Planung der technischen Ausrüstung für den Neubau einer Feuerwache in Bremerhaven
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Bremerhaven vergibt die Planungsleistungen für die technische Ausrüstung eines neuen Feuerwehr- und Rettungswachengebäudes im Überseehafen. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 5 bis 6 nach HOAI sowie optional die Phasen 7 bis 9 für die Anlagengruppen Starkstrom, Notstrom, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Fernmelde- sowie Informationstechnik. Die Bruttogeschossfläche des Gebäudes beträgt rund 2.900 m². Der geschätzte Baukostenanschlag für die technischen Gewerke liegt bei knapp 1,19 Millionen Euro netto.
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Für die adäquate Sicherstellung von Brandschutz und rettungsdienstlicher Versorgung im Norden der Stadt Bremerhaven wurde der Bedarf einer neuen Feuer- und Rettungswache in einem Brandschutzbedarfsplan ermittelt. Als geeigneter Wachstandort wurde ein Grundstück von rund 10.000 m² in der Alfred-Wegener-Straße ausgewählt, welches sich im Stadtbremischen Überseehafengebiet befindet und daher Eigentum der Stadtgemeinde Bremen ist. Die Wache weist eine Bruttogeschossfläche von rund 2.900 m² in zwei Vollgeschossen auf: Im Erdgeschoss befinden sich 12 Fahrzeugstellplätze sowie eine Waschhalle. Über den Funktionsräumen wie den Lagerflächen befindet sich ein Zwischengeschoss mit Werkstätten. Im Obergeschoss befinden sich die Büro- und Ruheräume sowie eine Dachterrasse. Geplant ist eine Holz-Hybridbauweise, wobei das Erdgeschoss aus Betonelementen und das Obergeschoss in Holzbauweise errichtet werden. Die Flachdachflächen des Obergeschosses werden vollständig mit einer Photovoltaikanlage belegt, deren Überschussenergie in einem Batteriespeicher verortet werden soll. Die Etagen sind neben dem Aufzug und der Treppe auch durch Rutschstangen miteinander verbunden. Im Rahmen der elektrotechnischen Erschließung (KG 440) ist die Mittelspannungsversorgung inklusive einer eigenen Übergabestation, der Transformatorauslegung sowie eines selektiven Schaltanlagenkonzepts zu planen, um eine maximale Ausfallsicherheit der Netzebenen zu garantieren. Zur Sicherstellung des autarken Einsatzbetriebs sind eine Notstromanlage (Diesel, ca. 400 kVA) mit automatischer Umschalteinrichtung und Kraftstoffbevorratung sowie eine USV-Anlage für kritische IT-Infrastrukturen in die Planung zu integrieren. Der Schutz des Gebäudes und der Technik ist durch eine normgerechte Blitzschutz- und Erdungsanlage sicherzustellen. Zudem ist eine Ladeinfrastruktur mit DC-Schnellladern und AC-Wallboxen samt Lastmanagementsystem sowie eine DALI-gesteuerte Innen- und Außenbeleuchtung inklusive Sicherheitsbeleuchtung zu realisieren. Für die Fernmelde- und Informationstechnik (KG 450) ist eine strukturierte Datenverkabelung sowie die Installation von Gefahrenmeldeanlagen (BMA/ZKS/Video) vorzusehen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Planung liegt in der intelligenten Verknüpfung der Alarmierungseinrichtungen mit der Haustechnik: Im Alarmfall müssen die Ansteuerung der Tore, die Aktivierung der Alarmbeleuchtung sowie die Ampelschaltung zur Ausfahrtfreigabe automatisiert erfolgen. Da das Grundstück bisher als naturbelassene Fläche im Flächennutzungsplan dargestellt wurde, wird derzeit in einem Bebauungsplanverfahren Baurecht für dieses Grundstück hergestellt. Voraussichtlich wird der formelle Beschluss im Sommer 2026 gefasst. Die Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung in den Anlagengruppen 4-5 für die Leistungsphasen 1-2 wurden durch den Auftraggeber erbracht, die Entwurfsplanung wird durch den Auftraggeber derzeit finalisiert. Die Entwurfsplanung wird mit Auftragserteilung zur Verfügung gestellt. Die Baukosten für die Starkstrom-, Fernmelde- und Informationstechnik (KG 440 und 450) belaufen sich gemäß Kostenschätzung auf 1.189.500,00 Euro netto.
Die Stadt Bremerhaven plant den Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache im Überseehafen und sucht dafür Fachplaner für die technische Gebäudeausrüstung. Der Auftrag umfasst die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 5 und 6) sowie optional die Ausführungsplanung (Phasen 7 bis 9) für Elektro-, IT- und Sicherheitstechnik. Dazu gehören die Stromversorgung mit Notstromaggregat, die Integration einer Dach-Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, eine strukturierte Datenverkabelung sowie die Vernetzung von Alarmierungs- und Sicherheitssystemen. Das rund 2.900 Quadratmeter große Gebäude wird in Holz-Hybridbauweise errichtet und soll eine maximale Ausfallsicherheit für den Einsatzbetrieb gewährleisten. Der geschätzte Baukostenrahmen für die technischen Anlagen liegt bei etwa 1,19 Millionen Euro netto. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Magistrat der Stadt Bremerhaven, vertreten durch den Wirtschaftsbetrieb Seestadt Immobilien)
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Nachweis freier Ausschlussgründe nach § 123/124 GWB
- Nachweis Erfüllung von Steuer- und Sozialversicherungspflichten
- Fachplanungserfahrung für technische Gebäudeausrüstung
- Einarbeitung und Plausibilitätsprüfung der vorliegenden Entwurfsplanung
- Kenntnisse der HOAI-Leistungsphasen 5 bis 9
- Erfahrung mit Notstrom-, PV- und Ladeinfrastrukturplanung
- Nachweis nach § 124 Abs. 2 GWB (Arbeitnehmer-Entsendegesetz etc.)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Angaben, dass nachweislich keine Ausschlussgründe gem. § 21 Arbeitnehmer-Entsendegesetz, § 98c Aufenthaltsgesetz, § 19 Mindestlohngesetz, § 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz und § 22 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz vorliegen (§ 124 (2) GWB). Ggf. Nachweise hinsichtlich einer durchgeführten Selbstreinigung gem. § 125 GWB. Angaben, dass nachweislich keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB vorliegen. Ggf. Nachweise hinsichtlich einer durchgeführten Selbstreinigung gem. § 125 GWB. Angaben, dass die Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben ordnungsgemäß erfüllt wurde und insofern nachweislich keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB vorliegen. Angaben, dass die Verpflichtung zur Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt wurde und insofern nachweislich keine Ausschlussgründe gemäß §123 GWB vorliegen. Auf gesondertes Verlangen: Angaben, dass die Verpflichtung zur Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt wurde und insofern nachweislich keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB vorliegen. Auf gesondertes Verlangen: Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, soweit Ihr Unternehmen beitragspflichtig ist. Angaben, dass nachweislich keine Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB vorliegen. Ggf. Nachweise hinsichtlich einer durchgeführten Selbstreinigung gem. § 125 GWB. Die Nachforderung von Unterlagen richtet sich nach § 56 VgV.
Aufteilung in Lose
1 Lot- Technische Ausrüstung Lph 5-6 und optional Lph 7-9 gem. § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15, Ziffer 15.1 für die Anlagengruppen: 4. Starkstromanlagen und 5. Fernmelde- oder informationstechnische Anlagen. - Besondere / Zusätzliche Leistungen: Einarbeitung und Plausibilitätsprüfung der Entwurfsplanung
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price40%
Siehe Vergabeunterlagen (Datei: 01_Feuerwache-Ueberseehafen_TA_Aufford-Angebot)
- quality30%
Siehe Vergabeunterlagen (Datei: 01_Feuerwache-Ueberseehafen_TA_Aufford-Angebot)
- quality30%
Siehe Vergabeunterlagen (Datei: 01_Feuerwache-Ueberseehafen_TA_Aufford-Angebot)
Zeitplan
- 17. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 19. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung