Neubau eines Heizwerks und Sanierung der Wärmeerzeugung in der Örtzetal-Kaserne Munster
Was wird ausgeschrieben
Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen schreibt den Neubau eines Heizwerks in der Örtzetal-Kaserne in Munster aus. Der Auftrag umfasst die Installation von Holzhackschnitzelkesseln, Erdgaskesseln und Blockheizkraftwerken sowie die Umverlegung von Wärmeversorgungsleitungen und zugehörige Elektroinstallationen. Es handelt sich um ein komplexes technisches Bauvorhaben zur Modernisierung der Energieversorgung.
Vollständige Beschreibung anzeigen
In der Örtzetal-Kaserne Munster wird ein neues Heizwerk errichtet. Neben dem Heizwerk sind zusätzlich bestehende Wärmeversorgungsleitungen im Baufeld umzuverlegen. Die erforderlichen elektrotechnischen Installationen umfassen die Ausstattung eines Heizwerkes sowie mehrerer angeschlossener Gebäude- und Außenbereiche.
Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen plant die Modernisierung der Wärmeversorgung in der Örtzetal-Kaserne in Munster. Kern des Projekts ist der Neubau eines Heizwerks, das mit einer Kombination aus Holzhackschnitzelkesseln, Erdgaskesseln und drei Blockheizkraftwerken (BHKW) betrieben wird. Zusätzlich müssen bestehende Wärmeversorgungsleitungen im Baufeld umverlegt und die notwendige Elektrotechnik für das Heizwerk sowie angrenzende Bereiche installiert werden. Da es sich um eine umfangreiche technische Anlage mit verschiedenen Energieträgern handelt, ist eine spezialisierte Fachplanung und Ausführung erforderlich.
Aufteilung in Lose
1 LotDie nachfolgend beschriebenen Leistungen sind eine Ergänzung zu den bereits ausgeschriebenen: Die Wärmeerzeugungsanlage besteht aus folgenden Hauptkomponenten: - 2 x 2,0 MW Holzhackschnitzelkesselanlagen inkl. Schubboden, Brennstoffförderung, Ascheaustragung sowie Abgasreinigung - 1 x 7,2 MW + 1 x 3,8 MW Erdgaskessel - 3 x Erdgas-BHKW mit jeweils ca. 260 kW(el) und 390 kW (th) - Nebenanlagen wie Druckhaltung, Wasseraufbereitung, Pufferspeicher, Netzpumpenanlage inkl. dazugehöriger Verrohrung. - Wärmedämmung der Rohrleitungen und Armaturen - Gebäudeautomation für die vorstehend genannten Anlagenbestandteile Vor Beginn der Hochbaumaßnahmen sind bestehende Wärmeversorgungsleitungen aus dem Baufeld umzuverlegen. Hierbei ist eine neue Niederdruckheißwassertrasse (NDHW) als erdverlegte Kunststoffmantelrohrleitung (VL + RL) mit einer Trassenlänge von insgesamt 650 m (325 Trm DN 250, weitere Leitungen in DN 40 bis DN 125) auszuführen (Rohrleitungsbau und Tiefbau). In Teilbereichen werden darüber hinaus noch folgende Medienleitungen parallel zur Wärmeversorgungstrasse verlegt: - Erdgasleitung - Trinkwasserleitungen (nur Tiefbauarbeiten - Rohrleitungsbau erfolgt durch die Stadtwerke) - Leerrohre für Elektro-/GA-Kabel - Schmutzwasser - Regenwasserentwässerung In drei Gebäuden ist die Wärmetechnische Hausstation anzupassen (dezentrale TWW-Bereitung, Entfall des Hochdruckheißwasseranschlusses) Die elektrotechnische Installation umfassen: - Allgemeine Elektroinstallation inkl. Ausstattung von Lager-, Büro-, Technik-, Hallen- und Sanitärräumen - PV-Anlagen auf verschiedenen Dachflächen inkl. Verkabelung, Wechselrichter und Batterietechnik - Erdungs- und Blitzschutzanlagen - Sicherheitsbeleuchtung mit Zentralbatterieanlage - NSHV-Anlage (Niederspannungshauptverteilung) mit Doppelboden im Obergeschoss - Daten- und Netzwerktechnik - Verkabelung von größeren Querschnitten inkl. Anschluss an eine BHKW-Anlage - Installation von Diversen Kabeltragsystemen für die ELT und GA-Verkabelungen - Berücksichtigung von Brandschutz - Anbindung an den vorhandenen Mittelspannungsring der Liegenschaft - Anbindung an den Liegenschaftsknoten der IT-Infrastruktur mit neuer LWL- und FM-Kabelung inkl. Errichtung neuer Kabelzugschächte und Leerrohranlagen - Ausstattung einer Holzhackschnitzel-Lagerhalle mit Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Arbeitssteckdosen bis 32A, PV-Anlage sowie Erdungs- und Blitzschutz - Zwei Beton-Fertigstationen für zwei 1000 kVA Öl-Transformatoren, Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen sowie PV-Wechselrichter und Datentechnik - Außenanlagen mit Mastleuchten, Torsteuerung, Gegensprech- und Klingelanlage, Kartenlesern sowie vollständiger Erdungsanlage an Zaun, Toren, Masten, Schornsteinen und Potentialsteuerung an den Toreinfahrten
Zeitplan
- 20. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert