Planungsleistungen für Neubau eines Mischwasserentlastungsbauwerks und Retentionsbodenfilters
Was wird ausgeschrieben
Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz schreibt Planungsleistungen für ein neues Mischwasserentlastungsbauwerk sowie einen Retentionsbodenfilter vor der Zentralen Kläranlage aus. Das Projekt basiert auf dem Generalentwässerungsplan von 2018 und zielt auf die Kapazitätserweiterung der Anlage ab. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens.
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Planungsleistungen für den Neubau eines Mischwasserentlastungsbauwerkes mit Bau eines Retentionsbodenfilters vor der Zentralen Kläranlage Chemnitz
Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz sucht einen Planer für ein neues Bauwerk zur Mischwasserentlastung und einen sogenannten Retentionsbodenfilter. Ein Retentionsbodenfilter ist eine naturnahe Reinigungsstufe, die Regenwasser vor der Einleitung in Gewässer durch Bodenpassage filtert. Das Projekt ist notwendig, um die Kapazität der Zentralen Kläranlage (ZKA) zu erhöhen und die gesetzlichen Klärbedingungen einzuhalten. Interessierte Unternehmen müssen ihre fachliche Eignung durch Referenzen nachweisen, wobei die Bewertung zu 50 Prozent auf dem Preis und zu 50 Prozent auf qualitativen Kriterien wie der Projektorganisation und dem technischen Konzept basiert.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Ausschlusskriterien gem. §§ 123, 124 GWB
- Nachweis von Referenzen gemäß Mindestanforderungen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Die Ausschlusskriterien entsprechen den §§ 123, 124 GWB. Zudem führen die nicht eingehaltenen Mindestanforderungen an Referenzen zum Ausschluss. Unterlagen werden gem. § 56 VgV nachgefordert.
Aufteilung in Lose
1 LotBereits der im Oktober 2018 fertiggestellte Generalentwässerungsplan (GEP 2018) bein-haltet eine Erweiterung der ZKA. Neben einer Erhöhung des Mischwasserabflusses zur Klä-ranlage auf QM = 2.775 l/s ist die Erweiterung der vorgelagerten Becken zur Einhaltung der Klärbedingung erforderlich. Weitere Defizite, welche jedoch im Rahmen des GEP un-berücksichtigt blieben, liegen in der fehlenden Leistungsfähigkeit des Entlastungssammlers vom Klärüberlauf, der spezifischen Schwellenbelastung vom Klärüberlauf, dem Längen- zu Höhenverhältnis der einzelnen Becken sowie der Schwellenbelastung des Beckenüberlaufs. Für den Neubau eines Mischwasserentlastungsbauwerks auf dem ehemaligen Rechengut- und Sandfanglagerplatz stehen folgende Flurstücke zur Verfügung: 17, 83, 84/4 und 116/3 der Gemarkung Heinersdorf sowie 327/7, 223/3, 226/3, 227/3 und 227/4 der Gemarkung Borna. Eine Vordimensionierung erfolgte bisher als Regenüberlaufbecken mit einem Volumen von 11.745 m³, Klärüberlauf als selbstregulierender Schlitz, beidseitig überströmt mit eingehäng-ter Rinne, Schwellenlänge mindestens 122 m, maximal 220 m, Höhe Klärüberlauf 282,0 mHN, Beckenüberlauf 282,25 mHN, Länge = 30 m (Eine Umrechnung in DHHN muss noch erfolgen, da das Höhensystem in DHHN zwischenzeitlich geändert wurde) Alternativ ist ein Stauraumkanal mit nachgeschaltetem Feinrechen zu betrachten. Neubau Entlastung zur Chemnitz, Vordimensionierung: Neubau Steuer- und Verteilerbauwerk zur Zulaufbegrenzung zur Zentralen Kläranlage Chemnitz, Vordimensionierung 280,71mHN, Rechteckprofil Re 4000/2000. Beide Varianten müssen mit einem Retentionsbodenfilter mit einer Fläche von ca. 25.000 m² geplant und hydraulisch abgestimmt werden. Die Planung des Retentionsbodenfilters umfasst Verteilung und Steuerung (Steuer- und Verteilungsbauwerk) des vorgereinigten Mischwassers, kann jedoch auch weitere Abwasserströme betreffen, da die derzeitigen ge-setzlichen Bestimmungen stetigen Änderungen unterliegen. Dazu wird im Vorfeld die bestehende Deponie südlich des Bahrebachs vollständig rück-gebaut. Derzeit liegt noch keine Genehmigung zum Deponierückbau vor. Dieser soll jedoch in den Jahren 2027/ 2028 abgeschlossen sein. Tangierende Baumaßnahmen sind der Umbau Zulaufbereichs Zentrale Kläranlage Chem-nitz, Brückenneubau über den Bahrebach, Straßeninstandsetzung Heinersdorfer Straße mit Anbindung des neuen Brückenbauwerks und Abbruch des alten Brückenbauwerks, Sani-erung der Altdeponie Bahrebach Aufgabe ist die Fortführung des Studienergebnisses beginnend mit der Vorplanung mit Vari-antenvergleich bis zur Ausführung und Objektbetreuung. Das öffentliche Vergaberecht ist einzuhalten. Es sind Planungsleistungen für folgende Leistungsbilder nach HOAI in der aktuell gültigen Fassung zu erbringen: - Grundleistungen der Leistungsphasen 2 - 9 nach §§ 41 ff. in Verbindung mit Anlage 12 HOAI - Ingenieurbauwerke - Grundleistungen der Leistungsphasen 2 - 6 nach §§ 49 ff. in Verbindung mit Anlage 14 HOAI - Tragwerksplanung - Grundleistungen der Leistungsphasen 2 - 9 nach §§ 53 ff. in Verbindung mit Anlage 15 HOAI - Technische Ausrüstung/ Gebäudetechnik/ EMSR
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality20%
Darstellung der zeitlichen Projektabwicklung und der Organisation innerhalb und außerhalb des Projektteams für die ausgeschriebene Leistung
- quality30%
Konzeptionelle Darstellung des Baus eines Retentionsbodenfilters
- price50%
Honorar (40%), Stundensätze (10%)
Zeitplan
- 28. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung