Projektsteuerungsleistungen für Insel-Campus Pforzheim gemäß AHO Heft Nr. 9
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Pforzheim vergibt Projektsteuerungsleistungen für den Neubau des Insel-Campus auf dem Insel-Areal. Das Gesamtprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von ca. 150 Mio. EUR Brutto und beinhaltet eine Grundschule, Werkrealschule, Realschule, Sporthalle und denkmalgeschützte Pavillons. Die Vergabe erfolgt nach AHO Schriftenreihe Nr. 9, 6. Auflage. Die Angebotsfrist endet am 29. Mai 2026.
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Projektsteuerungsleistungen - Insel-Campus Pforzheim - gemäß AHO Schriftenreihe Nr. 9, 6. Auflage
Die Stadt Pforzheim sucht einen Projektsteuerer für den Neubau des Insel-Campus, eines großen Schul- und Sportkomplexes auf dem Insel-Areal. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 150 Millionen Euro – die ausgeschriebenen Projektsteuerungsleistungen sind davon nur ein kleiner Teil. Projektsteuerung nach AHO Heft Nr. 9 bedeutet, dass der Auftragnehmer die Koordination und Überwachung aller Baumaßnahmen übernimmt, ähnlich einem Generalunternehmerkoordinator. Bewerber müssen Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen (§§ 123, 124 GWB) und EU-Sanktionen vorlegen. Die Vergabe erfolgt anhand eines kombinierten Konzepts aus Qualifikation (45 Punkte), Teamkompetenz (20 Punkte) und Honorar (35 Punkte).
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Eignung nach §§ 123, 124 GWB (keine Ausschlussgründe)
- Eigenerklärung zur EU-Sanktionsverordnung (2022/576)
- Referenzen für Projektsteuerungsleistungen nach AHO Heft Nr. 9
- Qualifikation des Projektleiters
- Leistungskonzept mit Aufbau- und Ablauforganisation
- Nachweis der fachlichen Eignung für Hochbauprojekte im öffentlichen Sektor
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
-Eigenerklärungen zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB -Eigenerklärung zur Einhaltung der EU-Sanktionen (Verordnung 2022/576 des Rates vom 08.04.2022 zur Änderung der Verordnung Nr. 833/2014) Die detailierten Angaben zu den Ausschlussgründen sind in der Anlage "FB03_Eigenerklärung Ausschlussgründe" in den Teilnahmeantragsunterlagen genannt. Am vorgegebenen Wortlaut der Formblätter dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden. Geänderte Vorgaben führen zum Ausschluss des Bewerbers. Für die Bewerberauswahl werden ausschließlich die in diesem Dokument geforderten Unterlagen berücksichtigt. Darüber hinaus gehende Unterlagen (z.B. Imagebroschüren, Werbeunterlagen) sind nicht erwünscht und werden nicht bewertet. Der Auftraggeber kann die Bewerber unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren. Die Unterlagen sind vom Bewerber nach Aufforderung durch den Auftraggeber innerhalb einer vom Auftraggeber festzulegenden angemessenen Frist vorzulegen. Ein Anspruch der Bewerber auf eine Nachforderung von Unterlagen besteht nicht. Sollte ein Bieter der Nachforderung nicht oder nicht fristgerecht nachkommen, wird der Teilnahmeantrag bzw. das Angebot ausgeschlossen.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der Ausschreibung sind Projektsteuerungsleistungen gemäß AHO Heft Nr. 9 (6. Auflage) für die Gesamtmaßnahme auf dem Insel-Areal der Stadt Pforzheim. Das Gesamtprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von ca. 150 Mio. EUR Brutto. 1.AUFGABENSTELLUNG UND PROJEKTBESCHREIBUNG: Die Stadt Pforzheim möchte das Insel Areal, auf dem derzeit eine Grundschule, eine Werkrealschule, eine Realschule, eine Sporthalle samt außenliegender Sportfläche sowie drei denkmalgeschützte Pavillons untergebracht sind, im Zuge einer Neustrukturierungs- und Modernisierungsmaßnahme gänzlich erneuern. Die bestehenden Gebäude, die in den 50ern und 60ern gebaut wurden, haben das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und müssen größtenteils ersetzt werden. Die Idee des Insel-Campus reicht bis ins Jahr 2013 zurück, auf Basis der Nutzungsüberlegungen resultierte ein architektonisch-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb im Jahr 2019. Ziel des Wettbewerbs war es, für den Standort "Insel-Areal" eine Lösung für ein qualitätvolles, wirtschaftliches und nachhaltiges Gebäudeensemble zu erhalten, die auf die städtebaulichen und funktionalen Anforderungen sensibel und angemessen antwortet. Nachzuweisen waren eine vierzügige Grundschule, eine sechszügige Sekundarstufe (Werkrealschule und Realschule) jeweils als Ganztagsschule mit Mensa, ein Sporthallenkomplex mit 4 Sporthallenteilen, eine Kindertagesstätte und zusätzliche Räume für Jugendarbeit. Die im Osten gelegenen als Pavillonschule konzipierten denkmalgeschützten Gebäude sind nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu erhalten, wobei die anderen Gebäude zur Disposition standen. Mit der Würdigung des Beitrags des Architekturbüros Bruno/ Fioretti/ Marquez, Berlin, mit dem Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl, Berlin, liegt ein erster Preis zum Planungswettbewerb vor, der nun in die weitere Planungsphase überführt werden soll. Der Beitrag sieht anstelle der Bestandsbauten Holzhybrid-Gebäude vor, die denkmalgeschützten Gebäude werden dabei erhalten. Die Realisierung des Insel-Campus ist in 5 Bauabschnitten mit einem Zeithorizont von 10 bis maximal 15 Jahren geplant. Bei günstigen Interimslösungen und entsprechender Haushaltslage ist eine Beschleunigung möglich. Der Gesamtkostenrahmen beläuft sich auf circa 150 mio. . Die Leistung wird stufenweise von der Verwaltung abgerufen in Abhängigkeit vom Projektfortschritt und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen. 2.BAUABSCHNITTE: Wesentliche Bauabschnitte des Insel-Campus sind: -Bauabschnitt 0: Übergreifende Betrachtung des gesamten Insel-Areals, im Hinblick auf die infrastrukturellen Maßnahmen (Versorgung/Medien), Logistik, Baustelleneinrichtung, Zuwege und Erschließung, Feuerwehrzufahrten und Bauausführung im Betrieb. Betrachtung der erforderlichen Interimsmaßnahmen bis zum Abschluss der Baumaßnahme. Die übergreifende Betrachtung des Areals soll von den Objekt- und Fachplanern bis zur Leistungsphase 2 (HOAI), erstellt werden. -Bauabschnitt 1: Versetzen der bestehenden Containeranlage, Abriss und Rückbau der Sporthalle, Neubau der Grundschule. -Bauabschnitt 2: Rückbau der Werkrealschule sowie des Hausmeisterwohngebäudes und Neubau einer Dreifeldsporthalle als Versammlungsstätte mit zusätzlichem Hallenteil und Mensa. -Bauabschnitt 3: Rückbau der Realschule und Neubau des Schulgebäudes für die Sekundarstufe (Werkrealschule und Realschule). -Bauabschnitt 4: Sanierung und Umbau der denkmalgeschützten Pavillongebäude zur Kindertagesstätte sowie Räumlichkeiten für den Jugend- und Sozialraum. -Bauabschnitt 5: Rückbau bestehendes Grundschulgebäude und Neubau der schulischen Außenflächen sowie der Sportanlagen. Hinweis: Bauabschnitt 5 stellt kein eigenständiges Bauwerk dar, sondern umfasst die Außenanlagen der Bauabschnitte 1 und 3. Das bestehende Grundschulgebäude soll als Interimsfläche genutzt werden, weshalb der Rückbau und die Herstellung der Außenanlagen erst nach Fertigstellung der anderen Bauabschnitte erfolgen kann. Daher erfolgt die separate Ausweisung. Das Honorar und jegliche Kosten sind in die Bauabschnitte 1 und 3 zu integrieren. 3.BAULICHE UMSETZUNG Das gesamte Areal soll im laufenden Betrieb, schrittweise erneuert werden. Die Bedürfnisse der Schüler und Lehrer sollen durch die bauliche Umsetzung möglichst wenig gestört werden. Hierfür sind geeignete Interimsmaßnahmen und sichere Zuwegungen zu den Bestandsgebäuden zu berücksichtigen. Schulgebäude und Sporthalle sind untereinander mit unterirdischen, z.T. begehbaren, gemauerten Kanälen verbunden, in denen Versorgungsleitungen (Fernwärmeleitungen, Trinkwasser, Strom) verlaufen. Es bestehen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Gebäuden hinsichtlich der Medienversorgung, die bei der Bauabschnittsbildung und beim Abbruch zu berücksichtigen sind. Für die Dauer der baulichen Umsetzung ist zu gewährleisten, dass die Bestandsgebäude in ihrer Funktion als Schulgebäude nicht beeinträchtigt werden. 4.PLANUNGSORT/ GELÄNDE Das Baufeld befindet sich auf dem Grundstück, Gemarkung Pforzheim, Flurstück Nr.952, zwischen Altstädter Kirchenweg und Emma-Jaeger-Straße. Die Baufeldgröße beträgt insgesamt ca. 26.700 m² (weitere Angaben entnehmen Sie bitte der Projektbeschreibung) 5.RAHMENTERMINE Dem Verfahren ist ein vorläufiger Rahmenterminplan (Anlage 01) beigefügt, der die zeitliche Zielvorstellung der Auftraggeberin für das Projekt abbildet. Dieser Terminplan dient ausschließlich zur Orientierung im Vergabeverfahren und stellt keine verbindliche Vorgabe für die späteren Leistungen dar (weitere Angaben entnehmen Sie bitte der Projektbeschreibung) Detailierte Angaben zum Gesamtprojekt finden Sie in der ausfühlichen Projektbeschreibung und der Teilnahmeantragsunterlagen.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality45%
Leistungskonzept und Methodik (45 Punkte): 1.Bewertung des eingereichten: Leistungskonzepts: Projektorganisation (10 Punkte): Bewertung der Konzeption für: - Aufbau- und Ablauforganisation des Gesamtprojekts - Schnittstellenmanagement zwischen den Bauabschnitten - Koordination der Planungsbeteiligten (Objekt- und Fachplaner) - Integration der einzelnen Handlungsbereiche (A-E nach AHO) - Gremienstruktur und Entscheidungswege 2.Multiprojektmanagement (8 Punkte): Bewertung der Methodik für: - Koordinierte Steuerung der zeitlich gestaffelten Bauabschnitte - Abstimmung von Termin- und Ressourcenplanung zwischen den Teilprojekten - Sicherstellung einheitlicher Standards über alle BA - Übertragung von Lessons Learned auf nachfolgende BA - Projektübergreifendes Reporting 3.Risikomanagement (7 Punkte): Bewertung des Ansatzes für: - Identifikation projektspezifischer Risiken (Hochwasser, Kampfmittel, Archäologie, Denkmalschutz, Bauen im Betrieb) - Risikobewertung und -priorisierung - Präventive Maßnahmen und Eskalationsprozesse - Risiko-Monitoring über die Projektlaufzeit 4.Terminmanagement (8 Punkte): Bewertung der Methodik für: - Steuerungsterminplanung über alle BA - Berücksichtigung von Haushaltsjahren, Freigabeprozessen, Schuljahreszyklen - Interimsmaßnahmen und Umzugslogistik - Bauablauf im laufenden Schulbetrieb - Termincontrolling und Trendanalysen 5.Kommunikation und Berichtswesen (7 Punkte): Bewertung des Konzepts für: - Kommunikationsstrukturen und Informationsflüsse - Berichtswesen (Frequenz, Inhalte, Formate) - Projektkommunikationssystem (DMS) - Dokumentationsmanagement - Abstimmung mit internen Fachstellen und politischen Gremien 6.Qualitätssicherung (5 Punkte): Bewertung des Ansatzes für: - Qualitätssicherung der Planungsleistungen - Prüfprozesse (Kostenschätzungen, Terminpläne, Planungsergebnisse) - Koordination und Integration der Fachplanungen
- quality20%
Qualifikation des Projektteams (20 Punkte) 1.Die Qualifikation des Projektteams wird anhand folgender Unterkriterien bewertet: -Projektleiter Qualifikation (10 Punkte) Qualitative Bewertung der persönlichen Referenzen: - Qualität und Relevanz der persönlichen Referenzen für dieses Projekt - Komplexität der geleiteten Projekte (Bauvolumen, Multiprojektsteuerung, Bauen im Betrieb) - Vergleichbarkeit mit diesem Projekt (Schulbau, Bildungseinrichtungen, öffentliche AG, Holzbau) - Rolle und Verantwortungsumfang in den Referenzprojekten - Nachweis erfolgreicher Projektabschlüsse 2.Verfügbarkeit und Kontinuität (6 Punkte) Bewertung der: - Zeitlichen Verfügbarkeit des Projektleiters (mind. 40% über die ersten 3 Jahre) - Zeitlichen Verfügbarkeit des Stellvertreters - Personellen Kontinuität über die gesamte Projektlaufzeit (12-14 Jahre) - Absicherung bei Ausfall (Vertretungsregelung) - Plausibilität des Personaleinsatzplans 3.Stellvertretung (4 Punkte) Bewertung der: - Qualifikation und Erfahrung des stellvertretenden Projektleiters - Eignung zur vollwertigen Vertretung des Projektleiters - Persönliche Referenzen des Stellvertreters - Verfügbarkeit des Stellvertreters
- price35%
Honorarangebot - Das günstigste Angebot erhält die volle Punktzahl (35 Punkte). Die weiteren Angebote werden nach folgender Formel bewertet: Punktzahl = (günstigstes Angebot / zu bewertendes Angebot) × 35 Bewertungsgrundlage: Gesamthonorar (netto) gemäß Honorartabelle = Grundleistungen + Besondere Leistungen + Optionale Leistungen Prüfung unrealistisch niedriger Angebote: Angebote, die ungewöhnlich niedrig erscheinen, werden gemäß § 60 VgV auf Plausibilität geprüft.
Zeitplan
- 29. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung