TED·402666-2026

Planungsleistungen Szenografie für das Besucherzentrum im Stadtschloss Wiesbaden

Auftragswert
€718k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Der Hessische Landtag schreibt Planungsleistungen für die Szenografie eines neuen Besucherzentrums im denkmalgeschützten Stadtschloss Wiesbaden aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 7 sowie besondere Leistungen für den Zeitraum 2026 bis 2032. Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Der Hessische Landtag hat im Rahmen der umfassenden Sanierungsmaßnahmen des denkmalgeschützten Wiesbadener Stadtschlosses den Beschluss gefasst, in den dortigen noch zu sanierenden historischen Räumlichkeiten ein Besucherzentrum aufzubauen und einzurichten, um interessierte Bürgerinnen und Bürgern über die Arbeitsweise, die Aufgaben, die Gebäude und die Geschichte des hessischen Parlaments zu informieren. Hierzu wird in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb und Lösungsvorschlag ein kreatives und zuverlässiges Planungsbüro / Bürogemeinschaft gesucht, das in den Jahren 2026-2032 die erforderlichen Planungsleistungen der Leistungsphasen 1-7 (in Anlehnung an HOAS 2) sowie Besondere Leistungen erbringt. Fortführung siehe Beschreibung der Beschaffung.

VergabeHero-Einschätzung

Der Hessische Landtag plant die Einrichtung eines neuen Besucherzentrums im historischen Stadtschloss in Wiesbaden. Gesucht wird ein Planungsbüro, das die szenografische Gestaltung übernimmt, um Besuchern die Geschichte und Arbeitsweise des Parlaments näherzubringen. Die Leistungen erstrecken sich über einen langen Zeitraum von 2026 bis 2032 und umfassen die gesamte Planung von der Grundlagenermittlung bis zur Objektüberwachung. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, ist eine hohe gestalterische und fachliche Expertise erforderlich.

Architektur- und IngenieurdienstleistungenKultur und FreizeitÖffentliche VerwaltungBauwesenSzenografieAusstellungsdesignDenkmalschutzOeffentliche VerwaltungArchitekturplanungKulturprojekte
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000Hessischer Landtag, Sanierung Stadtschloss, 2. BA, Planungsleistung Szenografie Besucherzentrum
€718k

Der Hessische Landtag hat im Rahmen der umfassenden Sanierungsmaßnahmen des denkmalgeschützten Wiesbadener Stadtschlosses den Beschluss gefasst, in den dortigen noch zu sanierenden historischen Räumlichkeiten ein Besucherzentrum aufzubauen und einzurichten, um interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Arbeitsweise, die Aufgaben, die Gebäude und die Geschichte des hessischen Parlaments zu informieren. Des Weiteren soll auch die Bedeutung der Demokratie und deren Entwicklung in Hessen dargestellt und auf attraktive Weise vermittelt werden. Eine Expertenkommission hat im Vorfeld dieser Ausschreibung bereits eine Ideenskizze und Empfehlungen zur Ausstellung und deren Inhalte in den vorgesehenen Räumlichkeiten (als zeitlicher Erzählstrang der unterschiedlichen Epochen) entwickelt. Der LBIH hat darüber hinaus eine bauliche Machbarkeitsstudie erstellt. Es ist geplant, das historische Mobiliar nach Voruntersuchungen und Restaurierungsarbeiten weitestgehend wieder ins Schloss zurückzuführen. Gegenstand der Ausschreibung war die Erarbeitung eines Ausstellungskonzepts zur Präsentation der vorgenannten Themen und Inhalte für das Besucherzentrum des Stadtschlosses Wiesbaden. Hierzu zählt neben der Gestaltung und Planung (Konzept, Entwurf, Ausführungsplanung) und Schnittstellenklärung zum bereits bestehenden Fachplanungs-Team, auch die Vorbereitung und Begleitung der notwendigen Ausschreibungen (von Bau- und Liefer-/ Dienstleistungen) sowie die Bauüberwachung der fachbezogenen Gewerke, die zur Realisierung notwendig sind. Ausstellungsdidaktische Themenbereiche sollen besondere Berücksichtigung finden und sind mit dem Auftraggeber und Nutzer abzustimmen. Ziel der geplanten Ausstellung ist es, den Gästen durch ein niederschwelliges Angebot Einblicke in die Geschichte des Schlosses und seiner unterschiedlichen Nutzer zu vermitteln. All dies soll den Besucherinnen und Besuchern auch eine neue Sichtweise auf die Parlamentarische Demokratie und deren historische und aktuelle Entwicklung in Hessen vermitteln. Letzteres soll auch durch Verwendung moderner Medien- und Ausstellungstechnik, beispielsweise mit Hilfe eines Audioguides mit einer virtuellen Person oder eines Avatars und multimedialen Projektionen erfolgen. Die zu planende Ausstellungsgestaltung beinhaltet darüber hinaus auch die Inszenierung und Präsentation historischer Möbel und Objekte sowie Räume. Die Ausstellungsfläche beläuft sich auf ca. 2.400 m² und umfasst die historischen Räumlichkeiten im Hochparterre und 1. OG des Ost- und Westflügels sowie den Diagonalbau und die Kutscherumfahrt des Stadtschlosses. Es handelt sich um Planungsleistungen im historischen Umfeld und mit alterstypischen Schadstoffen ist zu rechnen._________ Fortführung der Beschreibung: Hierzu wurde in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb und Lösungsvorschlag ein kreatives und zuverlässiges Planungsbüro / Bürogemeinschaft gesucht, das in den Jahren 2026-2032 die erforderlichen Planungsleistungen der Leistungsphasen 1-7 (in Anlehnung an HOAS 2) sowie Besondere Leistungen erbringt. Das Verfahren richtete sich an qualifizierte Büros oder Arbeitsgemeinschaften mit nachweisbarer Erfahrung in den Bereichen Szenografie, Ausstellungs- und Raumgestaltung (idealerweise auch Erfahrung im Bereich Museumspädagogik, Museumsdramaturgie, mediale Gestaltung, grafische Gestaltung), sowie mit Projekterfahrung im denkmalgeschützten Kontext. In der ersten Phase des Verhandlungsverfahrens wiesen die sich bewerbenden Planungsbüros / Bürogemeinschaften ihre Eignung mit Hilfe von drei Referenzprojekten aus dem Bereich der Ausstellungsgestaltung nach. Die punktbesten Bieter erhielten Zugang zur Angebotsphase des Verhandlungsverfahrens, in der zur Angebotserstellung ein Lösungsvorschlag für die Ausstellungsgestaltung zu erarbeiten war. Weiterführende (Plan-) Unterlagen wurden den zugelassenen Büros mit Aufforderung zur Angebotsabgabe übermittelt. Im anschließenden Verhandlungsgespräch wurden die Lösungsvorschläge gemeinsam mit der hierfür vorzubereitenden Präsentation der Bewertungskommission vorgestellt. Für die Erarbeitung des Lösungsvorschlags einschl. Präsentation wird den zugelassenen Büros eine Aufwandsentschädigung von 5.000,- € brutto gezahlt. Die Bewertung erfolgte phasenbezogen nach den jeweiligen Wertungsmatrizes.

CPV 71000000, 92000000, 92500000
Bewertung

Zuschlagskriterien

5 Kriterien
  • quality

    Darstellung des Personaleinsatzkonzepts sowie der fachlichen Leistungsfähigkeit der Projektleitung und des Projektteams im Hinblick auf die vorgesehene Maßnahme anhand persönlicher Referenzen. Auftreten der Projektleitung und des Projektteams innerhalb der Präsentation.

    15%
  • quality

    2.1 Darstellung von Kosten-, Termin- und Qualitätsmanagement (Leistungs-integration, Entscheidungs-, Änderungs- und Schnittstellenmanagement). (3%) Kommunikationsfähigkeit zur Vermittlung zwischen den Projektbeteiligten (Fachplaner, Nutzer, Bauherrenvertretung, Planer, Behörden, insbesondere Landesamt für Denkmalpflege, Firmen). Erläuterung der Verfügbarkeit und der Präsenz der Projektbeteiligten vor Ort (während Planung, Bauausführung und Projektabschluss). (7%)

    10%
  • quality

    3.1 -Grundrissdarstellung der beiden Geschosse mit schematischer Darstellung der Ausstellungsbereiche und Themengebiete (zur Vergleichbarkeit Grundrissdarstellungen im Maßstab 1:200) - Entwicklung eines Konzeptansatzes mit Hilfe von Moodbildern und / oder Visualisierungen: - "Appartement der Herzogin", Ostflügel 1. OG, Raum 115S - 118S, Dauerausstellung (1918-1946 - einschl. der demokratischen Aufbruchsphase des Bundeslandes Hessen) sowie - des Eingangsbereichs und Arkaden (ehemalige Kutscherumfahrten) und Hofrondell - Erstellung einer beispielhaften Storyline eines frei wählbaren Teilbereichs - Darstellung einer konzeptionellen Gestaltung eines frei wählbaren Teilbereichs - Lösungsansätze für Projektionsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten sensiblen Raumschale. Prüfung, inwieweit Projektionen in den Fensternischen bzw. auf Fensterflächen realisierbar sind. 3.2 - Darstellung eines realisierbaren Multimedia-Guides (mit Audio, Video und Textinhalten) evtl. unter Darstellung eines Kurzclips - Darstellung von barrierefreier/-reduzierender Nutzung des Multimedia-Guides (z. B. Gebärdensprache, für Sehbeeinträchtigte, Leichte Sprache sowie Fremdsprachen) - Kosten- und Terminplan - Berücksichtigung besonderer Anforderungen im Bereich Denkmalschutz (Schutz der außerordentlich wertvollen historischen Raumschalen und des historischen Inventars). - Berücksichtigung der bauphysikalischen und konservatorischen Maßgaben hinsichtlich der Wärmelasten der vorgeschlagenen Technikkomponenten (bspw. Beamer, Bildschirme etc.). Die Wärmeentwicklung der geplanten Geräte ist auf ein Minimum zu reduzieren. Eine raumlufttechnische Kühlung ist nicht vorgesehen und realisierbar. 3.3 Bewertung der Qualität des Lösungsvorschlags: Szenografische Idee, Innovationskraft, Kreativität, Storyline, Berücksichtigung der restauratorischen und konservatorischen Maßgaben, Qualität der (Präsentations-)Darstellung. Umsetzbarkeit, Auswahl und kreatives Potenzial von vorgeschlagenen multimedialen Komponenten. 3.4 Bereitschaft zur Anpassung und Überarbeitung der Ideen nach Vorstellung des AG. Terminkonzept zur Sicherstellung und Einhaltung des Fertigstellungstermins 2032.

    50%
  • cost

    Grundleistungen und Besondere Leistungen einschl. Nebenkosten und Nutzungsentgelt

    20%
  • cost

    Stundensätze

    5%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 12. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
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