Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung für die Sanierung der Mehrzweckhalle Irsch
Was wird ausgeschrieben
Die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell schreibt Planungsleistungen für die technische Gebäudeausrüstung zur Sanierung einer Mehrzweckhalle in Irsch aus. Ziel ist die energetische und funktionale Ertüchtigung des Gebäudes. Der Auftrag umfasst die fachplanerische Begleitung der Sanierungsmaßnahmen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung zur Sanierung der Mehrzweckhalle in 54451 Irsch
Die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell sucht einen Planer für die technische Gebäudeausrüstung, um die Mehrzweckhalle in Irsch zu sanieren. Dabei geht es vor allem darum, die Energieeffizienz zu steigern und die Halle für das örtliche Vereins- und Sportleben langfristig nutzbar zu machen. Die Leistungen umfassen die gesamte technische Planung für das Sanierungsprojekt. Da es sich um ein öffentliches Projekt handelt, werden neben dem Preis auch qualitative Aspekte wie das Team, das Zeitmanagement sowie soziale und ökologische Kriterien bei der Vergabe berücksichtigt.
Zentrale Anforderungen
1 Punkte- Vorlage der Unterlagen gemäß § 56 VgV
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Die im § 56 VgV aufgeführten Unterlagen
Aufteilung in Lose
1 LotDie Ortsgemeinde Irsch beabsichtigt die Sanierung der bestehenden Mehrzweckhalle auf dem Grundstück der Gemarkung Irsch, Flur 42, Nr. 91 (siehe auch beigefügte Lagepläne 1:1000 und 1:2000). Ziel der Sanierung ist es, die bauliche Substanz der Halle zu erhalten sowie deren Funktionalität und Energieeffizienz zu verbessern, um langfristig eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten. Die Mehrzweckhalle ist ein zentraler Bestandteil des örtlichen Vereins- und Sportlebens. Sie wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt, wie z. B. Sportwettkämpfe, kulturelle Events, Versammlungen und Feierlichkeiten. Um eine dauerhafte und effiziente Nutzung sicherzustellen, sind umfangreiche Renovierungsmaßnahmen erforderlich. Die Halle wurde im Jahr 1987 erbaut. Es wurden bislang keine größeren Renovierungen durchgeführt. In den letzten Jahren traten diverse bauliche Mängel und technische Defizite auf, die den Betrieb und die Sicherheit beeinträchtigen. Die Sanierung verfolgt mehrere Hauptziele: Erhalt und Modernisierung der Bausubstanz: Das Gebäude soll durch eine umfassende Fassaden-, Fenster- und Dachsanierung - insbesondere aus energetischer Sicht – saniert werden. Steigerung der Energieeffizienz: Durch den Einbau moderner Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie durch die Verbesserung der Dämmung soll der Energieverbrauch gesenkt werden. Dies trägt nicht nur zur Kostensenkung bei, sondern auch zum Umweltschutz. Die Gebäudeplanung wird derzeit ausgeschrieben. Das zu beauftragende Architekturbüro hat zukünftig die Oberbauleitung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf brutto 3.701,320,91 € und basieren auf dem Stand der Kostenberechnung nach der Leistungsphase 3 vom 10.03.2025. Bisher wurden die Leistungsphasen 1 bis 3 erbracht. Ein Architekturbüro war im Vorfeld mit den Planungsleistungen bis einschließlich Leistungsphase 3 HOAI für das Projekt befasst. Im Ergebnis der bisherigen Bearbeitung wurde eine Baugenehmigung erteilt. Sämtliche für die weitere Bearbeitung relevanten Unterlagen und Erkenntnisse aus der bisherigen Planung (Schallschutzgutachten, Brandschutzplan, Brandschutzgutachten, und Baugenehmigung) werden dem künftig beauftragten Büro nach Zuschlagserteilung vollständig zur Verfügung gestellt. Die Baugenehmigung mit allen Auflagen ist den Vergabeunterlagen beigefügt. Die Ausschreibung umfasst die Leistungsphasen 5-9 der Gebäudeplanung gem. §§ 34 ff HOAI.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality5%
1. umweltspezifische Aspekte Bei dem Kriterium „umweltspezifische Aspekte“ kommt es dem Auftraggeber auf die Qualität der zu erwartenden Projektumsetzung an. Diese bewertet der Auftraggeber anhand einer schriftlichen Darstellung des Bieters. Die Darstellung kann in Textform und/oder grafisch (max. insgesamt 2 DIN A4 Seiten) erfolgen. Folgende Fragen müssen vom Bieter behandelt werden: Wie berücksichtigen Sie umweltbezogene Aspekte für die Projektdurchführung? Dem Auftraggeber kommt es insbesondere auf die nachhaltige Planung in Bezug auf den Lebenszyklus an. Wie berücksichtigen Sie Umweltaspekte in der Ausschreibungsphase? Die Darstellung sollte anhand eines beispielhaft heranzuziehenden Projekts erfolgen. Es wird keine Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen im Sinne von § 77 Abs. 2 VgV verlangt. Eine Vergütung für die Beantwortung der Frage erfolgt nicht. Das 1. Zuschlagskriterium „umweltspezifische Aspekte“ wird nach dem deutschen Schulnotensystem benotet. Die erreichte Punktzahl wird mit dem angegebenen Gewichtungsfaktor 5 % multipliziert.
- quality5%
2. soziale Aspekte Bei dem Kriterium „soziale Aspekte“ kommt es dem Auftraggeber auf dessen Berücksichtigung bei der zu erwartenden Projektumsetzung an. Diese bewertet der Auftraggeber anhand einer schriftlichen Darstellung des Bieters. Die Darstellung kann in Textform und/oder grafisch (max. insgesamt 1 DIN A4 Seite) erfolgen. Folgende Frage muss vom Bieter behandelt werden: Soziale Aspekte sind unter anderem Frauenförderung, Maßnahmen zur sozialen Integration, Wiedereingliederung von benachteiligten Personen, Ausbildungsmaßnahmen für Arbeitslose und Jugendliche. Wie berücksichtigen Sie soziale Aspekte für die Projektdurchführung? Diesbezüglich wird um die Darstellung von sozialen Aspekten bezüglich der an der Leistung beteiligten Beschäftigten gebeten. Eine Vergütung für die Beantwortung der Frage erfolgt nicht. Das 2. Zuschlagskriterium „soziale Aspekte“ wird nach dem deutschen Schulnotensystem benotet. Die erreichte Punktzahl wird mit dem angegebenen Gewichtungsfaktor 5 % multipliziert.
- quality25%
3. Qualität Bei dem Kriterium »Qualität« kommt es dem Auftraggeber auf die Qualität der zu erwartenden Projektumsetzung an. Diese bewertet der Auftraggeber anhand einer Darstellung des Bieters. Die Darstellung kann in Textform und/oder grafisch erfolgen (max. insgesamt 10 DIN A4 Seiten). Folgende Punkte müssen behandelt werden: a. Darstellung der üblichen Projektorganisation des Bieters in der Planungs- und Ausführungsphase anhand eines beispielhaft heranzuziehenden vergleichbaren Projekts; b. Darstellung der üblichen Terminkontrolle des Bieters in der Planungs- und Ausführungsphase anhand eines beispielhaft heranzuziehenden vergleichbaren Projekts; c. Darstellung der üblichen Kostenkontrolle des Bieters zur Sicherstellung der Kostenvorgaben in der Planungs- und Ausführungsphase anhand eines beispielhaft heranzuziehenden vergleichbaren Projekts. Das 3. Zuschlagskriterium „Qualität“ wird nach dem deutschen Schulnotensystem benotet. Die erreichte Punktzahl wird mit dem angegebenen Gewichtungsfaktor 25 % multipliziert.
- quality10%
4. Teamwertung Das Kriterium »Teamwertung« betrifft die auftragsbezogene Teambesetzung des Bieters. Aufgrund des individuellen Charakters der mit der vorliegenden Ausschreibung bezeichneten freiberuflichen Leistung hängt die Qualität der Ausführung maßgeblich von der beruflichen Qualifikation der mit der Ausführung beauftragten Personen sowie von der Befähigung und der Erfahrung dieser Personen ab. Diese Qualität ist ein wesentliches Merkmal der angebotenen Leistungen und hängt daher mit dem Auftragsgegenstand zusammen. Dem Auftraggeber kommt es bei dem Zuschlagskriterium »Teamwertung« insbesondere auf a. die Zusammensetzung des Teams, b. die nachgewiesene Erfahrung der Teammitglieder und deren berufliche Werdegänge. an. Das 4. Zuschlagskriterium „Teamwertung“ wird nach dem deutschen Schulnotensystem benotet. Die erreichte Punktzahl wird mit dem angegebenen Gewichtungsfaktor 10 % multipliziert.
- quality15%
5. Zeitmanagement Reaktionszeit und Organisation der Erreichbarkeit des Auftragnehmers während der Bauausführung sowie bei unvorhergesehenen Ereignissen im laufenden Betrieb. Erläuterung: Hier kommt es dem Auftraggeber darauf an, Bauverzögerungen aufgrund unvorhergesehener Ereignisse vorzubeugen. Es sollte eine verlässliche und kurzfristige Erreichbarkeit sowie eine schnelle Reaktionszeit (entweder durch Rückmeldung und/oder ein Erscheinen vor Ort) durch einen entscheidungsbefugten Projektverantwortlichen angestrebt werden. Die Darstellung kann in Textform erfolgen (max. insgesamt 1 DIN A 4 Seite) Bewertung Reaktionszeit und Erreichbarkeit: 0 – 1 h 15 Punkte 1 – 2 h 10 Punkte 2 – 4 h 5 Punkte > 4 h 0 Punkte Das Zuschlagskriterium 5 wird nach Punkten bewertet. Die erreichte Punktzahl wird mit dem Gewichtungsfaktor 15 % multipliziert.
- price40%
6. Honorarangebot Die Bieter werden zur Abgabe eines Honorarangebotes aufgefordert. Die angebotene Gesamt-Honorarsumme inklusive Zeithonorar und Nebenkosten wird wie folgt in Punkte umgerechnet: • Das Honorarangebot mit der niedrigsten Angebotssumme erhält 15 Punkte. Mit 0 Punkten wird der doppelte Angebotswert der niedrigsten Angebotssumme angesetzt. • Die zwischen diesen beiden Werten (Minimalwert und Maximalwert) liegenden Honorarangebote werden nach ihrem jeweiligen Abstand zu dem Minimalwert und Maximalwert interpoliert. • Die Interpolation erfolgt nachfolgender Rechenformel: Formel: y = 15 - (15 / (x3 - x1)) * (x2-x1) x1 = niedrigstes Honorarangebot x2 = angegebenes Honorarangebot x3 = doppelte des niedrigsten Honorarangebots y = erreichte Punkte Die so ermittelte Punktzahl stellt die erreichte Punktzahl des 6. Zuschlagskriteriums „Honorarangebot“ dar und wird mit dem angegebenen Gewichtungsfaktor 40 % multipliziert.
Zeitplan
- 18. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung