Lieferung und Inbetriebnahme einer Czochralski-Züchtungsanlage für Fluorid-Einkristalle

Was wird ausgeschrieben
Der Forschungsverbund Berlin e.V. schreibt die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme einer spezialisierten Kristallzüchtungsanlage für Fluorid-Einkristalle aus. Das System muss Hochvakuum-Prozesse unter Verwendung von Argon und CF4 ermöglichen und Kristalle bis zu 100 mm Durchmesser verarbeiten können. Der Auftrag umfasst zudem die Dokumentation, Abnahmen sowie Serviceleistungen.
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Lieferung "frei Verwendungsstelle", Installation und Inbetriebnahme einer Cz-Züchtungsanlage für das Züchten von Fluorid-Einkristallen. Darüber hinaus: Bereitstellung der Dokumentation, Abnahme (Werks- und Endabnahme), Service im Störungsfall. Das System ermöglicht das Wachstum von Fluorid-Einkristallen aus der Schmelze mittels Ziehverfahren (z. B. Czochralski-Verfahren). Das System wird in einer Forschungsumgebung eingesetzt und muss häufigen Benutzerzugriff, einfache Wartung sowie eine hohe Prozessstabilität gewährleisten. Das System soll Kristalle mit einem maximalen Durchmesser von 100 mm (4 Zoll) und einem Gewicht von bis zu 5 kg herstellen können. Der maximale Innendurchmesser des Tiegels wird auf ca. 200 mm geschätzt. Der Kristallzüchtungsprozess findet in einer wassergekühlten Edelstahlkammer statt, deren Innenwand elektropoliert sein muss, um ein Hochvakuum zu erreichen. Argon und CF4 werden als Prozessgase verwendet. Das System muss über eine Bake-out-Funktion verfügen, d. h. die Kammer muss unter Erwärmung auf >50 °C auf ein Hochvakuum (<1×10-6 mbar) evakuiert werden können. Der Prozess wird bei einem Druck leicht über Atmosphärendruck (typischerweise 1,05-1,1 bar) in statischer oder strömender Atmosphäre durchgeführt. Das Ausgangsmaterial befindet sich in einem kohlenstoffbasierten Tiegel (Graphit oder glasartiger Kohlenstoff), der im Zentrum der Edelstahlkammer beheizt wird. Die Beheizung erfolgt mittels einer Graphit-Widerstandsheizung, die den Tiegel und die Schmelze erwärmt. Der Kristallisationsprozess wird durch einen Impfkristall initiiert, der an einer rotierenden und translatorisch beweglichen Welle aus Platin befestigt ist und in die Schmelze eingetaucht wird. Der Impfkristall wird anschließend unter Rotation langsam aus der Schmelze herausgezogen, wodurch ein Volumeneinkristall entsteht.
Der Forschungsverbund Berlin sucht einen Anbieter für eine hochspezialisierte Anlage zur Züchtung von Fluorid-Einkristallen mittels des Czochralski-Verfahrens. Das Gerät wird in einer Forschungsumgebung eingesetzt und muss komplexe Anforderungen wie Hochvakuum-Bedingungen, eine spezielle Graphit-Widerstandsheizung und die Handhabung von Prozessgasen wie Argon und CF4 erfüllen. Neben der reinen Lieferung und Installation sind auch die Inbetriebnahme, eine umfassende Dokumentation sowie die Durchführung von Werks- und Endabnahmen Teil des Auftrags. Der Preis für das Angebot wird nicht nur durch die Anschaffungskosten bestimmt, sondern beinhaltet auch die Stromverbrauchskosten für einen Zeitraum von 15 Jahren.
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Erklärung zu Ausschlussgründen gemäß VgV § 26
- Erklärung gemäß § 1 Abs. 2 Frauenförderverordnung
- Bieterangaben zum Wettbewerbsregister
- Eigenerklärung gemäß VO (EU) 2022/833
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
s. "Erklärungen zu Ausschlussgründen_VgV_26" Folgende Unterlagen müssen ausgefüllt und im Bietercockpit hochgeladen werden: - Erklärungen zu Ausschlussgründen_VgV_26 - Erklärung gem. § 1 Abs. 2 der Frauenförderverordnung - Bieterangaben_Wettbewerbsregister - Eigenerklärung-VO-2022-833 Folgende Unterlagen müssen ausgefüllt und im Bietercockpit hochgeladen werden nur, sofern zutreffend: - Erklärung_Bieter_Bewerbergemeinschaft - Unterauftragnehmer_Eignungsleihe_VgV_UVgO - Verpflichtungserklaerung_anderer_Unternehmer
Aufteilung in Lose
1 Lot1 Leistungseinheit umfassend: Lieferung der Anlage "frei Verwendungsstelle", Installation, Inbetriebnahme, Bereitstellung der Dokumentation, Abnahme (Werks- und Endabnahme), Service im Störungsfall.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price100%
Als "Wertungspreis" gilt der Angebotspreis erhöht um Lebenszykluskosten (Stromverbrauchskosten über 15 Jahre). Ermittlung des "Wertungspreises" erfolgt DURCH DEN AUFTRAGGEBER anhand der Berechnungshilfe, die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erstellt wurde. Der von dem Bieter im Fragebogen angegebene Strombedarf des Systems in Watt wird in die Zeile "Strombedarf [Watt]" eingetragen (s. Berechnungshilfe "Nicht ausfüllen_Lebenszykluskosten_bei_strombetriebenen_Geräten"). (dieses Formular wird nur zu Ihrer Information beigefügt und wird ausschließlich durch den Auftraggeber ausgefüllt). Bepunktung des Kriteriums "Preis": Ein wertbares Angebot mit dem niedrigsten Wertungspreis bekommt für dieses Kriterium 100 Punkte. Ein anderes wertbares Angebot X mit einem höheren Wertungspreis erhält die Punkte für dieses Kriterium nach der folgenden Formel: (niedrigster Wertungspreis / Wertungspreis des Angebots X) * 100. Das Angebot mit der höchsten erreichten Gesamtpunktezahl erhält den Zuschlag. Beim Punktegleichstand entscheidet das Los.
Zeitplan
- 4. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Sept. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung