Objektplanung für die Dachsanierung des Schmuttertal Gymnasiums Diedorf
Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Augsburg schreibt die Objektplanung für die Sanierung der Dachflächen des Schmuttertal Gymnasiums in Diedorf aus. Die Maßnahme umfasst den Rückbau und die Neuerstellung des Dachaufbaus bei vier Gebäuden unter laufendem Schulbetrieb. Der geschätzte Auftragswert beläuft sich auf 588.000 EUR.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der Landkreis Augsburg beabsichtigt die Sanierung der schadhaften Dachflächen des Schmuttertal Gymnasiums Diedorf bei laufendem Schulbetrieb. Die insgesamt 4 Gebäude wurden 2014/2015 errichtet. Bei den Dächern handelt es sich um flach geneigte Satteldächer (9,5 Grad), wobei die südseitigen Dachhälften zur Optimierung der PV-Anlage über den First hinaus als Pultdach verlängert sind. Alle Dächer sind hoch wärmegedämmt und mit einer EPDM-Abdichtungsbahn gedeckt. Zum Erreichen des Planungsziels Plusenergiegebäude sind auf den 4 südseitigen Dächern PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 439 kWp verbaut. Die Dachränder und die nördlichen Dachflächen sind als Gründach konzipiert. Alle Dächer zeigen teils starke Feuchteschäden im Dachaufbau auf, weswegen der gesamte Dachaufbau erneuert werden muss. Die Sanierungsmaßnahme umfasst im Wesentlichen den Rückbau des schadhaften Dachaufbaus bis zur Dampfsperre und Neuerstellung des Dachaufbaus.
Der Landkreis Augsburg sucht ein Planungsbüro für die Sanierung der Dächer des Schmuttertal Gymnasiums in Diedorf. Da die Gebäude als Plusenergiegebäude konzipiert sind und über umfangreiche Photovoltaikanlagen sowie Gründachbereiche verfügen, ist eine fachgerechte Planung für den Rückbau und die Erneuerung der schadhaften Dachaufbauten erforderlich. Die Arbeiten müssen bei laufendem Schulbetrieb koordiniert werden, was eine präzise Bauablaufplanung voraussetzt. Der geschätzte Wert für diese Planungsleistung liegt bei 588.000 Euro.
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Erklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
- Angaben zu Verstößen gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
- Angaben zu Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz
- Angaben zu Verstößen gegen das Mindestlohngesetz
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten zusätzlich die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. Der Bieter hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bieter Vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren • gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder • gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder • gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist. Fehlende Unterlagen werden mit einer angemessenen Frist einmalig nachgefordert.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Landkreis Augsburg beabsichtigt die Sanierung der schadhaften Dachflächen des Schmuttertal Gymnasiums Diedorf bei laufendem Schulbetrieb. Die insgesamt 4 Gebäude wurden 2014/2015 errichtet. Bei den Dächern handelt es sich um flach geneigte Satteldächer (9,5 Grad), wobei die südseitigen Dachhälften zur Optimierung der PV-Anlage über den First hinaus als Pultdach verlängert sind. Alle Dächer sind hoch wärmegedämmt und mit einer EPDM-Abdichtungsbahn gedeckt. Zum Erreichen des Planungsziels Plusenergiegebäude sind auf den 4 südseitigen Dächern PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 439 kWp verbaut. Die Dachränder und die nördlichen Dachflächen sind als Gründach konzipiert. Alle Dächer zeigen teils starke Feuchteschäden im Dachaufbau auf, weswegen der gesamte Dachaufbau erneuert werden muss. Die Sanierungsmaßnahme umfasst im Wesentlichen den Rückbau des schadhaften Dachaufbaus bis zur Dampfsperre und Neuerstellung des Dachaufbaus. Ziel der Sanierung ist ein regelkonformer, DIN gerechter Dachaufbau, der alle bautechnischen Belange berücksichtigt. Angedacht ist eine Alternative in zweilagiger, bituminöser Abdichtung. Die Dächer der beiden dreigeschossigen Klassenhäuser haben eine Fläche von ca. 1.400 m² bzw. 1.200 m², das Dach der Aula umfasst ca. 1.650 m² und das der Sporthalle ca. 1.850 m². Alle weiteren Angaben sind der detaillierten Maßnahmenbeschreibung zu entnehmen. Die Dachsanierung mit der Lösung zahlreicher, komplexer Detailpunkte stellt hohe Erwartungen an die Bewerber. Ein vom Auftraggeber beauftragter Sachverständiger für Dächer und Spenglerarbeiten wird die Planung und Ausführung begleiten. Im Rahmen der Planung sind Leistungen der KGR 400 (Umplanung und Errichtung PV-Anlage) zu berücksichtigen. Der Auslober geht davon aus, dass die Errichtung einer neuen PV-Anlage mit effizienteren Modulen die wirtschaftlichere Wahl ist. Dies ist gegenüber der Variante mit Rückbau, Einlagerung und Remontage der inzwischen ca. 12 Jahre alten Module mit einer Vergleichsrechnung nachzweisen. Hierzu fordert der Auslober die Zusammenarbeit mit einem auf die Planung von PV-Anlagen spezialisierten Elektroplaner. Diese Planung wird als „besondere Leistung“ honoriert. Der erwartete Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme liegt bei 8.095.000 € (KGR 300 +400 inkl. MwSt.). Die vorläufigen anrechenbaren Kosten belaufen sich auf ca. 6.802.521 € netto, darin enthalten sind geschätzte Kosten für eine Erneuerung der PV-Anlage i.H. von ca. 500.000 € netto. Zeitlicher Ablauf: Mit der Planung der Maßnahme soll im Frühsommer 2026 begonnen werden. Geplant ist, die Maßnahme in 2 Bauabschnitten durchzuführen, in denen jeweils zwei Dächer/Jahr zu sanieren sind. Der 1.Bauabschnitt sollt im Frühjahr 2027 beginnen und bis zum Jahresende 2027 fertiggestellt werden. Baubeginn für den 2. Bauabschnitt ist im Frühjahr 2028 geplant, mit einer Fertigstellung zum Jahresende 2028, spätestens jedoch bis Juli 2029. Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Objektplanung Dachsanierung entsprechend HOAI Teil 3, Abschnitt 1, Leistungsphasen 5 – 9. Entsprechend HOAI Anlage 10 „Objektliste Gebäude“ wird die Objektplanung für die Dachsanierung in die Honorarzone III eingestuft. Der Auftrag umfasst mehrere im Wesentlichen gleiche Gebäude/Dächer, die in zeitlichen und örtlichen Zusammenhang unter gleichen baulichen Verhältnissen geplant und saniert werden. Gem. HOAI § 11 reduzieren sich somit die Prozentsätze für die Leistungsphasen 5 und 6 für die Dächer 2-4 um 50%. Der Leistungsumfang für die LPh 7-9 gem. HOAI § 34 sind nicht reduziert. Ein Umbauzuschlag oder mitzuverarbeitende Bausubstanz sind nicht vorgesehen, da der Dachaufbau erneuert wird und ausschließlich dieser zu bearbeiten ist. Die Beauftragung erfolgt nach § 34 HOAI stufenweise. Über eine jeweils weitere Beauftragung entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden. Der Planungsbeginn erfolgt unmittelbar nach der Auftragserteilung Ende August 2026.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price30%
Der Gesamtpreis ergibt sich aus dem jeweiligen Honorarblatt. 10 Punkte = Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis. 0 Punkte = Fiktives Angebot mit dem Doppelten des niedrigsten oder einen noch höherem Gesamtpreises." Die Umrechnung des Preises in Wertungspunkte Preis (WPP) erfolgt hierbei anhand nachfolgender Formel: WPP = (2Pmin-P) / (2Pmin-Pmin) * 10 Pmin = niedrigster Angebotspreis in % 2Pmin = 2fach niedrigster Angebotspreis P = Angebotener Preis 10 = max. erreichbare Wertungspunkte Preis des Angebots Bei einer 3-fachen Gewichtung sind hier maximal 30 Punkte zu erreichen. Die Punkte werden ggf. auf 2 Nachkommastellen gerundet.
- quality100%
Die Qualität ergibt sich aus folgenden Wertungskriterien: 1. Konzeptionelle Herangehensweise an die Aufgabe im Hinblick auf o Dachsanierung o Bauablauf mit Bauabschnitten o Demontage- Rückbauarbeiten alter Dachaufbau o Nutzungskonzept für Zugänglichkeit und Wartungsgänge für PV-Module o Erläuterung zum Konzept der Entwässerung / Dachrandausbildung Max. 10 Punkte - Gewichtung 5 = 50 Punkte 2. Projektteam und Projektbearbeitung - fachliche Eignung - Bearbeitung der Leistungsphasen - Berufserfahrung Projektleitung (Leiter & Stellvertreter) - Berufserfahrung Bauleiter (Bauleiter & Stellvertreter) - zeitliche Verfügbarkeit des Projektteams - Präsenz vor Ort Max. 10 Punkte - Gewichtung 3 = 30 Punkte 3. Arbeitsweise und Methodik in Bezug auf die Einhaltung von - Kosten - Termine - Qualitäten - Kommunikation in der Projektbearbeitung Max. 10 Punkte - Gewichtung 2 = 20 Punkte
Zeitplan
- 2. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 2. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung