ÖPNV-Mobilitäts-App als White-Label-Lösung
Was wird ausgeschrieben
Die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) beschafft eine Cloud-basierte Software-as-a-Service-Lösung für eine barrierefreie ÖPNV-Kunden-App. Die App soll als native Anwendung für iOS und Android sowie als Web-Portal bereitgestellt werden. Der Auftrag umfasst Implementierung, Anpassung, Betrieb und Pflege der Lösung. Das Verhandlungsverfahren mit Aufruf zum Wettbewerb hat eine Angebotsfrist bis zum 12. Mai 2026.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Gegenstand der Beschaffung sind folgende Cloudleistungen: die Implementierung, Anpassung, der Betrieb und die Pflege einer Software-as-a-Service-Lösung zur Bereitstellung einer barrierefreien und benutzerfreundlichen App für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als native Anwendung für iOS und Android sowie als Web-Portal (im Folgenden nur als "Mobilitäts-App" bezeichnet).
Die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) — Betreiberin des ÖPNV mit Bussen und Straßenbahnen in Mainz — vergibt die Entwicklung und den Betrieb einer eigenen Mobilitäts-App. Dabei handelt es sich um eine White-Label-Lösung, die als native App für Smartphones (iOS und Android) sowie als Web-Portal verfügbar sein soll und barrierefrei sein muss. Der Auftragnehmer soll die Software nicht nur entwickeln, sondern auch langfristig betreiben und pflegen (SaaS-Modell). Die MVG möchte damit ihre Kunden direkt informieren und Fahrkarten digital verkaufen können. Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren, bei dem die Qualität zu 60 % und der Preis zu 40 % zählen. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: MVG, Mainzer Mobilität)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis von Erfahrung mit der Entwicklung und dem Betrieb von ÖPNV-Apps oder vergleichbaren Mobilitätsanwendungen
- Fähigkeit zur Bereitstellung einer barrierefreien Lösung gemäß BITV/EN 301 549
- Nachweis von SaaS-Erfahrung (Implementierung, Betrieb und Pflege)
- Referenzen für vergleichbare öffentliche Auftraggeber im Verkehrssektor
- Eignung gemäß SektVO (unternehmensbezogene und leistungsbezogene Unterlagen)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen bzw. fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen können zum Ausschluss des Bieters vom Vergabeverfahren führen. Die Vergabestelle behält sich daher vor, Bieter gemäß § 51 Abs. 2 SektVO aufzufordern, innerhalb einer von der Vergabestelle gesetzten angemessenen Nachfrist fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen. Etwaige Änderungen des Bieters an seinen Angaben müssen zweifelsfrei sein. Wenn die nachzureichenden, zu vervollständigenden und/oder zu korrigierenden Unterlagen daraufhin nicht innerhalb der Nachfrist bei der Vergabestelle eingehen, führt dies zum Ausschluss des Bieters vom weiteren Vergabeverfahren. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit ist der Eingang auf dem Server der Vergabeplattform. Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen (vgl. § 51 Abs. 3 SektVO).
Aufteilung in Lose
1 LotDie Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) ist als Tochtergesellschaft der Mainzer Stadtwerke (MSW) die Betreiberin des ÖPNV mit Bussen und Straßenbahnen sowie eines Fahrradvermietsystems in Mainz und der näheren Umgebung. Die MVG tritt in Mainz unter dem Markennamen Mainzer Mobilität auf. Es ist der MVG ein großes Anliegen Ihre Kunden direkt kontaktieren zu können, sie mit Informationen zu versorgen und Fahrkarten auch digital direkt an sie zu vertreiben. Für diesen Zweck gab es bislang eine durch einen Dienstleister entwickelte native App, die Mainzer Mobilität-App, als App von Mainzer/-innen für Mainzer/-innen. Die neue App soll schlank und intuitiv im Design und in der Kundenführung sein. Sie gibt Fahrplanauskünfte und wichtige Informationen an Kunden/-innen aus und Fahrkarten können weiterhin schnell und zuverlässig gekauft werden. Das Fahrkartensortiment umfasst das Deutschlandticket und Einzelfahrscheine, Tageskarten und Sammelkarten (Mehrfahrtenkarten) in der RMV-Preisstufe 13 (Mainz/Wiesbaden). Den USP der App stellt dabei die Sammelkarte dar, die es digitalisiert RMV-weit nur in Mainz und Wiesbaden zu kaufen gibt. Gegenstand der Beschaffung sind folgende Cloudleistungen: die Implementierung, Anpassung, der Betrieb und die Pflege einer Software-as-a-Service-Lösung zur Bereitstellung einer barrierefreien und benutzerfreundlichen App für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als native Anwendung für iOS und Android sowie als Web-Portal (im Folgenden nur als "Mobilitäts-App" bezeichnet).
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality40%
Das Kriterium Fachliche und Nicht-Fachliche Anforderungen ist in der Anlage A1 der Ausschreibungsunterlagen erläutert.
- quality20%
Das Kriterium Migrationskonzept ist in der Anlage A1 der Ausschreibungsunterlagen erläutert.
- price40%
Das Kriterium Preis ist in der Anlage A1 der Ausschreibungsunterlagen erläutert. Das Hauptzuschlagskriterium Preis ergibt sich aus den Teilkriterien "Teilkriterium Angebotspreis" und "Teilkriterium Tagessatz".
Zeitplan
- 5. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 12. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung