Planung Rad- und Fußweg Bottwarbahntrasse in Heilbronn mit Tunnelsanierung
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Heilbronn vergibt die Planungsleistungen für den Ausbau eines rund 3,2 km langen Rad- und Fußweges auf der ehemaligen Bottwarbahntrasse. Der Auftrag umfasst drei Lose: Los 1 – Planung und Bauüberwachung der Rad- und Fußwegtrasse (Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke, Freianlagen), Los 2 – Planung der Tunnelsanierung (Lerchenbergtunnel, ca. 400 m) und Los 3 – Beleuchtungsplanung (Tunnelbeleuchtung und Effektbeleuchtung). Die Vergabe erfolgt stufenweise nach VgV.
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Durch den Ausbau des brachliegenden Abschnittes der Bottwarbahntrasse soll die Stadt Heilbronn eine neue Rad- und Fußwegeverbindung erhalten. Die Planung des Fuß- und Radwegs auf der Bottwarbahntrasse stellt eine durchgängige, komfortable und nahezu Kfz-freie Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur als Verbindung zwischen der Hochschule in Sontheim über den Südbahnhof in den Heilbronner Osten dar. Der Fußverkehr ist dabei durch einen Grünstreifen vom Radweg getrennt. Zielbild ist dabei der neue Neckaruferweg zwischen der Knorrstraße und dem Wertwiesenpark. Die Trasse kann vergleichsweise kostengünstig realisiert werden, da der Gleisschotter einen optimalen Unterbau darstellt. Die Verbindung bietet sowohl für Pendler als auch für Studierende sowie Schülerinnen und Schülern eine attraktive Infrastruktur. Das Baufeld umfasst den Abschnitt der ehemaligen Bottwarbahntrasse von der Aufleitung auf Höhe der Schwindstraße bis zur Querung der Charlottenstraße. Der Abschnitt „Am Südbahnhof" zwischen der Charlottenstraße und der Cäcilienbrunnenstraße ist bereits als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgebaut und daher nicht im Baufeld inbegriffen. Das Baufeld setzt sich mit dem geplanten Umbau des Knotenpunktes Cäcilienbrunnenstraße fort und endet mit der Aufleitung des Fuß- und Radweges auf den bestehenden Radweg in der Jägerhausstraße. Mit Berücksichtigung des bereits ausgebauten Fuß- und Radweges zwischen Rathenauplatz und Cäcilienbrunnenstraße (ca. 890 m) und dem Lerchenbergtunnel (ca. 400 m) wird eine übergeordnete Radverkehrsverbindung zwischen Sontheimer Landwehr und Jägerhausstraße mit einer Gesamtlänge von ca. 3,2 km erreicht. Die Sanierung des Lerchenbergtunnels ist ebenfalls Bestandteil dieses VgV-Verfahrens. Dieser hat in der Tunnelmitte seinen Hochpunkt und entwässert zu den beiden Tunnelportalen hin. Im Längsschnitt weist er eine Krümmung auf. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die äußere Standsicherheit gegeben ist. Altersbedingt weist die Tunnelschale jedoch Durchfeuchtungen, Abschalungen und Ausbrüche auf. Im aktuellen Zustand ist die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger daher nicht gegeben. Sicherungsmaßnahmen sind zwingende Voraussetzung für die Umnutzung des Tunnels. Der Tunnel muss vollflächig mittels Dränmatten, Dichtungsbahnen und Spritzbeton gesichert werden. Die Tunnellängsentwässerung muss instandgesetzt werden. Eine Vorplanung für den Tunnel liegt bereits vor. Da die gesamte Trasse neben ihrer reinen Verbindungsfunktion als Radinfrastruktur auch einen Raum zur Erholung zur Verfügung stellen soll, tragen Bankstandorte und Infostelen zu der ehemaligen Bottwarbahn sowie Lichtkunst und eine Effektbeleuchtung am und im Lerchenbergtunnel zu einem attraktiven Raum bei. Ein potenzielles Gefühl der Unsicherheit wird dabei gemindert. Für den Fußverkehr sind zudem Treppenanlagen an beiden Tunnelportalen geplant. Die Radverkehrswegekategorie kann mit einer regionalen Verbindungsfunktion in die Gruppe IR III gemäß ERA bzw. RIN eingestuft werden. Die angestrebte Planungsgeschwindigkeit beträgt demnach zwischen 15 - 20 km/h. Oberstes Ziel der Maßnahme ist es durch die Schaffung einer sicheren, komfortablen und schnellen Rad- und Fußwegeverbindung den Fuß- und Radverkehr zu stärken und Lücken im bestehenden Rad- und Fußwegenetz zu schließen. Bei der Planung sind die Belange des Fuß- und Radverkehrs sowie der Barrierefreiheit zu beachten: Rad- und Fußverkehr sollen voneinander getrennt werden. Im Verlauf der Trasse erfolgt dies durch einen taktilen Trennstreifen bzw. eine Grünanlage. Die Breite des Radwegs beträgt durchgehend 3,0 m, die des Gehwegs 2,5 m. Das Auftragsvolumen umfasst verschiedene Ingenieurleistungen, die in drei Lose aufgeteilt und jeweils separat EU-weit ausgeschrieben werden: Los 1 – Rad- und Fußwegtrasse Dieses Los beinhaltet die Planung und Bauüberwachung für den eigentlichen Rad- und Fußweg. Konkret geht es um die Objektplanung der Verkehrsanlagen (Leistungsphasen 5–8), die Objektplanung Ingenieurbauwerke für die Entwässerung und die Treppenanlagen (Leistungsphasen 1–8), die Planung der Freianlagen (Leistungsphasen 5–8) sowie die örtliche Bauüberwachung und die Leitungskoordination als besondere Leistung. Los 2 – Tunnel (Lerchenbergtunnel) Dieses Los umfasst alle Planungsleistungen rund um den Tunnel: die Objektplanung Ingenieurbauwerke (Leistungsphasen 1–8) sowie die Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1–3 und 6). Los 3 – Beleuchtung Hier wird die technische Planung für die Tunnelbeleuchtung (Fachplanung Technische Ausrüstung, Leistungsphasen 1–8) sowie die Effektbeleuchtung vergeben. Für die Effektbeleuchtung wird dabei ein eigenes Leistungsbild erstellt. Die Beauftragung in allen Losen erfolgt stufenweise.
Die Stadt Heilbronn plant den Bau einer neuen Rad- und Fußwegeverbindung auf der ehemaligen Bottwarbahntrasse zwischen der Hochschule Sontheim und dem Jägerhausstraße im Heilbronner Osten. Die Gesamtlänge beträgt ca. 3,2 km, wobei ein wesentlicher Teil die Sanierung des Lerchenbergtunnels (ca. 400 m) umfasst – dieser muss wegen Durchfeuchtungen und Ausbrüchen vollflächig mit Dränmatten, Dichtungsbahnen und Spritzbeton gesichert werden. Der Auftrag ist in drei Ingenieurleistungs-Lose aufgeteilt: die eigentliche Wegetrasse (Los 1), die Tunnelplanung inklusive Tragwerksplanung (Los 2) und die Beleuchtungsplanung mit Effektbeleuchtung (Los 3). Die Wegebreiten betragen 3,0 m für den Radweg und 2,5 m für den Gehweg, getrennt durch einen Grünstreifen. Bewerber müssen Referenzen im Bereich Verkehrsplanung nach HOAI und eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen.
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Eintragung im Berufs-/Handelsregister und Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur
- Berufshaftpflichtversicherung: min. 1.500.000 EUR für Personenschäden, 1.000.000 EUR für sonstige Schäden
- Mindestens eine abgeschlossene Referenz im Bereich Verkehrsplanung (§45 HOAI) für öffentlichen Auftraggeber innerhalb der letzten 7 Jahre
- Projektleiter mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung in der Objektplanung Verkehrsanlagen
- Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §42 VgV i.V.m. §§123, 124 GWB
- Verpflichtungserklärung nach dem Tariftreue- und Mindestlohngesetz (LTMG)
- Erklärung, dass kein Bezug zu Russland im Sinne der Russland-Sanktionen besteht
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Sämtliche gesetzliche Ausschlussgründe aller Art, u.a.: - Zwingende und fakultative Ausschlussgründe: Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 42 VgV i.V.m. §§ 123, 124 GWB / § 73 Abs. 3 VgV und i. S. v. § 21 Abs. 1 (AentG), § 98c (AufenthG), § 19 Abs. 1 (MiLoG), § 21 (SchwarzArbG) - Russland Sanktionen: Erklärung, dass kein Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift besteht (Formular 2) - Tariftreue- und Mindestentgeltverpflichtungen nach dem Tariftreue- und Mindestlohngesetz: Verpflichtungserklärung der Tariftreue- und Mindestentgeltverpflichtungen nach dem Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge nach Landestariftreue- und Mindestlohngesetz – LTMG (Formular 3) -Bestätigung zur Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung über die Eintragung in das Berufs-/Handelsregister über Angabe der Berufs-/Handelsregisternummer -Nachweis zur Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ für mindestens eine im Unternehmen des Bewerbers tätige, für die Leistungserbringung verfügbare Person. Als Nachweis ist die aktuelle Eintragungsbestätigung der zuständigen Ingenieurkammer bzw. die entsprechende Abschlussurkunde vorzulegen. -Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Nachweis, dass eine Berufshaftpflichtversicherung über min. 1 500 000 EUR für Personenschäden, min. 1 000 000 EUR für sonstige Schäden (pro Versicherungsfall) vorliegt bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden-Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: - Geeignete Referenzen: Mindestens eine abgeschlossene Leistung der letzten 7 Jahre (Abschluss der Leistung LPH 8 nach 01.01.2019 bis Abgabefrist Teilnahmeantrag) im Bereich der Verkehrsplanung § 45 Teil 3 Abschnitt 4 HOAI für einen öffentlichen Auftraggeber. Bis zur Abgabefrist des Teilnahmeantrags müssen mindestens die LPH 5-8 im Sinne des § 47 HOAI vom Bewerber erbracht und abgeschlossen sein - Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen: Eigenerklärung über Personal, das als Projektleiter über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Objektplanung Verkehrsanlagen verfügt. Mit Angebotsabgabe ist ein Projektleiter zu benennen, der diese Kriterien erfüllt Ob fehlende Angaben/Unterlagen bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 56 VgV nachgefordert werden, steht im Ermessen des Auslobers. Die Bewerber/Bewerbergemeinschaften haben keinen Anspruch darauf, dass der Auslober von § 56 Abs. 2 bis 4 VgV Gebrauch macht und Unterlagen oder Angaben nachfordert. Ferner wird geprüft, ob Ausschlussgründe vorliegen und die genannten Mindestbedingungen erfüllt werden. Die Prüfung erfolgt primär anhand der mit dem Teilnahmeantrag abgegebenen Eigenerklärungen. Die Vergabestelle behält sich jedoch vor, von den Bewerbern/Bewerbergemeinschaftsmitgliedern kurzfristig die Vorlage geeigneter Nachweise zu den Eigenerklärungen zu fordern.
Aufteilung in Lose
1 LotDas Auftragsvolumen umfasst verschiedene Ingenieurleistungen, die in drei Lose aufgeteilt und jeweils separat EU-weit ausgeschrieben werden: Los 1 – Rad- und Fußwegtrasse Dieses Los beinhaltet die Planung und Bauüberwachung für den eigentlichen Rad- und Fußweg. Konkret geht es um die Objektplanung der Verkehrsanlagen (Leistungsphasen 5–8), die Objektplanung Ingenieurbauwerke für die Entwässerung und die Treppenanlagen (Leistungsphasen 1–8), die Planung der Freianlagen (Leistungsphasen 5–8) sowie die örtliche Bauüberwachung und die Leitungskoordination als besondere Leistung.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality
Projektteam und Projekterfahrung Unterkriterien gemäß Vergabeunterlagen
- quality
Projektspezifische Herangehensweise und Risikoanalyse Unterkriterien gemäß Vergabeunterlagen
- quality
Projektstart und Umsetzungsfähigkeit Unterkriterien gemäß Vergabeunterlage
- price
Honorarangebot Das Angebot erfolgt auf Grundlage des Vertrags. Zur Wertung der Angebote wird dem Bieter ein Honorarformular zur Verfügung gestellt, welches zwingend zur Angebotsabgabe zu nutzen und ausgefüllt einzureichen ist. Zur Vergleichbarkeit der Angebote werden im Honorarformular vorläufige anrechenbare Kosten vorgegeben, diese sind nicht Vertragsbestandteil und werden erst im laufenden Projekt gem. Vertrag final festgelegt.
Zeitplan
- 30. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung