TED·485878-2026·Schließt in 14 Tagen

Neubau eines Wissenschaftszentrums für das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund

Mecklenburg-Vorpommern
Stralsund, Germany·Veröffentlicht 14. Juli 2026
BauleistungenPlanungsleistungenÖffentliche VerwaltungWissenschaft und ForschungKultur und MuseenHochbauGeneraluebernehmerWissenschaftszentrumOeffentliche AusschreibungWettbewerblicher DialogStralsund
Auftragswert
€15M
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
27. Juli 2026
14 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum plant den Neubau eines Wissenschaftszentrums am Frankenhafen in Stralsund, um verschiedene Standorte für Sammlungen, Labore und Werkstätten zu bündeln. Die Vergabe erfolgt als Generalübernehmerleistung oder an ein Konsortium im Rahmen eines wettbewerblichen Dialogs. Das Projekt umfasst Planung und Bau mit einem geschätzten Auftragswert von 16 bis 18 Millionen Euro.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum (DMM) beabsichtigt den Neubau eines Wissenschaftszentrums im Bereich des Frankenhafens in Stralsund. In dem Neubau sollen bislang auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet Stralsund verteilte Nutzungen (u. a. Sammlungen, Werkstätten und Labore) zusammengeführt und um weitere Nutzungen, insbesondere eine Bibliothek sowie Flächen für Forschung, Lehre und Tagungen, ergänzt werden. Die Zusammenführung und Erweiterung unterschiedlicher Nutzungsarten und -anforderungen macht diese Maßnahme zu einer vielschichtigen Planungs- und Bauaufgabe. Um sowohl den verfügbaren Kostenrahmen als auch den vorgegebenen Zeitplan unter Wahrung der erforderlichen baulichen Qualität und der komplexen funktionalen Anforderungen realisieren zu können, sollen die notwendigen Planungs- und Bauleistungen gebündelt an einen Generalübernehmer bzw. z.B. an ein Konsortium aus Planenden und ausführenden Unternehmen vergeben werden. Da die konkrete planerische und bauliche Lösung zu Verfahrensbeginn noch nicht abschließend beschrieben werden kann, sollen die erforderlichen Leistungen im Rahmen eines Wettbewerblichen Dialogs mit vorgeschaltetem EU-weitem Teilnahmewettbewerb nach VOB/A EU vergeben werden. Die Gesamtkosten für Planen und Bauen werden derzeit auf ca. 16-18 Mio. EUR (brutto) geschätzt.

VergabeHero-Einschätzung

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund schreibt den Neubau eines Wissenschaftszentrums aus, das künftig Forschung, Lehre, eine Bibliothek sowie Werkstätten und Sammlungsflächen unter einem Dach vereinen soll. Da die genaue bauliche Lösung noch erarbeitet werden muss, wird das Projekt im Rahmen eines sogenannten wettbewerblichen Dialogs vergeben – einem Verfahren, bei dem die Auftraggeberin mit den Bietern in einen Austausch tritt, um die beste Lösung zu finden. Gesucht wird ein Generalübernehmer oder ein Konsortium, das sowohl die Planung als auch die bauliche Umsetzung übernimmt. Das Projekt ist aufgrund der vielfältigen Nutzungsanforderungen komplex und hat ein geschätztes Investitionsvolumen von 16 bis 18 Millionen Euro.

Eignung

Zentrale Anforderungen

5 Punkte
  • Nachweis der Eignung gemäß VOB/A EU
  • Vorlage von Referenzen für vergleichbare Projekte
  • Benennung der wesentlichen Projektbeteiligten
  • Personaleinsatzplanung von Planungsbeginn bis Fertigstellung
  • Erfahrung in der Umsetzung funktionaler Leistungsbeschreibungen

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.

Eignungskriterien (Volltext)

Gemäß § 16a VOB/A EU kann die Vergabestelle fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachfordern. Weiterhin behält sich die Vergabestelle vor, keine Unterlagen nachzufordern. Nachforderungen in der Bewerbungs- und Angebotsphase, die nicht fristgerecht eingehen, können zum Ausschluss vom weiteren Verfahren führen.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Planung und Errichtung eines Wissenschaftszentrums für die Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund

WETTBEWERBLICHER DIALOG Im Rahmen des EU-weiten Teilnahmewettbewerbs sollen auf Grundlage der bekanntgegebenen Eignungs- und Mindestanforderungen (s. Anlage Eignungs- und Auswahlkriterien) 3-5 geeignete Bieter(-konsortien) für die anschließende Durchführung des Wettbewerblichen Dialogs gefunden werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist vorgesehen, das Verfahren in zwei Dialogphasen (1. und 2. Dialogphase) durchzuführen. Die Auftraggeberin behält sich vor, zusätzliche Dialogphasen durchzuführen, sofern der Verfahrensverlauf dies erfordert. Die Unternehmen werden hierüber transparent und unter Wahrung der Gleichbehandlung informiert. WETTBEWERBLICHER DIALOG Im Rahmen des EU-weiten Teilnahmewettbewerbs sollen auf Grundlage der bekanntgegebenen Eignungs- und Mindestanforderungen (s. Anlage Eignungs- und Auswahlkriterien) 3-5 geeignete Bieter(-konsortien) für die anschließende Durchführung des Wettbewerblichen Dialogs gefunden werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist vorgesehen, das Verfahren in zwei Dialogphasen (1. und 2. Dialogphase) durchzuführen. Die Auftraggeberin behält sich vor, zusätzliche Dialogphasen durchzuführen, sofern der Verfahrensverlauf dies erfordert. Die Unternehmen werden hierüber transparent und unter Wahrung der Gleichbehandlung informiert. 1. DIALOGPHASE Im Rahmen der 1. Dialogphase bearbeiten die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Unternehmen jeweils die Aufgabenstellung und reichen zum Abschluss der 1. Dialogphase ihre planerischen Dialogbeiträge ein. In dieser Dialogphase werden von den planerischen Dialogbeiträgen Aussagen zur städtebaulich-gestalterischen Qualität, zur Funktionalität und Nutzungsqualität, zur Nachhaltigkeit sowie zur Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit erwartet. Nähere Angaben zur Bewertung der Dialogbeiträge der 1. Dialogphase sind der Ziffer III. zu entnehmen. Weitere Einzelheiten werden zu Beginn der 1. Dialogphase im Rahmen der Einladung zur Teilnahme an der 1. Dialogphase als Bestandteil der Aufgabenbeschreibung über die Vergabeplattform mitgeteilt. Im Rahmen der 1. Dialogphase sollen individuelle Beratungsgespräche mit den Bietern geführt werden, um ein gemeinsames Verständnis der Planungs- und Bauaufgabe zu schaffen sowie eine dialogische Lösungsfindung mit der Auftraggeberin und ggf. weiteren Stakeholdern zu ermöglichen. Die Dialoggespräche werden unter Wahrung der Grundsätze der Gleichbehandlung geführt. Die von den Bietern in der 1. Dialogphase voraussichtlich zu erarbeitenden Leistungen sind Ziffer III. zu entnehmen. Nach dem Ablauf der Abgabefrist erfolgt im Rahmen einer ersten Gremiumssitzung eine nacheinander gestaffelte Vorstellung der vorläufigen planerischen Dialogbeiträge durch die Unternehmen. Im Anschluss ist vorgesehen, dass die Auftraggeberin, ggf. unter Hinzuziehung eines Beratungsgremiums, auf Basis der bekanntgegebenen Bewertungskriterien den besten Dialogbeitrag auswählt, der nach baufachlicher Prüfung zur Vorlage beim Zuwendungsgeber im Rahmen des Verfahrens zur Bewilligung der in Aussicht gestellten Fördermittel eingereicht werden soll. Sofern die Verfahrensentwicklung keine abweichenden Erkenntnisse hervorbringt, ist weiter vorgesehen, diesen planerischen Sachstand der weiteren Bearbeitung im Rahmen der anschließenden 2. Dialogphase für alle Bieter zugrunde zu legen. Weiter behält sich die Auftraggeberin vor, den Bieterkreis nach der 1. Dialogphase zu reduzieren. 2. DIALOGPHASE Vorbehaltlich des positiven Fördermittelbescheids wird der Wettbewerbliche Dialog mit der 2. Dialogphase fortgesetzt. Auf Grundlage des ausgewählten planerischen Dialogbeitrags soll durch ein vom Auftraggeber beauftragtes externes Büro eine funktionale Leistungsbeschreibung (kurz: FLB) erstellt werden. Diese FLB wird im Rahmen der 2. Dialogphase als verbindliche Grundlage allen Bietern zur Verfügung gestellt und ist von ihnen zu prüfen und zu bepreisen. Es ist gegenwärtig vorgesehen, dass in der 2. Dialogphase keine Planungsleistungen erbracht werden. Neben der Bepreisung der FLB ist ein indikatives Angebot unter Berücksichtigung der bekanntgegebenen Zuschlagskriterien sowie Verhandlungspositionen zum Vertragsentwurf einzureichen. Die Unternehmen werden hierüber transparent und unter Wahrung der Gleichbehandlung informiert. ABSCHLUSS DES VERFAHRENS Sobald die Auftraggeberin in Bezug auf die Angebotsbestandteile diejenigen Lösungen ermittelt hat, mit denen die Bedürfnisse und Anforderungen an die zu beschaffende Leistung befriedigt werden können, schließt die Auftraggeberin den Dialog ab. Die im Verfahren verbliebenen Unternehmen werden über die Vergabeplattform informiert. Die Unternehmen haben im Rahmen der anschließenden finalen Angebotsphase Gelegenheit, ihr Angebot zu finalisieren. Es ist vorgesehen mit der Aufforderung zur finalen Angebotsabgabe eine finale Vertragsfassung zur Verfügung zu stellen, welche das Verhandlungsergebnis der mit allen im Verfahren verbliebenen Unternehmen geführten Vertragsverhandlungen für alle Unternehmen in gleicher Weise abbildet. Bitte beachten Sie, dass mit dem finalen Angebot keine Verhandlungsvorschläge mehr eingereicht werden dürfen. Die finalen Angebote werden von der Auftraggeberin anhand der bekanntgegebenen Zuschlagskriterien bewertet. Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot gemäß § 16d (2) 1. VOB/A EU, welches unter Berücksichtigung der genannten Zuschlagskriterien und Gewichtungen insgesamt den höchsten Punktwert erreicht.

CPV 45200000, 71300000, 71500000
Bewertung

Zuschlagskriterien

4 Kriterien
  • quality

    Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der wesentlichen Projektbeteiligten; Projekterfahrungen des Projektteams mit vergleichbaren Projekten; Personaleinsatzplanung von Planungsbeginn bis Fertigstellung; Konzept zur internen Projektorganisation während des gesamten Projektablaufs (Rollen/Verantwortlichkeiten, Entscheidungs- und Eskalationswege). Aussagen zur Kommunikation und Besprechungskultur mit dem Auftraggeber und den zentralen Projektbeteiligten (intern/extern).

    10%
  • quality

    Aussagen zur Erfahrung in der Umsetzung einer bestehenden FLB; Plausibilitäts- und Qualitätsprüfung der vorliegenden FLB hinsichtlich Optimierungspotentialen von gestalterischen sowie funktionalen Anforderungen; Nachhaltigkeitskonzept mit der Zielsetzung einer BNB?Silber Zertifizierung; Optimierungen unter Anwendung von BIM (als Qualitäts-/Koordinationsinstrument).

    30%
  • quality

    Aufstellen einer Ablaufplanung für Planung, Bauausführung und Inbetriebnahme als Balkendiagramm unter Berücksichtigung der wesentlichen Meilensteine zur Sicherstellung einer fristgerechten schlüsselfertigen Übergabe an den Nutzer; Aussagen zu ablaufbedingten Schnittstellen (intern/extern) und wesentlichen Übergabepunkten innerhalb der Projektabwicklung; Aussagen zum Umgang mit möglichen Störungen im Projektablauf (Pufferzeiten)

    10%
  • price

    Bewertet wird der angebotene Brutto-Gesamtpreis. Das preislich niedrigste der eingereichten Angebote wird mit 5 Punkten bewertet. Sollte ein Angebot das 1,20-fache des günstigsten Angebots betragen, so wird das Angebot mit 0 Punkten bewertet. Bei Angebotspreisen zwischen dem preislich niedrigsten Angebot und dem 1,20-fachen dieses Angebotes wird die Punktzahl durch lineare Interpolation, gerundet auf die Zehntelstelle, ermittelt.

    50%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 14. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 27. Juli 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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