Objekt- und Tragwerksplanung für Anbau an Gebäude 042 im NEB Reallabor Zeitz
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Zeitz vergibt die Objektplanung Gebäude nach § 34 ff HOAI und die Tragwerksplanung nach § 51 ff HOAI für einen Anbau an Gebäude 042 auf dem Gelände des ehemaligen ZEKIWA-Werkes. Das Projekt ist Teil des Neuen Europäischen Bauhaus (NEB) Reallabors. Die Vergabe erfolgt über ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Die Angebotsfrist endet am 04.06.2026.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Ziel des Verfahrens ist die Vergabe der Objektplanung Gebäude nach § 34 ff HOAI und der Tragwerksplanung nach § 51 ff HOAI und dazugehöriger besonderer Leistungen.
Die Stadt Zeitz sucht ein Planungsbüro für die Objekt- und Tragwerksplanung eines Anbaus an ein bestehendes Gebäude (Gebäude 042) auf dem ehemaligen ZEKIWA-Gelände. Das Projekt ist Teil des Neuen Europäischen Bauhaus — einer EU-Initiative, die nachhaltiges Bauen mit Design und Kultur verbindet. Der Auftrag umfasst sowohl die Gebäudeplanung als auch die Tragwerksplanung einschließlich besonderer Leistungen nach HOAI. Bewerber müssen ihre Organisation, das Projektteam, die Planungsqualität und das angebotene Honorar in einem strukturierten Angebot darlegen. Die Vergabe erfolgt anhand mehrerer Kriterien: Planungsqualität (30 %), ein weiteres Qualitätskriterium (20 %), Projektorganisation (15 %), Projektmanagement (15 %), Vorstellung/Motivation (10 %) und Honorar (10 %).
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Objektplanung Gebäude nach § 34 ff HOAI
- Tragwerksplanung nach § 51 ff HOAI
- Eignung nach VOB/A und VgV
- Nachweis der nationalen Ausschlussgründe gemäß GWB
- Referenzen für vergleichbare Planungsprojekte
- Tariftreue- und Vergabegesetz Sachsen-Anhalt (TVergG LSA)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 6, 7, 8 und 9 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 4 und 5 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 2 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 2 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 2 und 3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 5 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 7 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 1 Ziffer 10 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Es gelten die nationalen Ausschlussgründe nach Tariftreue- und Vergabegesetz Sachsen-Anhalt (TVergG LSA) und Vergabeverordnung (VgV) i. V. m. VOB/A EU. Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 8 und 9 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zwingender Ausschlussgrund gemäß § 123 Abs. 4 Ziffer 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 4 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Abs. 1 Ziffer 6 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Der Auftraggeber behält sich vor, im Rahmen des § 56 Abs. 2 VgV Unterlagen, die auf Anforderung des Auftraggebers bis zum Ablauf der Angebotsfrist nicht vorgelegt wurden, bis zum Ablauf einer von ihm bestimmten Nachfrist nachzufordern.
Aufteilung in Lose
1 LotZiel des Verfahrens ist die Vergabe der Objektplanung Gebäude nach § 34 ff HOAI und der Tragwerksplanung nach § 51 ff HOAI und dazugehöriger besonderer Leistungen.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality30%
3. PLANUNGSQUALITÄT des Lösungsvorschlages für den Anbau Die Bewertung der Planungsqualität erfolgt im Sinne erfüllter gestalterischer, funktionaler, konstruktiver, ökologischer und ökonomischer Anforderungen und der Auseinandersetzung mit der besonderen Planungsaufgabe nach folgenden zwei Teilkriterien: 3.1 Planungsqualität auf architektonischer Ebene mit: - Zeichenhaftigkeit, konzeptioneller Idee, architektonischer Haltung - Klärung der freiräumlich- städtebaulichen Situation zum östlich angrenzenden Gelände, einschließlich räumlicher und funktionaler Antworten zu Adressbildung und Erdgeschossnutzung innen wie außen. - Antworten auf die unterschiedlichen Situationen an der Ostfassade (frühere Einbausituationen, Blindfassaden, Oberflächenstrukturen) - gestaltprägende Integration des zweiten baulichen Rettungsweges (Treppe) zur Ermöglichung einer hohen Bandbreite an Nutzungen des Bestandsgebäudes unter Berücksichtigung der geltenden bauordnungsrechtlichen Anforderungen - gestaltprägendes Tragwerk - Umgang mit dem Thema, der Funktion „Aussichtsturm“ im bestehenden städtischen Kontext
- quality20%
3. PLANUNGSQUALITÄT des Lösungsvorschlages für den Anbau Die Bewertung der Planungsqualität erfolgt im Sinne erfüllter gestalterischer, funktionaler, konstruktiver, ökologischer und ökonomischer Anforderungen und der Auseinandersetzung mit der besonderen Planungsaufgabe nach folgenden zwei Teilkriterien: 3.2 Planungsqualität auf konstruktiver Ebene sowie der Ebene der Integration von Energie- und Technikinnovationen mit: - gestaltprägende Integration des Schichtladespeichers - gestaltprägende Integration der Material-Innovationen wie z.B. der adaptiven Grünfassade und/oder die Energiegewinnung - Verwendung von Sekundärrohstoffen sowie wiederverwendeter bzw. recyclingfähiger, C02 reduzierter oder nachwachsender Materialien - Zirkuläres Material- und Konstruktionskonzept, das auf geschlossene Stoffkreisläufe, sortenreine Rückbaubarkeit und eine möglichst hohe Lebensdauer der eingesetzten Materialien und Bauteile abzielt. - Aspekte des Ressourcenschonens
- price15%
1. Projektorganisation 1.1 Vorstellung der Organisationsstruktur und der allgemeinen Arbeitsweise des Bieters. 1.2 Vorstellung des für die Aufgabe vorgesehenen Projektteams mit mindestens: Projektleitung, Bauleitung, Stellvertreterregelungen je Planungsdisziplin. Die Personen sind jeweils mit Qualifikation, Aufgabenfeldern im Projekt und durch die Teammitglieder bereits gemeinsam erarbeitete Referenzen und Erfahrungen in vergleichbaren Projekten vorzustellen. 1.3 Darlegung, mit welchen Kapazitäten das Projektteam zum Bearbeitungsstart, über die geplante Projektdauer generell und im Besonderen vor Ort zur Verfügung steht und wie Arbeitsspitzen begegnet wird. 1.4 Darstellung, wie die Kooperation mit den weiteren Planungsbeteiligten (andere Fachplaner, Prüfingenieure, Denkmalbehörden, Bauherr, sowie die Verbundpartner des NEB RZZ) erfolgt und wie der Informationsaustausch gestaltet wird.
- quality15%
2. Projektmanagement 2.1 Darstellung der Organisation und Struktur zur Einhaltung der Terminvorgaben, Kostenvorgaben, Qualitäten im Planungsprozess und später im Bauprozess unter Berücksichtigung der Planungsbeteiligten. 2.2 Erläuterung der Arbeitsweise bei der Erstellung einer vollständigen Projektdokumentation einschließlich den Erfahrungen bei der Erstellung einer ZBau-Unterlage (od. vergl.) und eines förderrechtlichen Verwendungsnachweises sowie der dabei aus Sicht des Bieters besonders zu berücksichtigenden Themen.
- quality10%
4. Vorstellung Aufgrund der Besonderheit der Aufgabe als Reallabor ist es für den Erfolg des Projektes von besonderer Relavanz, dass die Bieter eine hohe Motivation für und eine Identifikation mit der geplanten Aufgabe nachweisen. Dies erfolgt durch die Bewertung von: 4.1 Klarheit und Strukturiertheit der Unterlagen, (Aufbereitung der Folien des Vortrags), Verständlichkeit und ansprechende Gestaltung 4.2 Vermittlung der architektonischen und konstruktiven Haltung und der Erfahrungen im Umbauen im Bestand im mündlichen Vortrag. 4.3 Eingehen auf die Fragen, Verständlichkeit der Antworten und Vermittlung von Motivation und Engagement für ein NEB Reallabor.
- quality10%
5. Honorar Bewertet wird das angebotene vorläufige Gesamthonorar, welches sich aus der Summe aller anzubietenden Preisbestandteile zum Vertrag ergibt und mittels der Anlage "Formular Honorarangebot" berechnet wird.Das Angebot mit der geringsten Wertungssumme erhält die maximale Punktzahl 5. Das Angebot dessen Wertungssumme gleich oder höher ist als das 2-fache des Angebotes mit der geringsten Wertungssumme erhält die minimale Punktzahl 1. Die Punktzahlen der Honorarangebote, die dazwischen liegen, werden durch Interpolation ermittelt (mit bis zu 3 Stellen nach dem Komma)
Zeitplan
- 6. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 4. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung