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Objektplanung für Ingenieurbauwerke zur Sicherung von Fernwärme- und Trinkwasserleitungen

Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbHHoyerswerda, GermanyVeröffentlicht 29. Mai 2026
Auftragswert
~€250k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
29. Juni 2026
31 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda suchen Ingenieurleistungen für die Objektplanung (Leistungsphasen 1-6) zur Sicherung kritischer Fernwärme- und Trinkwasserleitungen. Hintergrund ist die geotechnische Sanierung des ehemaligen Tagebaus Brigitta, die den Bestand der Leitungen gefährdet. Der Auftrag umfasst die Planung für ca. 4,5 km Fernwärme- und 3 km Trinkwasserleitungen.

Vollständige Beschreibung anzeigen

1 Zusammenfassende Beschreibung des Vergabeverfahrens Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (nachfolgend "VBH" oder "Auftraggeberin") ist ein kommunales Versorgungsunternehmen mit Sitz in Hoyerswerda (AG Dresden, HRB 8333). Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Stadt Hoyerswerda und der umliegenden Region mit Fernwärme und Trinkwasser sowie weiteren Versorgungsdienstleistungen. Im Rahmen einer geotechnischen Standsicherheitsuntersuchung, veranlasst durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), wurden für die auf dem Kippengelände des ehemaligen Tagebaus Brigitta verlaufende Bundesstraße B97, die Staatsstraße S130 sowie mehrere im Bearbeitungsgebiet befindliche Medienleitungen mit überregionaler Bedeutung geotechnische Gefährdungen bewertet. Für das verflüssigungsgefährdete, wassergesättigte Kippenmaterial können unter den maßgebenden Belastungen und Grundwasserständen für die Medienleitungen ausreichende Grundwasserflurabstände und Grundbruchsicherheiten nur in Teilbereichen nachgewiesen werden. Im Ergebnis dieser Gefährdungsbewertung besteht zur Herstellung der geotechnischen Sicherheit die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen. Im Sanierungsbereich befinden sich Fernwärmeleitungen (Vor- und Rücklauf) zur Versorgung der Stadt Hoyerswerda mit Wärme sowie eine Trinkwasserleitung (Leitungsname: Laubag 2), die Bestandteil des Trinkwasserverbunds Lausitzer Revier ist. Für beide Medienleitungen ist festzustellen, dass diese wegen ihrer Bedeutung für die Versorgung mit Fernwärme bzw. Trinkwasser für die Dauer der bergbaulichen Sanierungsmaßnahmen der B97 und S130 nicht außer Betrieb genommen werden können. Die Maßnahmen dienen einerseits der Sicherung der Versorgung der Stadt Hoyerswerda mit Fernwärme und sind andererseits Teil der Sicherung einer vom Bergbau unabhängigen Trinkwasserversorgung im Trinkwasserverbundsystem Lausitzer Revier. Im Rahmen der Planung der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen führt die Auftraggeberin ein EU-weites offenes Verfahren gemäß §§ 73 ff. VgV zur Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen durch. Die Leistungen entsprechen dem Leistungsbild "Objektplanung" für Ingenieurbauwerke nach den §§ 41-45 HOAI 2021. Die vorliegende Ausschreibung umfasst Planungsleistungen der Leistungsphasen 1-6 für beide Medienobjekte (Fernwärme und Trinkwasser) als einheitlicher Gesamtauftrag, der als planerische und technische Grundlage für die nachfolgende Ausschreibung der Bauleistungen zur Mediensicherung erforderlich ist.

VergabeHero-Einschätzung

Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda benötigen Unterstützung bei der Planung von Sicherungsmaßnahmen für wichtige Versorgungsleitungen. Aufgrund von Bodeninstabilitäten im ehemaligen Tagebaugebiet Brigitta müssen eine Fernwärmeleitung und eine überregionale Trinkwasserleitung baulich gesichert werden, während der Betrieb aufrechterhalten bleibt. Gesucht wird ein Ingenieurbüro für die Objektplanung der Leistungsphasen 1 bis 6, also von der Grundlagenermittlung bis zur Vorbereitung der Vergabe. Das Projekt ist technisch anspruchsvoll, da es sich um kritische Infrastruktur handelt, die nicht abgeschaltet werden kann.

IngenieurdienstleistungenVersorgungswirtschaftEnergieversorgungWasserwirtschaftÖffentliche VerwaltungIngenieurleistungenFernwaermeTrinkwasserTiefbauInfrastrukturOeffentliche Versorgung
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Objektplanungsleistungen Leistungsphasen 1-6 für Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41-45 HOAI 2021 - Sicherung Fernwärmeleitung und Trinkwasserleitung

2 Leistungsgegenstand Gegenstand des Auftrags sind Objektplanungsleistungen im Leistungsbild Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41-45 HOAI 2021, Leistungsphasen 1-6, für die Sicherung der Fernwärmeleitung (Vor- und Rücklauf DN 400, ca. 4.500 m) sowie der Trinkwasserleitung (Stahlleitung DN 500, Laubag 2, ca. 3.000 m) im Bereich der bergbaulichen Sanierung der B97 und S130. Die Leistungen gliedern sich in zwei aufeinander aufbauende Stufen: Stufe 1 - Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung (LP 1-3): Auf Grundlage der vorliegenden geotechnischen und betrieblichen Unterlagen sind Trassenvarianten für eine langfristig gesicherte Um- bzw. Neuverlegung beider Medienleitungen zu erarbeiten. Je Objekt sind mindestens drei Varianten einschließlich Vordimensionierung, Variantenvergleich und Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung zu erarbeiten und mit der Auftraggeberin sowie der LMBV abzustimmen. Erkennbare Synergien zwischen beiden Objekten sind aufzuzeigen. Die Vorzugsvariante ist anschließend entwurfsreif auszuarbeiten; der durchgehende Betrieb beider Medienleitungen bzw. erforderlicher Provisorien ist dabei bereits planerisch vorzubereiten und für die gesamte Bauausführung sicherzustellen. Stufe 2 - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe (LP 4-6): Im Rahmen der Genehmigungsplanung sind die erforderlichen Unterlagen für öffentlich-rechtliche Verfahren - insbesondere nach Wasserrecht und Bergrecht - zu erarbeiten und mit den zuständigen Behörden sowie der LMBV abzustimmen. Auf Grundlage der genehmigten Planung sind ausführungsreife Unterlagen zu erstellen und die Vergabeunterlagen für die nachfolgende Ausschreibung der Bauleistungen aufzustellen. Die Abstimmung der Vergabeunterlagen mit der zeitlichen Abfolge der bergbaulichen Sanierungsmaßnahmen der LMBV ist besonders zu berücksichtigen. Für die Trinkwasserleitung ist darüber hinaus die Aufrechterhaltung des Kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) in allen Bauzuständen planerisch zu gewährleisten. Die detaillierten Anforderungen und die konkrete Leistungsbeschreibung sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

CPV 71322200, 71320000, 71300000, 71355000, 71351500Frist 29. Juni 2026
Bewertung

Zuschlagskriterien

2 Kriterien
  • price

    Grundlage der Preisbewertung ist die Gesamtangebotssumme brutto aus dem vollständig ausgefüllten Preisblatt zum Angebot (beide Objekte einschließlich besonderer Leistungen und Nebenkosten). Die Honorarangaben sind in Euro anzugeben. Das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtangebotspreis erhält die volle Punktzahl von 100 Punkten. Die Bewertung der übrigen Angebote erfolgt nach der einfachen linearen Methode.

    70%
  • quality

    Der Bieter hat mit dem Angebot ein Verfahrenskonzept vorzulegen (Formblatt 2.3). Das mit dem Angebot eingereichte Verfahrenskonzept wird im Zuschlagsfall Bestandteil des Ingenieurvertrags. Die darin enthaltenen Angaben zur Herangehensweise, zur Planungsidee und zur Leistungserbringung sind für den Auftragnehmer verbindlich und begründen eigenständige vertragliche Leistungspflichten. Weicht die tatsächliche Leistungserbringung von den im Konzept gemachten Angaben ab, berechtigt dies die Auftraggeberin zur Geltendmachung der ihr nach Vertrag und Gesetz zustehenden Rechte. Änderungen gegenüber dem eingereichten Konzept bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftraggeberin. Das Verfahrenskonzept darf nicht die vollständige Planung des Bieters vorwegnehmen, sondern soll ausgewählte Aspekte der sich stellenden Planungsaufgabe adressieren. Der Bieter hat streng darauf zu achten, dass er mit dem Verfahrenskonzept die Vergabeunterlagen nicht abändert und keinen anderen Beschaffungsgegenstand konzeptioniert, als ihn die Auftraggeberin mit der Vergabeunterlage geäußert hat. Verstöße hiergegen können zum Angebotsausschluss führen. Das Verfahrenskonzept ist in fünf Kapitel zu gliedern. Die nachstehend vorgegebenen Kapitelüberschriften sind vom Bieter unverändert zu übernehmen. Ablaufpläne, Organigramme und sonstige erläuternde Anlagen sind als Anlagen beizufügen und zählen nicht zum maximalen Seitenumfang von insgesamt 15 DIN-A4-Seiten (Schriftgröße mindestens 10 Punkt, Seitenränder mind. 2 cm). Konzeptteile, die den vorgegebenen Umfang überschreiten, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt. Anlagen sind eindeutig zu kennzeichnen und im Konzept klar zu referenzieren. Das Verfahrenskonzept wird anhand der folgenden fünf Unterkriterien bewertet. Jedes Unterkriterium wird auf einer Skala von 0 bis 5 Punkten bewertet und mit dem jeweiligen Gewichtungsfaktor multipliziert. Die Gesamtpunktzahl Qualität ergibt sich aus der Summe der Einzelwerte: Unterkriterium Gewichtungsfaktor Max. Punkte UK 1: Herangehensweise bei komplexen Planungsleistungen 4 20 UK 2: Aufrechterhaltung der Versorgungsleistungen bei langen Trassen 5 20 UK 3: Umgang mit schwierigem Baugrund 4 20 UK 4: Stakeholder- und Behördenmanagement 3 15 UK 5: Einordnung eigener Referenzerfahrungen 4 25 Gesamt 100 Erreicht ein Angebot bei einem einzelnen Unterkriterium 0 Punkte (ungenügend) oder bei mindestens zwei Unterkriterien jeweils nur 1 Punkt (mangelhaft), wird es von der weiteren Wertung ausgeschlossen.

    30%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 29. Mai 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 29. Juni 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

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