf Rückfragen der Vergabestelle Für die Präsentation sind max. 45 min. mit anschließender Fragerunde von max. 30 min. vorgesehen. Die für jeden Aspekt vergebenen Punkte werden mit dem dazugehörigen Wertungsfaktor multipliziert. Die Bewertung folgt auf einer Bewertungsskala von 50 Punkten (beste Bewertung) bis 10 Punkten (schlechteste Bewertung) bewertet. Die Einzelwerte werden anschließend addiert und ergeben den Gesamtnutzwert der Präsentation, sodass maximal 1000 Punkte erreicht werden können. Die Bewertung erfolgt über die Vergabestelle und den zuständigen Fachbereich (zusammen sog. "Juroren") getrennt. Die Punkte der Juroren werden addiert und durch die Anzahl der Juroren geteilt. Das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen gerundet und zu 15 % gewichtet.
Zeitplan
- 23. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 24. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung