Objektplanung für die denkmalgerechte Sanierung von Ostturm und Ostflügel
- Status
- Vergeben
- Angebotsfrist
- Nicht angegeben
- Geschätzter Wert
- Nicht angegeben
- Lose
- 1
- Auftraggeber
- Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
- Erfüllungsregion
- Thüringen, Deutschland
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Aufruf
- Auftragsart
- Dienstleistung · Rahmenvereinbarung
- Veröffentlicht
- 18.09.2024
- CPV-Codes
- Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen (71240000)
- Bekanntmachung
- ted.europa.eu
- Bekanntmachungsnummer
- 560958-2024
- Verfahrensnummer
- cedcf0a1-e192-4d45-b4c2-fc303d01df93
Fragenkatalog
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Kurzbeschreibung
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten beauftragt Objektplanungsleistungen für die denkmalgerechte Sanierung von Teilbereichen des Ostturms und Ostflügels von Schloss Friedenstein in Gotha, Thüringen. Der Leistungsumfang beginnt mit der Leistungsphase 2 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und kann bis zu weiteren Planungsphasen fortgeführt werden; zudem soll der Architekt die Fachplanungen unter anderem für Holzschutz, Elektro, Technische Gebäudeausrüstung, Brandschutz und Restaurierung koordinieren. Die betroffenen Gebäudeteile umfassen rund 4.500 m² Brutto-Grundfläche, das Brutto-Investitionsvolumen beträgt bis zu 11 Millionen Euro, und die vorgesehene Vertragslaufzeit beläuft sich auf 1.825 Tage.
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Leistungsbeschreibung
Mit Schloss Friedenstein und seinen Parkanlagen in Gotha verfügt Thüringen über ein eimaliges Denkmalensemble von großer Strahlkraft. Das gewaltige Schloss mit seinen beiden mächtigen Ecktürmen bildet eine Landmarke, in der sich eine beeindruckende Baugeschichte widerspiegelt. Mit seinen Prunkräumen, dem Ekhof-Theater, den Gartenanlagen und den Kunstsammlungen besitzt Schloss Friedenstein einen herausragenden kulturgeschichtlichen Rang und eine ständig zunehmende Attraktivität als Ziel des Kulturtourismus. Am Schloss Friedenstein ist die Sanierung umfangreicher Bereiche, verbunden mit restauratorischen Maßnahmen, erforderlich. Mit Ausnahme der bereits sanierten Bereiche sind im gesamten Schlossgebäude umfangreiche statisch-konstruktive Ertüchtigungsmaßnahmen notwendig. Die "Sanierung Schloss Friedenstein und Herzoglicher Park in Gotha" wird seit 2017 in Teilbauabschnitten geplant. Ein erster Abschnitt ist bei Aufrechterhaltung des laufenden Gesamtbetriebs bereits umgesetzt. Die bisher im Schloss durchgeführten umfangreichen und aufwendigen statisch-konstruktiven Bauteilfreilegungen, holzschutztechnischen Untersuchungen und Bestandsaufnahmen der Technischen Gebäudeausrüstung zeigten auf, dass ein komplexes Schadbild vorliegt. Um die Projektziele zu realisieren, wurde das Fördervolumen aufstockt, womit eine Neuausschreibung der Architektenleistung verbunden ist. Im Rahmen des Förderprojektes ist die Sanierung von zwei umfangreichen Teilbereichen vorgesehen, wofür die Architektenleistungen nun getrennt neu ausgeschrieben werden. Im hier zu bearbeitenden Teilprojekt II.2 sollen Teilbereiche des Ostturms und des Ostflügels umfassend instandgesetzt werden. Für diese Bereiche liegen bereits erste Grundlagen wie Bestands- und Zustandserfassungen vor. Zur Umsetzung des Projektes wurden in einem ersten Schritt bereits kompetente Fachplaner für die jeweiligen Projektbereiche mit einer besonderen Befähigung im Umgang mit Denkmalen gefunden, die nun für das Teilprojekt II.2, Ostturm / Ostflügel durch einen Objektplaner (Architekt) komplettiert werden sollen. Ziel ist die ganzheitlich denkmalpflegerisch verpflichtete Instandsetzung und die dauerhafte Erhaltung der Substanz in ihrem überkommenen Zustand für kommende Generationen. Die Sammlungen sollen an ihrem angestammten Ort und im ursprünglichen Kontext bewahrt, präsentiert und vermittelt werden. Für die Arbeit der ansässigen Einrichtungen sollen optimale und zeitgemäße Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Bestehende statische und konstruktive Schäden und Mängel, auch in den hochwertigen Innenräumen, müssen beseitigt und das Gebäude für die vorgesehenen Nutzungen (Museum, Bibliothek, Veranstaltungen, Verwaltung) ertüchtigt werden. Dabei sollen minimalinvasive und low-tec Lösungen angewandt werden. Ziel ist die Sanierung von Teilbereichen des Ostturms und des Ostflügels sowie die Schaffung von besseren Arbeitsbedingungen für die Forschungsbibliothek Gotha (FBG) auf Grundlage der vorliegenden Nutzerbedarfsanforderungen mit Raumprogramm. Es müssen die weiteren Planungen auf Grundlage des statischen Sanierungskonzeptes sowie die Fachplanungen Holzschutz, Elektro, Technische Gebäudeausrüstung, Brandschutz und Restaurierung durch den Architekten federführend koordiniert werden. Die Baumaßnahmen werden im Rahmen des gemeinsamen Förderprojekts der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen in Teilbauabschnitten nach den Anforderungen der Richtlinie für Zuwendungsbauten des Bundes (RZBau) geplant und abgewickelt. Das vorgesehene Brutto-Investitionsvolumen beträgt bis zu 11 Mio Euro für die Kostengruppen 100-700 (einschließlich der mitzuverarbeitenden Bausubstanz) nach DIN 276. Der vorgenannte Budgetrahmen gilt als Kostenobergrenze, auf welche die Planung nach der Bestandserfassung und unter Berücksichtigung des Gesamtprojektes auszurichten ist. Die BGF (Brutto-Grundfläche) von Ostflügel und Ostturm beträgt ca. 4.500 m2.
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Leistungen nach Losen (1)
LOT-0001 · Sanierung Ensemble Schloss Friedenstein und Herzoglicher Park in Gotha - Teilprojekt II.2: Sanierung Teilbereiche Ostturm und Ostflügel - Objektplanung Gebäude nach HOAI 2021 § 33ff ab LP 2
Die Beauftragung erfolgt in einem ersten Schritt für die Leistungsphase 2 nach § 34 HOAI mit dem Ziel einer Kostenschätzung nach DIN 276, die durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und die zuständigen Gremien sowie die Zuwendungsgeber freigegeben werden muss. Nach positivem Bescheid kann die Erstellung einer Antragsunterlage nach der Richtlinie Zuwendungsbau des Bundes (RZBau) erfolgen (Leistungsphase 3 HOAI). Die Beauftragung der folgenden Leistungsphasen besteht als Option und ist vorgesehen, vorbehaltlich der Fördermittelzusage. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung. Die Einarbeitung in die vorhandenen Unterlagen wird als Besondere Leistung beauftragt und vergütet. Der Auftraggeber legt als Obergrenze für die Einarbeitung in die bestehenden Unterlagen 60 Stunden fest. Eine Vereinbarung hierzu wird mit Vertragsabschluss getroffen. Für die Erstellung der Vorplanung ist eine Bearbeitungszeit von einem halben Jahr, gerechnet ab der Beauftragung, vorgesehen. Nach der Freigabe erfolgt die Entwurfsplanung und Zusammenstellung für die Förderantragsunterlage nach RZBau. Nach der Bescheidung durch die Zuwendungsgeber ist vorgesehen, die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie die bauliche Realisierung umzusetzen. Für die Ermittlung der Höhe der mitverwandten Bausubstanz legt der Auftraggeber die Berechnungsmethode über Volumen, Flächen, Längen oder Gewerke (nicht nach Grob-Elementen nach DIN 276) fest. Der Auftraggeber ordnet das Objekt der Honorarzone IV (von-Wert) zu. Der Auftraggeber behält sich über den gesamten Projektzeitraum das Recht vor, die Beauftragung der weiteren Leistungsphasen einzeln oder anderweitig modifiziert, vorzunehmen, wenn besondere fachliche Gründe dafür sprechen. Es wird vereinbart, dass Leistungen, soweit sie nicht geplant oder überwacht werden, keine anrechenbaren Kosten der Architektenleistung sind. In dem Falle gibt es einen leitenden Restaurator, der z.B. umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen in hochwertig ausgestatteten Räumen plant und deren Ausführung überwacht. Diese speziellen Leistungen können nicht den anrechenbaren Kosten des Architekten zugeschlagen werden. Aufwendungen zur Koordinierung der Schnittstellen sind im Vorfeld abzustimmen und ggf. als Besondere Leistungen festzulegen. Der Auftraggeber erwartet die regelmäßige Teilnahme des Architekten an den Planungsberatungen. Wichtige Planungsergebnisse sind in der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vorzustellen (Konzeptkommission). In der Planungs- und Realisierungsphase ist die örtliche Präsenz an mindestens 1-2 Tagen/ Woche sicherzustellen. Aus der Zielstellung zur Erhaltung und Bewahrung des Kulturdenkmals ergibt sich eine äußerst komplexe Planungsaufgabe, hinsichtlich der restauratorischen, architektonischen, gestalterischen, konstruktiven, technologischen und organisatorischen Anforderungen, zu deren Umsetzung es einer hohen denkmalpflegerischen Fachkompetenz bedarf sowie der Bereitschaft zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit im Projektteam.
Wie wird das Angebot bewertet?
LOT-0001 · Sanierung Ensemble Schloss Friedenstein und Herzoglicher Park in Gotha - Teilprojekt II.2: Sanierung Teilbereiche Ostturm und Ostflügel - Objektplanung Gebäude nach HOAI 2021 § 33ff ab LP 2
- Vorstellung des verantwortlichen Projektleiters, der vorgesehenen Mitarbeiter einschließlich des vorgesehenen Bauleiters jeweils mit fachlicher Kompetenz und Referenzangaben in Bezug auf die ausgeschriebene Leistung.
- 20 %
- Darstellung der bürotypischen Organisation, Methodik und Herangehensweise in der Planungs- und Ausführungsphase am Beispiel von realisierten Projekten (bevorzugt Instandsetzung / Restaurierung denkmalgeschützter Objekte analog dem Projekt Schloss Friedenstein).
- 30 %
- Vorstellung zur Zusammenarbeit mit den an der Planung fachlich Beteiligten und den maßgeblichen Behörden wie Landesdenkmalpflege.
- 5 %
- Erläuterungen der Kenntnisse im Bereich des aktuellen Vergaberechts, insbesondere in Bezug auf EU-weite Ausschreibungen.
- 5 %
- Darstellung der Einflussmöglichkeiten des Planers auf Kosten und Termine.
- 10 %
- Aussagen zur Verfügbarkeit in Planung / Ausführung und zur Gewährleistung der örtlichen Präsenz.
- 10 %
- Honorarsatz, Umbauzuschlag, Stundensätze, Nebenkosten.
- 20 %
Vergabeunterlagen
Die Bekanntmachung nennt keinen Link zu den Vergabeunterlagen.
Zum UrsprungsportalÄnderungen und Bieterfragen
0 EinträgeKeine Änderungen zur Bekanntmachung bekannt.
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