Objektplanung für Sanierung und Umbau eines Lehrsaalgebäudes sowie Neubau einer Energiezentrale
Was wird ausgeschrieben
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben plant die Sanierung und den Umbau des Gebäudes 78 zu einem Lehrsaal- und Ausbildungszentrum in Neustadt in Holstein. Zusätzlich umfasst der Auftrag den Neubau einer Energiezentrale. Die Leistungen beinhalten die Objektplanung für Gebäude und Innenräume in den Leistungsphasen 5 bis 9 für das Bestandsgebäude sowie 2 bis 9 für den Neubau.
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Sanierung und Umbau Geb. 78 zu einem Lehrsaalgebäude und Neubau einer notwendigen Energiezentrale - Objektplanung Gebäude und Innenräume Leistungsphasen 5-9 bei Gebäude 78 und Leistungsphasen 2-9 bei Energiezentrale, Besondere Leistungen
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beauftragt die Objektplanung für ein Bauprojekt der Bundespolizeiinspektion See in Neustadt in Holstein. Dabei wird ein bestehendes Gebäude aus den 1970er-Jahren zu einem modernen, barrierefreien Lehrsaal- und Ausbildungszentrum umgebaut und durch eine neue Energiezentrale ergänzt. Architekten und Planer sind für die Leistungsphasen 5 bis 9 beim Umbau sowie 2 bis 9 beim Neubau gefragt, was die Ausführungsplanung bis hin zur Objektbetreuung umfasst. Das Projekt zielt auf eine umfassende bauliche und technische Modernisierung der Liegenschaft ab.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand ist die umfassende bauliche, funktionale und technische Sanierung des Gebäudes 78 auf dem Gelände der Liegenschaft Neustadt i. H. Ziel ist der Umbau zu einem modernen, barrierefreien Lehrsaal- und Ausbildungszentrum. Das Bestandsgebäude ist ein zweigeschossiger, nicht unterkellerter Mauerwerksbau mit flach geneigtem Dach und einer klar gegliederten, funktionalen Kubatur aus den 1970er-Jahren. Es verfügt derzeit über eine veraltete Grundrissstruktur mit überwiegend kleinen Büroräumen und unzureichender technischer Ausstattung. Im Zuge des Umbaus wird die äußere Kubatur erhalten, die innere Struktur vollständig erneuert und die Geschosse werden neu zoniert, um Unterrichts-, Verwaltungs-, Aufenthalts- und Technikbereiche klar zu trennen. Akustik, Beleuchtung und Raumklima werden durch akustisch optimierte Decken und moderne Beleuchtungssysteme an die Anforderungen des Unterrichts- und Ausbildungsbetriebs angepasst. Vorgesehen sind ein Windfang mit Aufzug sowie barrierefreie Zugänge innen und außen gemäß DIN 18040-1 und BIMA-Standard ZK-B2. Zwei außenliegende Fluchttreppen, neue Brandschutztüren, angepasste Rettungswege und die Umsetzung des Brandschutzkonzepts einschließlich Brandmelde- und Sicherheitsbeleuchtung werden realisiert. Der Rückbau der alten Innenwände erfolgt zugunsten neuer Raumtrennungen nach Raumfunktionsprogramm, einschließlich Aufständerung der Böden zur Leitungsführung. Die energetische Sanierung erfolgt gemäß EEFB (Ziel EGB 55). Geplant sind neue Fenster und Türen mit Dreifachverglasung, eine Dachabdichtung mit Aufdachdämmung sowie eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Wärmedämmung. Vorgesehen ist eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Kälteanlage sowie neue Heizkörper mit Anschluss an die Fernwärmeversorgung (MHKW Neustadt). Die Elektroinstallation umfasst eine neue NSHV, strukturierte IT- und Datenverkabelung (CAT7, LWL) gemäß IT-Richtlinien des Bundes sowie eine Gebäudeautomation nach GA-Handbuch. Besondere Räume werden für maritime Simulatoren, Medientechnik, Netzwerk- und Präsentationssysteme geplant. Die funktionale Raumtrennung berücksichtigt Unterricht, Verwaltung und Technikbereiche. Barrierefreie Zuwegungen, Park- und Fahrradstellplätze sowie die Neuverlegung von Leitungen (Strom, Daten, Fernwärme, Kälte) einschließlich Oberflächenentwässerung mit Einleitung in das bestehende Regenwassernetz sind Bestandteil der Maßnahme. Nachweislich KMF-haltige Dämmstoffe erfordern Maßnahmen nach TRGS 521 bei Eingriffen; Restunsicherheiten bestehen bei verdeckten Bauteilschichten. Die BNB-Kriterien werden berücksichtigt. Die Planung erfolgt unter Beachtung von RBBau, BFR GBestand und der Integration sämtlicher Fachplanungen (TGA, Tragwerk, Brandschutz, Bauphysik, Schallschutz, Akustik) sowie der Anforderungen aus Arbeitsschutz und Nutzerwünschen (z. B. Farbkonzept). Weiterhin vorgesehen sind die Erstellung eines digitalen Raumbuchs, die Mitwirkung bei der Bestandsdokumentation, die Wahrnehmung der Aufgaben des SiGeKo sowie die Unterstützung bei Fördermittelabrufen. Die Planung erfolgt gemäß den Vorgaben der BIMA mit erhöhten Anforderungen an Funktions- und Zugriffssicherheit. Energiezentrale (separates Teilprojekt):Errichtung einer neuen Energiezentrale in Modulbauweise oberhalb des bestehenden Betriebsstofflagers. Der Standort ist als Altlastfläche (PFAS-Verdacht) klassifiziert; eine bodenchemische Untersuchung und Sanierungsmaßnahmen sind vor Baubeginn erforderlich. Geplant sind Aushub bis 0,8 m Tiefe, Nachverdichtung, Winkelstützen, Wiederverfüllung gemäß BBodSchV sowie die Wiederherstellung mit Wegen und Grünflächen. Vorgesehen sind eine Mittelspannungs- und Niederspannungsschaltanlage, etwa drei Transformatorzellen, eine teilweise Eigenstromversorgung durch eine PV-Anlage sowie der Anschluss an das 30-kV-Netz der Stadtwerke Neustadt. Zeitliche Eckdaten: Baubeginn: 1. März 2027, Bauende: 31. Januar 2030
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price1%
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Zeitplan
- 15. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert