Planung einer Heizzentrale und eines Nahwärmenetzes in Oberkochen
Was wird ausgeschrieben
Die Stadtwerke Oberkochen schreiben die Fach- und Objektplanung für eine neue Heizzentrale auf Basis regenerativer Energien sowie den Ausbau eines Nahwärmenetzes aus. Das Projekt umfasst den Bau einer Holzhackschnitzel-Anlage und die Verlegung von Wärmeleitungen im Stadtgebiet. Die Vertragslaufzeit für die Planungsleistungen beträgt jeweils 360 Tage.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Neubau einer Heizzentrale zur Wärmeerzeugung nach EEG sowie eines Wärmeverteilnetzes zur Wärmeversorgung der Stadt Oberkochen einschließlich der Einbindung bereits vorverlegter Leitungsabschnitte
Die Stadtwerke Oberkochen planen den Bau einer neuen Heizzentrale, die primär mit Holzhackschnitzeln betrieben wird, um die Stadt mit Wärme zu versorgen. Zusätzlich soll ein umfangreiches Nahwärmenetz verlegt werden, das unter anderem das Carl-Zeiss-Stadion und verschiedene Straßenzüge erschließt. Die Ausschreibung ist in zwei Lose unterteilt: Los 1 umfasst die technische Fachplanung der Heizzentrale, während Los 2 die Planung des Netzbaus beinhaltet. Interessierte Unternehmen müssen sowohl fachliche Expertise in der Anlagentechnik als auch im Leitungsbau nachweisen.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Vollständige Einreichung aller geforderten Nachweise und Erklärungen
- Nachweis der Fachkunde für Objektplanung TA/Heizzentrale
- Nachweis der Fachkunde für Netzbauplanung
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Bitte beachten: Um einen eventuellen Ausschluss des Angebotes zu vermeiden, legen Sie bitte die geforderten Nachweise und Erklärungen dem Angebot unbedingt vollständig bei.
Aufteilung in Lose
2 LoteDie zu errichtende Heizzentrale am durch den Gemeinderat der Stadt Oberkochen festgelegten Standort Kreuzmühle soll im Wesentlichen mit regenerativen Energien betrieben werden – die Nutzung fossiler Brennstoffe ist nur für die Spitzenlastabdeckung und zur Abpufferung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten am dem primären Wärmeerzeuger zulässig. Die Anlage zur Wärmeerzeugung ist für den Energieträger Holzhackschnitzel ausgelegt. In einer ersten Ausbaustufe wird ein Kessel für Holzhackschnitzel mit einer Nennleistung von 1,2 MW errichtet, die zweite Ausbaustufe mit einem weiteren Kessel mit gleicher Nennleistung ist in der Planung des Gebäudes bereits berücksichtigt. Die Versorgung der Kessel erfolgt mittels automatischer Förderung aus einem am Gebäude angebauten Hackschnitzelbunker, der so angeordnet ist, dass die Belieferung der Hackschnitzel durch LKW direkt von oben in den Bunker erfolgen kann. Die Rauchgase werden in 2 Stufen (Zyklon- und E-Filter) gereinigt, der Austrag der Rostasche, der Zyklonasche und der Filterasche erfolgt automatisch bis zu den jeweils zur Entsorgung geeigneten Transportbehältern. Ziel ist ein weitgehend autarker Betrieb der Anlage. Des Weiteren wird ein gasbetriebenes BHKW in die Wärmeerzeugung eingebunden. Zusammen mit einem Gas-Heizkessel soll das BHKW bis zu 20% der geplanten Wärmemenge erzeugen. Dafür ist das BHKW mit einer Leistung von 0,381 MW ausgelegt. Das BHKW ist ebenfalls in der Heizzentrale untergebracht. Die Abgase werden im Schornstein mit den Rauchgasrohren gebündelt und an die Umgebung abgegeben. Die erzeugte elektrische Energie ist im Wesentlichen für die Eigenstromerzeugung vorgesehen. Auf die ausführliche Beschreibung der Planungsaufgabe in der Anlage "260506 GEO-NWO SektVO TA und Netz Erläuterungsbericht Planungsaufgabe" zu den Ausschreibungsunterlagen wird vollumfänglich verwiesen.
Das Verteilnetz für die Wärmeverteilung erstreckt sich vom Standort der Heizzentrale über das Gelände des Sportplatzes (Carl-Zeiss-Stadion) auf der anderen Uferseite des Schwarzen Kochers zur Aalener Straße zurück unter dem Schwarzen Kocher dem Verlauf der Aalener Straße folgend zur Beethovenstraße, dort über die Hölderlinstraße, Gutenbachweg, Schubartweg, Heinz- Küppenbender-Straße, Katzenbachstraße bis zum Gerhart-Hauptmann-Weg (siehe hierzu obige Darstellung: Übersichtsplan Netz u. Heizzentrale) . Entlang des Trassenweges sind weitere Straßen (z.B. Silcherweg und Adalbert-Stifter-Weg) anzubinden und zu versorgen. Die bereits vor 2024 im Zuge von Straßenbaumaßnahmen vorgestreckten Verteilerleitungen und Hausanschlussleitungen in den Straßen Mozartweg, Hölderlinweg und Primelweg sind in das Netz einzubinden – die Straßenzüge werden über die neu zu errichtenden Verteiler- und Hauptleitungen mit Wärme versorgt. Die Planung weiterer Hausanschlüsse in den o.g. Straßenzügen (sog. „Nachverdichtung“) ist nicht Gegenstand der Ausschreibung und ist daher nicht zu berücksichtigen. Auf die ausführliche Beschreibung der Planungsaufgabe in der Anlage "260506 GEO-NWO SektVO TA und Netz Erläuterungsbericht Planungsaufgabe" zu den Ausschreibungsunterlagen wird vollumfänglich verwiesen.
Zuschlagskriterien
10 Kriterien- quality20%
Darlegung Organisation des mit der Ausführung betrauten Personals
- quality30%
Darlegung Konzept der Projektabwicklung / Projektanalyse
- quality5%
Präsentation - Beantwortung der Fragen
- quality5%
Persönlicher Eindruck der Präsentation
- price40%
Honorarangebot
- quality20%
Darlegung Organisation des mit der Ausführung betrauten Personals
- quality30%
Darlegung Konzept der Projektabwicklung / Projektanalyse
- quality5%
Präsentation - Beantwortung der Fragen
- quality5%
Persönlicher Eindruck der Präsentation
- price40%
Honorarangebot
Zeitplan
- 26. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 22. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung