Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Drees & Sommer SE
Auftragswert
€500k
Zuschlag am
26. Mai 2026
Projektsteuerungsleistungen für den Neubau des Gymnasiums am Seidensticker-Campus
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Bielefeld sucht einen Projektsteuerer für die Begleitung der Totalunternehmervergabe und die anschließende Projektumsetzung des neuen Gymnasiums am Seidensticker-Campus. Das Verfahren erfolgt als wettbewerblicher Dialog. Die Vertragslaufzeit beträgt 1680 Tage.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Vergabe von Projektsteuerungsleistungen bezüglich der vorgesehenen Totalunternehmervergabe "Gymnasium am Seidensticker-Campus - gebundene Ganztagsschule der Stadt Bielefeld
Die Stadt Bielefeld plant den Bau eines neuen Gymnasiums am Seidensticker-Campus und benötigt hierfür professionelle Unterstützung bei der Projektsteuerung. Der beauftragte Dienstleister begleitet die Stadt sowohl bei der Auswahl eines Totalunternehmers – also eines Partners, der Planung und Bau aus einer Hand übernimmt – als auch während der gesamten Bauphase. Das Vergabeverfahren wird als wettbewerblicher Dialog durchgeführt, bei dem die Stadt in Austausch mit den Bietern tritt, um die beste Lösung zu finden. Der Auftrag erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 1680 Tagen, was etwa 4,5 Jahren entspricht.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Stadt Bielefeld beabsichtigt die Beschaffung von Projektsteuerungsleistungen bezüglich der vorgesehenen Totalunternehmervergabe "Gymnasium am Seidensticker-Campus - gebundene Ganztagsschule der Stadt Bielefeld" im Wege eines Wettbewerblichen Dialogs nach § 74 i. V. m. § 18 VgV. Die Leistungen des Projektsteuerers sollen zum einen Beratungsleistungen im Zuge des Beschaffungsprozesses der Totalunternehmervergabe umfassen und zum anderen die Projektumsetzungsphase zum Gegenstand haben. Die Stadt Bielefeld plant die Errichtung eines neuen Bildungscampus, um den steigenden Anforderungen an die schulische Infrastruktur gerecht zu werden. Dieses Projekt umfasst die Planung, den Bau und die Sanierung sowie die schlüsselfertige Übergabe der Schulgebäude mit zugehörigen Außenanlagen auf dem sog. Seidensticker- Areal mit einer Fläche von knapp 20.000 m² in der Herforder Straße 182-194 in Bielefeld. Der Bildungscampus auf dem Seidensticker-Areal soll als sechs- bis siebenzügige Schule in der Sekundarstufe I, mit einer vier- bis fünfzügigen gymnasialen Oberstufe und einem Förderzentrum für Inklusion unter Berücksichtigung des sog. Bielefelder Modells ausgestaltet werden. Gegenstand der beabsichtigten Totalunternehmervergabe sind die Planungs-, Bau- und Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich der vier- bis fünfzügigen gymnasialen Oberstufe. Es ist vorgesehen, dass der zu beauftragende Projektsteuerer seine fachlich-technische Expertise sowohl im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens zur Auswahl eines später zu beauftragenden Totalunternehmers (Phase 1) als auch nach Abschluss des Totalunternehmervertrags bis zur Inbetriebnahme der gebundenen Ganztagesschule einbringt (Phase 2). Die Beauftragung des Projektsteuerers erfolgt dabei grundsätzlich stufenweise. Die Dialogphase des Wettbewerblichen Dialogs soll vor allem dazu dienen, mit den Dialogteilnehmern die Schnittstellen zwischen dem Planungs- und Baucontrolling des vorliegend ausgeschriebenen Projektsteuerers, dem Tätigkeitsbereich der Auftraggeberin / Bauherrin und dem Leistungsportfolio des Totalunternehmers marktgängig und möglichst effektiv zu definieren. Gegenstand der Dialogphase wird außerdem das Vergütungsmodell für den Projektsteuerer sein, um eine möglichst wirtschaftliche Beauftragung für die Stadt zu erreichen, d. h. ausgehend von einer pauschalierten Vergütung sind von den Dialogteilnehmern auch Vorschläge / Lösungen hinsichtlich einer aufwandsbezogenen (Teil-)Vergütung vorzulegen. Weiterhin wird die Dialogphase Fragen betreffen, die sich mit dem konkreten Zuschnitt der vorgesehenen stufenweisen Beauftragung, insbesondere in der Phase 2, befassen. Im Einzelnen siehe Vergabeunterlagen.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price50%
Bewertet wird das vom Bieter angebotene (fiktive) Brutto-Gesamthonorar, welches sich aus der Summe der folgenden Honorarbestandteile zusammensetzt: - Honorar für die einzelnen Arbeitspakete, - Zuzüglich bepreister Optionen, - zuzüglich angebotener Stundensätze für jeweils als wertungstechnische Annahme vorgegebenes Stundenkontingent, - zuzüglich angebotener Nebenkostenpauschale, - zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Das günstigste angebotene fiktive Brutto-Gesamthonorar erhält die beste Bewertung. Der Bieter mit dem geringsten angebotenen (fiktiven) Brutto-Honorar erhält 100 Punkte. Die angebotenen (fiktiven) Brutto-Honorare der übrigen Angebote werden linear im Verhältnis zum geringsten angebotenen (fiktiven) Brutto-Honorar bewertet (100 × x/y, wobei x = angebotenes (fiktives) Brutto-Honorar des günstigsten Bieters; y = angebotenes (fiktives) Brutto-Honorar des jeweiligen Bieters).
- quality20%
Ausgehend von der Dialogbeschreibung hat der Bieter mit dem Angebot ein Realisierungskonzept in Bezug auf das Projekt "Totalunternehmervergabe Gymnasium am Seidensticker-Campus - gebundene Ganztagsschule der Stadt Bielefeld" vorzulegen, aus dem ersichtlich wird, wie er im Hinblick auf die Aspekte Projektmanagement und Projektsteuerung beabsichtigt, die fachliche-technische Unterstützung der Auftraggeberin zu erbringen. Im Hinblick auf die Umsetzung effizienter Planungsansätze soll erläutert werden, welche Zielsetzungen der Bieter verfolgt und wie diese möglichst wirtschaftlich realisiert werden können. Mit Blick auf die Thematik "Wirtschaftliche Realisierung" soll eine beispielhafte Erläuterung der Kostenverfolgung sowohl bezogen auf die Kosten des Bieters im Zuschlagsfall als auch bezogen auf die Kosten des späteren Totalunternehmers, z.B. anhand eines vergleichbaren Projekts, erfolgen. Grundsätzlich hat der Bieter in diesem Zusammenhang die von ihm in der Projektabwicklung vorgesehenen Kontrollmechanismen darzulegen, mit denen der Projekterfolg gewährleistet werden soll. Auch soll Gegenstand des Realisierungskonzepts eine Darlegung des vom Bieter für die Auftragserfüllung prognostizierten Personalbedarfs sein, um das Gesamtprojekt möglichst effizient erfolgreich zu betreuen und auf mögliche, unvorhergesehen Entwicklungen reagieren zu können. Anhand eines prognostischen Rahmenterminplans für das Gesamtprojekt als Bestandteil des Realisierungskonzepts soll ferner erläutert werden, wie die von der Auftraggeberin in der Dialogbeschreibung beschriebenen Zeitläufe erreicht werden können. Bewertungsmaßstäbe / Prüfkriterien sind jeweils zu gleichen Teilen die Projektorganisation im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung effizienter Planungsansätze, eine möglichst wirtschaftliche Realisierung des Projekts, eine möglichst belastbare Personalplanung sowie Plausibilität und Nachvollziehbarkeit der vorgesehenen Terminplanung. Das Zuschlagskriterium wird mit folgenden Punktnoten bewertet, wobei der Auftraggeber nach konkreter Sachlage auch halbe Punktebewertungen als Zwischenwerte vergibt (z. B. 1,5 Punkte): 1 Punkt: Aus Sicht der Auftraggeberin ausreichende Qualität und Güte des Konzepts zur Herangehensweise an die zu beauftragende Leistung / Realisierungskonzept 2 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin befriedigende Qualität und Güte des Konzepts zur Herangehensweise an die zu beauftragende Leistung / Realisierungskonzept 3 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin gute Qualität und Güte des Konzepts zur Herangehensweise an die zu beauftragende Leistung / Realisierungskonzept 4 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin sehr gute Qualität und Güte des Konzepts zur Herangehensweise an die zu beauftragende Leistung / Realisierungskonzept 5 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin hervorragende Qualität und Güte des Konzepts zur Herangehensweise an die zu beauftragende Leistung / Realisierungskonzept
- quality15%
Die Auftraggeberin bewertet die Qualifikation und Erfahrung des für die Ausführung des Auftrags vom Bieter benannten Personals. Insoweit hat der Bieter mit seinem Angebot eine Aufstellung der Personen einzureichen die er im Auftragsfall mit der Ausführung des Auftrags zu betrauen beabsichtigt. Dieser Aufstellung sind je benannter Person Angaben und Nachweise über ggf. Ausbildungs- und / oder Studienabschlüsse sowie dem jeweiligen bisherigen beruflichen Werdegang beizufügen. Ebenso soll der Bieter dieser Aufstellung persönliche Referenzen, etwa Projekte oder Auszeichnungen, der von ihm für die Auftragsausführung benannten Personen beifügen. Bewertungsmaßstäbe/Prüfkriterien sind jeweils zu gleichen Teilen die Qualifikation und Erfahrung des benannten Personals hinsichtlich der von dem späteren Auftragnehmer zu beauftragenden Leistungen sowie ob das benannte Personal über Erfahrungen und Erfolge hinsichtlich vergleichbarer Projekte verfügt. Das Zuschlagskriterium wird mit folgenden Punktnoten bewertet, wobei der Auftraggeber nach konkreter Sachlage auch halbe Punktebewertungen als Zwischenwerte vergibt (z. B. 1,5 Punkte): 1 Punkt: Aus Sicht der Auftraggeberin ausreichende Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals 2 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin befriedigende Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals 3 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin gute Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals 4 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin sehr gute Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals 5 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin hervorragende Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals
- quality15%
Die Auftraggeberin bewertet den aus der Bieterpräsentation gewonnenen Gesamteindruck des Bieters mit Blick auf die Präsentation seines Angebotes sowie die Beantwortung der dazu von der Auftraggeberin gestellten Rückfragen. Bewertungsmaßstäbe / Prüfkriterien sind dabei zu gleichen Teilen die im Rahmen des Vortrags zum Ausdruck kommende Kommunikations- und Teamfähigkeit der anwesenden Projektteammitglieder des Bieters sowie die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Rückfragenbeantwortung im Hinblick auf Inhalt und Vollständigkeit. Erwartet werden unter anderem aussagekräftige Darstellungen der konzeptionellen Überlegungen zur Projektorganisation und der -steuerung in Bezug auf das Projekt "Totalunternehmervergabe Gymnasium am Seidensticker-Campus - gebundene Ganztagsschule der Stadt Bielefeld" in Form eines Organigramms. Dabei soll im Detail unter anderem erläutert werden: - Wie die für die Projektumsetzung erforderlichen wesentlichen Akteure eingebunden werden. - Mit welchem weiteren Personaleinsatz der Bieter in Abhängigkeit von der jeweiligen Projektphase rechnet. - Wie ggf. vorgesehene Nachunternehmer eingebunden werden. - Die Darstellung der internen Kommunikation im Team des Bieters und die externe Kommunikation mit der Auftraggeberin sowie mit dem Totalunternehmer in Bezug auf die verschiedenen Projektphasen. - Die Darstellung der Vor-Ort Präsenz während der Bauphase. Das Zuschlagskriterium wird mit folgenden Punktnoten bewertet, wobei der Auftraggeber nach konkreter Sachlage auch halbe Punktebewertungen als Zwischenwerte vergibt (z. B. 1,5 Punkte): 1 Punkt: Aus Sicht der Auftraggeberin ausreichender Gesamteindruck der Bieterpräsentation 2 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin befriedigender Gesamteindruck der Bieterpräsentation 3 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin guter Gesamteindruck der Bieterpräsentation 4 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin sehr guter Gesamteindruck der Bieterpräsentation 5 Punkte: Aus Sicht der Auftraggeberin hervorragender Gesamteindruck der Bieterpräsentation
Zeitplan
- 19. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 26. Mai 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Drees & Sommer SE · €500k