TED·392494-2026·Schließt in 60 Tagen

Projektmanagement zur Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes 2.0

Auftragswert
~€450k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
7. Aug. 2026
60 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg sucht einen Dienstleister für das Projektmanagement zur Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes 2.0. Der Auftrag umfasst die Koordination der Flussgebietsarbeit, die fachliche Begleitung von Maßnahmen zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes sowie die Kommunikation mit regionalen Akteuren. Die Laufzeit erstreckt sich bis Oktober 2026.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Das MLEUV hat in Reaktion auf die ausgeprägte Trockenperiode ab 2018 das Landesniedrigwasser-konzept erarbeitet. Es wurde 2021 veröffentlicht und umfasst, vereinfacht ausgedrückt eine Strategie zur Konsolidierung des Landschaftswasserhaushaltes. Zum Ende des Jahres 2021 wurde zu diesem Zweck durch das MLEUV ein Auftragnehmer gebunden, um in allen Flussgebieten mittels eines strukturierten Prozesses eine Bestandsaufnahme durchzuführen und entsprechende Kommunikationsstrukturen zu schaffen, um darauf basierend notwendige Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes zu identifizieren, vorzubereiten und mit potenziellen Trägern zu initiieren. Die Umsetzung setzt vor allem auf die Zusammenarbeit der regionalen Akteure in den 16 Flussgebieten des Landes. Die Erarbeitung folgte grundsätzlich einem Bottom-up-Ansatz, d.h. unter enger Einbeziehung der regionalen Akteure (u.a. Wasser-, Umwelt- und Landwirtschaftsbehörden des Landes und der Landkreise / kreisfreien Städte, Gewässerunterhaltungsverbände), um regionales Wissen und Wünsche aufzunehmen, die Vorhaben ggf. zu qualifizieren und einer tragfähigen Finanzierung zuzuführen. Die Finanzierung von Maßnahmen sollte bevorzugt über die Förderrichtlinien "Landschaftswasserhaushalt" des Umweltressorts erfolgen. Ein in enger Zusammenarbeit mit dem sog. Niedrigwasser-Team (am MLEUV) optimiertes fachliches Begleitverfahren bindet die Förderung in die Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes ein und gewährleistet, dass Antragsteller bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen fachlich unterstützt werden. Die sog. "Niedrigwasserkoordinatoren" (im Folgenden als "NW-Koordinatoren" bezeichnet) sind als Ansprechpartner in den Regionen eingeführt, die Abläufe von der Ideenfindung zur Projektkonzeption und -beantragung zusammen mit den Hauptantragstellern, den Gewässerunterhaltungsverbänden (GUV), etabliert sowie entsprechende Gremien zur Kommunikation des Themas "Niedrigwasser" in verschiedensten Konstellationen eingeführt (z.B. Kernteams aus Wasserbehörden, GUV, NW-Koordinatoren, LfU und ggf. Weitere). Der Auftrag endet im Oktober 2026. Er wird im Weiteren als "Erstauftrag zur Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes" (kurz: "Erstauftrag") bezeichnet. Der Erstauftrag soll in modifizierter, ergänzter und weiterentwickelter Form neu beauftragt werden. Diese vorliegende Leistungsbeschreibung bildet die Grundlage.

VergabeHero-Einschätzung

Das Brandenburger Umweltministerium schreibt das Projektmanagement für die Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes 2.0 aus. Ziel ist es, den Landschaftswasserhaushalt in 16 Flussgebieten durch gezielte Maßnahmen zu stabilisieren, um auf die Folgen der Trockenperioden zu reagieren. Der Auftragnehmer koordiniert dabei die Zusammenarbeit zwischen regionalen Akteuren wie Wasserbehörden und Gewässerunterhaltungsverbänden und unterstützt bei der Beantragung von Fördermitteln. Es handelt sich um eine Fortführung und Weiterentwicklung eines bereits bestehenden Projekts, das bis Oktober 2026 läuft. Die Arbeit erfordert eine enge Abstimmung mit dem ministeriellen Niedrigwasser-Team.

IT-DienstleistungenBeratungsleistungenÖffentliche VerwaltungUmweltschutzProjektmanagementWasserwirtschaftUmweltplanungOeffentliche VerwaltungNachhaltigkeit
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Projektmanagement für Leistungen zur Umsetzung des Maßnahmenplans des Landesniedrigwasserkonzeptes 2.0

Die Leistung setzt sich insbesondere aus folgenden Punkten zusammen: 1) Projektmanagement Das Projektmanagement, steuert und koordiniert aktiv die nachfolgend unter Punkt 2 und ggf. 3 genannten Leistungen über die gesamte Vertragslaufzeit. 2) Weiterführung Flussgebietsarbeit Durch eine intensive Kommunikation des Themas "Niedrigwasser" konnte eine breite Aufmerksamkeit und ein Problembewusstsein bei allen lokalen Akteuren erzeugt werden. Die Entscheidungsträger (Wasser-, Naturschutz- und tlw. Landwirtschaftsbehörden der Landkreise / kreisfreien Städte, LfU, einschließlich Großschutzgebiete), die das Wassermanagement operativ steuernden GUV und ggf. weitere Institutionen (Naturschutzverbände, Landschaftspflegeverbände, Natura2000-Teams, VLF, Kommunen, engagierte Einzelpersonen usw.) sind involviert und arbeiten unterschiedlich intensiv an der Thematik mit. 3) Erarbeitung flussgebietsbezogener Bewirtschaftungskonzepte Die sich in der Ideenphase befindlichen 16 Konzepte (Phase 1 und 2) sind gemeinsam mit den Trägern bis zur Antragsreife (Richtlinie LWH) zu entwickeln und die Antragstellung bei der ILB zu begleiten. Weitere mindestes 10 Konzepte sollen - eine erfolgreiche Antragstellung und Mittelverfügbarkeit vorausgesetzt - bei der Bearbeitung begleitet werden. Es bestehen bisher nicht weiterverfolgte weitere Ideen der Akteure zu potenziellen Bewirtschaftungs- bzw. Staukonzepten in allen Flussgebieten tlw. auch von Seiten des LfU für Gewässer 1. Ordnung. Aufgrund einer derzeit nicht genau bekannten Anzahl o.g. Ideen ist die Leistung für 10 Konzepte anzubieten. 4) Qualifizierung und Weiterentwicklung LWH-Vorhaben und Leuchttürmen Mit LWH-Vorhaben sind Vorhaben gemeint, die den Fördergegenständen der Richtlinien LWH (GAK und ELER) des MLEUV entsprechen und die von den Antragstellern zur Förderung aus Drittmitteln vorgesehen sind. Entwicklung von Projekten aus Initiierungsphase (50) bis zu antragsreifer Projektskizze. Entwicklung fortgeschrittene Projekte (100) bis zu antragsreifer Projektskizze . Begleitung abgeschlossener (20) Projekte Begleitung der laufenden Leuchtturmprojekte Initiiierung von neuen Leuchtturmprojekte (z.B. Dränagen) 5) Fachübergreifende Anforderungen Im Rahmen des Erstauftrages wurden bereits diverse fachübergreifende Treffen, Gespräche etc. initiiert und ausgewertet). Diese sog. fachübergreifenden Gespräche mit Akteuren z.B. der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Forst, der Flurneuordnung sowie der Landes- und Regionalplanung sollen federführend durch den Auftragnehmer weitergeführt und im Bereich Siedlungs- und Gewerbegebietsentwicklung / Bau- und Stadtplanung aufgegriffen werden. Vertieft werden soll der Themenbereich Schifffahrt und Wassertourismus hinsichtlich der Wasserbewirtschaftung und möglicher Handlungsspielräume und Entwicklungsperspektiven hin zur Klimaanpassung und zu einem verringerten Wasserdargebot. Im Zusammenhang mit dem Umbau eines Staubauwerkes wurde im Rahmen des Erstauftrages ein umfangreiches, modellgestütztes Werkzeug entwickelt, welches die Auswirkungen veränderter Stauhaltungen auf den Wasserrückhalt quantifiziert. Das Werkzeug erlaubt darüber hinaus eine grafische Darstellung der flächigen Auswirkungen veränderter Wasserstände oberhalb eines Staubauwerkes. Für das Werkzeug wurden vorhandene Modellansätze in die kommerzielle Rechensoftware MS Excel überführt. Ferner wurde eine Schnittstelle programmiert, die eine Darstellung der Ergebnisse in einem GIS-System erlaubt. Die Anwendung des sog. Excel-Tools (Anlage 5: Dokumentation) wurde sowohl durch das LfU als auch durch die NW-Koordinatoren für weitere Projekte in anderen Flussgebieten testweise durchgeführt. Es ist gewünscht, das Excel-Tool (oder ein vergleichbares Instrument) künftig als Werkzeug zur Folgenabschätzung und Visualisierung stärker systematisch einzubinden. 6) Verknüpfung mit dem Moorschutz Moorschutz und Wassermanagement sind inhaltlich eng verwoben, dementsprechend erfolgt MLEUV-intern eine enge organisatorisch-inhaltliche Abstimmung zur Thematik Moorschutz. Bei der Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes ist auch auf ein nachhaltiges Moorbodenmanagement zu setzen. Das Moorschutzprogramm Brandenburg bildet den Rahmen für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Mooren. Um eine Synchronisation der Ziele von Moorschutz und Niedrigwasservorsorge bei der Projektentwicklung vor Ort und insbesondere bei der Erarbeitung von Bewirtschaftungskonzepten zu gewährleisten, ist ein fachkundiger Ansprechpartner zu benennen. Dieser sammelt und koordiniert alle moorbezogenen Fragen, begleitet ggf. Ortstermine und steht als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. Die o.g. Flussgebietssteckbriefe sind in enger Zusammenarbeit mit dem LfU um ein Kapitel zum Moorschutz zu ergänzen. 7) Öffentlichkeitsarbeit Ziel des Leistungspunktes ist daher die Entwicklung einer zielgruppenorientierten Kommunikationsstrategie zur Unterstützung der Umsetzung des LNWK 2.0. Die Kommunikationsstrategie soll dazu beitragen, Verständnis, Akzeptanz und Mitwirkung zentraler Akteure bei Maßnahmen der Niedrigwasservorsorge und der -bewältigung zu stärken. Dabei sollen insbesondere Informationsbedarfe, Entscheidungsstrukturen und mögliche Hemmnisse in den relevanten Zielgruppen berücksichtigt werden. Auf Basis der strategischen Konzeption sollen geeignete Kommunikationsmaßnahmen entwickelt, priorisiert und in einem Umsetzungsplan dargestellt werden. Optionale Leistungen: 1) Verbindung wasserbaulicher Maßnahmen mit Agrar-, Umwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) 2) Durchführung ausgewählter Maßnahmen des im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit entwickelten Umsetzungsplanes aus Nr. 7) Im Detail siehe Vergabeunterlagen Teil B - Leistungsbeschreibung Nr. 2 und 3.

CPV 71000000, 71800000, 90733400, 79421000, 90710000Frist 7. Aug. 2026
Bewertung

Zuschlagskriterien

2 Kriterien
  • price

    Die Ermittlung des Preises (P) erfolgt auf Grundlage der im Preisblatt vom Bieter ausgewiesenen Gesamtkosten (Summe der Grundleistung, der optionalen Leistungen und der Nebenkosten) für die Durchführung des Vorhabens (brutto) unter Berücksichtigung etwaiger Rabatte.

    0.5%
  • quality

    Zur Bewertung der fachlichen und inhaltlichen Qualität des Angebots des Bieters sind mit dem Angebot die folgenden Unterlagen einzureichen: (1) Entsprechend der Leistungen untergliederter Zeitplan mit Festlegung von Meilensteinen (2) Konzept für Erarbeitung fachübergreifender Anforderungen (LP 2.5) (3) Bearbeitungskonzept Flussgebietsarbeit (4) Bieterpräsentation Die Bewertung der Qualität erfolgt nach folgenden Kriterien: 1 Entsprechend der Leistungen untergliederter Zeitplan mit Festlegung von Meilensteinen 1.1 Erläuterung und Realisierbarkeit der zeitlichen Angaben - 6,5 % 1.2 Qualität der Meilensteine - 6,5 % 2 Konzept für Erarbeitung fachübergreifender Anforderungen (LP 2.5) 2.1 Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung / Aufgabenverständnis - 6,5 % 2.2 Herangehensweise an die vorgesehenen Arbeitspakete - 6,5 % 2.3 Umfang und methodische Tiefe - 6,5 % 2.4 Plausibilität / Verständlichkeit / Logik / Nachvollziehbarkeit - 6,5 % 2.5 Aussagekraft des Konzeptes - 6,5 % 3 Bearbeitungskonzept Flussgebietsarbeit 3.1 Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung / Aufgabenverständnis - 6,5 % 3.2 Herangehensweise an die vorgesehenen Arbeitspakete - 6,5 % 3.3 Umfang und methodische Tiefe - 6,5 % 3.4 Plausibilität / Verständlichkeit / Logik / Nachvollziehbarkeit - 6,5 % 3.5 Aussagekraft des Konzeptes - 6,5 % 4. Bewertung der Präsentation 4.1 Souveränes / Professionelles Auftreten - 4,5 % 4.2 Rhetorik - 4,5 % 4.3 Mediennutzung (Technische Hilfsmittel) - 6,5 % 4.4 Auskunftsfähigkeit auf Rückfragen zum Konzept - 6,5 %

    0.5%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 9. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 7. Aug. 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

1 Link