Neugestaltung der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums Köln

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Köln schreibt die gestalterische und planerische Neugestaltung der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus aus. Auf einer Fläche von 1.780 Quadratmetern sollen bauliche und technische Maßnahmen in dem denkmalgeschützten Gebäude umgesetzt werden. Das Projekt umfasst die inhaltliche und räumliche Neukonzeption der Gedenkstätte.
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Gestalterische und planerische Umsetzung einer neuen Dauerausstellung auf 1.780 Quadratmetern Fläche einschließlich baulicher und technischer Maßnahmen im denkmalgeschützten Bestand.
Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln plant eine umfassende Neugestaltung seiner Dauerausstellung im historischen EL-DE-Haus. Auf einer Fläche von rund 1.780 Quadratmetern soll das Museum baulich und inhaltlich modernisiert werden, um den Anforderungen an eine zeitgemäße Gedenkstättenarbeit gerecht zu werden. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, sind neben der gestalterischen Planung auch technische Anpassungen erforderlich. Der Auftrag richtet sich an Planungsbüros und Ausstellungsgestalter, die Erfahrung mit komplexen musealen Projekten und sensiblen historischen Orten mitbringen.
Aufteilung in Lose
1 LotDas 1979 gegründete NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) ist ein zeithistorisches Museum, eine der größten kommunalen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland und der mit Abstand besucherstärkste NS-Geschichtsort in Nordrhein-Westfalen (2025: 95.546 Besucher*innen). Im Zuge verschiedener Flächenerweiterungen, einer nicht mehr zeitgemäßen Ausstellung und erforderlicher Umbauten soll nun das sogenannte EL-DE-Haus grundlegend baulich, inhaltlich und publikumsbezogen erneuert werden. In diesem Zuge wird ein szenografisches Planungsbüro beziehungsweise eine geeignete Bietergemeinschaft gesucht, welches einen großen Teil dieser Maßnahmen gestalterisch und planerisch umsetzt. Dabei geht es sowohl um bauliche und technische Maßnahmen im denkmalgeschützten Bestand, als auch um die Ausstellungsgestaltung im Ganzen. Insgesamt sind rund 1780 Quadratmeter an Flächen denkmalpflegerisch, baukonstruktiv und in Bezug auf die technische Gebäudeausrüstung zu bearbeiten und als vollständig neue Dauerausstellung herzurichten. Für die Maßnahmen steht ein Gesamtbudget von maximal 6.119.580 € (brutto) zur Verfügung. Die Maßnahmen umfassen baukonstruktive Maßnahmen, technische Anlagen und Außenanlagen einschließlich Honoraren (in Anlehnung an HOAI) in Höhe von 1.280.504 € (brutto) und von 4.839.076 € (brutto) für die Ausstellungsgestaltung, -planung und -realisierung (anrechenbares Budget, in Anlehnung an die HOAS (2). Die Vergabe der Gestaltungs-, Planungs- und Projektmanagementleistungen erfolgt im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb auf der Grundlage von §17 VgV. Bewerben können sich Ausstellungsplaner/-innen, die Erfahrungen mit der Gestaltung von Gedenkstätten und/oder zeitgeschichtlichen Ausstellungen mit Bezug zum Nationalsozialismus haben und die über planerische Erfahrungen und Expertise im Bereich von Um-, Aus- und Rückbauten im Bereich des Denkmalschutzes in Museen oder Ausstellungsgebäuden verfügen. Bietergemeinschaften sind zugelassen. Teilnahmeanträge können bis zum 14.7.2026 gestellt werden. Es werden dann vier (gegebenenfalls maximal fünf) Bieter/-innen zur Abgabe von Konzeptskizzen für Teilaspekte des Vorhabens und eines preislichen Angebotes nach HOAS (2) aufgefordert. Die Konzeptskizzen werden mit 6.000,-€ (netto) vergütet. Die weiteren Einzelheiten zum Vorhaben, den Teilnahmebedingungen und Verfahrensabläufen sind in dieser Unterlage und den zugehörigen Anlagen beschrieben.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality15%
Bewertung: Die von den Bietenden vorgestellten Ausführungen zur methodischen Herangehensweise sowie ihre Leitgedanken und Begründungen für eine zeitgemäße Ausstellungsgestaltung (einer Gedenkstätte) werden gewertet. Darunter insbes. Überlegungen zur analogen und digitalen Vermittlung, zur athmosphärischen Wirkung von Ausstellungsgestaltung und zielgruppengerechter Ansprache. Dies erfolgt vor dem Hintergrund unserer Zielstellungen und Aufgaben.
- quality20%
Bewertet werden die Ideen und Ansätze für die Gestaltung des EG. Welcher Raumeindruck wird erzeugt? Wie wird mit der beengten Situation umgegangen? Passt die Gestaltung zu unseren Zielen für die Neugestaltung des Hauses?
- quality20%
Bewertet wird, wie es den Bieter/-innen gelingt, unsere Themen vielfältig, anschaulich, zielgruppengerecht und zeitgemäss aufzubereiten. Wie gelingt es, auch komplexere Sachverhalte oder Fakten zu veranschaulichen. Wie sehr gelingt es, analoge und digitale Formate sinnvoll und attraktiv einzusetzen?
- quality15%
Bewertet wird, ob das Projektmanagement über die berufliche Erfahrung und Qualifikation verfügt, die baulichen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Vorhabens erfolgreich steuern zu können.
- price30%
Das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis (Wertungspreis im Preisblatt) erhält die Höchstpunktzahl von 30 Punkten. Die übrigen Angebote werden auf dem Wege der linearen Interpolation nach folgender Formel bewertet: Punkte = Maximalpunktzahl x (Höchstpreis-Angebots/Wertungspreis) / (Höchstpreis-Niedrigstpreis)
Zeitplan
- 23. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 1. Sept. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung