Plattform zur Konsolidierung und Analyse von Netzdaten für die Niederspannungssteuerung
Was wird ausgeschrieben
Die swa Netze GmbH beschafft eine modulare Plattform zur Zusammenführung und Auswertung von Betriebs-, Ereignis- und Stammdaten ihres Stromverteilnetzes. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Lagebilds für die aktive Steuerung der Niederspannung, einschließlich offener Schnittstellen zu bestehenden Leit- und GIS-Systemen. Der Auftrag umfasst Entwicklung, Integration und Betrieb über einen Zeitraum von 1800 Tagen (ca. 5 Jahre) für ein Netz mit 2.500 km Kabeln und 180.000 Zählern.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die swa Netze GmbH betreibt die Verteilnetze in Augsburg und der Region. Das Stromnetz umfasst ca. 2.500 km Kabelnetz, rund 350 km Freileitungen, etwa 1.061 Trafostationen (inkl. Einspeiserstationen) sowie ca. 180.000 Stromzähler; versorgt werden über 350.000 Menschen in der Region. Diese Größenordnung definiert Anforderungen an Skalierbarkeit, Datenqualität, Integrationsfähigkeit und einen sicheren, revisionsfähigen Betrieb. Die Niederspannung entwickelt sich von einem passiven Verteilbereich zu einem aktiv zu führenden System. Dezentraler Zubau (PV, Wärmepumpen, Elektromobilität, Speicher) erhöht die Volatilität und verschiebt Engpässe in die Fläche; regulatorisch gefordert ist die netzdienliche Nutzung von Flexibilitäten bei hoher Systemsicherheit. Daraus folgt die zentrale Aufgabe: Steuern in der Niederspannung – nicht als Summe isolierter Funktionen, sondern als durchgängige Fähigkeit, aus Daten ein konsistentes Lagebild abzuleiten und selektive, regelkonforme Maßnahmen umzusetzen Die NS-Netzdatenplattform adressiert diese Aufgabe als technische Basis. Sie konsolidiert Betriebs-, Ereignis‑ und Stammdaten aus Feld und Systemwelt und stellt eine einheitliche Sicht auf den Netzzustand bis in die letzte Meile bereit. Standardisierte, offene Schnittstellen binden bestehende Systeme (z. B. Leit‑, GIS‑/Asset‑, Markt‑ und Prozesssysteme) ein und ermöglichen eine konsistente, gesicherte Datenbereitstellung für Betrieb, Planung und Berichtspflichten. Fokus liegt auf Interoperabilität: ein modularer, skalierbarer Aufbau mit entkoppelten Komponenten vermeidet proprietäre Abhängigkeiten und schützt Investitionen. Informationssicherheit und Datenschutz sind integraler Bestandteil. Rollen‑ und Rechtekonzepte, datenschutzfreundliche Konfigurationen, nachvollziehbare Protokollierung sowie dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen unterstützen einen regelwerkskonformen, revisionssicheren Betrieb. Technische Schnittstellen werden nach Stand der Technik abgesichert; Betriebsmodelle berücksichtigen Hochverfügbarkeit, Wiederanlauf und definierte Verantwortlichkeiten. Im operativen Betrieb führt die Plattform zu höherer Transparenz über Zustände und Ereignisse, verkürzt Reaktions‑ und Wiederherstellungszeiten und reduziert Mehrfachpflege sowie manuelle Transfers. Selektive Eingriffe ersetzen pauschale Begrenzungen und ermöglichen eine netzdienliche Nutzung dezentraler Flexibilitäten. Für Planung und Optimierung werden Daten konsistent bereitgestellt und können für Analysen, Prognosen und Szenarien genutzt werden. Die Architektur unterstützt die schrittweise Erweiterung um zukünftige Anwendungsfälle ohne Medienbrüche. Für SWA Netze bedeutet dies, die vorhandene Systemlandschaft strukturiert einzubinden und die Datenqualität über definierte Prozesse zu sichern. Die Plattform stellt klar definierte Verantwortungs‑ und Datenflüsse bereit, unterstützt Prüf‑ und Nachweisverpflichtungen und schafft eine belastbare Grundlage für Audit‑ und Berichtsanlässe. Gleichzeitig ermöglicht die entkoppelte, standardbasierte Architektur die Weiterentwicklung in dem Maße, in dem Feldinfrastruktur, Gerätebestand und Marktprozesse wachsen. In Summe bildet die NS‑Netzdatenplattform das technische Fundament, um die Niederspannung als aktives System beherrschbar zu machen. Sie liefert ein konsistentes Lagebild, ermöglicht regelkonforme, wirksame Eingriffe und stellt offene, gesicherte Datenflüsse für Betrieb, Planung und regulatorische Anforderungen bereit. Damit adressiert die Lösung die neue Kernaufgabe „Steuern in der Niederspannung“ sachgerecht und wirtschaftlich – heute und mit Blick auf die nächsten Ausbaustufen.
Die Stadtwerke Augsburg (swa Netze) suchen eine Softwareplattform, die alle Daten ihres Stromnetzes – von Trafostationen bis zu den einzelnen Stromzählern – zusammenführt und übersichtlich aufbereitet. Damit sollen Netzzustände in Echtzeit erkannt, Engpässe durch Solaranlagen oder E-Autos frühzeitig identifiziert und gezielt gegengesteuert werden. Die Lösung muss modular aufgebaut sein, sich nahtlos in bestehende IT-Systeme einbinden lassen und höchsten Sicherheits- sowie Datenschutzstandards entsprechen. Der Vertrag läuft voraussichtlich fünf Jahre, wobei Entwicklung, Integration und laufender Betrieb abgedeckt sind. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: swa Netze GmbH)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der Eignung nach §§ 123/124 GWB
- Freistellungserklärung nach Sanktionsverordnung Russland
- Erfahrung im Aufbau skalierbarer Datenplattformen
- Nachweis von Referenzen für IT-Integrationen im Energiebereich
- Dokumentierte Sicherheits- und Datenschutzkonzepte (DSGVO/BSI-Grundschutz)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
- lfd. Nr. 3 Teilnahmeantrag §§ 123 und 124 GWB - lfd. Nr. 4 Teilnahmeantrag gesetzliche Regelungen - lfd. Nr. 5 Teilnahmeantrag Sanktionen Russland Eine nachträgliche Berichtigung von falsch eingereichten Unterlagen zur Verbesserung ist nicht möglich!
Aufteilung in Lose
1 LotDie swa Netze GmbH betreibt die Verteilnetze in Augsburg und der Region. Das Stromnetz umfasst ca. 2.500 km Kabelnetz, rund 350 km Freileitungen, etwa 1.061 Trafostationen (inkl. Einspeiserstationen) sowie ca. 180.000 Stromzähler; versorgt werden über 350.000 Menschen in der Region. Diese Größenordnung definiert Anforderungen an Skalierbarkeit, Datenqualität, Integrationsfähigkeit und einen sicheren, revisionsfähigen Betrieb. Die Niederspannung entwickelt sich von einem passiven Verteilbereich zu einem aktiv zu führenden System. Dezentraler Zubau (PV, Wärmepumpen, Elektromobilität, Speicher) erhöht die Volatilität und verschiebt Engpässe in die Fläche; regulatorisch gefordert ist die netzdienliche Nutzung von Flexibilitäten bei hoher Systemsicherheit. Daraus folgt die zentrale Aufgabe: Steuern in der Niederspannung – nicht als Summe isolierter Funktionen, sondern als durchgängige Fähigkeit, aus Daten ein konsistentes Lagebild abzuleiten und selektive, regelkonforme Maßnahmen umzusetzen Die NS‑Netzdatenplattform adressiert diese Aufgabe als technische Basis. Sie konsolidiert Betriebs‑, Ereignis‑ und Stammdaten aus Feld und Systemwelt und stellt eine einheitliche Sicht auf den Netzzustand bis in die letzte Meile bereit. Standardisierte, offene Schnittstellen binden bestehende Systeme (z. B. Leit‑, GIS‑/Asset‑, Markt‑ und Prozesssysteme) ein und ermöglichen eine konsistente, gesicherte Datenbereitstellung für Betrieb, Planung und Berichtspflichten. Fokus liegt auf Interoperabilität: ein modularer, skalierbarer Aufbau mit entkoppelten Komponenten vermeidet proprietäre Abhängigkeiten und schützt Investitionen. Informationssicherheit und Datenschutz sind integraler Bestandteil. Rollen‑ und Rechtekonzepte, datenschutzfreundliche Konfigurationen, nachvollziehbare Protokollierung sowie dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen unterstützen einen regelwerkskonformen, revisionssicheren Betrieb. Technische Schnittstellen werden nach Stand der Technik abgesichert; Betriebsmodelle berücksichtigen Hochverfügbarkeit, Wiederanlauf und definierte Verantwortlichkeiten. Im operativen Betrieb führt die Plattform zu höherer Transparenz über Zustände und Ereignisse, verkürzt Reaktions‑ und Wiederherstellungszeiten und reduziert Mehrfachpflege sowie manuelle Transfers. Selektive Eingriffe ersetzen pauschale Begrenzungen und ermöglichen eine netzdienliche Nutzung dezentraler Flexibilitäten. Für Planung und Optimierung werden Daten konsistent bereitgestellt und können für Analysen, Prognosen und Szenarien genutzt werden. Die Architektur unterstützt die schrittweise Erweiterung um zukünftige Anwendungsfälle ohne Medienbrüche. Für SWA Netze bedeutet dies, die vorhandene Systemlandschaft strukturiert einzubinden und die Datenqualität über definierte Prozesse zu sichern. Die Plattform stellt klar definierte Verantwortungs‑ und Datenflüsse bereit, unterstützt Prüf‑ und Nachweisverpflichtungen und schafft eine belastbare Grundlage für Audit‑ und Berichtsanlässe. Gleichzeitig ermöglicht die entkoppelte, standardbasierte Architektur die Weiterentwicklung in dem Maße, in dem Feldinfrastruktur, Gerätebestand und Marktprozesse wachsen. In Summe bildet die NS‑Netzdatenplattform das technische Fundament, um die Niederspannung als aktives System beherrschbar zu machen. Sie liefert ein konsistentes Lagebild, ermöglicht regelkonforme, wirksame Eingriffe und stellt offene, gesicherte Datenflüsse für Betrieb, Planung und regulatorische Anforderungen bereit. Damit adressiert die Lösung die neue Kernaufgabe „Steuern in der Niederspannung“ sachgerecht und wirtschaftlich – heute und mit Blick auf die nächsten Ausbaustufen.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price
max. 50 Punkte: Das Angebot mit dem günstigsten Preis erhält 50 Punkte. Die nachfolgenden Angebot erhalten in jenem Verhältnis weniger Punkte, als ihre jeweiligen Angebotssummen in Prozentpunkten teurer sind als das günstigste Angebot (reziproker Ansatz). Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"
- quality
max. 50 Punkte: Die Gesamtanzahl der erreichten Punkte wird prozentual auf die Gesamtpunktzahl des fachlichen Inhalts von 50 Punkten umgelegt. Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"
Zeitplan
- 11. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 8. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung