TED·348752-2026

Planungsleistungen und Projektbegleitung für Grundwassermessstellen in Brandenburg

Landesamt für UmweltPotsdam OT Groß Glienicke, GermanyVeröffentlicht 21. Mai 2026
Auftragswert
€257k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg schreibt Planungs- und Ingenieurleistungen für den Bau und Rückbau von 57 Grundwassermessstellen im Regionalbereich Süd aus. Der Auftrag umfasst die technische Projektbegleitung für den Zeitraum 2026 bis 2028 in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald und Spree-Neiße. Ziel ist die Sicherung der hydrologischen Datenbasis durch Ersatzneubauten und den Rückbau veralteter Messstellen.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Maßnahme dient der schrittweisen Umsetzung der vorliegenden "Aktualisierung der Messnetzkonzeption Grundwasserstand im Land Brandenburg 2009/2010". Auf dieser Grundlage sind für den Bereich W12 (Regionalbereich Süd) im Ergebnis von Funktionsüberprüfungen an Grundwassermessstellen (GWM) Neubauten/Ersatzneubauten von GWM (Feuerlöschbrunnen (FL), Wirtschaftsbrunnen (WBr), Beobachtungsrohre) mit teilweise anschließendem Rückbau der Altmessstellen in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Dahme-Spreewald und Spree-Neiße vorgesehen. Durch Alterserscheinungen und gravierende technische Mängel ist die Funktionsfähigkeit der Grundwassermessstellen im Landesmessnetz mit einer Standzeit > 30 Jahren oft nicht mehr gegeben und durch Regenerierung nicht mehr zu beseitigen. Die rechtlichen Grundlagen sind in den Regelungen des §126 Abs.4 BbgWG begründet. Die ermittelten gewässerkundlichen Daten an den Grundwassermessstellen bilden die Grundlage für landesweite Aussagen zur Entwicklung der Grundwasserverhältnisse und damit des Grundwasserdargebots und der -bilanzierung.

VergabeHero-Einschätzung

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg plant die Erneuerung seines hydrologischen Messnetzes im Süden des Bundeslandes. Dabei sollen 57 neue Grundwassermessstellen errichtet und 33 alte Messstellen fachgerecht zurückgebaut werden. Der beauftragte Dienstleister übernimmt hierfür die gesamte Planung sowie die ingenieurtechnische Begleitung der Baumaßnahmen im Zeitraum von 2026 bis 2028. Diese Arbeiten sind notwendig, da viele bestehende Anlagen über 30 Jahre alt sind und ihre Funktionsfähigkeit verloren haben. Die gewonnenen Daten sind essenziell für die Überwachung der Grundwasserstände und die landesweite Wasserbilanzierung.

IngenieurdienstleistungenUmweltdienstleistungenÖffentliche VerwaltungUmwelt- und NaturschutzWasserwirtschaftIngenieurleistungenUmweltschutzOeffentliche VerwaltungInfrastrukturplanungGrundwassermessnetz
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Planungsleistungen 2026 und Ingenieurtechnische Projektbegleitung 2026-2028 für den Bau/Rückbau von Grundwassermessstellen des hydrologischen Landesmessnetzes

In den Jahren 2026 - 2028 sollen im Arbeitsgebiet des Regionalbereiches Süd (Referat W12) 57 Grundwassermessstellen neu errichtet werden (56 Ersatzneubohrungen und 1 reine Neubohrung (Verdichtung)). In diesem Zusammenhang sollen gleichzeitig 30 Altmessstellen zurückgebaut werden. Drei weitere Grundwassermessstellen sollen zusätzlich und ausschließlich zurückgebaut werden. In Vorbereitung der Bauleistungen im Zeitraum 2026 - 2028 soll für 58 Standorte (Zielstellung: öffentliche Flächen ohne Nutzungsentschädigung) ein Angebot für die Leistungsphasen 1-6 nach HOAI, für den Abschluss der Gestattungsverträge, Klärung der Erlaubnis für die Befahrung der Flächen mit den Flächeneigentümern, die Abfrage von Leitungsauskünften, der Anzeige beim LBGR, der Unteren Wasserbehörde, dem Forstamt (Antrag auf Waldumwandlungsgenehmigung) sowie der Prüfung der Kampfmittelbelastung abgegeben werden. Falls erforderlich, sind Genehmigungen bei der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde der Landkreise und dem Landesbetrieb Forst einzuholen. Zusätzlich zum Angebot für die Leistungsphasen 1-6, soll auch die Leistungsphase 7 mitberücksichtigt werden. Die hierbei im Vordergrund stehende Mitwirkung bei der Vergabe, soll gemeinsam in enger Absprache mit dem Auftraggeber erfolgen. Die voraussichtlichen Endteufen und Ausbaudaten der neu zu errichtenden Messstellen werden anhand der angetroffenen Schichtenfolge, bzw. nach den Ergebnissen der Vorortinterpretation der geophysikalischen Vermessung des offenen Bohrlochs konkretisiert. Der endgültige Ausbau der Grundwassermessstellen (insbesondere Filterbereich) erfolgt erst nach operativer Rücksprache mit dem Auftraggeber (AG). Für diese Arbeiten ist die Leistungsphase 8 nach HOAI (Bauoberleitung), zuzüglich der besonderen Leistungen, wie bspw. die örtliche Bauüberwachung einschließlich der Dokumentation, erforderlich. Zusätzlich erfolgen innerhalb der Vertragsleistungen, die Stratifizierung der Bohrungen und die Aufnahme der Schichtenverzeichnisse im SEP-Format, inklusive der Stamm- und Ausbaudaten.

CPV 71000000180 Tage Laufzeit
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • price

    Die Angebotssumme ist Netto zuzügl. Nebenkosten und der vom Auftraggeber zu tragenden Umsatzsteuer anzugeben. Die Punktermittlung für das zu bewertende Angebot erfolgt nach linearer Interpolation. Sollte das so ermittelte Ergebnis im negativen Zahlenbereich (Minuswert) liegen, wird das Angebot in dieser Kategorie mit 0 Punkten gewertet.

    30%
  • quality

    Berücksichtigung aller Leistungsbereiche und Randbedingungen der Leistungsbeschreibung. Plausible und zielorientierte Erläuterung der Vorgehensweise einzelner Leistungen. Benennung von möglichen Problemen bei der Bearbeitung des Leistungsbildes und Skizzierung von Lösungsansätzen. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfüllungsgraden: 100%: gut strukturierte Angaben, weit überdurchschnittliche Ausführungen, die eine besonders gute Leistung erwarten lassen 80%: strukturierte und nachvollziehbare Angaben, die eine gute Leistung erwarten lassen 60%: durchschnittliche Angaben, die einzelne Lücken und/oder Ungereimtheiten aufweisen können und eine durchschnittliche Leistung erwarten lassen 40%: Angaben weisen Lücken und/oder Ungereimtheiten auf bzw. lassen Schwächen bei der Leistung erwarten 20%: Angaben weisen erhebliche Lücken und/oder Ungereimtheiten auf bzw. lassen erhebliche Schwächen bei der Leistung erwarten 0%: Keine Angaben

    40%
  • quality

    Konkrete und zeitlich detaillierte Darlegung des Planungszeitraumes für den gesamten Umfang der Leistung. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfüllungsgraden: 100%: Kurzer, plausibler Planungszeitraum (ca. 5-6 Monate) 80%: Mittlerer, plausibler Planungzeitraum (ca. 6-7 Monate) 60%: Langer, plausibler Planungzeitraum (ca. 7-8 Monate) 40%: Sehr kurzer, unplausibler Planungzeitraum (ca. 1-4 Monate) 20%: Sehr langer, unplausibler Planungzeitraum (>8 Monate) 0%: Kein Terminplan eingereicht

    30%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 21. Mai 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert