Neubau einer Fernwärmepumpstation und Medienanbindung am HKW Klingenberg
Was wird ausgeschrieben
Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH schreibt die schlüsselfertige Planung, Errichtung und Inbetriebnahme einer neuen Fernwärmepumpstation sowie der zugehörigen Medienanbindung am Standort HKW Klingenberg aus. Das Projekt ist Teil der Transformation zur klimaneutralen Stadtwärmeversorgung und umfasst ein EPC-/Turnkey-Modell mit vorgeschalteter kooperativer Planungsphase. Der Auftrag beinhaltet sämtliche Tief- und Hochbauleistungen, technische Gebäudeausrüstung sowie die elektrotechnische Anbindung.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH will bis zum Jahr 2035 vollständig klimaneutrale Stadtwärme anbieten. Dazu ist eine umfassende Transformation aller großen Berliner Standorte nötig. Im Osten der Stadt versorgt das Heizkraftwerk (HKW) Klingenberg in Berlin-Rummelsburg über 300.000 Haushalte mit Strom und Wärme. Das Projekt Klingenberg Hydraulik & Elektrik [KLBB] (ehemals Backbone) ist Teil des Programms am Standort Klingenberg und leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es die rechtzeitige Bereitstellung der neuen elektrischen und hydraulischen Infrastruktur für die Inbetriebnahme der künftigen Erzeugeranlagen sicherstellt. Im hydraulischen Bereich verantwortet das Projekt den Aufbau einer neuen zukunftssicheren Fernwärmepumpstation. Das Beschaffungsvorhaben umfasst die Planung, Errichtung und Inbetriebsetzung der Fernwärmepumpstation sowie der Medienanbindung an die Erzeugungsanlagen. Die Fernwärmepumpstation hat die Funktion, Wärme in die zwei Fernwärmenetze einzuspeisen: In das Fernwärmeverbundnetz Klingenberg/Lichtenberg (FV Kl/Ln) und in das Heiznetz Friedrichsfelde (HN Ffde). Die Fernwärmepumpstation dient ebenso als Kopplung des HN Ffde mit dem FV Kl/Ln. Die Wärme für das HN Ffde kann somit aus dem HKW Klingenberg und/oder vom Standort Marzahn zur Verfügung gestellt werden. Dabei gilt, dass sicherheitsrelevante Einrichtungen ohne Einschränkungen unterbrechungsfrei versorgt werden müssen. Der Leistungsumfang für die schlüsselfertige Errichtung und Inbetriebsetzung der Pumpstation beinhaltet u. a. Planungsleistungen, Fernheizwasserpumpen, Tief- und Hochbauleistungen (inkl. technische Gebäudeausrüstung, Fundamente, Stahlbau), Druckhalteanlagen, Wärmetauscher, Verteileranlage für Netzanschlüsse und zum Anschluss der Erzeuger, Rohrleitungen und Armaturen, Lüftungsanlage zur Abführung von Verlustwärme, örtliche Leittechnik zur Anbindung an zentrale Leittechnik, Elektro-Versorgung und -Verteilung sowie die Verteilung im Werkheiznetz inkl. Hausanschlussstationen. Der Leistungsumfang für die schlüsselfertige Errichtung und Inbetriebsetzung der Medienanbindung beinhaltet u. a. Planungsleistung, Tief- und Hochbauleistungen (Fundamente, Stahlbau), Rohrleitungsbauarbeiten sowie E- und leittechnische Anbindung. Projektabwicklungsmodell: Gegenstand des Auftrags ist ein einheitlicher Bauauftrag in Form eines schlüsselfertigen EPC-/Turnkey-Vertrages einschließlich einer vorgeschalteten kooperativen Planungsphase (ECI) und – bei Erreichen der vertraglich definierten Meilensteine – der anschließenden Ausführungs- und Inbetriebnahmephase. Die kooperative Planungsphase dient nicht der Neuermittlung des Beschaffungsbedarfs, sondern der Konkretisierung eines in den Vergabeunterlagen beschriebenen Mindest-Leistungsumfangs sowie der Optimierung von Ausführungsdetails, Terminen und Kosten innerhalb der vergaberechtlich vorgegebenen Leistungsgrenzen. Die in der Planungsphase erarbeiteten Ergebnisse (insbesondere Kosten, Termine und technische Lösungen) konkretisieren die bereits im Vergabeverfahren vorgegebenen Zuschlags- und Vertragsparameter und erfolgen auf Grundlage der in den Vergabeunterlagen festgelegten Preis- und Vergütungsmechanismen. Der Zuschlag umfasst den gesamten EPC-/Turnkey-Vertrag einschließlich Planungs-, Ausführungs- und Inbetriebnahmephase. Der Übergang in die Ausführungsphase erfolgt nach Abschluss der Planungsphase durch Ausübung eines vertraglich vorgesehenen Leistungsabrufs (Go/No-Go-Mechanismus) auf Grundlage der in der Planungsphase erzielten Ergebnisse.
Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH plant den Ausbau des Heizkraftwerks Klingenberg in Berlin, um die Wärmeversorgung für über 300.000 Haushalte zukunftssicher und klimaneutral zu gestalten. Hierfür wird ein Generalunternehmer gesucht, der eine neue Fernwärmepumpstation inklusive der notwendigen Rohrleitungen und Elektro-Anbindungen schlüsselfertig plant und errichtet. Das Projekt folgt einem speziellen Ablauf: Zuerst findet eine gemeinsame Planungsphase statt, nach der bei Erreichen bestimmter Ziele die eigentliche Bauphase beauftragt wird. Da es sich um ein komplexes Infrastrukturprojekt mit hohem technischem Anspruch handelt, ist Erfahrung im Anlagenbau und in der Energietechnik zwingend erforderlich.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Nachweis der Eignung gemäß § 123, 124 GWB
- Nachweis der Eignung gemäß § 57, 42 Abs. 1 VgV
- Nachweis der Eignung gemäß § 16 VOB/A
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Gemäß § 123, 124 GWB, § 57, 42 Abs. 1 VgV und § 16 VOB/A Gemäß § 56 Abs. 2 VgV, § 51 Abs. 2 SektVO, § 16a Abs. 1 VOB/A-EU. Mögliche Hinweise des Auftraggebers in den Vergabeunterlagen sind zu beachten.
Aufteilung in Lose
1 LotDie BEW Berliner Energie und Wärme GmbH will bis zum Jahr 2035 vollständig klimaneutrale Stadtwärme anbieten. Dazu ist eine umfassende Transformation aller großen Berliner Standorte nötig. Im Osten der Stadt versorgt das Heizkraftwerk (HKW) Klingenberg in Berlin-Rummelsburg über 300.000 Haushalte mit Strom und Wärme. Das Projekt Klingenberg Hydraulik & Elektrik [KLBB] (ehemals Backbone) ist Teil des Programms am Standort Klingenberg und leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es die rechtzeitige Bereitstellung der neuen elektrischen und hydraulischen Infrastruktur für die Inbetriebnahme der künftigen Erzeugeranlagen sicherstellt. Im hydraulischen Bereich verantwortet das Projekt den Aufbau einer neuen zukunftssicheren Fernwärmepumpstation. Das Beschaffungsvorhaben umfasst die Planung, Errichtung und Inbetriebsetzung der Fernwärmepumpstation sowie der Medienanbindung an die Erzeugungsanlagen. Die Fernwärmepumpstation hat die Funktion, Wärme in die zwei Fernwärmenetze einzuspeisen: In das Fernwärmeverbundnetz Klingenberg/Lichtenberg (FV Kl/Ln) und in das Heiznetz Friedrichsfelde (HN Ffde). Die Fernwärmepumpstation dient ebenso als Kopplung des HN Ffde mit dem FV Kl/Ln. Die Wärme für das HN Ffde kann somit aus dem HKW Klingenberg und/oder vom Standort Marzahn zur Verfügung gestellt werden. Dabei gilt, dass sicherheitsrelevante Einrichtungen ohne Einschränkungen unterbrechungsfrei versorgt werden müssen. Der Leistungsumfang für die schlüsselfertige Errichtung und Inbetriebsetzung der Pumpstation beinhaltet u. a. Planungsleistungen, Fernheizwasserpumpen, Tief- und Hochbauleistungen (inkl. technische Gebäudeausrüstung, Fundamente, Stahlbau), Druckhalteanlagen, Wärmetauscher, Verteileranlage für Netzanschlüsse und zum Anschluss der Erzeuger, Rohrleitungen und Armaturen, Lüftungsanlage zur Abführung von Verlustwärme, örtliche Leittechnik zur Anbindung an zentrale Leittechnik, Elektro-Versorgung und -Verteilung sowie die Verteilung im Werkheiznetz inkl. Hausanschlussstationen. Der Leistungsumfang für die schlüsselfertige Errichtung und Inbetriebsetzung der Medienanbindung beinhaltet u. a. Planungsleistung, Tief- und Hochbauleistungen (Fundamente, Stahlbau), Rohrleitungsbauarbeiten sowie E- und leittechnische Anbindung. Projektabwicklungsmodell: Gegenstand des Auftrags ist ein einheitlicher Bauauftrag in Form eines schlüsselfertigen EPC-/Turnkey-Vertrages einschließlich einer vorgeschalteten kooperativen Planungsphase (ECI) und – bei Erreichen der vertraglich definierten Meilensteine – der anschließenden Ausführungs- und Inbetriebnahmephase. Die kooperative Planungsphase dient nicht der Neuermittlung des Beschaffungsbedarfs, sondern der Konkretisierung eines in den Vergabeunterlagen beschriebenen Mindest-Leistungsumfangs sowie der Optimierung von Ausführungsdetails, Terminen und Kosten innerhalb der vergaberechtlich vorgegebenen Leistungsgrenzen. Die in der Planungsphase erarbeiteten Ergebnisse (insbesondere Kosten, Termine und technische Lösungen) konkretisieren die bereits im Vergabeverfahren vorgegebenen Zuschlags- und Vertragsparameter und erfolgen auf Grundlage der in den Vergabeunterlagen festgelegten Preis- und Vergütungsmechanismen. Der Zuschlag umfasst den gesamten EPC-/Turnkey-Vertrag einschließlich Planungs-, Ausführungs- und Inbetriebnahmephase. Der Übergang in die Ausführungsphase erfolgt nach Abschluss der Planungsphase durch Ausübung eines vertraglich vorgesehenen Leistungsabrufs (Go/No-Go-Mechanismus) auf Grundlage der in der Planungsphase erzielten Ergebnisse.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price75%
Preis
- quality25%
Die Leistungskriterien werden in der Ausschreibungsphase definiert.
Zeitplan
- 24. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 23. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung