Planungsleistungen TGA HLS und Wassertechnik für die Sanierung des Aquadroms Hockenheim
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Hockenheim schreibt Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für die energetische Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) des Aquadroms aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI für die Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8. Die Maßnahme zielt auf die Verbesserung der Energieeffizienz und die Erreichung der BEG-Effizienzgebäudestufe 85 ab.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Stadt Hockenheim beabsichtigt die energetische Sanierung und teilweise Umnutzung des Freizeitbades Aquadrom. Im Rahmen dessen sollen die Vergabe der Planungs- und Bauüberwachungsleistungen erfolgen. Projektsteuerungsleistungen werden im Vorfeld vergeben. Ziel ist, die Energieeffizienz, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit des Schwimmbads langfristig zu sichern und Hockenheim als Standort für den Wasser- und Schwimmsport zu sichern und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Sanierung zentraler Funktionsbereiche der Badtechnik, insbesondere der bestehenden Filter-, Pumpen- und Lüftungssysteme, die derzeit nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und teilweise in gekoppelten Kreisläufen betrieben werden. Durch die Erneuerung und Optimierung dieser Anlagen sollen der Energieverbrauch reduziert, die Betriebskosten gesenkt und die erstmals zu erreichende Effizienzgebäudestufe gemäß BEG-Stufe 85 sichergestellt werden. Parallel dazu erfolgt eine funktionale Neustrukturierung des Hallenbades: Das große Sportbecken bleibt erhalten und bildet weiterhin die Grundlage für Schul-, Vereins- und Öffentlichkeitsschwimmen. Ergänzend ist der Neubau eines Kleinkindbeckens vorgesehen, das ältere, nicht mehr zeitgemäße Freizeitflächen ersetzt. Die bisherigen Sauna- und Salzgrottenbereiche entfallen, da diese weder förderfähig sind noch wirtschaftlich betrieben werden können. Im Rahmen der Objektplanung ist die Planung und Überwachung vom Abriss der Sauna- und Salzgrottenbereiche pauschal als eine besondere Leistung anzubieten. Der Freibadbereich bleibt unverändert erhalten, seine bauliche Substanz wird nicht verändert. Die Auftraggeberin hat im Rahmen des Förderprogramms des BMWSB "Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) Projektaufruf 2025" Fördermittel beantragt. Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgt unter dem Vorbehalt der Fördermittelbewilligung.
Die Stadt Hockenheim plant die energetische Sanierung ihres Freizeitbades Aquadrom, um die Energieeffizienz zu steigern und die Betriebskosten zu senken. Gesucht werden Ingenieurbüros für die technische Gebäudeausrüstung (TGA), insbesondere für Heizung, Lüftung, Sanitär (HLS) sowie die Wassertechnik. Die Leistungen umfassen das gesamte Spektrum von der ersten Planung bis zur Bauüberwachung (Leistungsphasen 1-9 nach HOAI). Ein besonderer Fokus liegt auf der Erneuerung der Filter- und Pumpensysteme sowie der Umgestaltung des Hallenbades. Die Vergabe steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung von Fördermitteln aus dem Programm 'Sanierung kommunaler Sportstätten'.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand dieser Ausschreibung ist Los 2 - Technische Ausrüstung HLS in den Leistungsphasen 1-9 nach § 55 HOAI der Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- price35%
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem 2,0-fach so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Architekt/ Ingenieur/Geschäftsführer - 30 Stunden Architekt/Ingenieur angestellt - 30 Stunden Zeichner/Schreibkraft.
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Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Herangehensweise im Hinblick auf die wirtschaftliche Umsetzung" erhält ein Angebot: 0-3 Punkte, bei dem auf eine wirtschaftliche Umsetzung nicht oder kaum geachtet wird. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Kostenmanagement vorgestellt wird, welcher eine wirtschaftliche Ausführung sowie die Einhaltung der Baukosten erwarten lassen, das jedoch nicht über die HOAI-Methodik hinausgeht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das über eine besondere Methodik der Kostenplanung und -verfolgung verfügt, das eine kostensichere oder kostenoptimierte Ausführung ermöglicht.
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Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts- und Terminmanagement" erhält ein Angebot: 0-5 Punkte für jedes Unterkriterium. 0-1 erhält ein Angebot mit einem unzureichenden Qualitätsmanagement. 2-3 Punkte erhält ein Angebot, Angebot bei dem eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt. 4-5 Punkte bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass eine spürbare Entlastung für den Bauherrn erwartet wird. 0 Punkte erhält ein Angebot, bei dem auf die Einhaltung der Förderfristen nicht geachtet wird. 1-2 Punkte erhält ein Angebot, bei dem das Einhalten der Förderfristen möglich erscheint. 3-5 Punkte werden vergeben, wenn dem Auftraggeber ein flexibles Team zur Verfügung gestellt wird, dass auf Terminanpassungen des Fördergebers reagieren kann.
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Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Reaktionszeit / Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung" erhält ein Angebot: 0-3 Punkte das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, welche eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine nahezu durchgehende Kontrolle der Ausführung durch die Bauleitung verspricht und darüber hinaus eine angemessene Reaktionszeit für die Kontaktaufnahme auf Anfragen sowie vor Ort anbietet.
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Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen" erhält ein Angebot: 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel Haftungsbeschränkungsvereinbarungen oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
Zeitplan
- 19. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert